| Kriegstagebuch Mai 1945 | |
| 1.5.1945 | privates Tagebuch
3./3133: Die Elbverteidigung wird aufgegeben, die Division (Elbabschnitt Heyser) soll an die Ostfront in die Gegend um Kyritz verlegt werden. Ich führe das Vorkommando mit Munition und 2 Traktoren, nachdem morgens von mir Bad Wilsnak als Zwischenstation erkundet wurde. Die Mannschaften sollen marchieren, die Geschütze ebenfalls in Tages- bezw. Nachtmärsche von je 20km nachgezogen werden. Gesamtentfernung 100km! In Perleberg zurück-unleserlich-, eine Division auf dem Marsch von der Ost- an die Westfront. In drei Stunden, von 21-24 Uhr bin ich durch das verstopte Perleberg durch, komme auf der ebenso verstopften Landstraße nicht weiter. |
| 2.5.1945 | privates Tagebuch
3./3133: Wir übernachten in einer Scheune, am MOrgen laden wir den ganzen Kram in einem Bauernhof ab und treten die Rückfahrt an. Die Batterie treffe ich in Strassen bei Eldena, der größte Teil ist während des Marsches schon zurückgeblieben, die Batterie ist noch 25 Mann stark. Wir Offiziere setzen uns mit dem Kommandeur zusammen und beraten. Amerikaner fahren mit Krädern und Pkws durch die Ortschaft sie kümmern sich nicht um uns und wir uns nicht um sie. Die 3. und 4.Batterie haut ab, Ami ust nur 2km entfernt in Eldena! Wir geben den ganze Vorrat an Verpflegung und Zigaretten aus und lassen fetigmachen, ein Wagen wird mit dem Gepäck beladen, die Feldküche soll mitkommen. Der Kommandant will nochmal mit der Division in Verbindung treten, Zieber wartet auf seine Rückkehr. Man spricht davon, daß der Führer tot sei und Dönitz den Oberbefehl übernommen hätte. -unleserlich- von Fahrzeugen aller Art voll mit Landsern, nimmt krasse Formen an, alles strömt in Richtung Eldena. Ich setze mich in den Strassengraben und sehe mir das Spiel an.- So stürmisch ging es einst vorwärts, wird heute nun alles aus sein? Vorbeifahrende Landser rufen mir zu, daß Iwan bereits mit Panzern am Ortseingang stünde! Da gebe ich meinen letzten 20 Mann den Befehl zum Abmarsch. Der Kommandeur kam nicht zurück, Zieber lasse ich durch einen Melder verständigen. Beim ersten Posten der Amerikaner werden alle Waffen abgegeben, wir fahren sonst ungeschoren weiter, hinter Eldena wird alles in einem Kamp zusammengezogen. Unsere Feldküche fährt auf der Straße weiter Richtung Elbe, es gelingt mir aber nicht mehr, den Gepäckwagen mit den Leuten nachzuführen, ein großer Teil unserer Verpflegung ist damit flöten! Zieber ist mittlerweile auch angekommen. |
| 3.5.1945 | privates Tagebuch
3./3133: Das Lager verlegt über Dömitz nach Zeetze, wo wir zwei Tage im Freien bleiben. |
| 4.5.1945 | |
| 5.5.1945 | privates Tagebuch
3./3133: Verlagerung in ein Waldstück. Aus den vorhandenen Zeltbahnen werden Zelte gebaut, Bunker nach russischem Stil angelegt. Das Lager etwa 6000 Mann stark, wird in Abteilungen und Kompanien aufgeteilt. Es gibt fast gar keine Verpflegung, Brot überhaupt nicht. Das Baden wird uns gestattet. Wir schlachten unsere Pferde, um den größten Hunger zu stillen. Innerhalb der Bataillone steigen bunte Abende -unleserlich- |
| 6.5.1945 | |
| 7.5.1945 | |
| 8.5.1945 | |
| 9.5.1945 | |
| 10.5.1945 | |
| 11.5.1945 | |
| 12.5.1945 | |
| 13.5.1945 | |
| 14.5.1945 | |
| 15.5.1945 | |
| 16.5.1945 | |
| 17.5.1945 | |
| 18.5.1945 | |
| 19.5.1945 | |
| 20.5.1945 | |
| 21.5.1945 | |
| 22.5.1945 | |
| 23.5.1945 | |
| 24.5.1945 | |
| 25.5.1945 | |
| 26.5.1945 | |
| 27.5.1945 | |
| 28.5.1945 | |
| 29.5.1945 | |
| 30.5.1945 | privates Tagebuch
3./3133: Abmarsch aus Zeetze, mit Lkws -unleserlich-station Neuhaus, von hier mit dem zug nach Eutin - Holstein. Fußmarsch in zwei Raten über Lensahn nach Nienrade, dort Aufteilung in die schon bestehenden Kompanien. Masuch wird Entlassungs-, ich Sportoffizier. In Lensahn treffe ich Werner Weber. |
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