707.Infanteriedivision
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Befehle April 194
Fernschreiben Heeresgruppe Mitte, Ia Nr.2504/42 geh., 4.4.1942, 11.30 Uhr
an Bef.H.G.Mitte, Pz.A.O.K.2, Pz.A.O.K.4

707.Div. ist durch Bef.H.G.Mitte nach Beendigung ihrer jetzigen Aufgabe zunächst ohne 2 Bataillone zur Verwendung im Gebiet um Brjansk
vorzusehen und dorthin anzutransportieren.
2 Bataillone der Division sind bis zur Ablösung durch neu heranzuführende Landesschtz.Bataillone im Einsatzgebiet um Bobruisk zu belassen.
Das zur Zeit der 4.Panzerarmee (106.Div.) unterstellte Landesschtz.Rgt.45 mit Landesschtz.Btl.302 und 352 ist im Einvernehmen mit
4.Panzerarmee baldmöglichst durch Bef.H.G.Mitte zur Gruppe v.Schenckendorff wieder heranzuziehen.
Die notwendigen Transportbewegungen sind durch Bef.H.G.Mitte mit Gen.d.Trsp.Wes.Mitte zu vereinbaren.
 
Aktennotiz:

17.15 Uhr: Anruf Gen.v.Schenckendorff                                                                                                    4.4.1942

Gen.v.Schenckendorff teilt mit, daß er bedauernd von dem Befehl Kenntnis genommen habe, die ganze 707.Div. zu anderem Zweck abzugeben. Er ist -
insbesondere nach persönlicher Inaugenscheinnahme der Kampfverhältnisse im Gebiet ostw.Smolensk - der Ansicht, daß die 707.Div. dort vordringlich
gebraucht wird.
Daneben bittet er dringend, mindestens 2 Btle. der 707.Div. im jetzigen Gebiet südlich Bobruisk zu belassen, da andernfalls die ganzen bisherigen
Kämpfe dort nutzlos gewesen seien und das dortige Gebiet mit seinen reichen Beständen sehr schnell wieder in die Hand der Partisanen fallen würde.
Diese beiden Bataillone können dortt erst dann weggenommen werden, wenn ausreichende Ersatzkräfte eingetroffen sind. Von don angeküegten Verbänden
aus der Heimat verspricht sich Gen.v.Schenckendorff sehr wenig; er hä1t sie nach seinen bisherigen Erfahrungen nur für Bewachungsaufgaben geeignet.
Bei 10.Pz.Div. sei heute ein Befehl eingegangen, daß sie zum 20.4. mit letzten Teilen verladebereit zu sein habe. General v.Schenckendorff macht
darauf aufmerksam, daß vor Wegnahme irgendwelcher weiteren Kräfte der 10. und 11.Pz.Div. ausreichend andere Sicherungskräfte zur Ablösung im Gebiet
ostw.Smolensk eingetroffen sein müssen.
Andernfalls sieht er eine große Gefahr für das ganze Gebiet bis unmittelbar an die Stadt Smolensk. Gen.v.Schenckendorff bittet um Befehl, daß die
z.Zt. bei 106.Div. eingesetzten beiden Landesschtz.-Btle. unter seinen Befehl zurücktreten.
 
Fernschreiben Heeresgruppe Mitte, Ia Nr.2804/42 geh., 15.4.1942, 23.30 Uhr
an OKH Gen.St.d.H./Org.Abt.(I), Stabsoffz., d.Eisenbhanpamnzerzüge im Stab d.Gen.d.schn.Tr.b.Ob.d.H.

Bezug: OKH Gen.St.d.G./Org.Abt.(I) Nr.20935/42 geh., 2.Ang.vom 14.4.42

Der Beutepanzerzug aus Minsk ist nach Durchführung der Kampfaufgaben bei 707.Div. im Raum um Bobruisk am 14.4. in Wilna eingetroffen und
dort auf dem Güterbahnhof abgestellt.
 
Fernschreiben Heeresgruppe Mitte, Ia Nr.2973/42 geh., 21.4.1942, -- Uhr
an Pz.A.O.K.2, Bef.H.G.Mitte

Die beiden noch bei Bef.H.G.Mitte (Sich.Brig.203) befindlichen Bataillone der 707.I.D. werden 2.Panzerarmee so zugeführt, daß sie etwa am 3.5.
in Brjansk eintreffen.
 
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