| Kriegstagebuch Oktober 1943 |
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Morgenmeldung IV.A.K.vom 2.10.43, 5.45 Uhr an
A.O.K.6
durchgegeben Onlt.Ulbrich, aufgenommen Lt.Schäfer: Durch erneute noch während der Dunkelheit aufgenommen Angriffe versucht Gegner wiederum Heidelberg aus der HKL herauszubrechen. Nordostw.Nowo-Muntal 4.30 Uhr feindl.von Pz.unterstützter Angriff in noch unbekannter Stärke gegen linken Flügel Geb.Jg.Rgt.144. (Angriff noch im Gange) Von 3.Geb.Div. 22.45 Uhr Angriff in etwa Kp.Stärke gegen Südostspitze HEidelberg abgeschlagen. Nachdem 22.00 Uhr durch gemeinsamen Gegenangriff der 3.Geb.Div. und 17.Pz.Div. gestrige Einbruchsstell bereinigt, HKL wiedergewonnen und Anschluß hergestellt war, erfolgre 3.30 Uhr ostw.Wladimirowka feindl.Einbruch bei 17.Pz.Div. an der Naht zum rechten Nachbarn in etwa Kp.-Stärke. Teile des Gegners nach Süden eingedreht. Gegenmassnahmen eingeleitet, Einbruchstelle durch 17.Pz.Div. zunächst abgeriegelt. Auf Abschnitt 258.I.D. und 3.Geb.Div. während der Nacht stärkeres fdl.Art.-Feuer, zum Teil Feuerüberfälle auch in der Tiefe des HKF. Rege feindl.Fliegertätigkeit. Im Abschnitt 101.Jäg.Div. nur ereinzeltes Gr.W.- und Inf.-Störungsfeuer. Feindbeobachtungen: In den Abendstunden vor 101.Jg.Div. stärkere Inf.Bewegungen sowie mot. und BEspannfahrzeug-Verkehr auf Straße Konowalow - Jurental znd Konowalow - 98,1. Zwischenmeldung an A.O.K.6 vom 2.10.43 17,00 Uhr - Durchgegeben: Hptm. Langer aufgenommen: Hptm.Radetzki: 1.) Bei Kampfgruppe Höcker wurden Angriffe 4,45 Uhr mit 600 Mann und 4 Kampfwagen sowie um 10,40 Uhr mit 400 Mann gegen die Strasse Nowo=Muntal - Heidelberg unter hohen Verlusten für den Feind abgewiesen. Gleichfalls blieb der Versuch, nach Einbruch mit 1 Rgt. an der Naht zwischen 3.Geb.Div. und 17.Pz.Div. in den Morgenstunden in den Rücken des Rgts.138 vorzustossen, trotz besonders starker Art.- und Gr.W.Feuer-Unterstützung erfolglos. Im sofort angesetzten Gegenstoss wurde der Feind mit Ausnahme einer kleinen Restgruppe über die HKL zurückgeworfen. Wiederholte Angriffe gegen die gesamte Front des Rgts.138 bis zu Btls.Stärke wurden abgewiesen. Im Raum Kisslizkij - Konowaloff - Dmitroff lebhafter Verkehr mit mot. und besp. Fahrzeugen, hauptsächlich in nördlicher Richtung. Eine vorgeschobene Stellung für eine Kp. wurde bei "Sch." nordwestl. Owssijewka feindfrei festgestellt. Nach teilweise durch Erdaufklärung bestätigten Gefangenenaussagen Feindbereitstellungen mit Panzern ostw. Heidelberg und um Korobkino. Hier angeblich 50 Kampfwagen eingegraben. Die starke Gr.W.Ansammlung im Ostteil Korobkino und an der nach N führenden Heckenreihe ist durch Beobachtung und Gefangenenaussagen bestätigt. 6b) 57 s., 5 Sfl., 10 8,8. Tagesmeldung an A.O.K.6 vom 2.10.43, 17,55 Uhr Durchgegeben: Hptm. Langer aufgenommen: Hptm. Radetzki: Zwischen 15,00 und 16,30 Uhr gegen den Südostteil Gendelberg und den linken Flügel des GJR 138 in Kp.Stärke vorgetragene Angriffe unter hohen Feindverlusten abgewiesen. Anhaltende Fahrzeugbewegungen im Gegenverkehr im Raume Ukrainka - Kisslizkij - Dmitroff - Schtscherbakowka. Ausbaumeldung: insgesamt 750 m Flandernzaun, 1120 m Verdrahtung, 576 Minen. Nachtrag zur Tagesmeldung an AOK 6 v.2.10.43, 19 Uhr Durchgegeben: Hptm. Lpnger aufgenommen: Lt.Schäfer: 28 Schützennester mit 1-2 MG-Stellungen und mehreren Postenständen, sämtlich durch Graben verbunden. Ausdehnung der Schützennester 20-30 m, 11 Schützennester im Bau. Mit Ausbau der Annäherungswege wurde begonnen. |
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