Artillerieregiment 46
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Kriegstagebuch September 1939
7.9.1939 Gefechtsbericht 9./22 vom 7.9.1939, Dobron, den 8.9.1939
Die Batterie erreichte im Verbande der L.A.H. mit 2 Zügen bei der Vorhut und 2 Zügen beim Gros gegen 15.00 Uhr Dobron. Die Batterie übernahm, da sie keinen besonnteren
Auftrag hatte, von sich aus den Schutz instellunggehender Artillerie gegen Luftangriffe mit 2 Zügen nördlich und 2 Zügen südlich der Marschstraße. Luftangriffe fanden
nicht statt, jedoch mußte sich die Batterie gegen Inf. Angriffe aus Nordosten und Südosten zur Wehr setzen. Offenbar beabsichtigte der Feind die auf der Marschstraße
vorgegangenen Truppen mit stärkeren Kräften abzuschneiden, bezw. die Straße für seine eigenen Verbindungen wieder zu gewinnen. Die Feuerkraft der 2 cm Waffe im
Erdkampf erwies sich bei diesen Gefechten als sehr wirksam.
1.Zug.
Der Zug hatte den Auftrag, die 4.Battr.II./A.R.46, die an der Straße Kolumna - Kosobudy hart südlich des an der Straße gelegenen Punktes 201,2 in Feuerstellung
stand, gegen Luft- und Erdangriffe zu schützen. Die recnte Flanke, d.h. ostwärts der Stellung, war ohne Inf.Sicherung.
Der 1. Zug ist südlich des Punktes 201,2 in Stellung gegangen. Protzenstellung befand sich auf der Straße. Zur Inf.Sicherung wurden aie verfügbaren Kräfte aus
der Protzensteliung unter dem Befehl des Uffz.z.b.V. hart ostwärts des Punktes 201,2 eineesetzt. Gegen 16.00 Uhr griffen polnische Kräfte aus dem Walde ostwärts
der Feuerstellung an, vertrieben die Protzen der vierten Batterie aus diesem Walde und nahmen die Züge und Art. Feuerstellung unter Inf.Feuer.
Gleichzeitig ging der Pole im Walde auf Punkt 201,2 vor. Nach Räumung der Protzenstellung nahm die Art. Stellungswecnsel vor, da sich das Feuer verstärkte und
Feuer auch aus den Häusern südlich des Punktes 201,2 kam. Auf poln. Seite wurden dann auch 2 Pak-Geschütze und M.G.s eingesetzt. Unter dem Feuerschutz des Zuges,
der die Waldränder beschoß, konnte die Art. onne Materialverlust die Feuerstellung verlassen. In der Protzenstellung hatte sie eine Zugmaschine zurückgelassen,
die von den Polen verbrannt wurde. Nach Stellungswechsel der Art. war der Auftrag erledigt. Ich gab Befehl, daß Geschütz 2 und 3 unter dem Feuerschutz von
Geschütz 1 Stellungswechsel vorzunehmen. Gleichzeitig stellte mir auf mein Verlangen die Art. Battr. ihre Karabinerträger zur Verfügung, mit denen unsere Inf.
Sicherung zur Entlastung des Stellungswechsels ostwärts vorging. Nach vollzogenem Stellungswechsel zog ich mich mit den Leuten über die Straße und den Eisenbahndamm
nordwestlich zurück. Hierbei wurden Uffz. Braune und Gefr. Häusler versprengt, die gemeinsam mit einer Gruppe Inf. über die Höhe 201,2 vorgingen, wobei 1 Pakgeschütz
erbeutet wurde.
Verluste: Gefr. Drieschner gefallen
          Kan. Bendrin Fingerverletzung.
Eine Protze am Aufbau durch Pak durchschossen; 2 Reisen durch Inf.Geschosse durchbohrt. Am 1.Geschütz ein Schuß auf die vordere Waffenaufnahme, der die Brauchbarkeit
des Geschützes nicht beeinträchtigt. Die Haltung der Leute im Kampf war gut. Insbesonaere haben die Bedienungen des 1. und 2. Geschützes unbeirrt durch das aus
verdeckten Stellungen auf sie abgegebene Feuer das Feuer erwidert.
2.Zug
Keine Gefechtstätigkeit, da vor ihm eigene Truppen lagen.
3.und 4.Zug:
Der 3.und 4.Zug waren zwichen dem II.Btl.L.A.H. und 2.Battr.II./A.R.46 auf dem Marsch nach Lodz um 15.00 Uhr auf der Straße Lask - Pabianice - Lodz bis etwa 2km
nordostw.Dobron etwa in Höhe Kosobudy und Chechio gekommen. Dort hielt die Art.den Befehl in Stellung zu gehen. Zum Schutz der 6.II/.A.R.46 wurde der 3.Zug südlich
der Marschstraße mit Front gegen Osten ud Süden etwa 500m gegenüber Chechlo  zum Schutze gegen Luftangriffe eingesetzt, der 4.Zug nördlich der Marschstraße mit
Front gegen Osten und Norden etwa 800m vom 3.Zug entfernt. Beide Züge hatten den ausdrücklichen Befehl, sich auf Erdbeschuß gegen feindliche Inf.gegen die Art.Stellung
einzurichten. Mit dem Stellungswechsel der Art.sollten sie auf der Marschstrasse in Höhe ihrer Stellungen sammeln.
Da die Marschstrasse mit den Transportfahrzeugen der L.A.H., in Höhe der Züge speziell des Rgt.Stabes und außerdem unseres Trosses dicht besetzt war und reger Verkehr
auf der Strasse herrschte, umfasste ihre Aufgabe gleichzeitig insoweit den Straßenschutz.
Kaum war der 3.Zug in Stellung gegangen, als er in einem Waldstück, das sich etwa 400m vo ihm entfernt ungefähr in einem Rechteck parallel und senkrecht zur
Marschstraße mit gegen die Zugstellung vorspringende Nasen befand, eine gegen die Straße vorgehende pol.Gruppe am Waldrand beobachtete. Er gab mit seinem Geschütz
einen kurzen Feuerstoß auf diese Gruppe ab, die sofort verschwand. Kurze Zeit darauf wurde auf den Zug aus Chechio und Kosobudy aus etwa 500m Entfernung Schützen- und
später stark anwachsendes M.G.Feuer eröffnet. Etwa 1 1/2 Stunden bekämpften die 3 Geshcütze des Zuges allein diesen Feind, der ständig neuen Zuzug zu erhalten schien.
Schließlich wurde die 1.Kompanie der L.A.H. gegen den Feind in den Dörfern angesetzt unter Unterstützung von Panzertruppen. Mit Beginn der Dämmerung hatte sich die
L.A.H. in den Besitz einiger Höfe des Wetssteils von Kosobudy gesetzt. Nunmehr nahm der 3.Zug unter geringem feindlichem Feuer Stellungswechsel vor und sammelte in
südwestl.Richtung auf der Marschstraße Die beiden Ortschaften waren bei dem Gefehct in Flammen aufgegangen.
Es bleibt zu erwähnen, daß der Zug 1 poln.Komp., die 2km nordostw.aus Richtung Karolew gegen die Marschstraße vorging, durch sein Feuer in den Wald zurücktrieb.
Nach Gefangenenaussagen soll die Wirkung unserer Waffen recht erheblich gewesen sein. Insbesondere wurden auch Baumschützen herausgechossen.
Der 4.Zug erhielt unmittelbar nach Beziehen de Stellung ebenfalls Schützen und M.G.Feuer , ohne aber sich dagegen wehren zu können, da eigene Truppen der Leibstandarte
vor ihm lagen.  Als die Art.um 17.00 Uhr Stellungswechsel machte, bezog der Zug auftragsgemäß Bereitstellung auf der Marschstraße. Während des Stellungswechsels erhielt
er starkes Feuer, ebenso in der Bereitstelllung auf der Straße. Mit Stellung auf Rädern bekämpfte er den aus südlicher Richtung die Fahrzeuge auf der Straße angrfeifenden
Feinde. 2 erkannte M.G.Nester vor seiner Front wurden ausgeschossen, desgleichen ein in seiner rechten Flanke befindliches M.G.Nest. Mit Beginn der Dämmerung ging eigene
Inf.gegen den Feind vor.
   
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