268.Infanteriedivision
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Kriegstagebuch April 1943
8.4.1943 Aus Feindnachrichtenblatt Nr.25, 268.ID:
Nachdem am 7.4. die Kampftätigkeit, wohl wegen zu hoher Feindverluste, vorübergehend etwas bgeflaut war, greift der Russe seit dem Morgengrauen des 8.4., in immer
neuen Wellen, besonders aus dem Brückenkopf, an. Er will vor Beginn des Eisganges auf jeden Fall den Durchbruch durch die deutschen Linien erzwingen. Schwerpunkt
seiner Angriffe ist das Stiefel- und das nördlich davon liegende Inselwäldchen (750 bzw. 1000m südostw.Bol.Ustje.) Hierauf konzentriert er auch seine Artillerie.
die täglich auf beide Punkte über 1500 Schuß abgibt. Auch aus Krasnaja Gorka heraus greift er fast täglich die HKL südl. und südwestl.davon an, doch bleibt ihm
hier der Erfolg versagt. Unter dem Schutz der dunklen Nächte und ohne Schonung von Menschen gelingt ihm der Bau einer Holzbrücke und mehrerer Stege über die Ugra,
über die er trotz unseres Abwehrfeuers immer wieder neue Menschenmassen in den Brückenkopf hineinwirft.
9.4.1943 Aus Feindnachrichtenblatt Nr.25, 268.ID:
Am 9.4. gelingt es ihm, 8 schwere Panzer über die Eisbrücke bei Akainino auf das Westufer herüberzubringen, ein weiterer Panzer bricht allerdings schon ein und
bleibt hilfslos im Fluss liegen.
10.4.1943 Aus Feindnachrichtenblatt Nr.25, 268.ID:
Die Höhepunkte seiner Angriffe bringt der 10.und 11.4. Nachdem ihm am frühen Morgen überraschend ein Einbruch in die HKL südl. der Sshobahammündung in 300m Breite
gelingt, greift der Feind zu gleicher Zeit nach Artl.Vorbereitung (2000 Schuß) und mit Unterstützung von 8 Panzern die HKL vom Stiefelwald bis Bol.Ustje an.
Trotzdem alle Panzer abgeschossen werden, trotzdem das Stiefelwäldchen unter Einsatz des letzten Mannes gehalten wird, muss das Inselwäldchen, nachdem es mehrmals
den Besitzer gewechselt hat, aufgegeben werden. Kurz darauf kann auch der Ostteil des Stiefelwäldchens, das nun von Süden, Osten und Norden vom Feind eingeschlossen
wird, nicht mehr gehalten werden.
11.4.1943 Aus Feindnachrichtenblatt Nr.25, 268.ID:
Im Rücken der Division wird zur selben Zeit die Lage bedrphlich. Am 11. und 12.4. hatten die deutschen Kräfte, die zur Vernichtung der nördlich Snamenka eingekesselten
Teile der 33.Armee eingesetzt waren, die Döfer westl.der Ugra zwischen Chmelniki und Stanino genommen. In dem kleinen Restkessel zwischen Krasnoje, Schpyrewo und
Fedurnewo drängen sich gegen 10000 Mann zusammen. Sie werden von Norden und Südwesten angegriffen, während eine schwache Sicherungslinie von Peskowo über Busslawa
nach Beljajewo einen Durchbruchsversuch des Feindes nach Südosten abwehren soll.
12.4.1943 Aus Feindnachrichtenblatt Nr.25, 268.ID:
Am 12.4. erscheinen plötzlich bei Gorodez gegen 150 Russen. Sie stammen von einem Vortrupp der eingeschlossenen Kesselarmeem, unter Major Redkin (Kdr.S.R.1297), in den
letzten 3 dunklen Nächten unter Umgeheung der Ortschaften aus einem Waldlager nördl.Busslawa kommend, vor Morgengrauen die Ugra südl.Kostjukowo in Richtung West-Ost
überschritten hat, westlich Nekrassowo von Kräften der 17.I.D. angeschossen wird und nun, die Ugra zwischen Mal.Wesselewo und Bol.Ustje teilweise bis zum Hals durch
das Wasser watend, überquert, um südl.Bol.Ustje nach Osten durchzustossen. Die Gruppe wird vernichtet.
13.4.1943 Aus Feindnachrichtenblatt Nr.25, 268.ID:
Am 13.4. fällt Bol.Ustje in Feindeshand, damit muss die HKL an die Waldränder westl.Bol.Ustje zurückverlegt werden. Alle Versuche des Gegners aber, diese neue HKL
zurückzudrücken und zu durchbrechen, bleiben erfolglos. Nach seinen ungeheuren Verlusten bei 1188 Angriffen und 57 Vorstössen (seit 26.3.) schätzungsweise 8-10000
Tote im Div.Abschnitt) lässt sein Angriffsschwung nach.
-Kessel hinter 268.ID:
Zur selben Zeit hat Gen.Lt.Jeframow die Reste seiner Armee in Stärke von ungefähr 9000 Mann um Spirowo und in den Wäldern südlich davon versammelt. In der Nacht vom
13.-14.4. tritt er in 2 Maschkolonnen in Stärke von je 2500 Mann zuerst nach Süden und Südosten marschierend, an, mit dem Ziel, zwischen Bol.Ustje und Lraanje Oktjabr
sich mit den im Brückenkopf stehenden Teilen der Roten Armee zu vereinigen. Eine dritte Kolonne in Stärke von 3500 Mann soll nach kurzer Zeit folgen. Die nach Südosten
marschiefende Kolonne stösst bei Brusslawa auf starken Widerstand und wird in den KEssel zurückgeworfen. Dagegen gelingt es der zuerst nach Süden marschierenden
Kolonne durch die Wälder, immer die Dörfer meidend, fast unbemerkt in den Rücken der 268.I.D. zu kommen. 
14.4.1943  
15.4.1943 Aus Feindnachrichtenblatt Nr.25, 268.ID:
-Kessel im Rücken der 268.ID:
am 15.4. 7.00 Uhr wird das Lger der 2./Bau-Btl.9, das nördlich Gornewo an der Strasse Gornewo - Now.Michailowka liegt, von 300 Russen überfallen. Fast zu gleicher Zeit
wird Lomenka angegriffen, auch bei Now.Michailowka, Mal.Wesselewo, Kostjukowo, und später bei Tarasoff und Gornewo tauchen starke Feindgruppen auf (s.PLanpause).
Im ganzen mögen 2500 Mann die Linie Borisenki, Schumichino, nach Osten überschritten haben. Sie werden in twileeise hartnäckigen Kämpfen die sich bis zum 19.4.
hinziehen, vollkommen vernichtet. Einige hundert Russen in Gruppen zu 10-50 Mann, trieben sich noch in den Wäldern zwischen Szlobodka, Degtjanka, Mal.Weselewo und
Strosselje herum. Der Kommandeur der 33.Armee Generalleutnant Jefremow, wurde am 19.4. 1km südwestl.Degtjanka erschossen aufgefunden.
 
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