| Kriegstagebuch Juni 1940 | |
| 1.6.1940 |
Berichte für den Antrag für die Verleihung des
Sturmabzeichens Uffz.Pickert 4./A.R.46: Angriff der 254.I.Div. über den Kanal de Bergues nordwärts War-unleserlich- am 1.6.1940. Uffz.Pickert war als Vorg.Beob.eingeteilt und setzte mit de-unleserlich-wiesenen Battl.bei den vordersten Infanterieteilen über den Kanal de Brander. Nachdem das Batl. unter dem Schutze des von Uffz.Pickert geleiteten Art.-Feuers in den Feind eingebrochen war, bezog Uffz.Pickert unmittelbar in vorderster Linie die B-Stelle von wo aus er das Battl.weiterhin unterstützte. Aussage Alfons Götz: Ich war am 1.6.40 mit Uffz.Pickert als Vorg.Beob.beim II./I.R.474 am Kanal de Bergues. Wir unterstützten das Übersetzen der Infanterie über den Kanal durch Artillerie-Feuer auf erkannte Ziele. Mit der Infanterie setzten wir über und gingen bis an das überschwemmte Gelände vor. Dort erhielten wir Artl.Feuer und erkannten eine Feindbatterie, die wir daraufhin bekämpften. In dem Heckengelände zwischen Kanal und überschwemmten Gebiet bekamen wir bis zum Einbruch der Dunkelheit starkes Flankenfeuer. Skizze Berichte für den Antrag für die Verleihung des Sturmabzeichens 5./A.R.46: Angriff der 254.I.Div. über den Kanal de Bergues mit vorderster Infanterie (I.R.454). Bekämppft wurden Feldbefestigungen und M.G.-Nester und dadurch das Vorgehen der Infanterie erleichtert. Eingeteilt als vorgesch.Beobachter. Aussage Wm.Cörver Am 1.6.40 war ich zusammen mit Herrn Lt.Kratzer und den beiden Funkern Burkart und Reindl als Vorg.Beobachter der 5.A.R.46 eingeteilt. Herr Lt.Kratzer hatte den Auftrag, zum I.R.454 zu gehen und den Angriff der Infanterie in Richtung auf den Kanal de Bergues zu unterstützen. Da der kleine Trupp während des Vormarsches des öfteren von feindlicher Infanterie aus der rechten Flanke beschossen wurde, befahl Lt.Kratzer auf Anraten des Leutnants der Infanterie mit einem Schlauchboot zur vordersten Linie zu fahren Dieses war ungefähr 500m von dem Kanal de Bergues. Lt.Kratzer bekämpfte dann M.G.Stellungen und Feldbefestigungen. Die Infanterie erreichte dann auch das Ufer des Kanals. Von hier aus bekämpfte Lt.Kratzer weiterhin M.G.Stellungen und Feldbefestigungen. Durch eine Handgranate -unleserlich- Infanterist verwundet, die in der Nähe von Herrn Lt.Kratzer -unleserlich- Wegen starken fdl.Feuers ging die Infanterie etwas weiter zurück und grub sich ein. Lt.Kratzer blieb am Kanal und bekämpfte die feindl. Stellungen bis gegen Abend der Befehl zum Einrücken -unleserlich-. 9./I.R.454: Gefr.Möllenberg Ernst, gefallen, Warhem, A.G.Kopf; |
| 2.6.40 | Angriff
des I.R.474 auf Teteghem am 2.6.1940 (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46) Der Angriff wurde mit einem Battl.vom Brückenkopf westl. a´Mou-unleserlich- auf Teteghem vorgetragen. Hart Südl.les Moeres stieß das Battl. auf heftigen Widerstand und erreichte kämpfend als vordere Linie -unleserlich-ser auf der Höhe südostw.N.D. des Neiges. Die Flanken des Battl.s waren rechts und links ungedeckt. Am Spätnachmittag führte der Feind mit 10 mittl.Kampfwagen und Infanterie einen Gegenstoß durch -unleserlich- Feuer der Pak und der schw.Artillerie zusammenbrach. 4./A.R.46 war dem Battl.als Sturmartillerie zugeteilt. Der Gefr.Schelshorn war dem vorgesch.Beboachter als Funker zugeteilt. Durch seinen unerschütterlichen Einsatz hatte er an der Abwehr des feindl.Panzerangriffes wesentlichen Anteil. Weiterer Bericht: Das I.R.474 griff am Morgen des 2.6.40 die feindliche Stellung vor Teteghem an.Ich war als Funker beim Vorg.Beob.den der damalige Wachtmeister Degenkolb als Hilfsbeobachter zugeteilt war. Südlich von les Moeres stießen wir auf starken feindlichen Widerstand und erreichten mit den vordersten Infanterieteilen die vorderen Häuser der Höhe südostw.N.-unleserlich-des Neiges. Ein Btl.des I.R.474 bei dem wir uns befanden hatte einen Keil in die feindliche Front getrieben. Am Spätnachmittag unternahm der Gegner einen Gegenstoß unterstützt von 10 mittl.Panzern und starken Infanteriekräften. Der Vorg.Beob.unterstützte durch gutliegendes Feuer die eigene Infanterie wodurch der Gegenangriff zum Stehen kam. 2 der fdl.Panzer wurden ausser Gefecht gesetzt. Weiterer Bericht: Der Angriff wurde mit einem Batl.vom Brückenkopf westlich von a´Moutons auf Teteghem vorgetragen. Hart südl. les Moeres stieß das Batl. auf heftigen Widerstand und erreichte kämpfend als vorderste Linie die Häuser auf der Höhe südostwärts N.D.des Neiges. Angriffsziel des I.R.474, dem Oblt.Lenhard mit seiner Batterie zugeteilt war, war die Erweiterung des Brückenkopfes westlich Pt.-unleserlich- und anschließend die Einnahme von Teteghem. Durch seine in vorderster Linie liegende B-Stelle, die dauernd unter Artl.- und M.G.-Feuer lag, konnt Oblt.Lenhard eine fdl.B-Stelle erfolgreich bekämpfen. Durch weitere Zerstörung von befestigten Häusern und M.G.-Nestern wurde die Infanterie wesentlich unterstützt und konnte den Brückenkopf so erweitern, daß schwere Infanteriekräfte übersetzen konnten. Obltn.Lenhard begleitete den Angriff noch bis auf die -unleserlich- südostwärts N.D.des Neiges, wobei heftiges feinldiches Feuer -unleserlich- gehen behinderte. Auf die Nachricht vom Beschuss der Feuerstellung durch feindliche Artillerie ging Oblt.Lenhard zurück und übergab den Feuerschutz dem Vorg.Beob.Ltn.v.Bray. Skizze |
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