| Kriegstagebuch September 1944 | |
| 6.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Heute war ich als Representant der 5.Komp. zur Geburtstagfeier des Herrn Obert Hippel, es hat mir sehr gut gefallen, der Oberst sit ein feiner Mensch und ein guter Kamerad. -weiter 10.9.1944- |
| 10.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Heute haben wir ein Unternehmen gegen Banden gemacht. Demange ist seit gestern fahnenflüchtig. |
| 11.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: 11.oder 12.9.44 Wir haben Villanova verlassen, wir sollen an die Front, an welche wissen wir noch nicht, man redet vom Westwall. Ich bin Vorkommando. -weiter 13.9.1944- |
| 13.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Um nach Deutschland zu kommen sind wir in der falschen Richtung, wir marschieren an der Riviera, wahrscheinlich kommen wir nach Südfrankreich. Unser erstes Marschziel war Imperia. Ich habe beim Quartiermachen die Bekanntschaft eines ital.Künstlerpaares gemacht, Colemani der Zauberkünstler und Anna Vorni die Sängerin, beide Mitarbeiter des großen Clowns Krock. Abends servierte er uns ein paar Proben seiner Kunst, sie wollte nachmachen, aber es misslang, sie entschuldigte sich mit den deutschen Worten. - Ich bin nich sauber - es sollte heißen, Ich bin keine Zauberin. Aber bezaubernd war sie. |
| 14.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Heute sind wir bis S.Remo gekommen, eine herrliche Gegend. War wieder auf Vorkommando -unleserlich- vom Alten einen fürchterlichen -unleserlich- bekommen, ich glaube er wird nervös, man hört sie schon -unleserlich-, das kannte er bis jetzt nur aus Wort-unleserlich- |
| 15.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Heute war ich wieder Vorkommando. Wir sind an der Front. Heute beziehen wir Stellung dem Kanadier gegenüber. Wir liegen in Latte bei Ventimiglia immer noch auf ital.Boden, aber hart an der franz.Grenze. Die Engländer funkt schon mit Schiffsartillerie zu uns. |
| 16.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Heute morgen sind ganz früh sind wir in unserer Stellung angekommen (La Mortola Sup). Das war ein mühevoller Weg bis hoch in die Berge, wir haben die Reste einer Marineeinheit abgelöst. Der Weg war umso beschwerlicher für uns, da die Ari uns schwer befunkte, wir haben das sprichwörtliche Flachrennen veranstaltet. Auch über Tag hats schwer gefunkt, mit Panzern, Schiffsartillerie und Granatwerfer. Heute morgen war ich als Melder zum Btl., der Weg ist überall einzusehen. Schon den ganzen Tag fliegt ein Ari-Aufklärer über uns der das fdl.Feuer leitet, die Tommys schiessen auf einzelne Leute (Melder) nicht nur mit einem Schuss sondern mit ganzen Salven. Jetzt augenblicklich ist das andauernde SStörungsfeuer, das den ganzen Nachmittag auf uns liegt in ein Trommelfeuer ausgeartet. Gfr.Schlebinger und Gren.Frank verwundet. |
| 17.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Gestern Abend war ich auf frz.Boden, die Gruppe Weber einweisen. Heute war es nicht so doll mit der Schiesserei. - weiter 25.9.44 - |
| 25.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Der Tag fing ruhig an. Gegen 10.00 Uhr griff deer Feind den Stützpunkt -unleserlich- an. Stärke 50-50 Mann. Der Angriff blieb in unserem Granatwerferfeuer liegen. Am Nachmittag gegen 16.00 Uhr setzte wieder starkes Artl.Feuer ein. Das Fuer dauerte die ganze Nacht an, Um 20.00 Uhr ging ein Spähtrupp los - Stärke 1:6. |
| 26.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Heute war ein schwarzer Tag. Den ganzen Tag ein wahnsinniger Beschuß auf unsere kümmerlichen Mauerreste. Wozu schiesst der Tommy noch? Es ist doch sowieso schon alles zerstampft!! Uffz.Hammer gefallen. Uffz. Gerhard und Gfr.Rusche verwundet. Gerhard schwer. |
| 27.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Auch heute beinahe pausenlos sämtliche Kaliber, Schiffsartl. mit ganzen Breitseiten, Landartl. mit ganzen Abteilungen, Granatwerfer aller Kaliber. Mit der Zeit werden unsere Nerven noch ganz ruiniert. Heute wurdeen Gfr.Bender schwer und Gfr.Wirges leicht verwundet. |
| 28.9.1944 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: 28.,29., 30.9., 1.10. Bschuss hat nachgelassen, so läßt sich alles leichter ertragen, man konnte wenigstens mal Atem holen ohne im nächsten Moment wieder auf dem Bauch zu liegen. - weiter 2.10.1944 - |
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