Sicherungs-Bataillon 684
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Kriegstagebuch April 1944
27.4.1944
KTB 9.Armee.
Die in den letzten Tagen so bemerkenswert reger gewordene feindliche Fliegertätigkeit am rechten Flügel, die zu zahlreichen Angriffen auf die eigenen Stellungen, frontnahe Ziele,
Straßenknotenpunkte und Bahnanlagen geführt hat und auch heute wieder anhält, veranlaßt das AOK, mit einem Antrag auf Verstärkung des Flakschutzes in diesem Raum an die Heeresgruppe
heranzutreten, da eine Abziehung von Flakkräften von anderen Stellen des Armeebereichs, insbesondere von dem wichtigen Schutzobjekt Bobruisk, nicht vertretbar erscheint (s.Anl. V 1) .
Auf Grund eines Befehls der Heeresgruppe (s.Anl. V 2 vom 25.4.44), der im Hinblick auf die günstige Entwicklung der Gefechtsstärken der Frontdivisionen infolge der guten Ersatzzuführung und
der geringen Verluste in den vergangenen Wochen die Zurückziehung der noch in der Front stehenden Sich.-Einheiten gefordert hat, wird heute vom AOK die Herauslösung des noch beim XXXV.A.K.
in vorderer Linie eingesetzten Sich.Btl.684 befohlen (s.Anl. IV 1). Es befindet sich damit kein Sich.Btl. mehr im Fronteinsatz; nur die 707.I.D., die nach ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung
und ihrer Waffenausstattung ebenfalls als Sicherungsverband angesprochen werden muß und an sich von dem Befehl der Heeresgruppe mit betroffen wird, ist mit ihren beiden Gren. Rgtrn. nach wie
vor in vorderer Linie. Die Armee sieht sich jedoch vorläufig noch nicht in der Lage, diesen Zustand zu ändern.
Beim Unternehmer "Moorexpreß" ist der nördliche Teil des Kessels planmäßig durchkämmt worden. Dadurch, daß Teile der Banden vor ihrer Einschließung rechtzeitig entweichen konnten, ist das
Ergebnis an Gefangenen und Beute allerdings nur gering (s.Anl. VII 1).
 
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