| Kriegstagebuch Juni 1940 | |
| 2.6.40 | Angriff
des I.R.474 auf Teteghem am 2.6.1940 (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46) Der Angriff wurde mit einem Battl.vom Brückenkopf westl. a´Mou-unleserlich- auf Teteghem vorgetragen. Haert Südl.les Moeres stieß das Battl. auf heftigen Widerstand und erreichte kämpfend als vordere Linie -unleserlich-ser auf der Höhe südostw.N.D. des Neiges. Die Flanken des Battl.s waren rechts und links ungedeckt. Am Spätnachmittag führte der Feind mit 10 mittl.Kampfwagen und Infanterie einen Gegenstoß durch -unleserlich- Feuer der Pak und der schw.Artillerie zusammenbrach. 4./A.R.46 war dem Battl.als Sturmartillerie zugeteilt. Der Gefr.Schelshorn war dem vorgesch.Beboachter als Funker zugeteilt. Durch seinen unerschütterlichen Einsatz hatte er an der Abwehr des feindl.Panzerangriffes wesentlichen Anteil. Weiterer Bericht: Das I.R.474 griff am Morgen des 2.6.40 die feindliche Stellung vor Teteghem an.Ich war als Funker beim Vorg.Beob.den der damalige Wachtimeister Degenkolb als Hilfsbeobachter zugeteilt war. Südlich von les Moeres stießen wir auf starken feindlichen Widerstand und erreichten mit den vordersten Infanterieteilen die vorderen Häuser der Höhe südostw.N.-unleserlich-des Neiges. Ein Btl.des I.R.474 bei dem wir uns befanden hatte einen Keil in die feindliche Front getrieben. Am Spätnachmittag unternahm der Gegner einen Gegenstoß unterstützt von 10 mittl.Panzern und starken Infanteriekräften. Der Vorg.Beob.unterstützte durch gutliegendes Feuer die eigene Infanterie wodurch der Gegenangriff zum Stehen kam. 2 der fdl.Panzer wurden ausser Gefecht gesetzt. Weiterer Bericht: Der Angriff wurde mit einem Batl.vom Brückenkopf westlich von a´Moutons auf Teteghem vorgetragen. Hart südl. les Moeres stieß das Batl. auf heftigen Widerstand und erreichte kämpfend als vorderste Linie die Häuser auf der Höhe südostwärts N.D.des Neiges. Angriffsziel des I.R.474, dem Oblt.Lenhard mit seiner Batterie zugeteilt war, war die Erweiterung des Brückenkopfes westlich Pt.-unleserlich- und anschließend die Einnahme von Teteghem. Durch seine in vorderster Linie liegende B-Stelle, die dauernd unter Artl.- und M.G.-Feuer lag, konnt Oblt.Lenhard eine fdl.B-Stelle erfolgreich bekämpfen. Durch weitere Zerstörung von befestigten Häusern und M.G.-Nestern wurde die Infanterie wesentlich unterstützt und konnte den Brückenkopf so erweitern, daß schwere Infanteriekräfte übersetzen konnten. Obltn.Lenhard begleitete den Angriff noch bis auf die -unleserlich- südostwärts N.D.des Neiges, wobei heftiges feinldiches Feuer -unleserlich- gehen behinderte. Auf die Nachricht vom Beschuss der Feuerstellung durch feindliche Artillerie ging Oblt.Lenhard zurück und übergab den Feuerschutz dem Vorg.Beob.Ltn.v.Bray. |
| 6.6.1940 | Der Angriff
der 98.I.Div.auf Chamelin et les Fresne (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46) Der Angriff wurde vn den Höhen westl.Bouguignon am Abend des -unleserlich- auf den feindbesetzten, am gegenüberliegenden Höhenrand befindlichen Ort Chamelin et les Fresne vorgetragen. An der Spotze der Infanterie -unleserlich- schoß die 4./A.R.46, die mit einer weiteren schweren Batterie den Angriff als Sturmartillerie unterstützte, die Höhe sturmreif. Der Angriff stützte sich wesentlich auf dieses Artillerie-Feuer. Der Gefr.Schelshorn war dem vorgesch. Beobachter als Funker zugeteilt. |
| 10.6.40 | Angriff
der Vorausabteilung "Major Gabriel" 62.I.Div.auf Mortefontaine am 10.6.1940
und Taillefontaine (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46) Die Vorausabgteilung "Major Gabriel" betand aus 1 Komp.2cm Flak, 1 Kp.3,7cm Pak und der 4./A.R.46 (S.F.H.). Nach dem Übergang über die Aisne stieß sie auf härtesten Widerstand, außerdem bedrohten starke Kräfte die rechte Flanke aus dem Wald von Compiegne die Vorausabteilung. Im völlig ungesicherten Gelände und unter stetiger Feindeinwirkung bezog Obltn.Lenhard eine geeignete B-Stelle und konnte den Gegner solange zurückhalten bis 2cm Flak-Kräfte den auf kürzeste Entfernung herangekommenen Gegner endgültig zurückschlagen konnten. Nur durch dieses entschlossene Handeln konnte die gesamte Vorausabteilung vor Verlusten bewahrt werden und ihren Auftrag erfüllen. |
| 11.6.40 | Angriff
der 62.I.Div.über den Grivette Grund auf Villeneuve am 11.6.1940 (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46) Das Battl., dem die 4./A.R.46 als Sturmartillerie zugeteilt war, trug seinen Angriff vom Höhenrand am Grivette Grund über Chateau Coll-unleserlich- in Richtung auf den südl.Talrand am Abend des 11.6.40 vor. Der Feind war in dem stark durchschnittenen Gelände fest eingebaut und verteidigte sich zäh. Der Vorgesch.Beobachter gind mit der Infanterie soweit als möglich war vor und bot den Feuerschutz bis zum Einbruch der Dunkelheit. Der Gefr. Schelshorn ging bei diesem Angriff mit dem Vorgesch.Beobachter als Funker vor. Weiterer Bericht: Die Vorausabteilung "Major Gabriel" bestehend aus einer Komp.2cm Flak auf Selbstfahrlafette, einer Komp.3,7 Pak und der 4./A.R.46 (s.-unleserlich-) hatte den Auftrag Taillefontaine (nördl.Villers Cotterets) zu nehmen. Am frühen Nachmittag des 10.6. traten die leichten Waffen zum Sturm -unleserlich- unterstützt von 4./A.R.46, deren vorg.Beob.den vordersten zur Beobachtung geeigneten Punkt bezogen hatte. Er schoß, solange es artilleristisch möglich war. Wachtm.Degenkolb war als Hilfsbeobachter des Vorg.Beob.eingeteilt. Weiterer Bericht: Am Abend des 11.6.setzten Teile der 62.I.D. zu-unleserlich- über den befestigten Grivette-Grund an. Mit seiner B-Stelle den Angriff begleitend, kämpfte Oblt.Lenhard mehrere eing-unleserlich- Widerstandsnester nieder, sodaß die eigenen Kräfte den jenseitigen Talgrund erreichen. |
| 12.6.40 |
Fortsetzung des Angriffs
der 62.I.Div.bis Rosoy am 12.6.1040 (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46) Am Nachmittag des 12.6.1940 trat das Battl., dem die 4./A.R.46 als Artillerie zugeteilt war, über den Bahndamm im Grivette-Grund zum Sturm auf Boullare-Rosoy an. Die vorderste Kompanie der sich der Vorg.Beob.angeschlossen hatte, kam bis auf die Höhe westlich -unleserlich- vor. Plötzlich legte der Feind, der sich hauptsächlich in Boullare verschanzt hatte, heftiges Feuer aus leichten und schweren Infanteriewaffen auf die eingebrochene Kompanie. Der Vorg.Beob.schoß aus gedeckter Stellung auf Boullare und schaltete damit die verhängnisvolle Flankierung aus. Der sodann fortgesetzte Angriff wurde vom Vorg.Beob.bis zu dem erreichten Tagesziel hart nördlich Rosoy begleitet. Auch an diesem Tag war Wachtm. Degenkolb als Hilfsbeobachter des Vorg.Beob.tätig. |
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