| Kriegstagebuch Mai 1940 | |
| 22.5.1940 | Tätigkeitsbericht 1.Div. 22.5.-29.5.40 15.00 Uhr wird die Division laut Korpsbefehl mit sofortiger Wirkung dem VIII.A.K. unterstellt und erhält die Weisung, sich zum Vormarsch über Mons auf Valenciennes bereitzuhalten. Der Div.Kdeur. fährt unverzüglich zum Korpshauptquartier Gen.Kdo.VIII.A.K. In der Zwischenzeit trifft der Ia des VIII.A.K. Oberstlt.Frhr.v.Strachwitz, bei der Division ein und überbringt den Befehl, daß die Division in der Lücke zwischen 6. und 4.Armee einrücken solle, da man vermute, daß der Feind hier aus der -unleserlich- den Einkesselung einen Durchbruch versuchen werde. Die Regimenter wurden alarmiert mit der Weisung, voraussichtliche Vormarschrichtung Mons. Noch vor Antreten der -unleserlich- Teile geht der mündliche Befehl des VIII.A.K. (durch Verb-unleserlich- überbracht.) ein. Vormarsch der Division allgem.Richtung -unleserlich- von hier links an 269.Div. (XXVII.A.K.) den Übergang -unleserlich- de l´Lescaut zu erzwingen. Absicht: Dort Brückenkopf -unleserlich-derung fdl.Durchbruchsversuche, wenn möglich, Schaffung -unleserlich- Brückenköpfen zum Angriff in westlicher Richtung. Eine Orientierung über die Lage am Südflügel -unleserlich- (269.Div.) und des Nordflügels der 4.Armee (28.Div.)-unleserlich- Es wurden als Vorausabteilungen auf Bavay angesetzt Div.A.A.1 über Givry, Pz.Jäg.Abt.1 über Mons - Sars la Bruyere. Auftrag: Bavay nach Norden, Westen und Süden gegen mögliche Gegenangriffe zu sichern und bis zum Kanal de l´Escaut aufzuklären. Die Div.A.A.1 erreichte Bavay ohne Feindberührung -unleserlich-chen der für die Unterkunftsvorbereitung der Führungsst-unleserlich- Div.Stabes vorausgesandte Kommandant des Stabsquartieres -unleserlich- der Führungsstaffel und der Funkkompanie N.A.1 Von Feinde waren bisher nur vereinzelte Versprengte -unleserlich-. Außerdem sollte laut Befehl von 17.45 Uhr -unleserlich- 8.Div. von Osten her bereits bis westlich Bavay fdl.-unleserlich- dortigen Bunkerlinie bis St.Waast (nordwestl.Bavay) -unleserlich-aben und bis Jenlain weiter aufräumen. -unleserlich-nen war angetreten: -unleserlich-onne: verst.I.R.22 über Mons - Genly - Blaregnies auf Bavay, -unleserlich-olonne: (mit Marschgruppe verst.I.R.1 vorn, dahinter Marschgruppe verst.I.R.43) über Binche - Givry auf Bavay. Als die Pz.Jäg.Abt.1 gegen 19.30 Uhr Sars le Bruyere durchschritt, erhielt sie plötzlich starkes M.G.Feuer aus südostw.Richtung, kam ins Gefecht, aus dem sie sich erst mit Eintritt der Dunkelheit lösen konnte. Die Abteilung erreihte, westlich ausholend gegen 23.00 Uhr Bavay. Ein auf gleichem Wege vom Kdt.des St.Qu. ind as ehemalige Div.St.Qu. (Peronnes) zurückgesandter Kradm.Turpp war in gleicher Gegend gegen 19.00 Uhr angeschossen worden und brachte entsprechende Meldung. So entstand bei der Division der Eindruck, daß in dem Waldstück Bois du Tilleul noch vereinzelte Versprengte seien. Rgts.Gruppen wurden darauf hingewiesen und traten mit Aufklärung und Marschsicherung den Vormarsch an. Es zeiget sich überraschend um etwa 20.30 Uhr, daß -unleserlich- Nordforts von Maubeuge die Straße Givry - Bavay noch unter -unleserlich-rem Artilleriebeschuß lag und zwar bis einschließlich Süd-unleserlich-gang Givry. Die Marschgruppe verst.I.R.1 wurde daraufhin -unleserlich- angehalten mit der Absicht, sie westlich ausholden nachzuziehen -unleserlich- Marschgruppe I.R.43 erhielt entsprechende Weisung. Der Div.Kdeur begab sich zur Marschgruppe I.R.22 und -unleserlich- hier bei Einbruch der Dunkelheit in Mons auf den Kdr.I.-unleserlich- Bei diesem lagen Meldungen vor, die den Eindruck bestätigte daß im Wald Bois du Tilleul noch Versprengte seien. Die Marschbewegung war im Fluß. Der Div.Kdeur. fuhr mit dem Führer der Marschgruppe I.R.22 zum Vorhutbatl.voraus. Dieses (verst.III./22) war -unleserlich- 23.00 Uhr ins Gefecht getreten gegen Feind, der im Durchziehen -unleserlich- Blaregnies nach Nordwesten festgestellt war. Es entwickelte sich ein hartes Nachtgefecht, das auf -unleserlich- der Division abgebrochen wurde, als das verst.III./22 den -unleserlich- Blaregnies gewonnen hatte. Gefangenenaussagen und Gefechts-unleserlich-gaben das Bild, daß starke Teile der 43.französischen -unleserlich- und der Festungsbrigade Maubeuge im Raum um Quevy le -unleserlich- und zusammengedrängt und verborgen, versuchten, in -unleserlich- Westen bzw.Nordwesten zu ent-unleserlich- Marschgruppe I.R.1 erhielt Befehl von G-unleserlich- -unleserlich-; Marschgruppe I.R.43 vorerst um Givry -unleserlich- Absicht der Division: Angriff gegen den um Quevy-unleserlich-Petit und westlich eingeschlossenen Feind von Norden -unleserlich- und die Masse der Artillerie. Gleichzeitig Abwehrfront mit Teilen I.R.22 mit der Front nach Osten in Gegend Blaregnies und nördlich. Verst.I.R.1 wurde aus der Linie Straße Harveng Norchain zum Angriff nach Süden aus der Bewegung abgedreht, I.-unleserlich- von Givry in Richtung Norchain vorgezogen. |
| 23.5.1940 | Tätigkeitsbericht 1.Div. 22.5.-29.5.40 I.R.1 trat 23.5. -unleserlich-Uhr zum Angriff an. Zu dieser Zeit wurde die Division vom VIII.A.K. scharf auf die Möglichkeit französischer Gegenangriffe aus Gegend nordwestl.Valenciennes in südostwärtiger Richtung hingewiesen. Es komme darauf an, daß die 1.Div. baldigst Bavay und mit starken Vorauskräften den Kanal südl.Valenciennes erreiche. 3.Pz.Div. komem aus Gegend le Quesnoy nicht mehr mit Aufklärung bis zum Kanal durch. Dieser Hinweis ergab den Entschluß, dem I.R.1 das -unleserlich- des Kampffeldes zu überlassen, alles andere dagegen westlich Blaregnies ausholend auf Bavay weiterzuführen. Der Angriff des verst.I.R.1 dauerte bis zur Vernichtung des Gegners bis 12.00 Uhr mittags, über tausend Gefangene und annähernd die gleiche Zahl Tot auf Feindseite waren neben -unleserlich- Beute das Ergebnis dieses Gefechts. Am Nachmittag des 23.5. erreichte die Div. (ohne -unleserlich-1) den Raum um Bavay. Zur Sicherung und Erkundung war als Vorausabteilung die verst.Div.A.A.1 an den Kanalabschnitt südwestlich Valenciennes vorgeworfen. Die Erkundung ergab, daß alle -unleserlich- gesprengt seien, am Kanalufer starke Feindbesetzung, Gefechtsposten auf dem Südufer, dort unserereseits Teile der Leibstandarte Adolf Hitler, die einen vorzüglichen Eindruck machten. Der Div.Kdr.führte am Nachmittag des 23.5. die -unleserlich- für den Angriff über den Kanalabschnitt südl.Valenciennes -unleserlich- Die beteiligten Kdeure. einschl.Artillerie wurden -unleserlich-. Als Erkundungsergebnis wurde als günstigste Angriffsmöglichkeit -unleserlich-festgestellt die Gegend um Trith. Absicht: Angriff mit -unleserlich- I.R.22 (dazu II./I.R.1, II./22 nicht anwesend.), -unleserlich-angriffs aus der Tiefe. Unterstützung des Angriffs -unleserlich- er gesamten Artillerie. -unleserlich- 22.00 Uhr traf der Korpsbefehl des VIII.A.K. -unleserlich- voraus) ein mit dem Auftrag an die Division: Die Division setzt sich rechts neben 8.Div. am 24.5. früh überraschend angreifend in den Besitz eines Brückenkopfes über -unleserlich-, um aus diesem Angriff in nordwestlicher Richtung fortzuführen. Gelingt dies nicht so ist der Angriff einzustellen. Die Division bindet dann durch Feuer den vor ihr verteidigenden Feind. Sie wird später hinter 8.Div. nachgezogen und schiebt sich wieder in ihren Abschnitt. Angriffsbeginn der 8.Div.: 6.00 Uhr Die Verbindunsgaufnahme mit der Leibstandarte Adolf Hitler hatte ergeben, daß die Befestigungsanlagen in Linie Wargnies - Curgies und nördlich Estreux noch besetzt waren. Zur Abschirmung gegen diese setzte VIII.A.K. das M.G.Btl.1 ein. Die Division stand also am Kanal beiderseits Trith -unleserlich- französischen HKL, in ihrem Rücken in der Bunkerlinie vorg-unleserlich- fdl.Kräfte. Dieses wirkte sich nachteilig dahin aus, daß -unleserlich- geschobenen Kräfte ihre eigene HKL durch Telefonkabel -unleserlich- jede Bewegung der Division unterrichteten. Der Div.Gef.St.wurde 23.5. 22.00 Uhr nach Art-unleserlich- und von hier am 24.5. 4.00 Uhr in ein Waldstück südwestlich-unleserlich- |
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