| Kriegstagebuch Juli 1941 | |
| 1.7.1941 | Nahkampftag 11./Inf.Rgt.253 Abwehr
u.Nahkampf, Gut bei Koszeele. privates Tagebuch unbek.Pz.Jg.Kp. 34.Inf.Div.: Sie kommen von den angezündeten Holzbuden (Wohnhäuser) wo sich immer noch versprengte Russen versteckt halten. Das ganze Gelände muss unbedingt gesäubert werden. Wir bekommen hinten am Schluss unserer Kolonne Feuer. Man sollte es kaum glauben, denn auf der Rollbahn ist ein Betrieb wie noch nie und trotzdem wagen es die Russen aus den Kornfeldern heraus zu schießen. Wir stecken zwei Gauner an und erschießen einige dieser Kerle, der Rest geht stiften. Ein Fw. Wurde verwundet. In der Mittagspause sehe ich, wie ein Obergefr.ein 20 jähriges Mädel erschießt. Sie hatte eine Handgranate in eine Veerbandsstube geworfen.. Überhaupt, Gefangene werden wenig gemacht., fast alles wird umgelegt. Abends beziehen wir Quartier in einem Dorf abseits der Strasse. Russ.Soldaten die im Dorf waren, ziehen sich in die Kornfelder zurück und werden dort aus unserem Dorf unter Feuer genommen. Wir säubern noch ringsherum das Feld haben dabei drei Tote. Anschließend bauen wir rings ums Dorf M.G.-Stände und Panzer-Deckungslöcher. Ich werde beim Schaufeln |
| 25.7.1941 |
privates Tagebuch unbek.Pz.Jg.Kp. 34.Inf.Div.: ...Vor dem Wald gehen wir in einem Kartoffelstück in Stellung die von unsereen Kameraden gemacht wurde. Etwa 30-50 Meter vor uns ist die H.K.L. un zweihundert Meter entfernt auf einer gegenüberliegenden Anhöhe sitzt der Russe. Die anderen sind froh, daß sie hier abgelöst werden und erzählen die tollsten Geschichten. Vor zwei Tagen hatten sie diese Anhöhe erobert. Es war das 41.Rgt.der 10.Mot.Div. |
| 26.7.1941 |
privates Tagebuch unbek.Pz.Jg.Kp. 34.Inf.Div.: Mit drei Geschützen sind wir hier auf der Anhöhe, die wir "Westerplatte" tauften in Stellung. Hinter uns ist in einer Scheune im Wald der Zugs-Gefechtsstand. Der Russe chisst fast gar nicht, so daß die Landser voraus übermütig werden und oben auf der Deckung herumlaufen, wo sie vom Russen beobachtet werden können. Nachts bauen wir uns einen notdürftigen Unterstand. |
| 27.7.1941 | Nahkampftag für 11./I.R.253,
Abwehr russ.Angriffe Rudnja. privates Tagebuch unbek.Pz.Jg.Kp. 34.Inf.Div.: Heute ist Sonntag. Daß ich heute meinee Feuertaufe erhalten ssoll, hätte ich gestern auch nicht geglaubt. Von 4 Uhr früh bis nachmittags 15 Uhr trommeln die Geschütze der Russen auf unsere Höhe, und stürmen ununterbrochen die russ.Inf. gegen unsere H.K.L. Meter um Meter Erdboden wird beschossen.... |
| 28.7.1941 |
...Russe die ganzee Pläne einsieht und sofort schiesst. So liegen wir halt den ganzen Tag zusammen gepfropft in einem kleinen Unterstand und sind froh wenn der Abend kommt und die Schiesserei etwas nachläßt. Abends erhalten wir auch unser Mittagessen, Verpflegung und Post. Die Verbindung nach hinten kann auch nur nachts hergsteellt werden, da der Russe alles einsieht. Fast jeden Tag macht er kleinere und größere Angriffe geegen unsere Stellungen, die aber alle abgewiesen werden. Nachts müssen wir immer arbeiten und am Tage kann man vor lauter Geefeechtslärm auch nicht schlafen. Wir bauen eine verdeckte Feuerstellung verbessern unseren Unterstand, baueen einen Kampfgraben u.s.w. Wasser haben wir keines, Waschen und rasieren fällt flach. Inzwischen wird der Kessel von Gomel, an dem wir mit usnerer Sstellung hier auch beteiligt sind, fertig gemacht zum Knacken. -weiter 8.8.1941- |
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