Granatwerfer-Bataillon 19
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Kriegstagebuch Januar 1944
5.1.1944
KTB 9.Armee.
Beim linken Nachbar ist der Feind der Absetzbewegung auf die Uchljast=Stellung nur mit schwachen Kräften gefolgt und greift heute nicht an.
Unter eingehender Darlegung der in ihrer möglichen Weiterentwicklung noch undurchsichtigen Feindlage vor dem LV.A.K.hat das AOK die H.Gr. darauf
hingewiesen, daß es seiner Ansicht nach notwendig sei, sowohl das als Eingreifreserve bereitgestellte BtL der 31.I.D. im Armeebereich verfügbar zu
lassen als auch die St.Gesch.Abt.185 bald wieder zurückzuunterstellen (Anl. V 1). Die H.Gr. befiehlt darauf dem AOK 4, die St.Gesch.Abt. ohne
ausdrückliche Genehmigung nur auf dem Westufer des Dnjepr einzusetzen, im Hinblick auf eine gegebenenfalls notwendig werdende Rückführung der Abt.
zur 9.Armee (Anl. V 2).
Deutlicher als in der nördlichen Armeenaht beginnen sich allmählich die feindl. Angriffsabsichten am äußersten rechten Flügel der Armee abzuzeichnen.
Es sind jetzt insgesamt 12 feindl.Schtz.-Divn. vor dem XXXXI.A.K., im Raum Ostaschkowitschi (hart südl. der Areegrenze) drei Flak-Divn. versammelt.
Ergebnisse der Erd-und Luftaufklärung (Entminen in Frontnähe, lebhafte Bewegungen im Hintergelände) deuten auf einen bevorstehenden Angriff in
südwestlicher Richtung (auf den Nordflügel der 2.) hin, wobei die dichte Frontbesetzung vor dem XXXXI.Pz.K. als Rückendeckung für einen Vorstoß auf
Kalinkowitschi gedacht sein könnte. Möglich wäre allerdings auch, daß der Feind gleichzeitig oder in erster- Linie Angriffsabsichten südwestl. der
Beresina hegt. Genaueres ist noch nicht zu erkennen - auf jeden Fall ist mit Fortdauer der fdl. Aktivität vor dem XXXXI.A.K. zu rechnen. Es wird
deshalb dem XXXV.A.K. befohlen, die St.Gesch.Abt.244, das Div.Kdo.707.I.D.und einen Erkundungstrupp des Gr.W.Btl.19 zum XXXXI.Pz.K. in Marsch, zu
setzen(Ia/Chef XXXV.,24,00 Uhr). Weitere Maßnahmen sollen folgen.
Die Kampfhandlungen an der Front beschränken sich im wesentlichen auf beiderseitige Aufklärungstätigkeit (s.Anl.II und III).
 
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