| Kriegstagebuch Februar 1945 | |
| 13.2.1945 |
KTB CI.A.K.: Anlage 40 Geheim An XI.SS-A.K. Oder-Korps Div.„Berlin“ Div.„Döberitz“ Div.z.b.V. 606 Tagesmeldung an A.O.K. 9 vom 13.2.1945 1.) In der Nacht vom 12. auf 13.2. gelang es Feind mit starker Art.- und Salvenschützen-Unterstützung durch eigene im Aufbau befindliche Sicherungslinie aus Richtung Kienitz nordwestlich Freigut vorbei und auf Amt Kienitz aus Richtung Neuendorf über Fuchsberge und entlang Straße auf Ortwieg mit stärkeren Kräften durchzustossen. Bei Gehöften 1 km nordwestlich Freigut wurde Feind in den frühen Morgenstunden durch eigene Gegenangriffe aufgefangen und auf den Graben nordwestlich Freigut nach Nordosten zurückgeworfen. In harten wechselvollen Kämpfen und gegen mehrere feindliche Gegenstöße wurden sämtliche Gehöfte südlich dieses Grabens in Besitz genommen. Nach schwerem Art.- und Salvenschützbeschuss, durch den die zwei angfreifenden Komp. hohe Ausfälle hatten, gewann Feind 3 Gehöfte 1 km nordwestlich Freigut (südlich des Grabens) zurück. Bei Feindangriff in Amt Kienitz wurden 4 Panzer bewegungsunfähig geschossen. Eigene Besatzung von Kienitz am Westrand des Ortes zurückgedrängt. Nach Auffang feindlichen Angriffs westlich Fuchsberge in den frühen Morgenstunden trat Rgt.300 (rechtes Rgt.Inf.Div. „Döberitz“) mit einem Btl., von Sturmgeschützen unterstützt, um 15.30 Uhr zum Angriff an und nahm nach hartem Kampf die Höhe. Eigener Gegenstoß im Morgenraum zur Wiedergewinnung Gehöfte 1 km ostwärts Ortwig blieb erfolglos. Im Abschnitt 606I.D. frühmorgens verstärktes feindliches Feuer schwerer Inf.-Waffen auf Oderdamm südlich Zollbrücke. Feindlicher Angriff auf Güstebiese – Loose in Zugstärke abgewiesen. Feindangriff in den Abendstunden von Nordwesten auf Sydowwiese zur Zeit noch im Gange. Weitere Meldungen fehlen. Eigener planmäßiger Gegenangriff mit einem Btl. zur Gewinnung des Grabens nordwestlich Freigut für die Nacht angesetzt. 2.) Siehe übersandte Pendelkarte. 4.) Zuführungen zu Div. „Berlin“: II./Gren.Rgt.652, Rgt.-Stab, Stabs-Komp. und 13.Komp./Gren.Rgt.653, 3./(Flak)Komp. Pz.Jg.Abt. „Berlin“, 2 Abt. Flak-Rgt. 182. Abgabe: I.u.IV.Abt. Volks-Art.Rgt. 404. 5.) Div.z.b.V.606: Alt-Gaul 6.) Siehe Fernschreiben. 7.) Siehe Fernschreiben. 8.) Rgt.302: 25 Scharfschützenabschüsse. Bei Div. z.b.V. 606 1 ehemaliger Kriegsgefangener aus dem Kriegsgefangenen-Lager Küstrin-Neumark gefangen genommen. 9.) Diesig, leichter Schneefall, Regen, Wege stark verschlammt. Wasser an der Oder steigend. 10.) Wird nachgemeldet. Generalkommando CI.A.K. Ia Nr. 20195/45 geh. Nachtrag zur Tagesmeldung an A.O.K. 9 vom 13.2.1945: Nach übereinstimmenden Feststellungen der Truppe (vB.-Stellen der Inf. und Art. und Gefangenenaussagen) handelte es sich bei den Feindkräften die am 12.2. im Abschnitt Kienitz - Gross-Neuendorf zum Angriff antraten, um starke Teile von 3 Div.. Anscheinend wurde der Gegner durch den gleichzeitigen Angriff auf der ganze Front zwischen Sydowswiese - Gross Neuendorf überrascht. Das Korps ist der Ansicht, dass der Gegner durch den Angriff entlang der Trennungslinie zwischen Div. "Berlin" und "Döberitz" dazu veranlasst worden ist in der Mitte seiner Brückenkopffront anzutreten, um die eigenen, im Angriff befindlichen Verbände zu überlaufen und damit seinen Brückenkopf zu erweitern. Die wirkliche Stärke in seinem bisherhigen Brückenkopf, welche trotz laufender Luft- und Erdaufklärung nicht in vollem Umfange bekannt war, trat nun zu Tage. Dass es trotzdem gelang den Gegner nach etwa 2 km tiefen Einbrüchen aufzufangen, ist in erster Linie auf die bewegliche Kampfführung der unterstellten Verbände, die starke Unterstützung des Volks-Art.Korps und die Bodenverhältnisse, die einen Einsatz von Panzern in grösserer Anzahl verinderten, zurückzuführen. Auf die auf Grund der GEsamtlge notwendig werdende Abgabe des Volks-Art.Korps entstehende Schwächung der Abwehrkraft des Korps wird hingewiesen, besonders an Kalibern über 10cm. Flak-Rgt.182 muss erst beweisen, dass es einen brauchbaren Ersatz darstellt, abgesehen davon, dass Rohrzahl und Kaliber in ihrer Wirkung wesentlich geringer sind. Generalkommando CI.A.K. Ia Nr.20195/45 geh. |
| 14.2.1945 |
Kriegstagebuch CI.Armeekorps:1) .... Kdr.Fl-Rgt.182 tritt als Fl.Fü. zum Korpsstab CI. .... Wetter: trübe, regnerisch, Eisdecke überspült. .... |
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