IV.Luftwaffen-Feld-Korps
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Kriegstagebuch September 1944
1.9.1944
Morgenmeldung 19.Armee an H.Gr.G, 1.9.1944.
Absetzen IV.Lw.Feldkorps und LXXXV.A.K. nach Norden.
11.Pz.Div. zum Schutz gegen überholenede Verfolgung mit verst.Pz.-Gren.Rgt.110 in Versammlung um Bourg.

KTB 19.Armee:
08.20 Uhr: Ia gibt L.d.N. folgenden Funkspruch für 11.Pz.-Division, LXXXV.A.K. und IV.Luftw.-Feldkorps durch:
                  "Sofort kurze Lageorientierung durch Funk."
09.42 Uhr: Ia/Armeegruppe G teilt Ia/AOK 19 mit, daß Oberbefehlshaber Armeegruppe G den Oberbefehlshaber AOK 19 heute aufsuchen werde, und zwar
           ab 11.50 Uhr. Ab 11.50 Uhr solle am Ortseingang ein Einweiser stehen.
10.50 Uhr: Id meldet Ia, daß am 2.9. zwei Eisenbahnzüge zur Verfügung stehen. Frage, ob damit weitere zurückgeflutete Soldaten fortgeschickt werden
           sollen. Platz für etwa 4000 Mann vorhanden. Ia will Entscheid O.B. herbeiführen, da evtl. ein Teil der Mannschaften zum Stellungsbau
           eingesetzt werden soll.
10.55 Uhr: O.Qu. - Ia:
           O.Qu. meldet, daß die Eisenbahn unter Ausnutzung der Schlechtwetterlage sehr gut gearbeitet hat.
           2 Betriebstoffzüge konnten von Süden wieder zurückgeführt werden. Auftanken direkt aus den Zügen auf Bahnhof Chalon s.S. möglich.
           O.Qu.Abteilung vollständig in Chalon s.S. arbeitsfähig
13.30 Uhr: Bernstein III meldet, daß zum IV.Lw.Fk. wieder Funkverbindung besteht.

20.30 Uhr: Chef gibt Kdr. 2.Flieger-Div. bekannt, daß die Luftnachrichten-Schule in Lyon freigegeben sei. Kdr. 2.Flieger-Div. seinerseits müsse
           bleiben, wo er sei. Verlegung nach Chalon s.S. sei nicht mehr notwendig.
20.32 Uhr: O.B. schaltet sich in das Gespräch ein und spricht dem Kdr. 2.Flieger-Div. Dank und Anerkennung für seine Tätigkeit und die
           hervorragende Unterstützung der Armee aus.
21.02 Uhr: Ia verlangt von Kdr.Nachrichten-Abt. beschleunigt dafür zu sorgen, daß Meldungen über Feind, eigene Absichten und eigene Bewegungen
           hereinkommen.
21.28 Uhr: L.d.N. meldet Ia, daß Leitung zum IV.Lw.-Fk. durch Kabelsabotage gestört sei. An Wiederherstellung wird gearbeitet. Die Leitung zum
           LXXXV.A.K. werde voraussichtlich bald wieder in Ordnung sein.
21.55 Uhr: Ia LXXXV.A.K. meldet Ia AOK 19, daß im Bahnhof Lyon Züge zum Abtransport bereitstünden. Die Frage des Ia, ob eingeladen werden könnte,
           wird bejaht.
22.04 Uhr: Ia fragt L.d.Fu., ob die Funksprüche von der 11.P.D. da seien.
           Antwort: Nein, es seien lediglich 2 Teile angekommen und entschlüsselt worden, beim 3.Teil sei die Verbindung abgerissen.
22.07 Uhr: Ia befiehlt L.d.N., die 2 Teile des angekommenen Funkspruches sofort herzubringen, außerdem sofort einen Offz. zur 11.Pz.-Div. zu
           schicken zwecks Herstellung der Verbindung.
22.50 Uhr: Ia LXXXV.A.K. meldet Chef AOK 19, daß Chef und O 1 LXXXV.A.K. noch nicht eingetroffem seien. Ia selbst befinde sich auf dem neuen
           Gefechtsstand. Die Truppenbewegungen verliefen glatt. SO Lyon bei Mions sei heute Nachmittag ein fdl. Panzerspähwagen abgeschossen
           worden. LXXXV.A.K. hoffe, noch heute Nacht mit seinen Truppen herauszukommen.
           Von Kämpfen der 11.Pz.Div. sei bisher nichts bekannt.
22.57 Uhr: Chef fragt Kdr. Nachr.-Abt., warum noch immer keine Funkverbindung zur 11.Pz.-Div. bestehe. Es sei den ganzen Tag kein Funkspruch von
           dort mehr gekommen, obwohl dem AOK gemeldet sei, daß die Division weiter in schwerem Kampf stehe.
           Kdr.Nachr.Abt. wird sofort Offz. mit Funkstelle nach Macon schicken, um von dort über IV.Lw.-Fk. Verbindung zu 11.Pz.-Div. erlangen
           zu suchen.
           Chef betont, daß Verbindung zum IV.Luftw.-Feldkorps wichtig, noch wichtiger aber die Verbindung zu 11.Pz.-Div. sei.
           Kdr.Nachr.-Abt. betont, daß ieder von den Männern und von den Offizieren sein äußerstes tue, um so schnell wie möglich die erforderlichen
           Funkverbindungen herzustellen.
23.03 Uhr: Kdr. Nachr.-Abt. meldet Ia, daß Fernsprechverbindung nach Lyon heute kaum noch zu schafften sei. Ein Störtrupp mit 20 Mann als Sicherung
           sei deswegen unterwegs. Chef betont, daß Verbindung mit Lyon sehr wichtig sei.

23.08 Uhr: Chef Armeegruppe G teilt Chef AOK 19 mit, daß Generalleutnant Lasch als neuer Kdr. LXIV.A.K. vom Führerhauptquartier eingetroffen sei.
           General Sachse sei abgelöst. General Lasch werde sich morgen beim Oberbefehlshaber AOK 19 melden, Übermorgen gehe er nach Norden weiter
           und zwar mit Geleit.
           Chef AOK 19 meldet Chef Armeegruppe G, daß die Funkverbindung zur 11.Pz.-Div. z.Zt. schlecht sei. Dem AOK sei gemeldet worden, daß die
           11.Pz.-Div. im Raum Meximieux- Chatillon - Priay - Neuville in schweren Kämpfen mit fdl. Spitzen stehe. In diesem Raum drückt Gegner
           offenbar in breiter Front heran. Seine Absicht sei vermutlich nördl. Lyon abzuriegeln. Die Pz.-Div. sei bereits stark abgekämpft.
23.20 Uhr: Chef fragt L.d.Fu., ob Funkspruch an 11.Pz.-Div. mit Nr.9050/44 g.Kdos. von 16.20 Uhr befördert sei. Es ist sofort zu melden, ob
           bestätigt. L.d.Fu. meldet, daß dieser Funkspruch noch nicht angekommen sei. Es sei zweimal versucht, ihn durchzugeben, die Verbindung
           sei jedoch abgerissen.
23.58 Uhr: Chef LXXXV.A.K. meldet Chef AOK, daß Teile seines Kolonnenraumes abgebrannt seien. Nächstes Marschziel des Korps sei Macon.
           Mit Hellwerden hoffe das Korps mit dem Ende zwischen Lyon und Macon zu stehen.
           Chef AOK weist daraufhin, daß 11 Pz.-Div. sich im Raum Meximieux im Kampf befinde. Der Frontbreite des Feindes nach müsse es sich um
           mehr als eine Division handeln.

Chef AOK 19: z.Zt. stehen keine Pi.-Kräfte zur Verfügung, weil alles für besondere Aufgaben In Lyon eingesetzt ist.
Chef LXXXV. A.K. fragt nach seiner derzeitigen besonderen Aufgabe. Chef AOK: Vor allem Bereithalten gegen Gegner von Südosten in Zusammenarbeit
mit der 11.Pz.-Div.
Chef LXXXV. A.K. meldet noch, daß das A.K. sich z.Zt. in Laurent befinde.
Folgende Truppenstärken seien z.Zt. au melden:
Rgt.305: 26 Offz., 60 Uffz., 420 Mann
Rgt.308: 18   " ,  91   " ,  372  "
Rgt.326: 23   " ,  60   " ,  320 Mann
Pi.-Abt.: 4   " ,  35   " ,  161  "
Art.-Abt. verfüge z .zt. über 15 l.F.H.
                               3 s.F.H.
                              11 l.I.G.
                               3 s.I.G.
                               3 s.Pak.
Chef LXXXV.A.K. bittet noch dringend um Transportraum, Er meldet ferner, dass in Lyon 3 seiner Leute, darunter 1 Offz., durch Handgranatenwurf
seitens Terroristen verwundet wurden.

Funkspruch A.O.K.19 an IV.Lw.Feldkorps, LXXXV.A.K., Stab Baessler (über LXXXV.A.K.).
Ab 1.9.44 24.00 Uhr 2 I-Züge einladebereit in Macon zum Abtransport von nicht kampffähigen Soldaten nach Dijon und zwar:
Stab Baessler     1000 Mann
IV.Lw.F.Korps:    1500 Mann
LXXXV.A.K.:       1500 Mann
Meldung bei Oberstleutnant Horchler, Bahnhof Macon.

Funkspruch A.O.K.19 Ia Nr.9051/44 an Iv.Lw.F.K., 1.9.1944:
Stimmt Meldung, daß ostwärts Lyon ab 10.00 Uhr Fallschirmjäger und Luftlandetruppen gelandet?

Fernschreiben A.O.K.19/röm.la Nr. 9057/44 g.Kdos., 2.9.1944 an A.Gr.G.
Betr.: Tagesmeldung vom 1.9.1944.
Während Feind im Süden Absetzbewegungen röm. 4.Lw.Feldkorps und röm.85.A.K. nur zögernd folgte, griff er mit sich laufend verstärkenden
Kräften aus Brückenkopfstellungen südlich. Meximieux, bei Chatillon, Priay und Neuville die zum Schutz der Ostflanke der Armee
eingesetzten Kräfte der 11.Pz.Division an. Division steht z.Zt. in schweren Kämpfen.
Absicht der Armee: Weiteres Absetzen röm.4. Lw. Feldkorps, und röm. 85.A.K. nach Norden. Zurücknahme Brückenkopfstellung Lyon auf Stadtrand,
in der Nacht vom 2. bis 3.9. Aufgabe Lyon.
ll.Pz.Division zerschlägt den aus Brückenkopfstellung angreifenden Gegner.
2.9.1944
Funkspruch IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19, 2.9.44, 9.15 Uhr.
Lage am 1.9.
a) Westlich und südwestlich Lyon hält Terroristentätigkeit vor eigenen Sicherungen an.
b) Fdl.mot-Aufklärung 14.00 Uhr hart nordwestlich Heyrieux.
c) Kampfkommandant Lyon meldet über Kampfgruppe Schwerin 15.00 Uhr Lastensegler (Anzahl unbekannt) bei Genas
   (10km südwestl. Lyon).
d) Vormittagsangriff amerikanischer verstärkter Infanterie (Stärke unbekannt) bei Flg.Rgt.71 westl. Pont de Cheruy.
3.9.1944
KTB 19.Armee.
08.07 Uhr: Chef AOK 19 bittet Chef Kdt.Heeresgebiet Südfrankreich um Besuch zwecks Kenntnisnahme und Lagebesprechung.
           Vereinbarte Zeit heute 11.00 Uhr.
08.50 Uhr: O.Qu. meldet, daß heute Morgen 07.00 Uhr 2 Lkw. zu je 4 to mit insgesamt 8 to Sprengstoff zur 338.I.D. in Marsch gesetzt worden sind.
           Eintreffen dort voraussichtlich im Laufe des Nachmittags.
           LXXXV.A.K. habe gestern die erwartete BedarfsmeIdung an Sprengmitteln nicht abgegeben.
09.35 Uhr: Ia fragt Ia IV. Lw.-Feldkorps nach derzeitiger Feindlage, insbesondere nach Einzelheiten über die im Raum Lyon gemeldete 40 gepanzerten
           Feindfahrzeuge.
           Antwort: Feinddruck auf Kampfgruppe Schwerin offenbar nur durch Terroristen. Die 40 gepanzerten Feindfahrzeuge sind gestern auf dem
           Westufer der Rhone in Gegend westl. Lyon aufgetreten. Nähere Einzelheiten sind dem Korps noch nicht bekannt. Verbindungsoffizier zwecks
           Aufklärung ist unterwegs.
           Ia AOK 19 bittet Ia LXXXV.A.K. durch Kr.-Blitz Lageorientierung von 11. Pz.-Div. für AOK 19 anzufordern.
           Komm. General IV.Lw.-Feldkorps schaltet sich ein: Die 40 gepanzerten Fahrzeuge sollen die Nachhut beim Lösen aus dem bisherigen Auftrag
           angegriffen und dabei 2 Kp. zersprengt haben. Näheres werde noch geklärt und dann sofort gemeldet.
09.45 Uhr: Ia fragt Chef IV. Lw.-Feldkorps, was über die 40 Feindpanzer bekannt sei.
           Antwort: O 1 klärt bei Division. Alsdann Meldung.
           Chef IV. Lw.-Feldkorps weist daraufhin, daß bei Bildung einer neuen Kampfgruppe aus den bisherigen Kampfgruppen Degener und Schwerin
           eine Menge an Pferden und Fahrzeugen frei würden. Die genaue Zahl werde spätestens morgen Abend durchgegeben. Er bitte um Bescheid, was
           dann mit diesem Material werden solle.
10.20 Uhr: la befiehlt L.d.N. schleunigst Funkverbindung mit 11.Pz.-Div. klar zu machen.
           L.d.N. meldet hierzu, daß für diesen Zweck bereits 4 Zwischenfunkstellen eingerichtet seien. Mit baldiger Verbindung sei deshalb zu rechnen.
10.30 Uhr; Ia LXXXV.A.K. meldet Ia AOK 19, daß 2/3 der Marscheinheiten durch St.Marcel hindurch seien. Bei 338. I.D. sei die Lage unverändert.
           Gefechtsaufklärung sei vorgetrieben. Verbindung mit 11.Pz.-Div. bestehen z.Zt. noch nicht.
           Ia weist auf die Notwendigkeit der sofortigen Herstellung dieser Verbindung hin.
10.35 Uhr: O.Qu. teilt Ib IV.Luftw.-Feldkorps mit, daß Dole mit 125 000 Verpflagungsportionen eingerichtet sei. Die notwendige Munition werde von
           Besancon herangeholt. Transportraum könne nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.
10.40 Uhr: Ia AOK 19 unterrichtet Ia LXXXV. A.K. von den Vorfällen mit den fdl. Panzerwagen im. Raum Lyon.
           Ia LXXXV.A.K. meldet, daß dort Feindlage ruhig und Aufklärung nach Süden, Osten und Nordosten vorgetrieben sei.
           Ia AOK 19 befiehlt beschleunigte Verbindungsaufnahme mit 11.Pz.-Div. und spätestens bis Mittag eingehende Lageorientierung.
21.20 Uhr: Ia IV. Lw.-Feldkorps meldet Ia AOK 19:
           2.9. , 19.20 Uhr, ist vorzeitige Räumung von Lyon erfolgt, weil 30 - 40 Panzerfahrzeuge in Gegend Ecully.und westl. der Stadt aufgetreten
           waren und die eigenen Nachschubkräfte drängte. II./Gren.-Rgt.736 (Nachhut) bei Übergang über Saone angegriffen. 2 Kp. sollen zersprengt sein.
           In Lyon alle Brücken zerstört, mit Ausnahme einer Straßen und einer Fußgängerbrücke wegen mangelnder Zündung.
           Neuer Sprengtrupp angesetzt. Erfolgsmeldung steht noch aus.
           Marschgruppe Schwerin wurde an Straßengabel Limonez angegriffen. Gruppe Marr dort gefunden. Marsch wurde nach Umleitung nördlich Limonez
           weitergeführt.
          3.9., 07.45 Uhr Feindkräfte haben sich zwischen Gruppen Versen und Manecke geschoben. Beschuß aus 2 Pak und aus vielen Häusern. Seither fehlt
           Verbindung zu Kampfgruppe Manecke.
11.55 Uhr: Ia befiehlt L.d.N. sofort Funkspruch für 11.Pz.-Div. abzuholen.
11.35 Uhr: Chef befiehlt Ia an 11. Pz.-Div. und LXXXV. A.K. durchzugeben, daß die beiden Brücken über den Doubs, nämlich südl. Dole und südl. Verre für
           den Weitermarsch der Kolonnen in Frage kommen.
           Chef weist daraufhin, daß Brücke in Chalon s.S. als Ausweichbrücke z.Zt. noch nicht gesprengt werden darf.
11.40 Uhr; Ia verlangt A.Pi.-Führer. Anschluß besteht z.Zt. noch nicht, wird hergestellt.
11.42 Uhr: Ia AOK orientiert Ia Armeegruppe G über die Feindlage im Raum Lyon, insbesondere über das Auftreten der 30 - 40 gepanzerten Fahrzeuge.
12.07 Uhr: Chef LXXXV.A.K. meldet Chef A.O.K. daß z.Zt. keine Funkverbindung zu 11.Pz.-Div. bestehe. Ferner, daß die Kampfgruppe Manecke (Nachhutführer)
           im Südteil Villefranche inhaltlich eines Funkspruches von mehreren schwerer Panzern eingeschlossen sei und um Unterstützung bitte.
           Chef weist daraufhin, daß es sich offenbar nur um von Süden und Südwesten kommenden Franzosenpanzer handele und fragt nach der Panzerabwehrkraft
           der bedrängten Kampfgruppe.
           Chef LXXXV.A.K. erwidert, daß Kampfgruppe nur Panzervernichtungsmittel, jedoch keine Pak bei sich habe, dennoch
           müsse sie allein mit den Feindpanzern fertig werden können, zumal vom Korps aus z.Zt. keine Hilfe gegeben werden könne.
           Chef AOK 19 betont die Notwendigkeit, die Nachhut panzerstark zu machen.
12.15 Uhr: Chef Kdt. Heeresgebiet Südfrankreich meldet Ia AOK 19, daß Kdr. Kampfgruppe Dehner heute zwecks Rücksprache zum AOK kommen werde.
           Vereinbarte Zeit: 17.00 Uhr.
12.25 Uhr: Ia der Armee orientiert Id der Armeegruppe G über letzte Feindlage, insbesondere über die Vorgänge im Raum Villefranche - Limonez. Er betont,
           daß hierbei offenbar nicht nur 1 Btl., sondern ein ganzes Rgt. der Nachhut zerschlagen worden sei. Der Feind habe sich bei Limonez zwischen die
           beiden Marschgruppen Manecke und Marr geschoben.
12.30 Uhr: Ia bespricht mit Chef IV.Luftw.-Feldkorps das Feindauftreten bei Limonez und Villefranche und fragt, was IV.Luftw.-Feldkorps in disem Zusammenhang
           unternommen habe.
           Antwort: Wir versuchen, Schwerin zu erreichen. Alsdann kommt sofort Orientierung.
12.32 Uhr: Ia AOK 19 unterrichtet O 1 LXXXV.A.K. davon, daß Brücke über Doubs, südl. Verre, für den Rückmarsch des A.K. vorgesehen sei.
           Frage nach Verbindung mit 11.Pz.-Div. wird damit beantwortet, daß seit 2 Stunden Verb.-Offz. unterwegs sei und gegen 16.30 Uhr zürückerwartet werde.
12.40 Uhr: Chef befiehlt Ia festzustellen, ob auf dem Marine- oder Flakwege noch Verbindung nach Marseille oder Toulon zu erreichen sei. Falls nicht, müsse
           entsprechend nach oben gemeldet werden.
           Ia meldet, daß Verbindungsaufnahme mit 11. Pz.-Div. z.Zt. auf allen Wegen angestrebt werde. Auch Ia LXXXV. A.K. sei angewiesen, beschleunigt
           Verbindung aufzunehmen.
14.05 Uhr: Anruf Komm. General IV.Luftw.-Feldkorps bei Chef AOK:
           Einheit Versen ist herausgehauen worden.
           In Villefranche ist Rgt.-Stab eingeschlossen, Eine Kp., verstärkt durch 8.8 cm Flak angesetzt, um Stab herauszuhauen.
           Bei einem gefallenen frz. Offz. vorgefundene Papiere besagen, daß er dem 1.Zuaven-ngt, angehörte, welches am 5.8. in Oran eingeschifft wurde und
           vermutlich Bestandteil der 3.frz.Pz.-Div. ist.
           Komm.General IV.Luftw.-Feldkorps meldet Chef, daß er soeben auf neuem Gefechtsstand eingetroffen ist.
           Chef betont, daß scharfes Marschieren notwendig.
           Komm. General IV.Luftw.-Feldkorps entgegnet, daß Richter sich morgen früh in befohlener Linie befinden werde.
           Marineangehörige sollen restlos abgeschoben werden. Landesschützen und Sicherungs-Btl. sind auf Befehl des Chef des AOK nach Dijon zur Verteidigung
           in Marsch zu setzen.
15.05 Uhr: Komm. General IV.Luftw.-Feldkorps - Chef AOK 19:
           Komm. General fragt an, wo Korpsstab am besten hingehen soll.
           Chef AOK entgegnet: In Umgebung Chanier oder Beaune. In diese Gegend soll eine gepanzerte Gruppe der 11.Pz.-Div. als Armeereserve kommen.
           Chef will sich noch über den künftigen Korpsgefechtsstand klar werden und Chef IV.Luftw.-Feldkorps Nachricht geben.
15.30 Uhr: Anfrage Ia bei Flivo, wo Oberst Löhr steckt, Flivo kann keine Auskunft geben.
           Ia will bei Flakbrigade anfragen, wann letzte Nachricht aus Toulon - Marseille ankamen.
16.20 Uhr: Bv.T.O. teilt Ia mit, daß abends ein Zug für 2600 Mann in Chalon bereitstehe. Anfrage, ob Zug abfahren soll, auch wenn er nicht voll besetzt sei.
           Entscheid, daß Abfahrt stattfinden soll, doch ist möglichst dafür zu sorgen, daß der Platz ausgenutzt wird.
           Eine Abfahrt erst morgen erscheint unzweckmäßig, da das Risiko durch Flieger zu groß ist.
17,32 Uhr: Oblt.Bolte meldet Ia, daß Funksprüche an 11.Pz.-Div. abgesetzt worden sind.
18.10 Uhr: O.Qu. meldet Ia, daß LXIV.A.K. um 15.15 Uhr die notwendigen Sprengmittel nach Macon zugeführt erhalten hat,
18.50 Uhr: Chef des LXVI.Korps orientiert den Ia/AOK. , daß gemäß Befehl Armeegruppe G alle Teile der 16.I.D. nach Bourbonne les Bains weitergeleitet werden
           sollen desgleichen das II./221, das ebenfalls zur 16.I.D. gehört, da die Lage bei Bourbonne das Heranführen dieser Teile dringend erforderlich macht.
           Ia sagt Durchführung der Weiterleitung mit Nachdruck zu.
18.52 Uhr: Kommandeur LXXXV.Korps bittet Ia/AOK. sofort beim O.B. vorzutragen, daß die ll.Pz.Div. die ihr gemäß Armeebefehl zugeteilten Brücken nicht benutze.
           Möglicherweise hat die Division den Befehl nicht bekommen und Gen.Knieß hat bereits Abschrift des Befehls der Division zugeleitet.
           Ia will dafür sorgen, daß der Armeebefehl von der ll.Pz.Div. bezüglich der Brückenbenutzung durchgeführt wird.
22.58 Uhr: Funkverbindung zur ll.Pz.Div. infolge atm. Störungen abgerissen.
22.45 Uhr: Der O.B. weist General Dehner auf die Luftaufklärungsergebnisse bei Gex hin und daß dort nunmehr verstärkt gesprengt werden müsse.
23.05 Uhr: Ia/AOK 19 teilt Ia/LXXXV.A.K. mit, daß Luftaufklärung um 19.00 Uhr 5 km nördlich Gex auf der Straße von Gex nach Morez 25 feindliche Lkw. gesichtet
           habe. Es sei deshalb erforderlich, sofort Pontarlier zu sperren. Bei St.Florentine seien überdies Feindzelte und weitere Lkw. gesichtet worden.

Fernschreiben IV.Lw.Feldkorps, Ia Nr. 41 a/44 geh. v. 3.9.44. an A.O.K.19.
Lage 3.9.1944, abends:

1) a) Kampfgruppe Degener:
      Auflösung der Kampfgruppe im Raum südl. Chalon. Zuführung kampfkräftiger Teile zu ihren Divisionen, Sicherungsverbände unter Rgts.-Stab Hardenberg nach
      Raum 12 km ostw. Beaune. Reste Abtransport zu Sammeldienststellen.
   b) Kampfgruppe Richter:
      Marsch in Widerstandslinie. Antreten letzter Teile 19 Uhr hart nördl. Macon, Div.Gef.Stand Demigny.  
   c) Kampfgruppe Schwerin:
      Mit Gruppe Wüst und Gruppe Versen Marsch aus Raum südl. Chalon. Gruppe Manecke (mit Res.Gren.Btl.116 und Gruppe Marr) seit Morgenstunden durch Feind in
      Villefranche abgeschnitten. 16 Uhr eigene schwache Kampfgruppe Angriff auf Villefranche von Norden zur Herstellung der Verbindung, Dabei festgestellt,
      daß Ort und Höhen westl. Villefranche besetzt sind. 3 Pz.Spähwagen wurden erkannt, einer davon abgeschossen. Vermutlich französische Verbände.
      Ein gefallener Offz. des l./franz. Zuaven-Rgts.. Letzte Meldung 19.30 Uhr durch Offizier, der vor Villefranche Feuer erhielt, V. umging. Btl.Marr im
      Angriff auf Villefranche. Verbleib der Masse des Btl. Strobelt (II./736) noch nicht geklärt. Stab und Teile 8.Kp. bei Kampfgruppe Richter eingetroffen.
   d) Korpsgefechtsstand: Chalon, Hotel Royal.
2.) Absicht 4.9.:
   a) Gruppe Degener: Weitere Durchführung der Auflösung.
   b) Gruppe Richter: Bis Mittag Besetzen der Widerstandslinie. Verlauf: Aluze (8 km nordwestl. Givry) - südl. Givry -Saoneknie Chalon - Verlauf der Saone
      bis Brückenkopf Verdun einschl.
   c) Gruppe Schwerin: Versammlung im Raum 10 km südostw. Beaune zur Neugliederung. Div.-Gefechtsstand St.Loup (12 km südostw. Beaune).
   d) Korpsgefechtsstand 4.9. vormittags: Beaune.


Fernschreiben AOK 19/Ia Nr. 9102/44 g.Kdos. an A.Gr.G, 4.9.1944.

Tagesmeldung vom 3.9.1944:
Eigene Luftaufklärung meldet: Feindliche Panzerspitze 18.50 Uhr mit 10-12 Panzern und 20 - 25 Lkw. 5 km nördl. Gex. Richtung Morez. 17.00 Uhr 25 Lkw.
von St.Florentine auf Tonnerre, hart südostwärts St.Florentine 100 Sechsmannzelte Armee rechnet weiter mit überholender Verfolgung des Feindes.
Marschgruppe IV.Lw.Feldkorps Anfang Beaumont (12 km südlich Chalon), Nachhut seit 7.45 Uhr im Kampf bei Villefranche.
LXXXV.A.K. mit Anfang 198.I.D. hart südostw. Chalon, gegen 338.I.D.). südostw. Macon kein Feinddruck.
11.Pz.Div. wehrte am Tage alle von Osten gegen Bourg geführten Feindangriffe ab. Seit 13.30 Uhr Kämpfe mit starken Aufklärungseinheiten in Montrevel.
LXIV.A.K. mit Anfängen 16.I.D. bei Langres, Ende westl. Chateauroux.
Absicht der Armee:
Beziehen Widerstandslinie Givry - Chalon - Verdun - Dole mit 716. und 198.I.D., Aufschließen Restteile IV.Lw. Feldkorps ostw. Chagny, 338.I.D.
weiteres Absetzen in Raum südostw. Chalon. ll.Pz.Div. Lösen vom Feind bei Bourg und Absetzen in Gegend Louhans.
Bereitstellen einer kleinen gepanzerten Kampfgruppe ostwärts Chagny zum Eingreifen nach Norden, Westen und Süden, Sperren bei Pontalier gegen den aus
Raum Gex anmarschierenden Feind. LXIV.Korps Weitermarsch nach Osten. Zuführung 16.I.D. zum LXVI.A.K..
Gefechtsstand IV.Lw.Feldkorps 4.9. vormittags: Beaune, LXXXV.A.K.: Dole.
4.9.1944
Fernschreiben 4.9.44, 19.Armee Ia Nr.9101/44 geh.Kdos. an Armeegruppe G.
Morgenmeldung vom 4.9.44.
IV.Luftwaffen-Feldkorps mit 716.I.D. beim Beziehen, der Widerstandslinie Givry - Chalon - Verdun. Restteile auf dem Marsch in Raum ostwärts Beaune.
....

Morgenmeldung 4.9.1944 A.O.K.19 Ia Nr.9103/44 geh.Kdos. an A.Gr.G..
IV.Luftwaffen-Feldkorps mit 716.I.D. beim Beziehen der Widerstandslinie Givry - Chalon - Verdun. Restteile auf dem Marsch in Raum ostwärts Beaune.
...
KTB 19.Armee:
01.10 Uhr: Kdr.Art.Schule Beaune meldet Chef, daß er laut Befehl OKH, durch Armeegruppe G an ihn geleitet, mit seinem Stab in die Heimat abrücken
           soll. Sein Abschnitt sei gestern vom Oberfeldkommandanten in Beaune übernommen worden. Dieser sei vorgestern in Beaune eingetroffen.
           Chef erwidert, daß diese Regelung nicht im Sinne des A.O.K. sei. Der Feldkommandant in Beaune habe als solcher ganz andere Aufgaben als ein
           Truppenkommandeur. Es sei seitens des A.O.K. auch nicht befohlen, daß General Kohl den Abschnitt der Kampfgruppe Schmidt übernehmen solle.
           Der Befehl der Armeegruppe G lautet dahin, daß der Kdr. Art.Schule Beaune "nach Freiwerden" abrücken könne. Den Zeitpunkt des Freiwerdens
           bestimmt jedoch lediglich das A.O.K.
           Kdr. Art.Schule Beaune weist demgegenüber darauf hin, daß er bisher dem Befehlshaber Nordostfrankreich unterstanden und von diesem am 3.9.
           um 11.00 Uhr den Freigabebefehl erhalten habe.
           Chef entgegnet, daß A.O.K.19 am 3.9. um 6.00 Uhr die Befehlsgewalt im Abschnitt übernommen und deshalb der Befehlshaber Nordostfrankreich
           von dieser Zeit ab keine Befehlsbefugnisse über die in diesem Abschnitt eingesetzten Kommandeure mehr gehabt hat. Überdies sei für den
           Oberfeldkommandanten Beaune eine anderweitige Auftragserteilung vorgesehen. Kdr. Art.Schule könne seine ganze Schule mit Ausnahme dessen,
           was Sicherungsaufgaben hat, abtransportieren. Die Entscheidung über seinen eigenen Verbleib liege jedoch beim LXIV.A.K., welchem er durch
           das A.O.K.19 unmittelbar unterstellt worden sei. Er solle deshalb morgen wegen der Entscheidung über seine Verwendung persönlich zum
           LXIV.A.K. fahren. Falls von dort für ihn ein anderer Mann eingesetzt werden könne, werde er persönlich auch vom A.O.K. aus freigegeben.
           Hierüber erwartet Chef für morgen nähere Meldung des Kdr. Artillerie-Schule.
01.45 Uhr: Chef/A.O.K.19 bespricht mit Chef/IV.Luftw.-Feldkorps die Neugliederung der Kampfgruppe Degener. Diese werde morgen mit 4 Sicherungs-Btlen.
           (Gruppe Hardenberg, Gruppe Böhme und 2 Marine-Pionier-Kompanien ) nach Dijon kommen. Kampfgruppe Degener werde alles das bekommen, was die
           Kampfgruppe Schünemann gehabt hat.
02.33 Uhr: Ia berichtet Chef über Ergebnis seines Besuches in Beaune. Für die Kampfgruppe Brodowsky werde aus Beaune noch in der Nacht 1 Sicherungs-Btl.
           in Stärke von etwa 400 Mann abgezogen und in Marsch gesetzt werden .
           Chef weist darauf hin, daß der Einsatz des Sicherungs-Btls. nach grundsätzlichem Befehl nicht in der vorderen Linie sondern in der
           Rückhaltstellung zu erfolgen habe. Dies müsse der Gruppe Brodowsky mitgeteilt werden.
05.30 Uhr: Morgenmeldung LXXXV.A.K.:
             Gef.-Stand 338.I.D. im befohlenen Raum erlebt. Einheiten noch auf dem Marsch.
             Einheit Richter befohlenen Raum ohne Feindberührung erreicht.
05.30 Uhr: Kdr.Flak-Rgt.85 hat Ia AOK.19 mitgeteilt, daß durch Oberst Tyroller in Dijon 3 2 cm Flakgeschütze abgeholt werden können. Kdr. des
           Flak-Rgt.85 möchte wissen, ob Abholung veranlaßt.
           Nachfrage ergibt, daß Anruf bei Oberst Tyroller gestern nicht möglich und heute nachgeholt werden soll
05.50 Uhr: Anruf Ia LXXXV.A.K.: Post und Unterlagen für 11.Pz.-Div. um 03.00 Uhr dort abgegeben.
05.55 Uhr: Morgenmeldung IV.Luftw.-Feldkorps über Feind keine neuen Meldungen. Marschbewegungen planmäßig.
07.30 Uhr: O.B. hat befohlen, daß das von Brodowski zurückbehaltene Btl. der 16.I.D. auf Grund der dortigen Lage vorerst dort verbleibt.
09.45 Uhr: Chef IV.Lw.Feldkorps fragt beim Ia/AOK. an, wann mit dem Eintreffen der gepanzerten Gruppe zu rechnen ist und wohin sie kommen wird. Das Korps
           muß dies unbedingt wissen, da sonst die Brücke gesprengt wird und die Gruppe nicht herüber kann! Ia meint, dann müsse sie eben auf einem
           anderen Wege kommen und zwar dort, wo das LXXXV. Korps übersetze. Wann sie kommen werde, wäre noch nicht bekannt, da erst wieder mit einer
           halben Stunde Verbindung zu der Division besteht. Auf die Frage des Chefs/IV.Lw.Fk., wie stark die Gruppe wäre, antwortet Ia, daß es sich um
           eine verstärkte Komp. handele. Der Chef des IV.Lw.Feldkorps erbittet Bescheid nach Rückfrage bei der ll.Pz.Div., auf welcher Straße die
           gepanzerte Gruppe kommen und wann mit ihrem Eintreffen zu rechnen ist. Ia sagt Bescheid zu.
09.53 Uhr: Chef AOK. weist den A.Pi. nochmals darauf hin, daß er beschleunigt Verbindung mit Gen.Kdo. Dehner auf nehmen und ihm schnellstens Pi.Kräfte zur
           Sperrung des Gebietes zwischen Dole und Pontarlier zuführen müsse. Auf die Frage, wie es mit der Sprengung bei Chalon stehe, antwortet der
           A.Pi.Fü., daß dort alles vorbereitet sei, daß die Brücke jedoch noch für die ll.Pz.Div. offen gehalten sei. Der Chef sagt, daß Chalon in der
           H.K.L. einbegriffen sei und der A.Pi.Fü. soll feststellen, ob die ll.Pz.Div. die Brücke noch brauche, er möge sich dieserhalb mit dem Ia/AOK.
           in Verbindung setzen. Wenn die ll.Pz.Div. die Brücke nicht mehr brauche, dann solle die Brücke sofort gesprengt werden. Ferner soll der A.Pi.Fü.
           feststellen, was der Befh.NO.Frankreich an Pi.Kräften zur Verfügung habe, um diese gleichfalls dem Gen.Kdo. Dehner zuzuführen. Hierüber Meldung
           an Chef.
10.13 Uhr: Ia/AOK. ruft im Auftrage des Chefs Ia Armeegruppe G an und orientiert diesen, daß ein verstärktes Btl. der 16.I.D. mit 2 Batt., 1 Pz.Jg.Kp. und
           einer Flak-Kampfgruppe vom AOK. angehalten wurde, auf Grund der Luftaufklärungsergebnisse von Tonnerre. Es handelt sich hierbei um höchstens
           2 Tage, da das AOK. in Augenblick keine Kräfte zur Verfügung habe. Ia Armeegruppe G weist darauf hin, daß das LXVI.Korps hiervon benachrichtigt
           werden müsse, daß Entscheid über weiteren Verbleib des Btls. beim AOK.19 von Armeegruppe nach Vortrag beim Chef der Armeegruppe kommen würde.
           Ia/Armeegruppe G fragt dann nach der Luftnachrichtenschule 4 ,die zur Bekämpfung innerer Unruhen zurückbehalten war. Ia sagt Feststellung und
           Bescheid zu.
10.20 Uhr: Chef fordert umgehend die Luftaufklärungsergebnisse von Flivo.
10.22 Uhr: O.Qu. AOK.19 meldet dem Chef, daß er in Dijon 80 to Kolonnenraum, zur Verfügung habe und bitte um Weisung der Verwendung.
           Chef sagt, daß mit diesem Raum die Sicherungs-Btlne. des LAIV.Korps zum Gen.Kdo.Dehner befördert werden sollen. Der Chef des LXIV. Korps, der
           sich gerade beim Chef AOK befinde, werde dem O.Qu. durchsagen, wo sich die Btlne. befinden. Sollte die Feststellung nicht möglich sein, so würde
           der O.Qu. Bescheid bekommen, den Kolonnenraum zum LXIV. Korps zu schicken, von welchem alsdann die Verladung erfolge.
11.54 Uhr: Chef befiehlt dem O.Qu., den zur Verfügung stehenden Kolonnenraum in Marsch zu setzen nach Decize über Beaune -Autun. Meldung in Decize beim
           General Täglichspeck, der die Beladung verantwortlich durchführe. Abfahrt 4.9. 19 Uhr in nicht geschlossener Kolonne, sondern in großen Abständen.
           O.Qu. meint, daß mit Rückkehr der Kolonnen in der Nacht vom 4./5.9. zu rechnen ist.
11.57 Uhr: Ia/LKW. A.K. fragt beim Ia/AOK. nach, wo er Oberst Dehner finden kann und wie Verbindungaufnahne dorthin möglich ist.
           Ia orientiert ihn daraufhin, daß Oberst Dehner in Besancon sitze.
           Ia/LXXXV.Korps teilt noch mit, daß von Feinddruck bisher nichts zu merken sei, daß im übrigen Aufklärung eingesetzt wurde.
12.20 Uhr: Ia AOK. 19 meldet dem Ia Armeegruppe G, daß die Luftnachrichtenschule 4 schon durch Chalon gezogen wurde, oder aber sich hart südlich davon befindet
           und daß sie schnellstens verladen würde.
12.50 Uhr: Funkverbindung zur ll.Pz.Div. infolge Verlegung des Gef.Standes der ll.Pz.Div. unterbrochen.
14.55 Uhr: A.Pi.Fü. meldet Ia, daß sich Pi.Kdr. 16.I.D. mit 1 Btl. (5 Kpen.) gemeldet hat. Außerdem seien 3 Brücken-Kpen. im Marsch auf Dijon, davon eine
           t.mot. und zwei bahnmot. A.Pi.Fü. möchte die t.mot.-Brücken-Kp. hier behalten, die beiden Eisenbahn-Kpen. als Reserve des A.O.K. nach Straßburg
           abschieben. Er erbittet hierfür Entscheidung des Chefs A.O.K.
15.45 Uhr: O.B. befiehlt Ia, daß Führer der SS-Panzergruppe sofort in Marsch gesetzt werden solle und sich auf Durchfahrt bei Chef /IV.Luftw.-Feldkorps zu
           melden habe. Marschziel Chagny, Stärke 8 Panther V.
           Zur Feindlage gibt O.B. Ia bekannt, daß eigene Truppen bei Fournes von 2 Kpen. ohne Panzer angegriffen worden seien. Eigene Truppe zieht sich
           hinhaltend kämpfend zurück.
           Bezüglich Aufklärung befiehlt O.B. , daß besonderer Wert auf Straße Macon nach Nordwesten nach Cluny und von dort nach Norden gelegt werden müsse.
           Aufklärung nach Nordwesten müsse ebenfalls geflogen werden. Auf folgende Räume sei Flivo sofort vordringlich anzusetzen:
             a) Gebirge Morez,
             b) Raum Dijon,
             c) Raum Macon, nichtig sei, die Spitzen aufzusuchen.
15.55 Uhr: Ia /A.O.K.19 gibt Ia / IV.Luftw.-Feldkorps folgende Luftaufklärungsergebnisse mit taktischer Zeit etwa 13.30 Uhr durch:
             1.) 25 km südwestlich Pontarlier bei les Granges 10 - 15 Feindpanzer und 50 - 60 Lkw. mit Anfang bei les Granges,
             2.) südlich Gex in Richtung nach St.Claude Einzelverkehr nach beiden Richtungen,
             3.) auf Straße Coligny - Lons le Saunier, mit Anfang bei St.Amour, 100 Lkw. und Pkw.
             4.) ostwärts davon auf Straße Montfleur nach Lons le Saunier, zwischen St.Julien - Lensier, 80 bis 100 Lkw. mit leichter Flak und 5 Panzer
                 Richtung Norden,
             5.) 10 abgestellte Lkw. 10 km ostwärts Bourg auf Straße nach Bellegarde.
           Aufklärungsmeldung geht durch Funk gleichzeitig an 11.Panzer-Division.
16.10 Uhr: Ia/A.O.K. unterrichtet Ia /IV.Luftw.-Feldkorps davon, daß dem Korps 8 Panzer zugeleitet werden. Anrollen gegen 19.00 Uhr. Versorgung mit
           Betriebsstoff und Munition müsse durch IV.Luftw.-Feldkorps erfolgen. Jeder Panzer führe 80 Granaten mit sich. Zweite Munitionsausstattung mit
           ebenfalls je 80 Granaten werde vom A.O.K. in den Einsatzraum, nachgeführt. Betriebsstoffbedarf jedes Panzers sei für 100 km 730 Liter.
16.40 Uhr: Ia unterrichtet Qu.l davon, daß die 8 Panzer für IV.Luftw.-Feldkorps nach Chagny in Marsch gesetzt seien und durch IV.Luftw.-Feldkorps versorgt
           werden würden. Die noch hier befindlichen 480 Schuß Munition müssen durch Fahrzeuge O.Qu. beschleunigt zum Einsatz gebracht werden. Qu. 1 erwidert,
           daß dies wegen Fahrzeugmangels nicht vor morgen durchgeführt werden könne.
16,43 Uhr: A.Pi.Fü, unterrichtet Ia vom Sonderauftrag Schneider und fragt, welche Sicherungskräfte hierfür zur Verfügung stünden. Antwort : LXIV.A.K. muß das
           machen. Mit diesem in Verbindung setzen.
17.10 Uhr: Ia LXVI.A.K. bittet Ia /A.O.K., 16.I.D. möglichst auf direktem Wege weiterzuleiten, um die Marschbewegungen des LXVI.A.K. nicht zu stören.
           Er meldet außerdem, daß in Nancy ein zusammengewürfeltes Regiment des LXVI.A.K. sei. Die vorgetriebene Aufklärung habe ergeben, daß ein Waldstück
           nördlich Epinal, etwa 15 km nordwestlich Charmes, unklar, offenbar feindbesetzt sei. Aus Cheaumont seien um 13.00 Uhr feindliche Panzer erschienen.
           Ia/A.O.K. weist darauf hin, daß Feind offenbar versuche, nach Osten zu umfassen.
17.45 Uhr: Chef / A.O.K. unterrichtet Chef der O.F.K. Besancon über Feindaufmarsch im Raum Pontarlier.
           Chef/O.F.K. meldet, daß das Btl.1022 auf dem Wege nach Pontarlier und wahrscheinlich inzwischen schon dort eingetroffen sei. Das Btl. habe
           Panzerfaust und Granatwerfer bei sich. Die vom A.O.K. in Marsch gesetzte Pi.Kp. sei hingegen noch nicht in Erscheinung getreten. Von Artres auf
           dem Wege nach Dole befindliche eigene Truppe sei vorübergehend eingeschlossen worden, jetzt aber auf dem Marsch nach Dole, nach Erfüllung des
           Auftrages in Artres.
           In Besancon befinde sich außer aufgefangenen Leuten keine Truppe mehr.
           Chef /A.O.K. erwähnt, daß Stab 11. Panzer-Division alsbald nach Besancon komme.
           O.B. schaltet sich in das Gespräch ein. Er betont, daß es jetzt um die Wurst gehe. Pontarlier dürfe unter keinen Umständen in Feindeshand fallen.
           Es sei erforderlich, dort sofort einen verantwortlichen Kommandanten einzusetzen, der den Ort mit klarem Verteidigungsauftrag bis zum Letzten zu
           halten hat. O.B. gibt den Befehl, sofort mit sämtlichen verfügbaren Offizieren diese Verteidigungsaufgabe zu übernehmen. Sie müsse unter allen
           Umständen erfüllt werden, um die notwendige Zeit für der Einsatz unserer Panzer zu gewinnen.
           Chef/O.F.K. meldet hierzu, daß Kdr. des Btls. 1022, 1 Oberstleutnant und durchaus geeigneter Soldat, als Kommandant von Pontarlier eingesetzt sei.
           O.B. betont erneut, daß Pontarlier gesperrt und die dortige Verteidigungslinie der Armee unter allen Umständen bis zum letzten kann gehalten werden
           müsse. Mit starkem Feindangriff aus südwestlicher Richtung mit dem Ziele auf Besancon - Belfort sei jederzeit zu rechnen. Deshalb seien, sofort
           anlaufend, Offiziere und Mannschaften, insbesondere auch alle Stäbe, rücksichtslos einzusetzen. Es komme heute noch Flak nach Pontarlier unter dem
           besonders bewährten Kdr. Oberst Tyroller.
18.15 Uhr: Chef /A.O.K. unterrichtet Chef / Armeegruppe G über die Feindlage. Er spricht die erneute Bitte um Verfügung über die 159.I.D. aus. Chef/Armeegruppe G
           genehmigt der Armee, über diese Division nach den Notwendigkeiten der Lage zu verfügen. Chef / Armeegruppe G genehmigt auf Bitte Chef /A.O.K.19
           ferner, daß eine Flakabteilung noch für 2 Tage zur Verfügung der Armee verbleiben könne,
18.22 Uhr: Chef /IV.Luftw.-Feldkorps fragt Ia /A.O.K. ob die zur Sprengung in Aussicht genommene Brücke jetzt hochgehen könne. Antwort : Nein, hierüber müsse
           erst Chef gefragt werden.
           Ia erinnert an baldige Tagesmeldung.
18.30 Uhr: Ia fragt Ia Kampfgruppe Brodowsky, ob Sicherungs-Btl.200 dort eingetroffen sei. Antwort: Jawohl, jedoch nur Kommandeur und 1 schwerer Zug. Der Rest
           sei noch unterwegs, weil er auf dem Marsch Zusammenstoß mit Terroristen gehabt habe. Widerstand sei jedoch gebrochen worden
           Kdr. Sicherungs-Btl.200 übernimmt Gespräch mit der Meldung, daß er mit 220 Mann und 1 schweren Zug ( 1 s.M.G.-Zug, 1 Pak, 1 Fla., 2 Granatwerfer)
           der 13.Kp. eingetroffen sei. Der Zusammenstoß mit den Terroristen sei etwa 20 km entfernt erfolgt.
           Ia bemängelt scharf, daß hierüber keine rechtzeitige Meldung, und daß Eintreff en des Btls. mit so erheblicher Verspätung erfolgt sei. Er befiehlt
           sofortige Meldung, wenn gesamtes Btl. eingetroffen.
18.34 Uhr: Chef /LXXXV.A.K. meldet Chef /A.O.K., daß von 198.I.D. bis 4.30 Uhr alles herübergekommen sei. Im Anschluß sei die 11.Panzer-Division gefolgt.
           Chef/A.O.K. gibt Chef /LXXXV.A.K. neuen Einsatzabschnitt im Raum Südschleife Mesmay (linke Trennungslinie) am Fluß entlang bis nach Mouchard (ausschl.)
           bekannt. Andernfalls würde die linke Flanke offen sein. Chef befiehlt, in einer Stunde Absicht für den neuen Einsatzraum zu melden.
           Chef/LXXXV.A.K. weist darauf hin, daß an Menschen nichts mehr aufzutreiben sei.
18.50 Uhr: Chef gibt Major Hiltrop Befehl, Oberst Allert zum sofortigen Abmarsch zu veranlassen. Armee selbst würde spätestens morgen Abend folgen.
18.58 Uhr: Chef fragt Ia /LXIV.A.K., ob über 159.I.D. Neues bekannt sei. Antwort: Nein. Es bestehe seit heute früh keine Verbindung mehr. Neuer Auftrag sei durch
           Funk über das Korps übermittelt worden.
           Chef gibt bekannt, daß Armeegruppe Verwendung 159.I.D. als Armeereserve genehmigt hat.
           Ia/LXIV.A.K. meldet, daß Kommandierender General und Ia noch heute beim A.O.K. vorsprechen werden.
19.00 Uhr: Chef /Kampfgruppe Brodowsky meldet Ia, daß telefonische Verbindung mit Pontarlier bestehe. Von dort sei nichts Neues bekannt. Das Btl.1022 liege in der
           Nähe von Valderan im Kampf mit Terroristen. General Dehner fahre jetzt nach dort.

Fernschreiben IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19, 4.9.44, 11.55 Uhr.
1.) Gruppe Mancke am 3.9., 16.00 Uhr mit Btl.Marr und Teilen Res.Gren.Btl.116 (2. und 3. Kp.) infolge Munitionsmangel durch feindliche Übermacht überwältigt.
    Von Hptm. Böhme, Kdr. Res.Gren.Rgt. 116, und dem Verbleib der Restteile des Btl. keine Meldung. Etwa 30 Mann dieses Btl. haben sich zur Kampfgruppe Schwerin
    durchgeschlagen.
2.) 2 Offiziere der Gruppe Mancke und 1 Mann wurden mit den Anschriften der Angehörigen der Offiziere und der der Masse der Mannschaften durch die französischen
    Linien entlassen. Einer der Offiziere, Hptm.Benisch (Stab Mancke) meldet, daß im Raum um Villefranche die Masse einer franz.Pz.Div, steht. Er selbst hat
    20 - 25 Sherman-Panzer und etwa die gleiche Zahl Panzerspähwagen gesehen. Er meldet, daß Kampfgruppe Mancke durch etwa 3-4 Battr. beschossen wurde.
    Nach Aussagen eines elsässischen Offiziers der französischen Truppen in Francheville sollen weitere französische Truppen am Morgen des 3.9. Lyon besetzt
    haben. Feststellung der Truppenteile war Hauptmann Hanisch nicht möglich. Nach Aussagen von Hauptmann Hanisch, der gegen 21.00 Uhr Villefranche verließ,
    war zu dieser Zeit die Absicht des Feindes, nach Norden zu stoßen, nicht zu erkennen und nördlich des Ortes keine französischen Truppen zu beobachten.
3.) Gegen Mitternacht Sprengung der Straßenbrücke nördlich Villefranche und 3 km südlich Macon. Gleichzeitig besetzen der Nachtruppen der Kampfgruppe Schwerin
    bis Tournus.
4.) Gegen 7.00 Uhr stießen 5 leichte gepanzerte Kraftfahrzeuge von Westen oder Südwesten her auf Vormarschstraße bei und in Hennecey (16 km südlich Chalon) vor
    und beschossen marschierende Kolonnen. 4 Feindfahrzeuge abgeschossen. Einer nach Süden entkommen. Diese Fahrzeuge sollen dem Volkswagen ähnlich sein.
    Bewaffnung 1-2 M.G., z.T. überschwer.

Fernschreiben Gen.Kdo.IV.Luftw.-Feldkorps, Ia Nr. 50 a/44 geheim an A.O.K.19, v. 4.9.44, 20.35 Uhr.

Betr.: Lage 4.9. abends.
1.) a) Schwerin: Einfließen der Kampfgruppe Wüst (Res.Art.Abt.28 und 13/35) in Raum 10 km nördlich Chalon des Res.Gren.Btl.116 in Raum 6 km nördlich Chalon, der
       Kampfgruppe Versen im Raum 6 km südlich Beaune. Ende der Kampfgruppe Schwerin nördlich Chalon. Gefechtsstand voraussichtlich 4 km ostw. Beaune.
    b) Degener: Rgts.Stab Böhme und Sicherungseinheiten erreichten Dijon zur Sicherung, Weitere Einheiten auf Marsch bereits nördl. Chalon. Gefechtsstand Degener
       Dijon.
    c) 716.I.D.: Besetzen Widerstandslinie durch Kampfgruppe Hafner beiderseits Chalon, Kampfgruppe Ahrens ostw. anschließend bis Brückenkopf Verdun
       (einschließlich). Westlich Hafner bis rechte Korpsgrenze fließt Kampfgruppe Bauer ein. Radfahrkomp. 4 (1) sichert Straße westl. und südw. Chalon bis
       Übernahme durch Kampfgruppe Bauer. Div.Gefechtsstand Demigny (8 km ostw. Chagny).
    d) Feindbild: Berichtigung der Meldung über Z K/n. südl. Tournus v.4.9. Nachtruppen Schwerin durch etwa 50 Terroristen 3.9. mit amerikanischen Offizieren
       angegriffen. Sonst keine neuen Erkenntnisse.
2.) Absicht 5.9.
    a) Schwerin: Zusammenziehen der Restteile zur Neuformierung ostw. bis südostw. Beaune.
    b) Degener: Übernahme der Sicherung im befohlenen Abschnitt Dijon durch gesamte Kampfgruppe.
    c) Einrichten zur Verteidigung.
    d) Korpsgefechtsstand Beaune.

5.9.1944
Gen.Kdo.IV.Lw.Feldkorps Nr.460/44 geh.v.4.9.44 an A.O.K.19.

IV.Lw.Feldkorps, Lage 5.9.1944, abends:
1.) Feind 5.9. vormittags mit Pz. hart südwestl. Chalon durchgebrochen, vorgestoßen bis Fargos. Gegenangriff durch Teile Kampfgruppe Bauer in feindl.
    Westflanke nachmittags angesetzt. Starke Verluste an Pz.Abwehrwaffen.
2.) Eigene Lage: Korps-Gef.Stand Beaune, ab 5.9., 23.00 Uhr, St.Jean de Losne.
a) Kampfgruppe Richter: Gef.Std.: Demigny ab 5.9., 21.00 Uhr: Villy le Montier - Widerstandslinie Höhe 449 - Taize - Südrand Ebalon -
   West- und Nordrand Saone - Verdun sw. le Doubs (einschl,) seit 4.9. 18.00 Uhr besetzt. Masse der Artl. in Raum SO. Mellecey. Rgts.Grenzen: Verdun bis
   4 1/2 km NO.Chalon, Regt.Ahrens anschließend bis 4 km westl. Ebalon. Regt. Hafner, anschl. bis Höhe 449 Regt.v.Bauer.
   Gef.Stände Ahrens: Baignant, Hafner: Champforgeuil, Bauer: Mellecey, A.R.1716: Le Ebares.
   Infolge Feinddruck Absetzen ab 5.9., 17.00 Uhr, in Linie: Aluze - Fontaines - Le Logere - Fragnes - Crisso.
b) Kampfgruppe Schwerin: Gef.Stand: Vigrole, 5 km ONO. Beaune ab 5.9. 23.00 Uhr Glanon, 6 km NW. Seurre. Res.Btl.163 in Raum Canbessaut. Res.Art.Abt.26 im
   Raum Lessard. Restteile von Versen in Raum Meussanges.

Ab. 5.9., 17.00 Uhr unterstellt:
 1) Gren.Rgt.726,
 2) Jg.Ers.Btl.38,
 3) Absichten 6.9.: Korps setzt sich in der Nacht vom 5. zum 6.9. auf Dheune-Linie (Chagny - Palleau - Saone - Knie, ostw. Ecuelles) ab.
      Rechts 716.I.D., links Kampfgruppe Schwerin.
      Trennungslinie: Corberon (Kampfgruppe Schwerin) - Meursanges (716.)- Glanges (716.I.D.) - St.Loup (716.I.D.) - See-Enge 5 km südostw. Demigny - Crissy,
      5 km nordostw. Chalon (716.I.D.) - Saonsknie, 3 km nordostw. Chalon.
6.9.1944
IV.Luftw.-Feldkorps A.H.Qu., den 6.9.44, überbracht durch Hptm.Schmidt - Sibeth.
Kampfgruppe Richter:
5.9. 19.00 Uhr Feindlicher Angriff bei Absetzbewegung mit etwa
25 Panzern und Panzerspähwagen vor rechtem Flügel (Oberst v.Bauer). Verschiedene Einbrüche wurden erzielt. 4 Panzerspähwagen abgeschossen.
2 Sherman bewegungsunfähig. Infanterie infolge schwacher Panzerabwehr stark mitgenommen. Artillerie 100% intakt, Panzerabwehrwaffen durch Panzerbeschuß
zu 50% ausgefallen.
6.9. 8,00 Uhr befohlene Widerstandslinie eingenommen. Keine Feindberührung.
Kampfgruppe von Schwerin:
6.9. 2.00 Uhr Widsrstandslinie besetzt, keine Feindberührung.
Mit Feindangriffen vor allem im Raum Chagny ist im Laufe des 6.9. erneut zu rechnen.

Fernschreiben A.O.K. 19, Ia Nr. 9174/44 geheim., 6.9.1944.
An
An Armeegruppe G
A.O.K.19, Ia
Feindlicher Panzerstoß (25 Panzer und Panzerspähwagen) in den späten Abendstunden 5.9. südostwärts Chagny aufgefangen 10 Panzer und
4 Panzerspähwagen vernichtet bzw. bewegungsunfähig. Trotz nicht unerheblicher Ausfälle bei Infanterie und an Panzerabwehrwaffen, großer Abwehrerfolg
des IV.Luftw.-Feldkorps.
Zur Verstärkung Panzerabwehr Zuführung Sturmgeschützabteilung oder Panzerjägerabteilung (mot.) dringend erforderlich

Funkspruch, IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19, 6.9.44, 12.25 Uhr.
Nach abschließender Meldung. Kampfgr.Richter gestern durch Ostbtl.Lüders (IV-932) 8 Panzer, 4 Panzerspähwagen durch Panzerjäger-Komp.716
abgeschossen, 2 Panzer bewegungsunfähig. -unleserlich-meldung folgt. Verbindung mit schwerer Art.Abt.993 nordwestl.Chagny aufgenommen.
Nahtsicherung nördl.Chagny bisher nicht eingetroffen.

Tagesmeldung IV.Lw.Feldkorps vom 6.9.1944 21,40 Uhr.
Feind wie bereits gemeldet.
30 Panzer im Wald nördl. Verceuil, vermutliches Ziel Beaune.
Rechtes Flügelbtl. Schwerin, Res.Gren.Btl.163 , hat Auftrag Geanges zu erreichen und nach Westen abzuriegeln.
Schnelle Abteilung 602 gegen Feind nördl. Merceuil angesetzt.
Keine neuen Feindmeldungen bis 21.00 Uhr.
Besonderer Mangel an Artilleriemuition und Panzer-Abwehrwaffen.
Absicht für 7.9.:
a) Halten der Dheune-Linie,
b) Eingliederung des Marschbtl. Petersen in Div. Schwerin,
c) Korpsgefechtsstand: St.Jean de Losne,
d) Div.Gef.Stände wie bisher.

KTB 9.Armee.
00.04 Uhr: A-Nafü. meldet Ia, daß der Spruch zum Gen.Kdo.Dehner deshalb bisher nicht habe abgesetzt werden können, weil infolge der bereits
gemeldeten Brückensprengung z.Zt. keine Verbindung zum Gen.Kdo.Dehner bestehe. Alles Erforderliche um den Spruch doch noch durchzubringen,
werde getan und Ergebniss sofort gemeldet.

0l.50 Uhr: Kdr. /11.Pz.-Division / Chef :
           Es sieht so aus als oh Ablösung in Besancon heute Nacht nicht klappt. Frage ob man nicht in Besancon 1 Btl. der ll.Pz.Div. schon
           jetzt durchzieht, da sonst an anderer Stelle zu schwache Kräfte, vor allen Dingen bei Beaume. Chef sieht größte Gefahr bei Beaume.
           Kdr. 11.Pz.Div. möchte 1 Btl. vorzeitig von Besancon nach Beaume ziehen. Sitzt augenblicklich mit Gefechtsstand bei Belfort und
           will morgen mehr nach Montbeliard gehen. Er beabsichtigt heute früh 5.00 Uhr das Btl. bei Besancon nördlich des Flusses nach Beaume
           herauszuziehen. Chef kann sich zu dieser Maßnahme noch nicht entschließen. Kdr. 11.Pz. Div. sagt er habe den Eindruck als ob bei
           Beaume nach Lage der Dinge morgen mehr los sein wird als bei Besancon. Chef will jedoch erst mit General Dehner sprechen und sich
           dann entschließen und Nachricht geben, 02.10 Uhr : Chef stellt bei Major Kohlhas fest, daß es der Wunsch General Dehners ist, das
           I.Btl. Panzer-Gren.Rgt.110 solange in Besancon zu behalten, bis l59.Res.Div. zur Stelle ist.
02.15 Uhr: Chef fragt bei L.d.N. Seestern an ob etwas von einer ablösenden Truppe zu spüren sei. L.d.N. kann darüber keine Auskunft geben.
           Chef bittet Ia oder Chef der Gruppe Dehner an den Apparat holen zu lassen.
03.00 Uhr: Chef/Major Hartenstein (Gruppe Dehner):
           Hartenstein meldet, daß von einer Ablösung noch nichts zu spüren sei. Selbst der Divisionskommandeur sei noch nicht zur Stelle.
           Frage Chef : Ist es nicht möglich wenigstens 1 Btl. herauszuziehen und würde nicht 1 Btl. in Besancon genügen, damit das andere
           nach Beaume geschickt werden kann.
           Auf Grund der Fliegeraufklärungsergebnisse vom Abend des 5.9. sieht Chef bei Beaume die größere Gefahr.
           General Dehner möchte naturgemäß beide Btle. bis zur Ablösung behalten.
           Chef teilt mit, daß seine Entscheidung voraussichtlich im Sinne des Kommandeurs der 11.Pz.Div. getroffen werden würde, jedoch soll
           der Abmarsch des Btls. erst um 5.00 Uhr erfolgen und es auch nur für Beaume bestimmt sein.
03.15 Uhr: Chef / Ia 11.Pz.-Division:
           Chef erteilt Genehmigung, daß um 5.00 Uhr das nördliche Btl. in Besancon nach Beaume abgezogen wird. (I./Pz.Gren. Rgt.110).
6.10 Uhr:  Ia/Gen.Kdo.Dehner meldet dem Ia/AOK., daß 1 Btl. der ll.Pz.Div. schon jetzt herausgezogen wird. Er weist allen Ernstes darauf hin,
           daß der Feindbrückenkopf bei Avanne noch nicht bereinigt ist, da über weitere Inf.Kräfte nicht verfügt wird. Er nimmt an, daß der Feind
           aus diesem Brückenkopf heraus zum Angriff antreten wird und muß demzufolge jede Verantwortung ablehnen.
           Ia/A0K. weist darauf hin, daß die 159.Div. schon eingetroffen sein müßte.
           General Dehner, der das Gespräch übernimmt, teilt mit, daß noch keine Truppen der Division eingetroffen sind, sondern bisher nur der Ia.
           Die vordersten Teile der Division können in etwa 5 Stunden erst eintreffen.
6.50 Uhr:  Ia/ll.Pz.Div. ruft Ia/AOK. an und teilt mit, daß der Befehl, 1 Btl. der Division herauszuziehen, eingegangen ist und daß nunmehr dem
           Gen.Kdo. Dehner noch die Gruppe Hax unterstellt ist. Ia/AOK. sagt, daß ihm davon nichts bekannt ist, daß die Gruppe Hax dem Gen.Kdo.Dehner
           unterstellt wurde. Ia/ll.Pz.Div. sagt, daß das angeblich vom O.B, befohlen wurde. Ia/AOK. will dieses dem Chef d.Gen.Stabes sofort
           vertragen und dann Ergebnis mitteilen..
           Ia/ll.Pz.Div. weist noch darauf hin, daß die Unterstellung der Gruppe Hax unter Gen.Kdo.Dehner nicht anerkannt wird. Die Gruppe Hax
           führt also keine Befehle, von Gen.Kdo.Dehner aus.
6.40 Uhr:  Ia orientiert Chef über das Gespräch mit Gen.Dehner von 6.20 Uhr und Ia/11.Pz.Div. von 6.30 Uhr. Zu dem Gespräch mit Dehner sagt der
           Chef, daß sich hierzu im Augenblick nichts machen lassen. Bezüglich des Gesprächs mit ll.Pz.Div. soll im Laufe des 6.9. über Unterstellung
           von Hax gesprochen werden.
7.18 Uhr:  L.d.N,., Obltn.Bolte, meldet, daß das Fernsprechkabel zwischen Baume les Dames und Belfort gestört ist. Feststellung der Störstelle
           durch Einsatz von von Bautrupps im Gange.
8.05 Uhr:  Gen.Dehner teilt Chef AOK. mit, daß der Div.Stab der 159.I.D. eingetroffen ist und daß mit ersten Teilen der Division in etwa 2 Stunden
           zu rechnen sei.
           Da der Abschnitt des Gen.Kdos. Dehner sehr groß ist, fehle die schnelle Abteilung 608 sehr. Das eine Btl. der 11.Pz. Div. sei im Abrücken,
           das zweite Btl. dieser Division werde gegen Mittag herausgezogen, sobald die Ablösung eingetroffen sei. Gen.Dehner hat den Eindruck, daß
           der Feind heute noch etwas unternehmen werde. Teile 11.Pz.Div. behaupten, heute nacht in der Westflanke bei Avanne und südlich davon
           einen Angriff abgeschlagen zu haben. Wahreres hierüber ist noch nicht bekannt.
           Chef AOK.19 sagt, daß es im wesentlichen darauf ankomme, daß die 159.Div. so schnell wie möglich eintrifft. Bei Baume les Dames dürfte
           wohl der Schwerpunkt des feindl. Angriffs zu erwarten sein.
           General Dehner möchte klargestellt haben, ob Baume les Dames zur 11.Pz.Div. gehöre. Das scheine ihm vor der Hand erforderlich, Chef AOK.
           will diese Frage noch klären.
           Für das herausgezogene Btl. der 11.Pz.Div. werden Alarmeinheiten des Gen.Kdos.Dehner eingesetzt. Im Augenblick ist dort die Lage ruhig.
8.55 Uhr:  Ia/LXXX7.a.K. meldet dem Ia/ACK, daß die 338.I.D. in der neuen Linie sitze, daß der Feind sich ruhig verhalte, eigene Aufklärung angesetzt
           und feindl. Aufklärung abgeschlagen wurde. Eigene Aufklärung kommt schwer vorwärts, da an den Übergangsstellen Terroristen sitzen.
           Ia/AOK. weist darauf hin, daß von uns aus alle Brücken zu sprengen seien, sodaß der Gegner nicht herüber könne.
7.18 Uhr:  L.d.N. Oberleutnant Bolte, meldet, daß das Fernsprechkabel zwischen Baume les Dames und Belfort ausgefallen ist. Feststellungen der
           Störstelle und Ansetzen von Bautrupps im Gange.
7.30 Uhr:  IV.Luftwaffen-Feldkorps meldet zur Morgenmeldung keine besonderen Vorkommnisse. Eine frühere Meldung war nicht möglich, da das
           IV.Luftwaffen-Feldkorps verbindungsmäßig nicht zur Armee durchkam. (Um 7.00 Uhr wurde Hauptmann Schmidt-Sibeth zum IV.Luftwaffen-Feldkorps
           geschickt, um eine Lageorientierung zu holen).
7.40 Uhr:  LXIV.A.K. gibt als Zwischenmeldung:
           Verlauf der Nacht ruhig. Zurücknahme des linken Flügels der Sicherungslinie planmäßig.
           Zerstörung le Creusot seit 5.9. abends im Gange.
           Ia/LXXXV.A.K. meldet, daß der linke Flügel des Korps bei Torpes verlaufe, Torpes einschließlich LXXXV.Korps. Anschluß ist sichergestellt.
           Arbeitsstab des Korps ist gestern abend abgefahren.
9.15 Uhr:  Ia/AOK, fragt Chef IV.Lw.Feldkorps, ob alles planmäßig verlaufen ist. Chef IV.Lw.Feldkorps teilt mit, daß er weder Funk- noch sonst eine
           Verbindung habe und er nehme an, daß bei Chagny alles planmäßig verlaufen ist und alles ruhig sei. Sobald ausgeschickte Verbindungsoffiziere
           zurück seien, werde er Meldung ans AOK. machen.
           Chef IV.Lw.Fk. teilt noch mit, daß vom A.Pi.Fü. ein Offizier mit dem Befehl beim Korps eingetroffen sei, die Hauptbrücken zu sprengen.
           Dieser Befehl würde vom Korps inhibiert. Ia/AOK. orientiert Chef IV.Lw.Fk. kurz über die Feindlage gemäß Luftaufklärungsergebnis.
           Chef IV.Lw.Fk. fragt an, ob der Ia schon mit Oberst Kutscher gesprochen habe bezüglich der vom LXXXV.Korps zu belassenden Nachrichtenabt.
           Ia verneint, sagt aber noch heutigen Bescheid zu. Chef IV.Lw.Fk. meldet, daß bei der Verlegung des Gefechtsstandes am 5.9. abends auf eine
           Marinekolonne vollmot. gestoßen wäre, die vom Chef LXIV.Korps auf dieser Straße in Marsch gesetzt wurde. Ia will mit dem Id darüber sprechen.
9.25 Uhr:  Chef LXIV.Korps meldet dem Chef AOK., daß der Kommandeur 159.I.D. schwer verunglückt sei und ein Ersatz fehle. Chef AOK. will sehen, daß er
           Ersatz beschaffen kann.
           Chef aOK. macht nochmals darauf aufmerksam, daß vom Korps keine kampfkräftigen Teile abmarschieren dürfen, diese werden noch dringend
           gebraucht.
           Chef LXIV.A.K. meldet, daß eine Auffangstellung gebildet wurde, in der alle Teile des LXIV.Korps aufgefangen werden sollen, dass keine
           kampfkräftigen Teile abgeschoben werden.
9.35 Uhr:  Ia/AOK. fragt Ia/Gen.Kdo. Dehner, ob schon Teile von 159.Div. eingetroffen und Ia/Dehner meint, daß erste Teile bald erwartet werden
           können und teilt mit, daß die ll.Pz.Div. alle Panzer mitgenommen habe. Vom Flak-Rgt.18 befinden sich noch Teile im Abschnitt Gen.Kdo.Dehner.
10.10 Uhr: Chef IV.Lw.Fk. teilt Ia/AOK.19 mit, daß die Kampfgruppen Hafner und Ahrens die befohlene Linie besetzt haben, daß der Feind anscheinend
           bisher im mittleren und linken Abschnitt nicht nachdrücke, die Lage im rechten Abschnitt sei noch ungeklärt, Gruppe Schwerin sitzt in der
           Linie von St.Loup bis Palleau.
10.15 Uhr: Chef befiehlt Ia, daß Funkspruch an 11.Pz.Div. gegeben werden soll, daß Baume les Dames zur ll.Pz.Div. gehöre.
10.20 Uhr: Chef AOK. befiehlt Chef Gen.Kdo.Dehner, daß als Ersatz für Kommandeur 159.Div. General Schmidt in Marsch zu setzen ist.
           Chef Gen.Kdo.Dehner meldet, daß der Gegner in Gegend Mourel (?) in eigene Sicherungslinie eingebrochen ist. Die dort stehende Infanterie
           (1 gemischtes Btl., aufgefüllt mit Alarmeinheiten) ist zurückgegangen. Die Flakgeschütze des Regiments Tyroller müssen daher auch zurück,
           da diese ohne Inf.Schutz nicht kämpfen können. Vom Abschnitt Hax sei gleichfalls lebhaftes Artillereifeuer zu hören.
           Chef AOK.19 befiehlt, daß von 159.Div. sofort einige Teile hereingeworfen werden sollen. Der Brückenkopf müsse unbedingt gehalten werden.
           Chef/Gen.Kdo. Dehner meldet, daß der Feldgend.Trupp des Gen.Kdos.,im Augenblick das einzig Verfügbare, dorthin geworfen wäre, um nach
           Möglichkeit die Lage zu retten und die Flak-Geschütze infant. zu schützen.
10.50 Uhr: Chef AOK. teilt Chef LXIV.Korps mit, daß General Schmidt abgegeben werden muß. Dieser soll die 159.I.D. bei Besancon übernehmen.
           Meldung hat beim Gen.Kdo.
           Dehner zu erfolgen, Sofortige Inmarschsetzun erforderlich.
           Außerdem ist das LXIV. Korps ab sofort für Dijon verantwortlich. Der A.Pi.Fü. wird mit dem Kampfkommandanten von Dijon bezüglich der Anlage
           der erforderlichen Sperren und Sprengungen Verbindung aufnehmen.
           Aus Gegend Chagny sind Feindpanzer zu erwarten. In dieser Einsicht müssen die Sperranlagen berücksichtigt werden.
10.50 Uhr: Chef teilt dem A.Pi.Fü. mit, daß er sich umgehend mit dem Stopi/LXIV.A.K. (Kampfkommandant von Dijon) in Verbindung zu setzen habe,
           bezüglich Anlagen von Sperren, da das LXIV.Korps verantwortlich für Dijon sei.
11.05 Uhr: Kommandierender General IV.Lw.Feldkorps teilt dem Chef/AOK, mit, daß alle Teile in der neuen Linie eingetroffen sind. Ein Vorstoß von
           25 Feindpanzern wurde gestern abend südlich von Chagny bereinigt. Dheune bedeutet kein Panzerhindernis. Es steht im rechten Nachbarabschnitt
           noch eine sch.Abteilung, die als Sicherung von Chagny von Bedeutung ist.
           Chef AOK. meint, daß das IV.Lw.Fk. damit rechnen müsse, daß der Feind mit Panzern von Chagny aus nach Beaune angreifen werde.
           Der Kom.General meint, soweit er die Lage überblickt, sei diese gefestigt. Anschluß nach rechts sei durch die schnelle Abteilung vorhanden,
           diese stehe an der Naht in Gegend westlich Chagny. Auf die Frage nach den Absichten für heute teilte Chef mit: "Halten"!
11.14 Uhr  Ia orientiert Chef LXIV.Korps, daß ein Vorstoß von 25 Panzern südostwärts von Chagny von eigenen Kräften aufgefangen wurde und fragt, ob
           der Anschluß sichergestellt sei.
           Ia meint, daß das LXIV.Korps sich darauf einstellen müsse, die Marschbewegungen des Korps auf die Straße Arnay le Duc zu verlegen.
           Ia bittet den Chef IXIV.Korps um eine Skizze über Marschbewegungen und Gliederung des Korps.
12.30 Uhr: Flughafen Luxeuil meldet, daß Major Uhl soeben dort gelandet sei. Bekommt den Bescheid, daß Major Uhl dort zu warten habe, bis er
           voraussichtlich schon morgen von seiner Einheit aufgenommen werde.
12.45 Uhr: Chef versucht Verbindung mit Chef IV.Lw.Feldkorps zu bekommen, die wegen Leitungsstörung nicht zustande kommt. L.d.N. meldet, daß Störtrupp
           unterwegs sei und Wiederherstellung sofort gemeldet werde.
12.00 Uhr: Chef befiehlt dem Ia, IV.Lw.Feldkorps davon zu verständigen, daß Chef IV.Lw.Feldkorps heute spätestens um 16 Uhr bei Chef/AOK.
           vorbeikommen solle.
12.50 Uhr: Kom.General IV.Lw.Fk. berichtet Chef AOK., daß panzerunterstützter Feindangriff im Raum Chagny von dem dort eingesetzten Ostbtl. erfolgreich
           abgeschlagen werden sei. 10 Panzer und 4 Panzer-Spähwagen seien abgeschossen, bzw. bewegungsunfähig liegen geblieben.
12.50 Uhr: Chef AOK. bittet Kom.Gen. IV.Lw.Feldkorps zu veranlasses, daß Chef IV.Lw.Feldkorps bis 16.00 Uhr beim AOK. vorspreche.
12.55 Uhr: Chef berichtet Ia von dem großen Abwehrerfolg beim IV.Lw.-Feldkorps und befiehlt, dies sofort noch in der Funkmeldung an die Armeegruppe zu
           berücksichtigen.
12.55 Uhr: Ia/LXXXV.A.K. fragt Ia AOK., ob AOK. mit Abrücken um 00 Uhr einverstanden sei.
           Ia/AOK.: Verlegungsbefehl ist unterwegs, in ihm steht alles drin.
           Zur Feindlage meldet Ia/LXXXV.A.K., daß z.Zt. alles ruhig sei. Artillerie und Pz.Abwehr sei in der eigenen Linie aufgebaut und Aufklärung
           vorgetrieben.
14.05 Uhr: Ia bittet Ia/Gen.Kdo.Dehner um Lageorientierung: Ia Gen.Kdo.Dehner:
           z.Zt. liegt heftiges Artilleriefeuer auf den Ausgangsstraßen südlich und ostwärts Besancon, auch auf dem Fort bei Bregille, Rgt.110 habe
           ziemlich Ausfälle. Im Süden habe die Flak zurücknehmen müssen, weil 1 Komp. der 198.Div. bei St.Maure weggelaufen sei. Der Gesamteindruck
           sei, daß der Feind sich nicht nur bereitstelle, sondern heranzukomnen beabsichtige. O.B. AOK. sei beim Gen.Kdo. eingetroffen und befinde sich
           z.Zt. auf dem neuen Gef.Stand bei Ecole, 7 km nordw. Besancon. Die Aufklärung zur Verbindungsufnahme mit rechtem Nachbarn sei vorgetrieben.
           Die Ablösung der Division sei mit den ersten Teilen angelaufen.
14.15 Uhr: Ia unterrichtet Chef über Inhalt seines Gespräches mit Ia Gen.Kdo. Dehner.
14.20 Uhr: Ia gibt Ia Gen.Kdo.Dehner bekannt, daß Chef Gen.Kdo. Dehner sich zwecks Teilnahme an einer Besprechung beim AOK, Abrufbereit halten solle.
14.45 Uhr. LdN meldet Ia, dass keine Fernsprechverbindung zur Arneegruppe und zur 11.Pz.Div. bestehe, weil Ob.West wegen eigener Überlastung weitere
           Übermittlung abgelehnt habe.
14.50 Uhr. Ia befiehlt LdFu, 11.Pz.Div. sofort um Lageorientierung anzufunken.
15.20 Uhr. Ia IV.Lw.F.K. gibt Ia AOK folgende Feindorientierung:
           Gegen Mittag (Abgangszeit der Meldung 12,45 Uhr) Feindpanzer etwa 8 km NW Demigney, Anzahl nicht bekannt. Granatwerferfeuer auf
           Strassenkreuz Meursault.
           Schnelle Abteilung 602 in Beaume eingetroffen. Mit Kampfgruppe Richter engste Verbindung."
15.40 Uhr  Ia gibt Chef die vorstehende Meldung des IV.Lw.F.K. bekannt. Ia erwähnt, dass Verbindungsaufnahme Besancon z.Zt. fraglich sei.
15.45 Uhr. Ia fragt Ia IV.Lw.F.K. nach der Anzahl der NW Demigny aufgebotenen Feindpanzer. Ia IV.Lw.F.K. hat hierüber noch keeine Meldung. Er meldet
           jedoch, dass 13,45 Uhr St.Lup durch 6 Panzerspähwagen besetzt worden sei. Die befohlenen Brückensprengung seien vorgenomen worden.
15.50 Uhr. Ia LXIV.A.K. gibt Ia AOK folgende Meldung der Gruppe Schmidt weiter: "4 Feindpnnzer bei Chaudeny ostw. Chagny. Bei Demigny um 15,45 Uhr
           10 Feindpanzer. Ausserdem Kfz.-Kolonnen auf Strasse von Giry nach Chagny, NOwärts abdrehend. Artillerie südwestlich Beaume hiergegen
           eingesetzt.
15.50 Uhr. Ia unterrichtet Chef von der obengemachten Meldung.
15,51 Uhr. Chef befiehlt Ia, sofort Untersuchung über den verbrannten Ia Wagen anzustellen. Sämtliche Vernehmungen sei zur Ausschaltung späterer
           Schwierigkeiten erforderlich.
15,55 Uhr. Ia Gen.Kdo.Dehner meldet Ia AOK, dass die befohlene Ablösung im vollen Gange und voraussichtlich bis heute abend 13 Uhr durchgeführt sei.
           Z.Zt. seien keine Feindangriffe.
15,58 Uhr  Ia AOK gibt Ia IV.Lw.F.K. Feindorientierung entsprechend der Meldung des LXIV.A.K. von 15,50 Uhr.
15,02 Uhr. Ia gibt O.1 LXIV.A.K. bekannt, dass Chef LXIV.A.K. sofort zum Chef AOK kommen soll.
16,15 Uhr. Chef Gr. Degener meldet Chef AOK, dass morgen Vorstoss auf Avrance erfolgen soll. Das Tr.Sich.Btl.567 sei auf der Strasse. Besancon-Vesoul
           mit Sicherungsaufträgen eingesetzt.
16,20 Uhr. O.Qu. meldet Chef, dass Panzerschreck sowohl in Lure wie in Vessoul noch zur Verfügung steht.
16.40 Uhr: IV.Lw.Feldkorps forderst Inf.-Artillerie- und Pakmunition nach Beaune an. Inf .Munition kann O.Qu. sofort, gehen, Artl.Munition muß später
           zugeführt werden, da sie von Auxonne angefahren werden muß.
17.50 Uhr: Chef LXIV.A.K. orientiert den Ia/AOK, daß der Feind bei St.Leger, etwa 10 km sw. Chagny über den Fluß vorgedrungen sei.
           Dortige Sicherungskräfte sind im Zurückgehen bis in Gegend Nolay. Wie weit der Feind vorgedrungen ist, sei noch nicht bekannt.
           General Täglichsbeck sei gegen diesen Einbruch eingesetzt, um die Einbruchstelle vor. Autun aus in Richtung St.Leger zu bereinigen.
           Um 16.45 Uhr sei der Feind beim linken Nachbarn an 2 Stellen über den Fluß gegangen, an einer Stelle soll er mit Panzern vorgedrungen sein.
           Anscheinend sind die Brücken nicht gesprengt worden.
           Oberst Bauer, der linke Nachbar, sei bis nach Meuresault zurückgegangen, da keine Bereinigungskräfte zur Verfügung standen. Das LXIV.Korps
           hat daraufhin Gen. Täglichsbeck mit der schnellen Abteilung zur Aufklärung gegen die beiden Einbruchsstellen beim linken Nachbarn angesetzt,
           um genannten Nachbarn zu helfen. Tortzdem sei es notwendig, auch von der Armee aus dem linken Nachbarn Unterstützung zu geben.
7.9.1944
Generalkommando IV.Lw.-Feldkorps Führungsabt.Ia, K.Gef.Std.7.9.44, Uhrzeit: 00.45 Uhr.
An
A.0.K.19
1.) 7.9., 00.00 Uhr Befehl über 198. und 338.I.D. übernommen.
2.) Neue Linie Gen.Kdo.IV.Lw.-Feldkorps bis 7.9. früh: hart südl. Beaune - Verlauf la Bouxoise nach Osten - Palleau -Ecuelles - Linie wie bisher.
3.) Gef.Stände Gen.Kdo.: Auxonne, 716.I.D.: Argilly, Kampfgruppe Schwerin: Auvillars sur Saone, 198.I.D.: St. Aubin, 338.I.D.: Sampans, ab 7.9.
    früh Mercey (21 Km westl. Besancon).

Fernschreiben A.O.K.19 Ia Nr.9886/44 g.Kdos.an Armeegruppe G, 7.9.1944.
Morgenmeldung v. 7.9.44.
6.9. nachmittags 8 km tiefer Feindeinbruch westl. Besancon. Während der Nacht feindl. Angriffsvorbereitung vor der Front ll.Pz.Div. Wegespinne südl.
Glainans ging nach Abwehr von 3 Angriffen verloren.
IV.Lw.Feldkorps mit 338. und 198.I.D, und verfügbare Kompanien ll.Pz.Div. zusammen mit 159.I.D. zum Gegenangriff angesetzt.
Absetzbewegung auf Linie Dijon - Dole wird erforderlich. A.O.K. rechnet mit Feinddurchstoß auf Vesul.

KTB 19.Armee.
9 Uhr 30. Der Lt.Schulte-Ostermann bekommt Befehl, mit dem Gen.Kdo. Dehner Verbindung aufzunehmen und folgende Fragen zu klären:
            1.) Wo ist Gefechtsstand Gen. Kdo.Dehner ?
            2.) Wo ist Gefechtsstand der 159.I.D.?
            3.) Wo ist die Gruppe Hax?
            4.) Wo ist die eigene vordere Linie ?
            5.) Womit wurde der Feindeinbruch abgeriegelt?
            6.) Was hat das Gen.Kdo. gegen den Einbruch unternommen mit eigenen Truppen ?
            7.) Was ist die Absicht des Korps ?
            8.) Stärke des Feindes und welche Truppenteile ?
           Ferner soll er dem Gen.Kdo. Dehner mitteilen, dass die Armee folgendes befohlen hat:
            1.) Gegenangriff IV.Lw.Feldkorps mit 338. und 198.I.D.
            2.) Zurücknahme der Front vorläufig in die Linie Beaune -Montbard etwa, später in die Linie Dijon-Dole.
            3.) Der Gruppe Degener wird eine Kompanie der 11.Pz.Div.-zugeführt.
            4.) 716.I.D. wird dem LXIV.A.K. unterstellt.
           Lt. Schulte - Ostermann trifft 12 Uhr 10 beim Gen.Kdo. Dehner ein, 13 Uhr 20 Abfahrt von dort. Sämtliche Fragenwerden vom kommandierenden General
           persönlich wie folgt beantwortet:
            Zu 1.) Gefechtsstand Gen.Kdo.Dehner nach wie vor in Devecey.
            Zu 2.)        "      der 159.I.D. in Miserey.
             Zu 3.) Gruppe Hax ist entgegen dem mit aller Schärfe erteilten mündlichen und schriftlichem Befehl des kommandierenden Generals abgerückt mit
                    unbekanntem Ziel. (wahrscheinlich am 6.9.44 früh.)
             Zu 4.) Etwa 1 1/2 km südwestlich Miserey - Ecole - Strasse Valentine - Besancon (mit Ausnahme Feindeinbruch St. Cloude) - Flaschenhals
                    (Flusschleife des Doubs). - Baumes-les-Dames. Der Abschnitt Flaschenhals - Baumes-les-Dames wird nur durch das Heeres-Pi-Btl.669
                     stützpunktartig gesichert.
                    Aus dem Abschnitt Flaschenhals - Chaleze wurde ein Btl. des Gr.Rgt.251 herausgezogen zur Verstärkung des Nordflügels. Sich.Rgt.200 mit
                    Btls.-Stab und einer Komp, liegt in Grand-Fontaine, eine Komp, in Montferrand, l Komp. in Torpes.
             Zu 5.) Feindeinbruch wurde mit stark zerschlagenen Teilen des Gr.Rgt.9 (Stärke insges. 1 sehr schwaches Btl.) plus Komp. Hölzel, früher
                    Rgt.Hölzel, abgeriegelt.
             Zu 6.) 1.) Abriegelung durch Rgt.9
                    2.) Herauslösen eines Btls. des Gr. Rgts.251 aus der Front Besancon (vom Flaschenhals ausschliesslich bis Chaleze) und Inmarschsetzen
                        dieses Btls. in den Raum Miserey.
                    3.) Einsatz der Heeres-Artillerie-Abtlg. mit den verfügbaren 2 Geschützen und 90 Schuss Munition.
                    4.) Sammeln aller versprengten Teile und rücksichtsloses Vortreiben nach Miserey zum Einsatz.
                    5.) Aufbau eines Flakriegels nordostwärts Linie Miserey--Valentine.
             Zu 7.) Festhalten der gemeldeten Linien mit allen Mitteln. Möglichst gleichzeitiger konzentrischer Angriff mit den vom AOK angesetzten und
                    unterstellten Kräften zur Wiedergewinnung der Doubs-Linie westlich Besancon.
             Zu 8.) Feind hat ursprünglich geplant, zur Wegnahme von Besancon den Doubs ostwärts der Stadt zu überschreiten, wurde aber anscheinend durch den
                    vorgefundenen Widerstand bei Morre und durch die dortigen Sperren veranlasst , statt dessen unter Benützung des Brückenkopfes von Avanne
                    nach Norden vorzustossen. Durch das Nichtbereinigung des Brückenkopfes Avanne durch die 11.Pz.Div. und durch das vorzeitige Wegziehen des
                    I./Pz.Gr.Rgt.111 hatte dies Unternehmen Erfolg.
                    Stärke des Feindes: Mindestens 1 Inf. Rgt.amerik. mit sehr zahlreichen, schweren Waffen (mind. 3-4 Artill.Abtlgn., darunter einige schwere)
                    und den entsprechenden Panzern.
                    Von allen Seiten wirkungsvoll durch Terroristen unterstützt.
                    Generalkommando bleibt weiterhin in Devecey.
                    Gen.Kdo. bittet um schnellste Zuführung der Brigade Seitz und der Panzergruppe.
                    Nachrichtenführer regt im Einvernehmen mit Nachrichtenführer des IV.Lw.F.K. eine Funklinie Gruppe Dehner - IV.Lw.F.K. an.
10.16 Uhr: Ia/AOK 19 orientiert Id/Armeegruppe G:
           Nordwestlich. Besancon wurde durch. Feind ein Brückenkopf gebildet bis etwa in Linie Pelusey - Ecole. Ein Offz.-Spähtrupp ist angesetzt um Verbindung
           herzustellen und Lage zu klären, da keine Verbindung bestehe.
           General Kniess soll Truppen in einer noch festzustellenden Linie auffangen, bewaffnen, um damit eine Auffanglinie zu bilden.
           Mearsault am Westflügel südlich Beaune feindbesetzt. Im Gelände und bald nördlich des Dheune-Abschnittes sollen noch etwa 30 Feindpanzer sein.
           Orientierung von der 11.Pz.-Division stehe noch aus.
11.15 Uhr: Ia/ll.Pz.-Division an Ia/AOK 19:
           Rechter Flügel bei Baume les Dames in Ordnung. Feind eingebrochen über Fluß. Ernans und Höhengelände nordwestl.Baume feindbesetzt. Es wird sich um Teile
           der 3.alger. Division handeln. Vorläufig ist nur Infanterie festgestellt von Panzern noch nichts bemerkt. Von der Division kann nichts dagegen
           unternommen werden, da sich noch alles auf dem Marsch befindet. Ia will dem Chef Vortrag halten.
           Ia/11.Pz.-Division:
           Cleynant (?) südöstlich von Clerval: Lage ungeklärt.
           Die Division möchte das Btl.Hax zurückhaben, da es bei der Division dringend gebraucht wird. Ia/AOK 19 will dem Chef vortragen.
11.40 Uhr: Chef /AOK 19 Chef /LXXXV.A.K.:
           Feindeinbruch bei Baume les Dames und bei Breteniere von Süden eingebrochen. 11.Pz.-Division keine Kräfte zum Gegenstoß. Chef /LXXXV.A.K. soll mit dem
           Kommandant von Belfort Kräfte auf Lkw. verladen und nach dort runterwerfen, Auf der Straße über Villarsexel - Rougemont, von dort die große Straße nach
           Besancon. Bisher wurde dort nur feindliche Infanterie festgestellt.
           Chef /LXXXV.A.K, meldet, daß die Auskämmaktion keineswegs sehr erfolgreich gewesen sei. Bisher wären nur 500 Mann ohne Bewaffnung zusammengestellt.
           Von Belfort sei nichts zu erwarten.
           Chef/AOK 19 sagt, daß der Chef /LXXXV.A.K. sich an den Kommandanten von Belfort wenden soll und in Zusammenarbeit müßten unbedingt kämpfkräftige Teile
           zusaamengestellt werden, da die Sache eilig sei. Chef /LXXXV.A.K. hat verstanden und will alles tun was möglich ist.
           Chef/AOK 19 sagt, daß die Brückenkopfbildung der Auffanglinie für den Stab Kniess bei Clerval ende. Chef /LXXXV.A.K.solle sich darauf einstellen, alle
           Korück-Geschäfte zu übernehmen. Dazu Stab des Befehlshaber NO Frankreich. Das sei aber noch nicht offiziell.
15.00 Uhr: Hauptmann Hartmann, Führer Meldekopf Vesoul, meldet, daß alles ruhig sei. Der Verkehr läuft planmäßig und sehr flott. Chef befiehlt, daß bei Eintreffen
           von Kurier-Offizieren diese nicht zu entlassen wären, bevor Rückfrage beim Ia oder Chef /AOK 19 gehalten worden wäre. Chef fragt ob die Straße nach
           Besancon zu benutzen sei. Hauptmann Hartmann, will das feststellen und melden.
15.16 Uhr: Ia/AOK 19 übermittelt dem Ia/11.Pz.-Division folgenden Führerbefehl : Anschluß an Schweizer Grenze muß gehalten werden.” Zusatz der Armee: Dieser Anschluß
           muß bei Villars les Blamont genommen werden.
13.30 Uhr: Ia/AOK 19 gibt an Meldekopf Vesoul durch, daß jeder Kurier bei Aushändigung von g.Kdos.-Sachen darauf aufmerksam zu machen sei, daß er diese am Körper zu
           tragen und wenn Gefahr im Verzüge ist, selbst zu vernichten hat. Hauptmann Hartmann meldet, daß der Verkehr von Gray nach Vesoul flott laufe und daß von
           Partisanen noch nichts bemerkt worden wäre. Nach Meldung eines Offiziers um 12.40 Uhr sollen nordwestlich Ecole eigene Kräfte von Norden nach Süden im
           Vorgehen sein.
           Der Divisionsstab soll noch in Ecole und angeblich eingeschlossen sein. Ein Kompanie-Chef der 159.Division soll auf Höhen allgemein nördlich Ecole
           amerikanische Flak auf Selbstfahrlafette gesehen haben. Chef befiehlt Hauptmann Hartmann aufmerksam zu sein und alle auf den Meldekopf durchkonmenden
           Offiziere über die Lage usw. auszufragen.
13.50 Uhr: 1 Offizier vom O.Qu.-Staffel meldet sich vom Meldekopf Vesoul und berichtet dem Chef, daß er mit Panzerbekämpfungsmitteln bei Gefechtsstand 159.Division
           zwecks Abgabe gewesen sei. Der General habe ihm jedoch gesagt, daß die Division genügend habe und er sie zum I b der Division nach Vesoul bringen solle.
           Den Namen des General weiß der Offizier nicht. Der Chef befiehlt ins auf dem Meldekopf mit der Munition auf Abruf zu warten.
14.00 Uhr: Chef/LXXXV.A.K. meldet Chef /AOK 19, daß nach Meldung General Schmidt Flakbrigade von Straßburg in Richtung auf Besancon unterwegs sei.
           Chef/AOK 19 gibt Chef /LXXXV.A.K. bekannt, daß er Kommandant von Belfort werden würde. Alles was dort an Truppen sei, werde ihm unterstellt. Der RAD sei
           abzugeben Die H.J. gehe die Armee nichts an. Ebensowenig Oberst Frick. Chef /LXXXV.A.K. meldet, daß Sperrverband keine Panzerfaust und keine Pak zur Verfügung
           habe.
           Chef/AOK 19 betont, daß Belfort unter keinen Umständen verstopft werden dürfe. Für Truppen, die in Abstellraum kämen, sei eine entsprechende Bescheinigung
           mitzugeben. Chef gibt außerdem bekannt, daß O.B. AOK 19 heute nachmittag gegen 18.00 Uhr zum LXXXV.A.K. komme.
14.43 Uhr: Chef/LXXXV.A.K. fragt Chef /A.O.K.19 ob er den Oberst Tyroller bekommen könne. Chef /AOK 19 lehnt ab. Da Oberst Tyroller im Augenblick Kampfauftrag habe,
           sei die Abstellung nicht möglich.
15 Uhr 47: Chef bespricht mit Nafü Armeegruppe die Unhaltbarkeit der Nachrichtenlage beim AOK. Anafü wäre seinem derzeitigen Aufgabengebiet offenbar nicht voll
           gewachsen. Chef bittet, alsbald mit Ob.West Rücksprache wegen eines geigneten Nachfolgers zu nehmen. Nafü Armeegruppe bemerkt hierzu, dass auch er den
           Eindruck habe, dass Anafü etwas übermüdet und deshalb der derzeitigen starken Belastung nicht gewachsen sei. Nafü Armeegruppe wird sofort das Erforderliche
           veranlassen.
15 Uhr 50: Chef Korück wünscht Ia zu sprechen. Die wegen dessen Behinderung angebotene Verbindung mit Id lehnt Chef Korück ab.
16 Uhr 10: Ia befiehlt Hptm.Hartmann, ihn laufend zu orientieren, ferner, seine Leute eingehend über die Behandlung von geh.Kdos. zu unterweisen. Kuriere hätten
           geh.Kdos. am Leibe zu tragen.
16 Uhr 12: Chef wird folgender Funkspruch der Gruppe Dehner übermittelt: "Feindangriffe seit 1 Uhr. Munition geht zu Ende, es muss so schnell als möglich geholfen werden."
16 Uhr 35: Chef bespricht mit Chef Korück, worin die persönlichen Schwierigkeiten zwischen den Offizieren vom Stab Korück und dem Id AOK begründet seien. Antwort:
           Der merkwürdige, oft verächtliche Ton, welcher Id AOK gegenüber Offizieren des Stabes Korück einschliesslich Chef des Stabes Korück an den Tag lege. Es gehe
           nicht an, von den Offizieren des Stabes Korück als von "dem Schmutz" zu sprechen, wie es jüngst anlässlich eines Gespräches etwa in der Verbindung erfolgt
           sei: "Dann nahmen Sie doch den ganzen Schmutz dort weg".
1$ Uhr 40: Chef befiehlt Major Hiltrop zu sich.
16 Uhr 45: Ia Korück (Hptm.Elflein) an AOK 19: Bitten um Übersicht der rückwärtigen Dienste der Armee mit Stärken und Unterkunftsorten.
           Gen.d.Inf.Gloessner (?), vom OKH geschickt, hat Gen.Lt.Hederich angewiesen, zu kontrollieren, ob die rückwärtigen Dienste im Verhältnis zur kämpfenden Truppe
           zu stark sind, um evtl.überflüssige Kfz. dem Stabe Hübner zur Verfügung zu stellen. Soll dem stattgegegeben werden?
                            Korück AOK 19 gez.von Wellenberg.
16 Uhr 50: Ia Korück an AOK 19.
           Schlagen vor, den Rest der freiwerdenden Stammdivision Böhmer, falls eine Auffüllung durch Schicherungsbatl. zu einer aus deutschen und Kosacken bestehenden
           Sicherungsdivision nicht möglich ist, zum Stellungsbau zu verwenden. Auffüllung der Kosaken-Division mit russischen Nicht-Kosaken kommt nicht in Frage.
           Bitten um Befehl, welchem Baustab das Rgt.Böhmer angeboten werden kann. Desgleichen Befehl, welchem Baustab Kriegsgefangene angeboten werden können.
                            Korück AOK 19, gez.von Wellenberg
16,50 Uhr: LdN meldet Chef, dass Leitung zum IV.Lw.F.K. gestört sei. Chef weist darauf hin, dass nach den bestehenden Kabelverhältnissen eine Verbindung zum IV.Lw.F.K.
           wie zum LXIV.A.K. unbedingt herstellbar sein müsse.
16.55 Uhr: Chef befragt ANafü nach Verbindungsverhältnissen zum IV.Lw.F.K. und LXIV.A.K. Chef bemängelt, dass ANafü über die Leitungsverhältnisse und ihre Möglichkeiten
           schlecht im Bilde sei. Die Nachrichtenverhältnisse beim AOK seien untragbar. Chef befiehlt sofort die -unleserlich- zum IV.Lw.F.K. und zum LXIV.A.K. zu überprüfen
           und beschleunigt in Schwung zu bringen.
16.58 Uhr: Chef LXXXV.A.K. meldet Ia, dass die Flakleute sich nicht vereinnahmen liessen. Es müsse hierüber ein grundlegender Befehl bei der Armeegruppe erwirkt werden.
           Der Sperrverband sei jetzt vollmotorisiert. Die Stärken würden in der Abendmeldung mitgeteilt werden.
17.12 Uhr: Chef befiehlt Ia, an LXXXV.A.K. einen Spruch des Inhalts durchzugeben, dass bei Abmarsch der 198. und 338.1.D. die Trosse entlang der Marschstrasse am Doubs
           unterzubringen seien, um dadurch eine Überwachung der örtlichen Sicherungen zu gewährleisten.
17.20 Uhr: Chef gibt LdFu folgenden Funkspruch für Gen.Kdo. Dehner auf: "Sofort Meinung, ob General Schmidt 159.I.D. übernommen hat." AOK 19 Chef des Generalstabes.
17,22 Uhr: Ia LXIV.A.K. gibt Chef folgende Lage Orientierung:
            "S und SO Beaume Feindangriffe mit Panzern und Infanterie. Bisher abgeschlagen. Feind versucht jetzt, beiderseits zu umfassen,
             Um von Norden in Beaume einzudringen. Korps rechnet mit weiteren Angriffen im Zuge der Strasse nach Dijon. Die nachrückenden Teile sind von Autun abgedreht.
             Schwerer Terroristenwiderstand bei Arc le Duc, 5 km NW Dijon.
             Korps rechnet mit planmässiger Besetzung von 2. Fraglich, ob nachfolgende Teile sich durchschlagen können. Oberst Seiz rückt um 18 Uhr mit etwa noch 700 Mann,
             wie vom AOK befohlen, ab. Alle anderen Teile sind bereits gestern in Marsch gesetzt.
             Korps fragt an: Wann absetzen ?
                Antwort:
                  1.) Heute. 198.I.D. rückt ab, ohne Sicherungen zurückzulassen.
                  2.) Oberstlt.Bahr muss hinter 198.I.D. Sicherungstruppen nachschicken.
                  3.) Absatzbewegungen in 2 wie vorgesehen, jedoch mit der Änderung, dass keine Trennungslinie gegeben ist und dass Oberstlt. Bahr den gesamten Abschnitt
                      zu übernehmen hat, bis 198. und 338.Div. wieder frei sind.
                  4.) Ab 2 neuen Absatzbefehl mit der Minderung, dass Angelpunkt südlich Langres fest gehalten werden muss.
                Frage Chef AOK: ”Wie Lage NW Besancon ?”
                  Antwort: Bei Besancon erneute Feindangriffe in Rgt.-Starke mit Panzern, örtliche Einbrüche abgeriegelt. Chef befiehlt, dass Oberstlt.Bahr laufend auf
                           dem Fernsprechwege Meldung geben soll.
17,40 Uhr: Chef AOK gibt Chef IV.Lw.F.K. Kenntnis vom Inhalt seines Gespräches mit Ia LXIV.A.K. Chef teilt hierbei inbesonders mit, dass Befehl für 198.I.D. übermittelt
           worden sei, ohne Sicherungen abzugeben. Die Sicherungen mussten hinter der Div. marschieren. Verbindung mit Oberstlt.Bahr müsste gehalten werden.
           Die Trennungslinie fällt fort, solange bis IV.Lw.F.K. aus dem Kampfe heraus sei. Drehpunkt Langres musst festgehalten werden. Dss Gen. Kdo.Dehner wird vielleicht
           später dem IV.Lw.K. zugeteilt werden.
           Chef. IV.Lw.F.K. meldet, dass Feind bei Besancon mit Richtung Norden wiederum angreife. Es mangele der Truppe an Art.Munition. O.Qu.. AOK könne nicht aushelfen,
           da es sich vornehmlich um ausländ. Mangelmunition handele. Chef AOK wird deshalb mit O.Qu. Rücksprache nehmen.
18,10 Uhr: Chef bespricht mit Nafü Armeegruppe die Frage eines Nachfolgers für ANafü. Nafü Armeegruppe macht folgende personelle Vorschläge:
             Oberst Wiesner
                "   Tritz
                "   Tonrüber
                "   Tilder
                "   Fischer
                "   Bartusch.
           Chef AOK ist von den genannten Offizieren lediglich Oberst Bartusch persönlich bekannt. Nafü Armeegruppe meldet Oberst Bartusch als besonders energischen,
           tatkräftigen und leistungsfähigen Offizier, der für die vorgesehen Aufgaben besonders gut geeignet sei. Oberst B. befindet sich zurzeit auf der
           Heeresnachrichtenschule und sei sofort verfügbar. Chef AOK ist mit der Wahl von Oberst Bartusch durchaus einverstanden.
           Nafü Armeegruppe wird sofort beim Heeres-Personal Amt das Erforderliche einleiten und auch dafür sorgen, dass Oberst B. einen Adjutanten von der H.Nachrichtenschule
           mitbringt. Chef AOK bedankt sieh für die schnelle und gute Erledigung.
18,45 Uhr: Chef gibt Adjuntant A-Pi-Fü bekannt, dass A-Pi-Fü mit Chef AOK vor Sprengung von 3 in Richtung Nordost nochmals Rüksprache nehmen müsse.
19.00 Uhr: Kdr.IVLw.F.K. teilt Ia mit, dass die Strasse nach Dole NW. Besancon vom Feind zugemacht sei. Bei Beaumme seien 14 Feindpanzer abgeschossen worden.
           Von 11.Pz.Div. sei bisher nichts Neues bekannt.
19,10 Uhr: Ia fragt LdN, ob Fernschreibverbindung zum LXIV.A.K. bestehe. LdN bejaht.
19.20 Uhr: Ia teilt Führer Meldekopf Botsch,Vesoul mit, dass 159.I.D. Panzernahbekämpfungsmittel zum Div. Stab haben will. Diese seien zur Verfügung zu stellen.
19.50 Uhr: Ia teilt O.Qu. mit, dass 159.I.D. unbedingt Munition brauche.
           O.Qu. erwidert, dass Sachbearbeiter hierfür schon in Vesoul sei. Der Munitionsnachschub von der Armeegruppe und von Ob. West versage jedoch auf der ganzen Linie.
           Ia betont, dass Munitionsversorgung durch Luftabwurf auf Zitadelle Besancon erfolgen müsse. Die erforderlichen Massnahmen müssen O.Qu. auf dem Qu. 1 Wege mit Hilfe
           von Ob.West durchführen.
19.55 Uhr. Chef LXIV.A.K. fragt Chef AOK, ob Oberst Seiz persönlich in Marsch gesetzt werden müsse da für die restlichen 700 Mann der Brigade ein Rgts.-Stab bereits vorhanden sei.
             Antwort: Wenn 700 Mann mit Rgts.-Stab in Marsch gesetzt worden sind, kann Oberst Seiz zurückbleiben. Wenn er auf diese Weise in Dijon frei wird, ist er nach Epinal
                      für die Armeegruppe G in Marsch zu setzen. Zeitpunkt des Inmarschsetzens bestimmt Oberstlt.

Generalkommando IV.Lw.Feldkorps Führungs-Abt.Ia Nr.51a/44 geh.
K.Gef.Stand, 7.9.44., 16.30
An
Armeeoberkommando 19
1.) Anliegend Einsatzgliederung.
2.) Eintreffen des Befehls über Abgabe Kampfgruppen Richter und Schwerin 09.00 Uhr. Durchführung des Angriffes wie folgt geplant:
a) Bereitstellung 198.I.D. in Raum um Dannemarie.
b) Bereitstellung 338.I.D. in Raum Recologne - Emagny.
c) Sicherung der Bereitstellung durch 338.I.D. bei Dannemarie, Recologne und Emagny (bereits am 6.9. abends durch LXXXV.A.K. befohlen).
5.) a) 198.I.D. meldet 7.9.. 11.00 Uhr, verst. Aufklärungstätigkeit vor gesamter Front. Bei Audelange (10 km nordostw. Dole) beherrscht
       Feind Strasse N 13 mit MG-Feuer.
    b) 338.I.D. meldet um 08.45 Uhr das Übersetzen schwacher Feindkräfte nördl. Torpes (12 km südwestl. Besancon) Stellung wird gehalten.
    c) Kampfgruppe Richter meldet um 08.20 Uhr Besetzung der Linie hart südl. Beaune - Bouzoise-Abschnitt bis linke Div.-Grenze. Kampfgruppe
       Bauer meldet starkes Auseinanderfallen des IV.(russ.)/932.
    d) Kampfgruppe Schwerin meldet 08.05 Uhr Verlauf der Nacht ohne besondere Vorkommnisse.
4.) 716. I.D. meldet 7.9. vormittags:
    a) Abwehrkraft der Division = 10 %.
    b) Rechter Flügel Lage unklar.
    c) Kampfgruppe Hafner meldet Ausfall am 5.9. (Chalon sur Saone:) 21 Offz., 212 Uffz., 1076 Mannsch, (einschl. Vermißter und Verwundeter).
5.) Neuer Korpsgefechtsstand ab 7.9. abends Pesmes.

Funkspruch LXIV.A.K. an A.O.K.19, 7.9.1944 16.10 Uhr.
Bisher alle Feindangriffe und Umfassungsversuche Beaune abgeschlagen. Weitere 10 Panzer abgeschossen.


Ferngespräch Chef d.Gen.Stabes AOK.19 -Chef d.Gen.St. LXIV.A.K., 7.9.1944 ( 17.40 Uhr).
Feindangriff in Regimentsstärke mit Panzer-Unterstützung bisher abgeschlagen. Abschuß von 14 Panzern. Feind versucht zu umfassen und von Norden
in Beaune einzudringen. Korps rechnet mit weiteren Angriffen im Zuge der Straße nach Dijon.
Planmäßige Bewegung der aus Westen anmarechierenden Teile LXIV.A.K. fraglich. Sie müssen von Autun abgedreht werden und sich gegen schweren
Terroristenwiderstand bei Arnay le Duc durchkämpfen.
Oberst Seitz, Kampfkommendant Dijon, mit 700 Mann 18 Uhr, wie von der Armee befohlen, Abmarsch nach Besancon. Alle anderer. Teile bereits gestern
in Marsch gesetzt nach Belfort (RAD.).
Bedrohung der Ostflanke zunächst noch nicht vorhanden.
Absetzen in erste Widerstandslinie heute nacht.
198.I.D. rückt ab, ohne Sicherungen zurückzulassen. LXIV. Korps muß daher hinter 198.I.D. Sicherungstruppen nachschicken.
Absetzen in zweite Widerstandslinie wie vorgesehen, jedoch mit der Änderung, daß keine Trennungslinie gegeben ist und daß LXIV. Korps den gesamten
Abschnitt zu Übernehmer hat, bis 198. und 338.I.D. wieder freigeworden sind.
Ab zweiter Widerstandslinie neuer Absetzbefehl mit der Änderung, daß Angelpunkt südlich Langres festgehalten werden muß.
Chef der Armee orientiert Chef des LXIV.A.K. über Lage bei Besancon, wo Feind erneut in Regimentsstärke mit Panzern angreift und örtliche
Einbrüche, die abgeriegelt werden konnten, erzielte.

Fernschreiben A.O.K.19, Ia, Nr. 9203/44 geh.Kdos.an A.Gr.G, 7.9.44.
Tagesmeldung vom 7.9.44
Der heutige Tag stand im Zeichen heftiger Abwehrkämpfe. Die Einbruchsstellen südlich Beaune, westlich Besancon, westlich Baume les Dames und an der
Schweizer Grenze sind noch nicht bereinigt. Die Kämpfe und Gegenmaßnahmen sind in vollem Gange. Jede Kampftätigteit ist erschwert durch starke
Terroristen- und Bandentätigkeit im Rücken der kämpfenden Truppen und an allen Versorgungswegen.
Im einzelne.
Feind hat,wie erwartet, aus den Einbruchsstellen seine Angriffe mit starken Kräften, unterstützt durch Panzer, fortgesetzt.
Seine Absicht, durch Vorstoß über Beaune auf Dijon das Heranführen weiterer Teile des LXIV.A.K. von Westen zu unterbinden, wurde durch die tapfer
kämpfenden Truppen der 716.I.D. und Schnellen Abteilung 602 verhindert. 14 Feindpanzer wurden abgeschossen.
Aus Brückenkopf westlich Besancon und vom Süden führte Feind starke Angriffe gegen Besancon und erzielte Einbrüche. Zitadelle in eigener Hand.
Zur Bereinigung des Brückenkopfes hat die Armee Abmarsch IV.Lw.-Feldkorps auf Doubs-Stellung und Gegenangriff mit 338. und 198. J.D. für den
8.9. befohlen.
LXIV.A.K. hat Befehl, vom Feinde gedrängt auf Dijon - Dole Stellung hinhaltend kämpfend zurückzugehen, um nicht den Anschluß an die eigene Truppe
zu verlieren und mit neu eingeschleusten Kräften früheren Doubs-Abschnitt IV.Lw.-Feldkorps zu überwachen und zu sichern. - 2 -
Westlich Baume les Dames durchbrach der Feind die eigenen schwachen Sicherungen am Doubs und besetzte die Höhe 436 - 7 km nordwestlich Baume.
Gegenangriffe der 11.Pz.Div. blieben ohne Erfolg.
Zur Abriegelung ist in Belfort ein Sperrverband zusammengestellt beh.mot. und bereits auf La Breteniere in Marsch gesetzt.
11.Pz.Div. wehrte während des Tages mehrere von Panzern unterstützte starke Angriffe in den Montagnes du Lomont ab. Div. kämpft noch schwer um
den Anschluß an Schweizer Grenze bei Villas les Blamont.
Die Armee rechnet für den 8.9. mit weiteren Verstärkungen des Feindes und Fortsetzung der Angriffe mit Schwerpunkt über Beaune auf Dijon,
Besancon, Baume les Dames und an der Schweizer Grenze .
Dem in Belfort eingesetzten Gen.Kdo.LXXXV.A.K. ist es in kürzester Zeit gelungen, aus allern Wehrmachtteilen kampfkräftige Einheiten
aufzustellen, auszurüsten und behelfsmäßig beweglich zu machen, um mit deren Hilfe den Kampf an der Front und die Abwehr in der Tiefe nähren
zu können,
Zuführung der zugesagten 3 Mun.-, 3 Betriebsstoff- und 2 V.-Züge für Kampf von entscheidender Bedeutung.
Gef.St. IV.Lw.-Feldkorps ab 7.9. Pesmes, Gen.Kdo. Dehner nördlich Chevroz.

Generalkommando IV.Lw.Feldkorps, Führungsabt.Ia, Nr.52a/44 geh. an A.O.K.19, 7.9.44, Uhrzeit: 18.10.
Abendmeldung 7.9.44 :
1 .) Feindlage wie bisher fernmümdl.gemeldet. Bis 18.00 Uhr keine neuen Feindmeldungen.
Eigene Lage:
2 .) a) 198.I.D. auf dem Marsch zur Versammlung im Raum 15 Km westl. Besancon;
        Gren.Rgt.308 Raum St.Vit (18 Km südwestl. Besancon).
        Gren.Rgt.305 mit Teilen A.R. 235 im Raum Boismurie.
        326 mit Teilen A.R.235 Raum Corcelle (16 Km westl. Besancon).
        Div.Stab: Mercey le Grand ab 17.00 Uhr.
     b) 338.I.D. in der Versammlung im Raum südl. u. südostw. Marney. Gef.Stand voraussichtlich: Marney.
     c) Sicherung des Versammlungsraumes beider Divisionen durch Teile Sich.Rgt.200 und Gren.Rgt.757 ostw. Dannemarie - Emagny.
     d) K.Gef.Std.ab 10.00 Uhr P e s m e s .
     e) Absichten 8.9.44:
        Nach abgeschlossener Versammlung 198.I.D. (voraussichtlich bis 8.9.44 vormittags) Angriff mit beiden Divisionen auf den westl. Besancon eingebrochenen Feind.
8.9.1944
KTB 19.Armee:
1.06 Uhr: Hauptmnn Meier-Berge vom Sicherungsrgt.1 der Kampfgruppe Böhme meldet persönlich folgenden Bedarf an schweren Waffen: 6 m. GW., 2 Pak (nicht unter 5 cm),
          4 s.MG., außerdem: 600 deutsche Gewehre, 30 000 Schuß deutsche Munition, 300 Schuß 5,2 Granatwerfer, 5 000 Schuß Pistolenmunition 7.62 russ., 12 000 Schuß
          russ. Gewehrmunition, (Schriftl. weitergeleitet an Id für O.Qu.)
3.30 Uhr: IV.Lw.Feldkorps, Ltn.Brumm-, meldet: Zur Abendmeldung nichts hinzuzufügen.
3.45 Uhr: Ortskommandant Belfort, (Stabsfeldw.Schmitz) meldet: Gegen 18.00 Uhr sind 3 Wagen mit l.F.F. eingetroffen.(Durchgegeben an Stoart 3.47 Uhr).
5.20 Uhr: ll.Pz.Div., Oblt.Kraft, meldet:
             Division auf breiter Front im Abwehrkampf.
8.10 Uhr: Ia gibt Morgenmeldung an Armeegruppe G mündlich voraus.
8.15 Uhr: Ia fragt bei Meldekopf Vesoul an, ob irgendwelche Morgermeldungen dort eingetroffen. Hauptmann Hartmann verneint!
8.50 Uhr: Meldung O 1 ll.Pz.Div. an Ia:
            ll.Pz.Div. steht in breiter Front in Abwehr. Schweizer Grenze gesperrt. Gegner verhält sich vorläufig noch ruhig, klärt jedoch stark mit Fliegern auf,
            sodaß mit baldiger Aktion zu rechnen ist. Es wird laufend weiter gemeldet.
9.45 Uhr: Ia/Armeegruppe - Ia/AOK.19:
          1.) Baume les Dames noch in unserem Besitz. Feindlicher Einbruch nördlich der Stadt abgeriegelt. Am Nordufer 2 Sherman, am Südufer 3 Battr. festgestellt.
              Aufklärungsabteilung mußte von Südrand auf Ansouan zurückgenommen werden. Schw.Grenze gesperrt.
          2.) SS-Pol.Rgt.19 soll sich auf dem Marsch von Vesoul nach Belfort befinden.
              AOK.19 soll Rgt. anhalten und gegebenenfalls als Eingreifreserve benutzen.
10.00 Uhr: Funkspruch (KR.Blitz) an Gen.Kdo.Dehner:
           "Die Straße Besancon - Belfort mit allen Mitteln sperren."
10.05 Uhr: Ia - Meldekopf Vesoul:
           1.) Dem Verb.Offizier zu Gen.Kdo. Dehner folgenden Befehl AOK.19 mitgeben:
               "Straße Besancon -Belfort mit allen Mitteln sperren.
           2.) Falls SS-Pol.Rgt.19 in Vesoul eintreffen sollte, ist es sofort zu AOK.19 in Marsch zu setzen.
10.20 Uhr: Kr.Blitz an Gen.Kdo.Dehner:
           "Radfahr-Brig. sofort zwischen Besancon und Baume les Dames einsetzen. Weiteres Vordringen des Gegners unter allen Umständen verhindern.
           Unter allen Umständen verhindern.
10.35 Uhr: Chef - Chef LXXXV.A.K.:
           Oberst Behle meldet, daß Gegner Linie Baume les Dames - Rougemont - Villersexal nicht überschritten. Sobald genaue Meldungen vorliegen, wird neu gemeldet.
           Chef gibt Befehl, Sperrverbände Gen. Degener zu unterstellen .
           Oberst Behle: Das ist bereits geschehen.
           Chef: Neuestea Nachricht, das Gegner seit heute nacht von Besancon nach Belfort marschiert. Genaue Marschstraße noch nicht festgestellt.
           LXXXV.A.K. soll Degener mit allen Mitteln stützen.
           An ll.Pz.Div. muß bei Baume les Dames Anschluß sichergestellt werden. Hinter linken Flügel ist durch Degener bei Baume les Dames eine Eingreifreserve
           bereitzustellen.
11.00 Uhr: Gen.Oberst Blaskowitz - O.B.
           Beim LXIV.A.K. alles planmäßig, es befindet sich- augenblicklich in Linie St.Georg.
           Vorbereitung bei Petersen läuft weiter.
           In Besancon sieht die Geschichte im Augenblick nicht schön aus. In Altstadt 1 Btl. und 2 Rgts.-Stäbe eingeschlossen. Gegner seit heute Nacht im Marsch
           auf Belfort. Gen.Kdo.Dehner soll nordostw. Besancon Strasse sperren. Bei Baume außerdem ein Sperrverband unter General Degener eingesetzt (kommt aus
           Belfort). Zu Sperrzwecken im Raum Baume soll alles herangezogen werden, was in Belfort zusammengerafft werden kann,
           Gen.Oberst B. fragt an ob SS-Pol.Rgt.19 schon eingefangen.
           O.B. verneint.
           Gen.Oberst B.: Wietersheim soll seine Panzer-Gren.Kompanien mit 1750 Fliegern auffüllen, die ihm zur- Verfügung gestellt wurden.
           O.B. meldet, daß schweizer Grenze bei Glay gesperrt.
           Frage Gen.Oberst B., wie formiert sich der rechte Flügel?" O.B.: Noch kein Bild.
           Gen.Oberst B.: Von Gruppe Elster noch keine Nachrichten? O.B. verneint.
           Gen.Oberst B.: Man wartet sehr stark auf bei Elster befindliche Spezialisten.
           O.B.Meldet, daß General Schmidt wieder bei seiner Einheit ist.
           Gen.Oberst B rät, ihn dort zu belassen, da. gut!
12.17 Uhr: Gespräch Chef / AOK 19 mit Chef / LXVI. A.K.:
           Chef/AOK 19: Unser rechter Flügel in der vergangenen Nacht in die Gegend etwa 25 km westnordwestl.Dijon zurückgenomen. Diese Stellung wird gehalten.
           Anfrage: Wo linker Flügel Siebert?
           Chef /LXVI.A.K.: Chatillon,
           Chef/AOK 19: LXIV.A.K. hat Befehl mit linken Flügel Siebert Verbindung zu halten, kann aber das Gelände zwischen Dijon und linken Flügel Siebert nur
           stützpunktartig schwach besetzen.
           Chef/LXIV.A.K.: Es besteht eine Lücke zwischen linkem Flügel und Dijon.
           Chef/AOK 19: Diese Lücke kann nur stützpunktartig mit schwächen Sicherungen des LXIV.A.K. besetzt werden.
           Anfrage: Ob Besetzung Chatillon bleibt.
           Chef/LXVI.AOK.: Gehen zurück auf Langres.
           Chef/AOK 19: Wann ?
           Chef/LXVI.A.K.: Richtet sich nach rechtem Flügel von LXIV.A.K.
           Chef/AOK 19: Also so lange wie Sicherungen LXIV.Korps westlich Dijon bleiben.
           Chef/LXVI.A.K.: Wie lange wird das noch dauern?
           Chef/AOK 19: Das hängt von dem Feinddruck im Süden ab. Solange bleiben unsere Sicherungen westlich Dijon. Es wird westlich Dijon noch gehalten.
           Chef/LXVI.A.K.: Bittet um Wiederholung durch Fernschreiben aus Sicherheitsgründen, da Verständigung schlecht.
12.45 Uhr: Chef /AOK 19 an Ia/11.Pz.-Division :
           Feindliche Kolonnen in der vergangenen Nacht von Besancon auf der Straße nach Belfort. Spitze der Kolonnen vermutlich auf der südlichen Straße über
           Baume les Dames. Eigene Sicherung General Degener in Linie Rougemontot - Verne.
           Auftrag an 11.Pz.-Division:
           Feindlichen Brückenkopf beseitigen und Verbindung mit linkem Flügel Degener aufnehmen. .
           Ia/11.Pz.-Division meldet, daß Verbindung bei Luxiol mit eigener Sicherung aufgenommen wurde und daß die Verbindung bereits besteht. Ia/AOK 19
           übernimmt das Gespräch und gibt weiter durch, daß die ll,Pz.-Division noch 2 Funksprüche erhalte und daß SS-Pol.Rgt.19 bei der Durchfahrt im dortigen
           Bereich anzuhalten und hierüber Meldung an AOK zu machen sei, damit über diese Teile verfügt werden könne. Außerdem möchte die 11.Pz.Division eine
           Lageorientierung per Funk geben.
           Ia/11.Pz.Division meldet:-
           Eigene Kräfte bei Baums les Danes befinden sich in harten Abwehrkampf gegen überlegenen Gegner. Beseitigung des Brückenkopfes im Augenblick nicht
           möglich.
14.00 Uhr: Chef/AOK 19 an Ia/Armeegruppe G:
           Gegner stellt sich im Brückenkopf Besancon zum Angriff nach Norden bereit, Gen.Kdo, Dehner schätzt auf 2 Divisionen. Armee glaubt, daß es
           3.amerik.Division ist. IV.Luftw.-Feldkorps in Bereitstellung.
           Da 11.Pz.-Division keine gepanzerte Gruppe mehr abstellen kann, beantragt Armee Zuführung und Unterstellung einer Panzer—Division oder starken
           gepanzerten Gruppe im Raum südwestlich Lure. Ia/LXXXV.A.K. meldet dem Ia/AOK 19, daß Luxiol und Breteniere feindfrei sei und daß in Bretoniere
           eigener Sperrverband sitzt. Aufklärung gegen Marchaux sei angesetzt. Ergebnis steht noch aus.
15.44 Uhr: Ia/AOK 19 gibt Befehl des O.B. an Ia/Korück durch :
           Korück soll sofort den Sab General Hünermann als Brigade-Stab abgeben an General Kniess/Stab LXXXV.A.K.
16.05 Uhr: Chef - Id:
           Chef weist Id darauf hin, daß Marschbtlne. ausreichend mit Befehlen versorgt werden müssen. Es müssen jetzt so viel wie möglich Marschbtlne. gebildet
           werden. Jeden Tag, wenn möglich, 1 Marschbtl. mit etwa 1 000 Mann,.
16.10 Uhr: Ia gibt L.d.Fu. folgenden Funkspruch. für LXIV.A.K. als Kr.Blitz auf:
           "Sofort Lage funken, eilt!"
16.20 Uhr: Chef fragt Ia, ob Ordonnanz-Offz. vom LXIV.A.K. bereits zurück sei. Nicht bekannt!
           Chef betont, er habe Sorge, daß LXIV.A.K. zu weit zurückgehe.
           Ia weist darauf hin, daß Lagemeldung angefordert ist.
16.12 Uhr: Chef fragt L.d.Fu. ob Verbindung zum LXIV.A.K. besteht, und Funkspruch abgesetzt sei.
           Antwort: Spruch ist bereits bei Zwischenstelle.
           Bestätigung wird in den nächster Minuten kommen.
16.30 Uhr: Ia fragt Meldekopf Vesoul, ob Melder vom LXIV.A:K. und ~ IV.Lw.Feldkorps zurück seien.
           Antwort: Vom LXIV.Korps ist Melder hin, aber noch nicht zurück. Vom IV.Lw.Feldkorps soeben ein Hauptmann als Melder angekommen, der mit seiner Meldung
           sofort zu Ia geschickt wird.
16.43 Uhr: Meldekopf Vesoul meldet Chef, daß die angekommene wichtige Meldung vom Gen,Kdo.Dehner, nicht vom IV.Lw.F.k. gewesen sei, sie werde sofort überbracht.
17,00 Uhr: Ia befiehlt L.d.Fu., sich zu erkundigen, ob Spruch an LXIV.a.K. quittiert sei.
17.14 Uhr: Meldekopf Vesoul meldet Ia, daß Hauptmann Werner vom LXIV.A.K. zurück sei. Er sei mit Lagemeldung zu Ia unterwegs.
17.14 Uhr: L.d.Fu. meldet Chef, daß Funkspruch an LXIV.A.K. wegen Störung nicht abgesetzt werden konnte. Die Durchgabe wird weiter versucht und der Erfolg sofort
           gemeldet.
17.25 Uhr  L.d.N. meldet, daß eine Leitung nach Belfort und eine Leitung nach Armeegruppe G wieder klar seien.
17.32 Uhr  Ic meldet Chef, daß nach Aussagen von Gefangenen aus dem Raum Dannemere NO. Fort Lamont der Einsatz des 3.alg.Schützenregiments von der 3.alg.Division
           festgestellt worden sei.
17.43 Uhr  O.Qu. meldet Chef, daß dieAktion zur Beschaffung von Flak-Munition Erfolg gehabt habe, 600 Schuß würden mit 2 x 300 Schuß befehlsgemäß abtransportiert.
17,45 Uhr  Ia gibt O 3 der Armeegruppe Vorusorientierung der Lage. Lageorientierung durch F.S. ist unterwegs.
17.55 Uhr  IIa meldet Chef, daß er in Giraud Unterkunft gemacht habe.
           Chef erwidert, daß Termin der Belegung noch nicht feststehe.
18.00 Uhr  Flivo gibt an Flivo Lore durch, daß Luftversorgung Besancon mit Munition mit Rücksicht auf die Feindlage sofort abgestoppt werden muß.
18.07 Uhr  Meldekopf Vesoul, meldet Ia, daß Hptm.Ulrich vom LXIV.A.K. noch nicht zurück sei.
18,12 Uhr  Ia/LXXXV.A.K. gibt Ia/AOK. folgende Lageorientierung: Verbindung bei Baume sichergestellt. Fort und westlich davon bis 12.30 Uhr kein Feindangriff.
           Zusätzlich folgende Orientierung für Gruppe Degener: Bei Gruppe Degener nichts Neues.
18.17 Uhr  Chef weist Ia/LXXXV.A.K. darauf hin, daß an der Straße nach Rioz gutes Leitungsgeatänge sein soll, Dieses kann und müsse verwertet werden, um bald eine
           Drahtverbindung zum Gen.Kdo.Dehner herzustellen.
18.22 Uhr  Chef fragt Bv.T.O., wann die angekündigten Züge anrollen, Antwort: Müssen auf dem Wege sein und werden in Lure ausgeladen. Chef betont, daß große Eile
           geboten ist und alle 2 Stunden Orientierungsmeldung zu erfolgen hat.
18.26 Uhr  Ia fragt Ia/LXXXV.A.K., wieviele M.G. und s.Inf.Waffen für die 338.I.D. abgezweigt werden könnten. Es sei jetzt notwendig alles zusammenzukratzen, um
           den anderen zu helfen.
18.24 Uhr  Chef läßt sich vom Ia die Meldung über Einsatz des 3.alg,Schützenregiments und der 36.am.Div. geben.
18.27 Uhr  O.B. gibt O.B.A.Gr.G folgende Meldung:
           Lage bei Besancon spitzt sich erheblich zu.
           Angriff des IV.Lw.Feldkorps ist festgelaufen.
           3.alg. und 36.am.Division neu eingesetzt. Angriff erfolgt mit Panzern. Feind strömt sehr stark in den Raum von Besancon mit Stoßrichtung nach NO.
           herein. Besancon sei verloren, 80 Mann etwa hätten sich herausgerettet.
           Die 338., 159. und 198.Div. hätten die befohlene Sperrlinie eingenommen und bei Baume Anschluß an den Sperrverband.
           Es sei unbedingt erforderlich,, an Panzerkräften etwas heranzubringen. Von 11.Pz.Div. könne nichts weggenommen werden.
           O.B.Armeegruppe G betont, daß neue Panzereinheit im Anrollen sei. Z.Zt. könne die Armeegruppe nicht helfen.
           O.B./AOK. erwähnt, daß die 338.I.D. z.Zt.folgende Stärke habe: 2 Regimenter zu je 350 Mann und 8 Geschützen, die 198.Div.: 3 Regimenter zu je 500 Mann
           und 17 Geschützen, an Panzerabwehr stünden lediglich 1 le. 2cm Pak zur Verfügung. Es könne deshalb lediglich eine Sperrlinie gebildet werden.
           Beim LXIV.A.K., das etwas voraus sei, sei eine Lücke. Die heutige Linie müsse jedoch gehalten werden, weil sonst das Risiko für die anderen Truppen zu
           groß werde. Im übrigen seien alle Vorbereitungen getroffen, wie gestern besprochen. Insbesondere sei auch mit dem LXVI.A.K. alles geregelt worden.
           A.O.K. hoffe, daß die Gruppe Dehner bis Einbruch der Dunkelheit. Durchschleusen beendet habe. Führer des Ganzen sei Kom.-General des IV.Lw.Feldkorps.
           Auch die Gruppe Dehner werde dem IV.Lw.Feldkorps unterstellt. Der Sperrverband Degener hingegen bleibe selbständig.
           O.B.Armeegruppe weist darauf hin, daß baldige genaue Meldung der Gliederung und Marschbewegung zur Weitermeldung an Oberste Stelle erforderlich sei.
           Er erwähnt noch, daß Luftaufklärung heute nicht habe geflogen werden können.
18.45 Uhr  LdFu meldet Chef , dass Funkspruch bereits 16,32 Uhr beim LXIV.A.K. vorgelegen habe. Bestätigung konnte wegen Störung nicht erfolgen.
18.50 Uhr. Chef teilt Sto.-Art mit, dass O.B. über das Fertigwerden der Art. unterrichtet werden wolle.
18.52 Uhr. Ia macht Sto-Art die gleiche Mitteilung. Sto-Art meldet, dass er hoffe, dass die Art. bis heute Abend stehe. Er würde zu gegebener Zeit weitere Meldung
           machen.
18.57 Uhr  Ia gibt LdN folgenden Kr.Blitz an Gen.Kdo.Dehner auf: "Unter allen Umständen halten, damit IV.Lw.F.K. neue Stellung am Oignon Bach aufbauen kann."
           AOK 19/Ia.
19.03 Uhr  Ia unterrichtet Ia LXXXV.A.K., dass unbedingt Anschluss zur 11.Pz.Div. genommen werden müsse, Verbindungsaufnahme allein genüge nicht.
           Ia LXXXV.A.K. erwidert, dass ostw. Luxiol unmittelbar Anschluss mit 11.Pz.Div. genommen sei.
19.05 Uhr  O.B. bespricht mit Kom.General LXXXV.A.K. Feindlage und eigene Truppengliederung. LXXXV.A.K. müsse alles nur mögliche an Truppen auf die Beine bringen.
           Die Brigade Oppen bleibt beim LXXXV.A.K., ebenso General Hünermann mit seinem ganzen Stabe. Für seine Person könne General Hünermann, falls er es wolle,
           der Führerreserve G zur Verfügung gestellt werden. Das gleiche gelte auch für Admiral Lindau.
           Kom.General LXXXV. A.K. weist daraufhin, dass Panzerabwehrwaffen vom Korps nicht mehr flüssig gemacht werden könnten. Das einzige noch vorhandene
           Reservoir dürfe befehlsgemäß nicht angegriffen werden.
           O.B. unterrichtet davon, dass das IV.Lw.F.K. bei seinem Einsatz zwar gute Anfangserfolge gehabt habe, dann aber vom Feinde zurückgeworfen worden sei.
           Es sei deshalb neu befohlen worden, dass das IV.Lw.F.K. unter Aufgabe von Besancon Anschluss bei der Kampfgruppe Degener suchen müsse.
           IV.Lw.F.K. müsse ebenfalls gestützt werden. Es gewinne jetzt Anschluss an den rechten Flügel des LXXXV.A.K.
           Kom.General LXXXV. meldet, dass Feind mit Panzern und aufgesessener Infanterie schon in Chaudefontaine sei.
19.15 Uhr  O.B. bespricht mit Kdr. 11.Pz.Div. die Feindlage. Der Angriff des IV.Lw.F.K. sei nicht durchgeschlagen, vor allem wohl infolge des starken feindlichen
           Panzereinsatzes. Bei der Kampfgruppe Dehner sei z.Zt. starker feindl. Angriff mit Richtung auf Norden. In Chaudefontaine, 15 km westl. Beaume, sei Feind
           mit Panzern m. aufgesessener Infanterie im Vorgehen. Es sei erforderlich, eine gepanzerte Gruppe entgegenzustellen.
           Kdr. 11.Pz.Div. erwidert, dass er z.Zt. nicht einen Panzer frei habe. Alles sei zum Gegenstoss bei Clerval eingesetzt. Bei Baume sei 1 Btl. im Abwehrkampf.
           O.B. betont, dass es sich jetzt nur um die notwendige Überbrückung von 24 Stunden handele, bis die neue Panzer Div. eingetroffen sei.
           Kdr. 11.Pz.Div. weist demgegenüber darauf hin, dass bei Schwächung der eigenen Front Feind bei Clerval nach Norden durchstossen würde.
           O.B. hält diesen Punkt für mindergefährdet. Er meint, dass hier vielleicht vorübergehend durch Einsatz einiger alter Panzer geholfen werden könne.
           Im Raume Besancon hingegen sei Gegner mit 2 frischen Divisionen und deshalb besonders gefährlich.
           Kdr. 11. Pz.Div. betont demgegenüber, dass, falls Feindvorstoss auf Clerval nicht abgebremst werde, Btl. und Sperrverband umfasst werden würden,
           2 feindliche Div. griffen im Raume Clerval fortgesetzt an, während vorne und hinten Terroristen stünden.
           O.B. betont, dass eben alles in den Kampf geworfen werden müsse und dass der Abschnitt der 11. Pz.Div. bis Baume reiche.
           Kdr. 11.Pz.Div. weist demgegenüber erneut daraufhin, dass er sich selbst bei Clerval voll im Kampfe befinde und heute bereits 3 Feindangriffe abgeschlagen
           worden seien. Es sei vollkommen unmöglich, von der z.Zt. immer noch kämpfenden und an sich schon schwachen Truppe etwas abzuziehen. Im Raume Belfort werde
           jedoch die zur Schanzarbeiten eingesetzt H.J. von Panzerabwehr und Flak geschützt. Vielleicht sei es möglich, aus diesem Raume vorübergehend
           Panzerabwehrwaffen zur Aushilfe abzuziehen.
           O.B. bemerkt hierzu, dass über diese Einheiten dem AOK kein Verfügungsrecht zustehe. Er müsse dieserhalb erst mit dem O.B. der Armeegruppe Rücksprache
           nehmen. Kdr. 11.Pz.Div. werde alsdann weiter Bescheid bekommen.
19.30 Uhr  Ia 11.Pz.Div. unterrichtet Ia AOK kurz über die Feindlage. Die eigene Truppe sei stark abgekämpft. Im Augenblick versuche der Feind, bei Clerval
           durchzubrechen. Alle eigenen Teile seien voll zur Abwehr eingesetzt. Es fehle an Material, da verschiedentlich Panzer schon ausgefallen seien. Ein Abziehen
           von Teilen sei z.Zt. vollkommen unmöglich. Ia AOK erwidert, dass O.B. und Chef bei der Prüfung und Entscheidung dieser Frage seien und dass weitere Befehle
           hierüber folgen würden. Ia weist noch auf die Notwendigkeit laufender und pünktlicher Meldung seitens der 11.Pz.Div. hin.
19.40 Uhr  Chef fragt LXXXV.A.K., ob Verbindung mit den Truppen des Ers.-Heeres bestehe. Es sei erforderlich, sofort festzustellen und zu melden, welche
           Panzerabwehrwaffen dort zur Verfügung stünden. Weiterhin, ob auch Panzer und Sturmgeschütze da seien. Die Angelegenheit eile ausserordentlich.
           Chef LXXXV. erwidert, dass alles, was an Flak dagewesen sei, zur Kampfgruppe Degener geschickt worden wäre. Es seien acht 8,8cm Flak gewesen, sonst sei
           nichts mehr da.
19.43 Uhr  Ia Armeegruppe unterrichtet Ia davon, dass Teile der Panzerbrigade 13, nämlich 1 Aufklärungsabtlg., 2 motor. Btle. und 1 Btl. im Heranrollen seien und
           bis Morgen früh beim AOK eintreffen dürften.
19.46 Uhr  Ia bittet Id der Armeegruppe G., dafür zu sorgen, dass die neu heranzuführenden Teile der Panzer-Brigade mit grösstmöglicher Beschleunigung herangeführt
           würden. Sie müssten Morgen früh unter allen Umständen Im Raume südlich Lure sein.
19.55 Uhr  Kommmandeur Nachrichten-Abtlg. meldet Chef, dass das Fernsprechkommando die Verbindung mit der Gruppe Dehner aufgenommen habe. In dem vorgesehenen Raume
           sei jedoch kein Gestänge vorhanden, der befohlene Leitungsbau sei deshalb nicht durchzuführen. Nach Meldung des Fernsprechkommandos soll Feind 7 km nördl.
           von Rioz sein.
20.02.Uhr  Chef fragt BvTO, was die Heranführung der Panzer mache. Antwort: Bisher noch nichts bekannt. Kurieroffizier sei deshalb nach Belfort unterwegs.
20.07 Uhr  O.B. gibt O.B. Armeegruppe folgende Lageorientierung:
           Feind über Besancon mit Panzern und verlasteter Infanterie im Heranrollen nach NO. Z.Zt. in Chaudefontaine. Aufklärung ostw. von Rioz. Die frische
           36.amer.Division greife offenbar in allgemeiner Richtung Belfort—Lure an. Panzerabwehrwaffen seien nicht mehr vorhanden. Die 11.Pz.Div. sitze bei Clerval
           fest.
           O.B. AOK fragt, ob etwas von den SS-Panzerkräften südl. von Belfort abgezogen und entweder in den Raum Lure oder zur 11. Pz.Div. zugeführt werden könne.
           Am zweckmässigsten würden diese Kräfte im Raume Baume eingesetzt werden.
           O.B. Armeegruppe verlangt zunächst festzustellen, um welche und um wieviel Panzerkräfte es sich handele. Dann will die Armeegr. hiermit zu helfen versuchen.
20.25 Uhr  Kdr. 11.Pz.Div. gibt Chef AOK kurze Lageorientierung und betont, dass Abzug von Kräften der 11.Panzer Div. bei der gegenwärtigen Feindlage unmöglich sei.
           Zudem müsse das abzuziehende Btl. zu seinem Einsatzort dem Feind durch die Berge entgegenmarschieren.
           Das hätte voraussichtlich den Erfolg, dass überhaupt nichts vom Btl. am Bestimmungsort ankäme.
           Chef erwidert, er werde Ia 11. Pz.Div. noch endgültigen Bescheid geben. Zunächst brauche von der 11. Pz.Div. nichts gestellt werden.
           Nach nochmaliger Rücksprache mit O.B.AOK teilt Chef AOK Kdr.11.Pz.Div. mit, AOK verzichte auf vorgesehen Einsatz von Teilen der 11.Pz.Div., erwarte aber,
           dass bei Baume-les-Dames der starke Eckpfeiler unbedingt gehalten werde.
           Kdr. 11.Pz.Div. erwidert, es werde alles getan, was irgend möglich sei.
20.33 Uhr  Ia LXXXV.A.K. meldet Chef, dass folgende Pakwaffen in Belfort festgestellt seien:         
                 6 7,5 cm - motorisiert, mit einer Muni-Ausstattung.
           Chef gibt im Auftrage Armeegruppe den Befehl, diese Pak mit entspr. Infanteriebedeckung sofort nach Lure in Marsch zu setzen. Sie habe sich beim AOK zu
           melden.
20.40 Uhr  O.B. Armeegruppe unterrichtet O.B. AOK davon, dass der Kom.General in Stuttgart (Gen. Teile) seine Hilfe zugesagt habe.
           Es soll im Raume Belfort auch eine Flak-Kampf Batt. sein. Diese und der wesentliche Teil der vorhandenen Pak werde dem AOK zur Verfügung gestellt.
           Armeegruppe habe als Einsatzort Richtung Baume-les-Dames angegeben.
           Die Frage des O.B.AOK nach der Befehlsbefugnis über Belfort beantwortet O.B. Armeegruppe damit, dass AOK diese Befehlsbefugnis habe.
21.25 Uhr: Ia/Korück und Ia/AOK 19:
           Anfrage ob für Korück Befehle vorliegen. Ia verneint.
           Stab General Hünermann soll ohne General zu Kniess treten.
           Korück befiehlt vorläufig an seinem Standort.
21.55 Uhr  Chef /AOK 19 Chef/LXXXV.A.K.:
           Auf Grund der Lage notwendig, daß Belfort in Verteidigungszustand gesetzt wird.
           Chef/LXXXV.A.K, je 1 Flieger- und 1 Marine-Rgt. in Aufstellung, Menschen stehen genug zur Verfügung. Es fehlt nur an Waffen und Ausrüstung, da besonders
           Waffenreserve nach vorn geschickt wurde. Zur Verteidigung von Belfort wird alles nur mögliche getan.
           Durchgabe O 1 - Armeegruppe G teilt mit:
              Befehl über Belfort kann noch nicht durch Kniess übernommen werden, da Stadt zu dem Bezirk der Befestigung gehört, die dem ausschließlichen Befehl
              des Reichsführers SS Himmler unterstehen. Inzwischen, sollen jedoch auf jeden Fall befehlmäßige Unterlagen zur Übernahme des Befehls geschaffen werden.
22.15 Uhr Ia/LXXXV.A.K. Ia/AOK 19 :
          Ia/LXXXV.A.K. meldet, daß 4 Geschütze nach Lure etwa um 00.50 Uhr in Marsch gesetzt werden sollen(von welcher Einheit war nicht verständlich).
22.20 Uhr Ia/AOK 19 O 1/Armeegruppe G:
          Laut Befehl OKW sollen keine schriftlichen Meldungen mehr gemacht werden. Auch die Absichten dürfen nicht mehr mündlich durchgegeben werden.
          O.B. beantragt bei Armeegruppe G, daß Chef H Rüst u. BdE auf Grund der Lage alles in und um Belfort in erhöhte Alarmbereitschaft setzt.
22.55 Uhr Chef /LXXXV.A.K. Ia/AOK 19:
          Chef /LXXXV.A.K. sieht die Aufgaben des A.K. in erster Linie darin, eine Überflügelung durch den Gegner zu verhüten. Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist
          Heranziehung aller Kräfte nötig, sodaß für Verteidigung von Belfort nicht mehr ausreichende Kräfte vorhanden sind. Ia bejaht diese Auffassung.
23.40 Uhr Ia/AOK 19 Oberstarzt Dr. Bader:
          Gruppe Degener benötigt einige Sanka (etwa 5 Stück). Oberstarzt Bader sagt Gestellung nach Rougemont zu. Ia bittet IVb sich darauf einzustellen, daß sich
          morgen bei Gruppe Degener stärkere Kampfhandlungen ergeben werden.
23.45 Uhr Anruf Ia/AOK 19 bei Ia/LXXXV.A.K. :
          Oberst Hübner soll sofort veranlassen, daß,4 Pkw. oder B.-Kräder mit geeigneten Leuten zu Gruppe Degener zu Meldezwecken abgestellt werden.

Morgenmeldungen vom 8.9.44.
IV.Luftwaffen-Feldkorps, Lt.Brumm, 5.45 Uhr:
     Zur Abendmeldung nichts hinzuzufügen.
....
A.O.K.19, Ia Nr.9233/44 geh.Kdos., an A.Gr.G., 8.9.44.
Zur Tagesmeldung vom 8.9.44.
Absichten der Armee:
Bildung eines engeren Brückenkopfes um Dijon.
Absetzen LXIV.A.K. Nacht 9./10.9. in Linie Langres - Pontailler - Marnay.
IV.Lw.Feldkorps Aufbau neuer Widerstandslinie am Ognon-Bach zwischen Marnay und. Cendrey.
Halten bisheriger Stellung durch Kampfgruppe Degener und 11.Pz.Div.
11.Pz.Div. Bereinigung Einbruch Clerval.

Gen.Kdo.IV.Lw -Feldkorps Führ.Abt. Ia Nr. 54a/44 geh. vom 8.9.44, an AOK 19.
1.) 198.I.D.: Feindliches Artillerie-Störunrsfeuer aus Raum 5 km südl.
              St. Vit (7 km westl. Doubs-Schleife bei Torpes) in Gegend St.Vit bis Mercey seit 7.9. abends.
2.) 338.I.D.: bis 09.50 Uhr:
                a) Franois - Serre, Pirey, Ecole feindbesetzt.
                b) Mit Teilen Gen.Kdo.Dehner in Miserey Verbindung aufgenommen.
                c) Gren.Rgt.757 Raum Audeux,
                   Gren.Rgt.933 Raum Noironte erreicht. Sicherungslinie: Höhen südl. Champvans- Pouilley - hart südwestl. Pelousey-2 km südostw. Chaucenne.
3.) K.G. zu Divisionen unterwegs.

Funkspruch AOK 19/Ia an IV.Lw.Feldkorps, 8.9.44.
Feindliche Bereitstellung im Brückenkopf Besancon mindestens Divisionsstärke. Wann eigener Angriffbeginn?

Funkspruch IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19, 8.9.44, 18.30 Uhr.
1.) Teile Grenadier Rgt.308 schirmen ab: bei Paisottes - Wald gegen Feind, der aus Routelle nach Norden vorgeht.
    16.20 Uhr Feindvorstoß aus GRand Fontaine abgewiesen.
    II.u.III.Btl. werden nachgefragt. Zu schwache Verbindung.

Funkspruch IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19, 8.9.44, 18.40 Uhr.
Ostrand des Waldes südl.Champvans erreicht.
5) Gren.Rgt.933 Ostrand Barmont - Wald erreicht. Neie Feindbesetzung Rachere-Wald festgestellt.
6) Terroristenangriff auf Nachrichtentrupp am Nordrand Auxonne.

Funkspruch IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19, 8.9.44, 18.40 Uhr.
Feindverstärkungen bei Routelle Grandfontaine. Franais und Pouilly auch mit Panzern. Eigener Angriff überall liegengeblieben.
Infolge unzureichender Mittel kommt eigene Truppe nicht vor. Mit stärkeren Angriffen auf Südflanke ist zu rechnen. Eisenbahnbrücke
nördlich Abbaus anscheinen diweder hergestellt. Absicht: Ereichte Linie halten.

Fernschreiben AOK.19/Ia Nr.9222/44 geh. 8.9.1944, an Armeegruppe G.
Eigener Gegenangriff IV.Lw.Feldkorps gegen Brückenkopf westlich Besancon nicht durchgeschlagen. Kräfte zur Stärkung des Angriffs fehlen.
Eigene vordere Linie: Routelle - Straßengabel 1,5 km nördl. Grandfontaine - Chau.la Felie - Höhe 1 km nordw. Serre - Höhe 1 km nordwestl.
Pelousey bei Ch.Uzel (Karte 1 : 80 000).
15.35 Uhr starker Feindangriff aus Pouilley auf Auxon - Dessus. Ergebnis steht noch aus.
Bei ll.Pz.Div. Feindeinbruch mit Panzern aus Crosey le Petit. Feindspitze Clerval.
Lage LXIV.A.K. wird nachgemeldet.

Generalkommando IV.Lw.Feldkorps K.G.St., 8.9.44.
An
A.O.K.19
Abendmeldung 8.9.44 abgeschlossen 19.50 Uhr.
1 .) Feind verstärkt sich in Räumen RouteIle, Grandfontaine, Franois und Puoilley. Weiteres Feindvorgehen mit Panzerunterstützung besonders
     aus Routelle (auf St.Vit und Velesmes-Essarts) und aus Franois.
     Eisenbahnbrücke über Doubs nördl. Abbans - Dessous anscheinend wieder hergestellt.
2.) a) K.Gef.Std. Pesmes.
       Gef.Std. 198.I.D. M e r c e y. 338.I.D. M a r n a y
    b) Eigene vordere Linie: St.Vit (Teile Sich.Rgt.200) -nördl. Routelle - Saussottes - Wald - hart westl. Grandfontaine (Gren.Rgt.508) -
       ostwärtige Straßenkreuzung nördl. Grandfontaine — La Felie (Gren.Rgt.305) — Chauteau südl. Farnois — hart westl. Farnois (Gren.Rgt.326)
       — Seurre — dicht südwestl. Pouilley (Gren.Rgt.757) - dicht ostw. Bar-montwald (Gren.Rgt.933).
Eigener Angriff kommt infolge unzureichender Mittel nicht vorwärts.
3.) Absicht: Halten der erreichten Linie.
9.9.1944
KTB 19.Armee:
00.25 Uhr: Spruch an LXIV.A.K., Gruppe Dehner, LXXXV.A.K. und 11.Pz.Division: Morgenmeldung bis 04.30 Uhr abzugeben,
02.55 Uhr: 11.Panzer-Division meldet:
            Taktische Zeit 01.00 Uhr.
             1.) Feind beiderseits Doubs weiter nach Nordosten vorgestoßen.
             2.) Rang feindbesetzt. Eigene schwache Kräfte verteidigen Höhen ostwärts Rang.
            Taktische Zeit 02.35 Uhr.
             1.) Eigene Sicherung ostwärts Baume von starken Feindkräften durchstoßen.
08.14 Uhr: Chef unterrichtet O.B. davon, daß dem Feind 3 Durchbrüche bei Baume les Dames gelungen seien. Auf Clerval bisher kein Feindangriff. Bei Rang sei Gegner über
           den Doubs gegangen. Es sollen dort 2 Btle. sein.
           Eigene Pak und Artillerie sei noch nicht angekommen.
08.18 Uhr: Chef / AOK 19 orientiert Chef/IV.Luftw.-Feldkorps über die Lage im Raum Baume les Dames, Clerval und Rang. Er bittet, alle Feindnachrichten beschleunigt
           dem AOK zuzuleiten.
08.25 Uhr: Chef teilt A.Pi.Fü. mit, daß IV.Luftw.-Feldkorps gemeldet habe, die Munitionsbestände hätten für Sprengzwecke angegriffen werden müssen. A.Pi.Fü. erwidert,
           dass keine Sprengmunition mehr zur Verfügung stehe. Die für Brückensprengungen benötigten Mengen seien außerordentlich groß.
           Chef befiehlt A.Pi.Fü. sofort mit IV.Luftw.-Feldkorps Rücksprache zu nehmen.
08.30 Uhr: Gruppe Degener gibt Chef folgende Lageorientierung: Vorderste Teile des Feindes dicht nordostwärts Rigney. Gruppe versucht, noch nach Rigney hineinzukommen.
           Bei La Breteniere z.Zt. keine Feindberührung. Aufklärung nach Süden bis Luxiol vorgetrieben. Teile von 11.Pz.-Division südlich Autechaux mit Front nach Südosten.
           Außerdem Teile 11.Pz.-Division bei l'Hopital. Flak bis auf einen Flakkampftrupp eingesetzt.
           Chef AOK weist darauf hin, daß z.Zt. 3 Druckstellen gegeben seien; Baume les Dames, Clerval und Rang. Was die Gruppe noch an Kräften habe, gehöre am besten
           hinter den linken Flügel, um die Flanke nach Südosten zu sichern.
08.37 Uhr: Chef /IV.Luftw.-Feldkorps fragt Ia nach dem Flakschutz im Raum Vesoul. Antwort: Dort kaum etwas an Flakschutz, weil AOK alles nach vorn gegeben hat.
           Chef/IV.Luftw.-Feldkorps fragt weiter, ob dem IV.Luftw.-Feldkorps außer der Kampfgruppe Dehner auch das Gen.Kdo. Degener jetzt unterstellt sei. Ia bejaht.
           Befehl dieses Inhalts sei bereits zum Korps unterwegs.
08.38 Uhr: Ia/11.Pz.-Div. gibt Chef /AOK 19 folgende Lageorientierung:
           Bei Baume les Dames hat eigenes Btl. sehr hohe Ausfälle, weil dort starker Feind mit Panzern sei. In Clerval gehe Gegner nach Nordwesten vor, um Rang sei die
           Lage noch reichlich ungeklärt. Feind sei jedoch bereits auf dem Nordwestufer mit allgemeiner Richtung Rougemont. Auf dem linken Flügel sei Aufklärung
           vorgetrieben. Bei nüchterner Beurteilung sei 11.Pz.-Div. mit Rücksicht auf die Stärke des Gegners nicht in der Lage, die Einbruchsräume zu bereinigen.
08.52 Uhr: Ia/Gruppe Dehner meldet Ia/AOK, daß nach Meldung zweier, eben aus Besancon gekommener Soldaten der Feind sich mit starken Kräften bei Rigney sammele.
           Dies hätten sie selbst beobachtet. Außerdem seien im Walde ostwärts davon offenbar feindliche Panzer. Ia/AOK 19 fragt, ob die Gruppe den Befehl über die
           Unterstellung unter das IV.Luftw.-Feldkorps erhalten habe. Antwort : Nein.
           Es müsse beschleunigt genaue Truppengliederung nach Vesoul gegeben werden.
09.05 Uhr: Ia fragt Ia/LXXXV.A.K. ob Armeebefehl über Unterstellung der Gruppe Degener dort angekommen sei. Antwort: Nein. Ia/AOK 19 weist darauf hin, daß Gruppe
           Degener ab sofort dem IV.Luftw.-Feldkorps unterstellt sei. Der Armeebefehl dieses Inhalts sei gestern Abend mit Melder abgegangen.
09.15 Uhr: Ia fragt Meldekopf Vesoul, was an Meldern da sei. Antwort: Keiner: weder vom LXIV.A.K. noch von der Gruppe Dehner. Von Leutnant Schulte-Ostermann habe jedoch
           1 Melder die Meldung überbracht, daß Leutnant Schulte-Ostermann bisher nicht durchgekommen sei.
09.18 Uhr: Chef verlangt von Ia den Befehl der Armeegruppe G über die Unterstellung der Kampfgruppe Jesser. Antwort:Dieser Befehl ist vom Ia der Armeegruppe nur
           fernmündlich an Ia/AOK 19 durchgegeben worden. Die Aufzeichnung hierüber wird Ia sofort zum Chef bringen.
09.30 Uhr: Ia/LXXXV.A.K. meldet Ia/AOK 19 daß der Armeebefehl über die Neugliederung noch nicht beim AOK eingetroffen sei.
           Ia/AOK 19 weist darauf hin, daß der betreffende Kurier-Offizier bei der ll.Pz.Div. angekommen sei. Er werde offenbar auf der Rückfahrt beim LXXXV.AK.
           vorbeikommen. Dann solle er sofort zum AOK zurückgeschickt werden.
09.32 Uhr: Ia/Gruppe Degener meldet Chef, daß Btl.Belfort mit 2 mot.Kp. da sei. Ob die anderen nicht mot.Teile noch eintreffen würden, sei unbekannt.
           Chef weist darauf hin, daß Gruppe Degener den Schutz der linken Flanke übernehmen müsse, insbesondere Sicherung von Fontaine. Die vorhandenen Kräfte müßten dazu
           ausreichen. Etwas würde zudem der Gruppe noch zugeführt werden. Die Druckpunkte Clerval und Rang müssten unbedingt abgeriegelt werden.
09.55 Uhr: Ia/LXXXV.A.K. meldet Ia/AOK 19, daß Armeebefehl inzwischen eingetroffen sei. Er fragt nach dem eigenen weiteren Auftrag. Der bisherige laute auf Erkundung im
           Raum ostwärts Lure bis Clerval. Ia/AOK 19 erwidert, daß etwaige Änderung dieses Auftrages erst mit Chef besprochen werden müsse.
10.00 Uhr: Chef/AOK 19 teilt Ia/Armeegruppe G mit, daß Kdr. der Panzer-Brigade zur Armeegruppe unterwegs sei. Die Brigade selbst sei bereits nach Lure herangekommen.
           Sie habe ihren Versammlungsraum südwestlich von Lure. Das Ausladen sei bereits befohlen. Es sei deshalb erforderlich, daß der Kdr.- mit größter Beschleunigung
           nach hier komme.
           Ia/Armeegruppe weist darauf hin, daß bei 16.I.D. infolge mangelnder Überprüfung oder falscher Weisung der Marschüberwachungsorgane noch verschiedene
           Truppenteile fehlen. Zum Teil seien diese von anderen Einheiten vereinnahmt. So Pz.Jg.Rgt.13 vom LXIV.A.K. Alle diese Teile müssen sofort der 16.I.D.
           zugeführt werden.
           Ia/AOK 19 schaltet sich ein und meldet, daß gestern dieserhalb bereits 3 Befehle vom AOK herausgeschickt worden seien. Darüber hinaus würden die
           Verantwortlichen noch einmal zur Rede gestellt werden.
10.15 Uhr: Ia weist V.P. des LXIV.A.K. in Vesoul an dafür zu sorgen, daß laufend alle 6 Stunden Verbindungs-Offiziere zum Meldekopf Vesoul geschickt werden.
           Das Korps hat vordringlich folgende Punkte zu melden :
            1.) Stand der Bewegung,
            2.) Eigene Einsatzgliederung,
            3.) Befohlene Aufstellung der Division Schwerin,
            4.) Sofortige Entlassung der vereinnahmten Teile der 16.I.D. die gemäß Befehl der Armeegruppe nach Dompaire in Marsch zu setzen seien.
10.40 Uhr: Chef/IV.Luftw.-Feldkorps gibt Ia folgende Feindorientierung:
             Die Brücken über den Doubs bei Le Maguy, Cirey und Vandelas hätten wegen starken Feindwiderstandes nicht mehr gesprengt werden können. Deshalb seien bereits
             gestern Nachmittag amerikanische Panzerspähwagen und mot.Infanterie auf das Nordufer des Flusses übergesetzt. Ia wird dies dem Chef vortragen.
10.58 Uhr: Chef verlangt von L.d.N. sofortige Herstellung einer Verbindung zu LXIV.A.K.
11.02 Uhr: Vorkommando LXIV.A.K. meldet Chef, daß bisher noch kein Offizier des A.K. auf dem neuen Gefechtsstand eingetroffen sei.
11.05 Uhr: Ia/ll.Pz.Div. gibt Chef folgende Orientierung:
             Eigene Kräfte haben sich aus Baume les Dames mit schweren Verlusten abgesetzt. Gegner hat im Zuge der Straße nach Montmartin angegriffen. Btls.Kdr. befindet
             sich nördlich von Baume und hat Verbindung mit den dortigen Sicherungs-Kräften. Es sei anzunehmen, daß Feind in Höhe von Luxiol beiderseits der Straße
             vorgehen werde. Zur Zeit hielten die eigenen Kpen. noch. Im Walde von le Chenois müsse nach dem Gefechtslärm ebenfalls Gegner stehen. Mit Clerval bestehe
             zur Zeit infolge Feinddurchstoßes keine Verbindung. Westl. Montenbis sei nach einer unbestätigten Meldung Feind-Artl. im Walde nördlich Montenbis, Abschüsse
             von Granatwerfern festgestellt. Bei Esnans habe Gegner stark vorgestoßen. Außerdem seien starke Feindkräfte nebst 3 Sherman-Panzer bei Rang gemeldet.
             Von dort aus stoße Feind auf dem Nordufer sehr flüssig in die Schleife hinein. ll.Pz.Div. habe in Gegend Blissans auf Westufer nur schwache Teile.
             Chef weist darauf hin, daß in Gegend Villersexel ein Sich. Rgt. der Armee stünde, um dort aufzuklären. Kampfgruppe Degener habe den Auftrag, in diese Gegend
             etwas zum Schutze der Flanke vorzuschieben. Schwerpunkt des Feindes sei nach wie vor sicher Besancon.
11.28 Uhr: Chef/AOK 19 weist Chef/LXXXV.A.K. darauf hin, daß alle Erkundung den Raum l’Isle berücksichtigen müsse. Ostwärts Lure müsse LXXXV.A.K. Anschluß an das Gebirge
           finden. Chef/LXXXV.A.K. meldet, daß die in Bau befindliche H.J.-Linie westlich Belfort und ostwärts Hericourt vorbeigehe. Auch die O.T. baue z.Zt.
           -unleserlich-. LXXXV.A.K. möchte bereits einige Truppen in diese Linie hineinstecken, Chef/AOK 19 weist demgegenüber darauf hin, daß es wichtiger sei, alles
           vorne an die Brückenstellung zu stecken. Auch auf die Straße Villersexel und nach Lure müsse etwas gebracht werden. A.K. müsse im übrigen damit rechnen, daß
           Feind unerwartet und schnell in seinen Raum hereinkomme. Die notwendigen Panzerabwehrwaffen müsse sich A.K. selbst beschaffen, notfalls der Flak abnehmen.
           Chef fragt ob seitens Reichsführer SS Himmler bereits Befehle über die erhöhte Bereitschaft von Belfort gegeben seien. Chef/LXXXV.A.K. verneint und erwähnt,
           daß Kreisleiter ihn heute besuchen und dabei auch die Frage des Verbleibs der H.J. in Belfort geklärt werden solle.
           Chef/AOK 19 betont, daß diese Frage vom Reichsführer SS entschieden werden solle.
11.40 Uhr: Chef/IV.Luftw.-Feldkorps meldet Chef/AOK 19, daß nach einem Funkspruch der Gruppe Dehner (taktische Zeit 04.48 Uhr ) die Absetzbewegungen hinter dem Oignon
           angelaufen sei. Die 338.I.D. sei bereits im befohlenen Raum. Der Marschweg der 198.I.D. verlaufe über Emassy nach Nordosten. Der Feind habe bei Vandelans und
           Cirey Brückenköpfe gebildet. Es sei jetzt erforderlich, zunächst den Feindangriff zurückzuschlagen und dann wieder an den Fluß vorzustoßen. Die eigenen Teile
           seien jedoch noch nicht so weit, trotzdem sie im 60-km-Marsch herangeführt worden seien. Die Gruppe Tyroller verfüge über 14 - 8,8 cm Flak.
           Chef befiehlt sofort Abwehrplan zu machen und alsdann den Feind zurückzudrücken. Vor allem sei es erforderlich, den linken Flügel stark zu machen. Das solle
           die 198.I.D. schaffen. Chef/LXXXV.A.K. erwidert, daß entsprechende Befehle, vor allem zur Inbesitznahme der Brückenköpfe, bereits vom Korps gegeben seien.
           Zwischen Rioz und Vesoul befände sich jedoch vom Korps nicht mehr.
12.15 Uhr: Meldung Kampfgruppe Degener:
             Gegner marschiert von Besancon nach Baume-les-Dames mit starken Kolonnen. 1 Btl. nach Norden abgedreht, hat eigene Kräfte aus Autechaux herausgedrückt und
             befindet sich im Vormarsch auf Luxiol.
12.30 Uhr: Blaskowitz-O.B. O.B. unterrichtet über die Lage:
             1.) LXIV.A.K., alte Linie,
                a.) 16.I.D. ( ohne 1 Btl.) durch Dijon hindurchgeschleusst.
                b.) 159.R.D. (ohne pferdebespannte Tross) durch Dijon hindurch.
                c.) Feldkommandanturen und Masse Marineteile ( Werft-u. Schiffsbauarbeiter - etwa 4000 Mann -) durchgeschleusst.
                d.) Inder durch Dijon.
                e.) Kosakensicherung steht in Autun.
                f.) Gruppe Elster im Raum Soucoins-St.Pierre - Le Moutier, NW der Loire.
                g.) 2 nach Gruppe Elster eingesetzten Offz.-Spähtrupps sind nicht zurückgekehrt.
             2.) IV.Lw. Feldkorps:
                    Ongnon-Stellung bis nördl. Besancon durch 338., 159.I.D. und Kampfgruppe Degener besetzt. 198.I.D. im Kampfe mit auf Traitiefontaine angreifendes,
                    feindliches Btl. mit Panzern.
             3.) 11.Pz.Div. rechter Flügel eingedrückt, Versuch zur Bereinigung im Gange.
                    Beurteilung der Lage:
                      a.) Heute noch Angriff auf Belfort aus Raum Besancon-Baume-les-Dames - Clerval erwartet.
                      b.) Es muss damit gerechnet werden, dass Durchbruch durch Sicherungslinie gelingt.
                      c.) Anträge an Armeegruppe G.:
                            1.) 113. Pz.Brigade Versammlung SW Belfort und Auffangen des Stosses vorwärts der Westlinie.
                            2.) Volles Zurückklappen LXIV.A.K. mit Linie Langres - vorwärts Vesoul ist zu erreichen.
                    Schweizer Grenze nicht zu halten. Es muss der Folgerung in’s Auge gefasst werden:
                      a.) Aufgabe der Gruppe Elster
                      b.) Notwendige Sperrung der Burg.-Pforte in der Linie Lure - L’Isle
                      O.B. weist Gen. Blaskowitz ausdrücklich weiter daraufhin, dass Lage nicht rosig, besonders im Hinblick auf die zusammengewürfelten Truppen.
                      Stossrichtung des Gegners dürfte in jedem Falle auf Burg.-Pforte gehen.
                      Blaskowitz: Man muss damit rechnen, dass 113.Pz. Brig. nicht zu den vorgesehenen Aufgaben kommt, sondern für AOK 19 gebraucht wird.
13.05 Uhr: Chef/LXXXV.A.K.:
           LXXXV.A.K. will ostw. Villersexel einen Sperriegel aufbauen, um dort Lage bis zum Morgen des 10.9.44 zu festigen. Chef mit diesem Plan einverstanden.
           Chef LXXXV.A.K. ist der Meinung, dass Sperrverband Degener am rechten und linken Flügel besonders aufpassen müsse. Chef gibt Befehl, dass Kampfgruppe
           Jesser bei Valroi les Bois nach Süden und SW zu sperren habe. Ihr soll möglich viel Pak mitgegeben werden. In Villersexel soll nicht zu schwache
           Kampfgruppe belassen werden. Jesser ist der Kampfgruppe Degener zu unterstellen.
13.50 -
13.55 Uhr: Aufzeichnungen v. Oblt.Gerhardt.
15.00 Uht: Ia/11.Pz.Div.:
           Anschluss an Schweizer Grenze hergestellt. Chef hält im Augenblick rechten Flügel als Druckpunkt mit Schwerpunkt bei Soye- Gondenans - Fontaine.
15.10 Uhr: Kom.Gen. IV.Lw.Feldkoprs / Chef.:
           Gefechtsstand IV.Lw.Feldkorps zunächst Freitag Vesoul, ab 10.9. soll IV.Lw.F.K. mit Gefechtstand nach Lure gehen. Vorkdo. schon heute in Marsch setzen.
           Chef betont die grosse Abwehrlinie. Muss von Schweizer Grenze ( Glay - Doubs - Gray - Langres ) verlaufen. Chef orientiert bei dieser Gelegenheit
           Kom.Gen. IV.Lw.Feldkorps.
13.50 Uhr: Führer Meldekopf Botsch meldet Chef, dass seit der Nacht vom 8/9.9. kein Verkehr mehr auf der Strasse laufe.
13.52 Uhr: Chef LXXXV ,A,K. meldet dem Ia AOK 19 dass er den erhaltenen Befehl an Korps Degener weitergegeben habe.
13.55 Uhr: IV.Lw. meldet dem Ia AOK 19, dass von der 198.I.D. 1 Btl. des Rgts.326 in Aubertans in der Versammlung sich befinde mit dem Auftrage, nach SW
           anzugreifen. Das andere Batl. befindet sich noch im Marsch. Grand-Fontaine sei noch in unserer Hand, Feindangriffe wären jedoch sehr stark und am
           Rande von Grand-Fontaine wird sich der Feind schon befinden.
           1 Btl. von 308. schon in der Stellung, werde aber herausgezogen, um in der Gegend Gefechtsstand Dehner versammelt zu werden und mit Flakteilen gegen
           Brückenkopf Cirey eingesetzt zu werden um den Feind in die Flanke zu stossen. Es wird jedoch noch etwas dauern, da das Btl. sich noch in der Stellung
           befinde.
17.40 Uhr. Ia bittet Ia 11.Pz.Div. in Zukunft jeden Abend den gesamten Bestand an Panzern zu melden und anzugeben, wieviel davon einsatzfähig sind, wieviel in
           kürzester Frist und wieviel in längerer Frist instand gesetzt werden können.
           Ia 11.Pz.Div. meldet, dass Teile des Btls.110 sich wieder bei L’Isle stark angeschlagen eingefunden hätten. Sie haben sich durchgeschlagen, kamen aber
           ohne Panzer zurück.
17.48 Uhr: Kom.Gen. IV.Lw.F.Korps gibt an Chef folgende Lagemeldung: Feind über Moncey im Vorgehen gegen Rioz. Rioz wurde genommen, in der Nacht wurde Perrouse
           genommen. Der Feind überschritt die Brücke bei Emany, bei Marchaux starkes feindl. Artl.Feuer, ferner starker Kolonnenverkehr festgestellt auf der
           Strasse Devecey - Merey, hierunter auch Panzer.
           Die Stärke der Kompanien betragen im Durchschnitt 25 - 50 Mann.
           Die Linie, die an den Chef IV.Lw.F.K. durchgegeben wurde, scheint zu wenig abgesetzt.
           Chef: Die Linie Fretigney und weiter ostwärts ist zunächst endgültig. Die Radfahrabt. (schnelle Abt.) soll bei Fretigney angehalten werden.
           Sie soll dem LXIV.A.K. unterstellt werden und verantwortlich sein für die Strasse Fretigney — Vesoul. Strasse einschliesslich für LXIV.A.K. Grenze
           für das IV.Lw.F.K. läuft bei Recologne. Es muss eben gewährleistet sein, dass die Radfahrabt1g. über dis Lage.
15.35 Uhr: Chef LXXXV.A.K./Chef AOK 19.:
           Gegner hat mit etwa 40 Panzern Hautechaux und Luxiol genommen. Die Grenadiere sollen sich in Auflösung nach Nordosten zurückgeschlagen haben.
           Gegenmassnahmen im Gange, können sich jedoch nicht vor Morgen früh auswirken (10.9.)
           Chef: Es ist zu überlegen, ob Jesser noch irgendwie eingesetzt werden könnte.
           Chef LXXV.A.K.: Ja, mit einem Teil in Soye.
           General Dehner bittet, seinen rechten Flügel zurücknehmen zu dürfen.
           Chef: Ist nicht möglich, da sonst 198.I.D. in der Luft hängen würde. Beihaltung dieser Stellung notwendig, da 198.I.D. bei Rigney wieder an den Bach
           heran will.
15.45 Uhr: Chef IV.Lw.Feldkorps teilt Ia AOK 19 mit:
13.50 Uhr: starker Feind in Moncey, 13.55 Uhr Traitiefontaine vom Feind genommen, neue Widerstandlinie 1 km südl. Rioz.
14.35 Uhr: Feind mit Panzern in Richtung Neuvelle angetreten.
15.50 Uhr: BvTO/Ia: Erkundigt sich zunächst nach der Lage und fragt dann an, ob ein in Vesoul stehender Lazarettzug bis zur Nacht dort verbleiben könne, um
           ihn dann über Lure - Belfort nach rückwärts in Marsch zu setzen. Ia bejaht.
16.00 Uhr: Chef/BvTO:
           Chef fragt wegen heranrollender Transporte der 113.Pz.Brig. an. Bisher sind 5 Transporte gemeldet, jedoch ohne Panzer. Von Mühlhausen sind 6 weitere
           Transporte im Anmarsch.
16.02 Uhr: Ia LXXXV.A.K. meldet, dass Luxiol und Autechaux vom Feind genommen worden sind und dass 40 fdl. Panzer in NW-Richtung vorgehen.
           Von der Panzer-Brigade 113 sind bisher westl. Belfort I.Btl. 2113 und Teile des 2.Btls. 2113. Weitere Transporte werden wahrscheinlich weiter östlich
           herangeführt, Die bisher ausgeladenen Teile kommen in den Raum südwestlich Belfort.
16.30 Uhr: Chef teilt LdN mit, dass im Gefechtsstand AOK 19 in Lure das IV.Lw.F.K. kommt.
16.35 Uhr: Chef/Ia LXXXV.A.K.:
           Gegner greift in Emany in Btls.-Stärke an. Mit Degener besteht keine Verbindung. Traitiefontaine wieder in eigener Hand.
           Chef: Erwünscht ist, dass augenblicklich die Linie gehalten
           Major Rechling(?) meldet: Feindlicher Angriff aus Neudelle auf Süden von Rioz festgestellt. Die wichtigen Brücken bei Moncey
           und Rigney konnten nicht zerstört werden. Starke Verluste der eigenen Truppen haben sich ergeben. Ein grosser Teil der schweren Waffen ist
           verlorengegangen. Auffüllung konnte z.T. durch ein Marschbatl. erfolgen. Chef bittet Chef LXXXV.A.K. , mit seinem Kom.General zu sprechen, damit AOK
           bald ein klares Bild der Lage erhält. Bewegungen des LXXXV.A.K. müssen mit Gruppe Dehner im Einklang gebracht werden, falls Absetzbewegung notwendig.
           Major Renchling (?) glaubt nicht, dass die gegenwärtige Linie zu halten möglich ist. Armee ist mit evtl. Rücknahme grundsätzlich einverstanden.
           Da Abschnitt dann enger wird soll LXXXV.A.K. unbedingt an Bildung einer Reserve denken.
16.55 Uhr: Major Mietner(?)/Ia:
           Neuer Gefechtsstand AOK 19 Giromagny. IV.Lw.F.K. Lure
           Lagemeldung an Armeegruppe G um 16 Uhr durchgegeben.
17.00 Uhr: Chef/Major Bagdan IV.Lw.F.K.:
           Falls Zurücknahme der gegenwärtigen Linie Tatsache wird, nach Vesoul in Marsch gesetzte schnelle Abteilung in Fretigney anhalten und zur Sicherung
           einsetzen.
18.40 Uhr: Funk an LXIV.A.K.:
           IV.Luftw.-Feldkorps geht vom Feind gedrängt Nacht 9./10.9. auf Hyet - Avilley zurück. LXIV.A.K. hat Freiheit zum Zurückgehen linker Flügel Fretigney,
           dort Schnelle Abteilung wieder unterstellt. Trennungslinie Vesoul - Fretigney zu LXIV.
              A.O.K.19, Ia

           ....angehalten, und dem LXIV.A.K, unterstellt wird, um bei Fretigney eingesetzt zu werden.
           Gen. Petersen: Die Abteilung wird angehalten und erhält den Auftrag, Fretigney zu halten im Anschluss an das IV.Lw.F.K.. Gen.Petersen gibt dann die
           Trennungslinie der einzelnen Divisionen durch und Chef will General Dehner befehlen, dass der Anschluss bei Avilley mit der 198.I.D. zu nehmen ist.
           Komm.Gen. teilt mit, dass Tyroller infolge Ausfalls von Zugmaschinen 3 Geschütze 8,8 cm nicht bewegen kann und dass er diese Geschütze nach und nach
           herausholen muss. Es wird alles getan, um die Linie zu halten, die Truppe ist jedoch sehr übermüdet.
19.00 Uhr: Ia 11.P.D. meldet dem Chef, dass Teile des Btls. nördl. von Baume-les-Dames befinden sich im Raume Vergranne. Die Teile, die bei Clerval einen Angriff
           gemacht haben, haben sich wieder zur Division zurückgeschlagen über L'Hopital -Fontaine. Sie sind nördl. Geney herausgekommen.
           Die mitgefeührten 3 Panzer sind verloren, da die Gruppe durch Artl. Feuer aus dem Raume Clerval erfasst wurde.
           Auf L’Isle liegt starkes Artl. Feuer und der Gegner fühlt vor auf Mancenans. Die schwachen Sicherungen wurden aus Mancenans herausgenommen. Es soll
           ein Vorstoss mit einer Kompanie von Geney aus gegen Sove gemacht werden. Chef teilt mit, dass die Trennungslinie der Div. noch dieselbe wäre und dass
           der Division vom LXXXV.A.K. 1 Rgt. unter Führung des Oberst Menke zugeführt würde. Teile des Rgts. sind im mot.-Marsch bereits unterwegs und Regts.
           Gefechtsstand befinde sich in Vellechevreux. Mit diesen Teilen soll Anschluss genommen werden an die Gruppe Hax, die etwa noch bei Vergranne liege und
           mit dem Rgt. soll die Lücke an der Grenze wieder geschlossen werden.
           In Gondenans befinden sich auch noch Sicherungen einer Kampfgruppe. Dort ist Anschluss zu finden. Diese Sicherungen unterstehen der Gruppe Degener,
           die rechter Nachbar der Div. ist.
           Neue Trennungslinie für die 11.Pz.Div. : Fallon - Bournois -Gondenans — L’Hopital —Lomont — Ost. Das Btl. Hax bleibt bei Degener und der rechte Flügel
           der Divison darf nicht weiter zurückgenommen, werden. Der rechte Flügel der Div. muss stark gemacht werden, die neue Linie läuft von Vergranne nach
           Gondenans. Der O.B. befiehlt ausdrücklich, dass nicht ausgewichen werden dürfe, dies muss auch die Truppe wissen.
19.17 Uhr: Chef AOK 19 bittet Chef LXXXV.A.K., folgende Befehle vom IV.Lw.F.K. an die Gruppe Degener zu übermitteln:
              1.) Jesser wird ohne Einschränkung Gruppe Degener unterstellt.
              2.) Neue Linie verläuft nach Absetzen des IV.Lw.F.K. bei Avelley—Vergranne-Gondenans—Maneenans.
              3.) Trennungslinie:
                  Fallon - ( zur 11.P.D. ) Bournois ( z.11.P.D.) Gondenans-L'Hopital (durch das "o" vom Ortsnamen)-Lomont-Ost.
                  Anschluss bleibt bei Avilley an 198.I.D.
22.45 Uhr: Komm.Gen. gibt IV.Lw.F.K. gibt Lage-Orientierung an AOKs
           Feind hat besetzt: Mancenans und Soye. Uzelle wurde heute Nacht besetzt, die Radfahrabtlg. ist noch nicht gefunden.
           Chef: LXIV.A.K. hat gefunkt, dass sie vor dem 10.9. nicht eintreffen kann. Es wurde von der Armee an LXIV.A.K. gefunkt, dass die Schnelle Abtlg. zum
           eigenen Schutz sofort nach Fretigney gebracht werden muss. 23.10 Ia 11.Pz.Div. meldet dem Ia, dass das Btl. Hax bei Vergranne stehe.
           Feindl. Durchbruch sei bei Gondenans in Richtung Uzelle erfolgt. Anscheinend sei Uzelle vom Feinde besetzt.
           Am rechten Flügel wurde von Geney 1 Vorstoss nach Bournois mit Panzerunterstützung unternommen.In Bournois Vermutlich Vorausteile des Rgts. Menke.
           Pioniere der Division sind zum Angriff angetreten von Geney aus nach Westen durch die Wälder, sind jedoch durch Geländeschwierigkeiten nicht
           weitergekommen. Der Feind scheint sehr stark zu sein.
           Die Division brauche dringend Brennstoff, mindestens 200 cbm.
           Ferner bittet die Division um entscheid, ob das Batl. Hax wieder zur Division zurückkommt, da es keine Panzerbrechenden Waffen mehr hat und seit
           4 Stunden besteht keine Verbindung zum Btl. Ia AOK will dem Chef vortragen.
           Ia 11.Pz. Div. bittet ferner um Artillerie für den rechten Flügel, da Div. nur noch 2 Art. Abtlgn. hat und Kämpfe ohne Art.Unterstützung seien schlecht.
           Für das Rgt. Menke wurde eine bestimmte Linie von der Div. befohlen und dahinter stellt sich das Rgt. zum Angriff bereit. Es wäre allerdings besser,
           wenn das Rgt. in eine Linie gesetzt werde, die sie evtl. halten könne, da ein Angriff ohne Panzer-und Artillerieunterstützung ungünstig wäre.
20.05 Uhr: Funk an LXIV.A.K.:
           Beim Zurückgehen Anschluß Langres festhalten. Schnelle Abteilung muß zum eigenen Schutz sofort nach Fretigney.
              A.O.K.19, Ia
22.15 Uhr: Gyldenfeldt Chef Armeestab-Armeegr.G./Chef:
           Beim IV.Lw.F.K. Gegner bereits bei Loulans in die Linie eingebrochen, die für Morgen zu halten geplant war.
           Chef Armeegr.G.: Anfrage, ob in Linie Lure-Vesoul nicht noch mehr mit Sperren gearbeitet werden könne, da Armee im Augenblick genügend Pi-Einheiten
           zur Verfügung habe.
           Chef Armeegr.G. gibt bekannt, dass Einheiten, die in der West Stellung eingesetzt sind, für AOK unantastbar zu sein haben.
           Über die Befehlsverhältnisse in Belfort lässt sich z.Zt. noch nichts sagen. Es ist jedoch zu hoffen, dass bald Klarheit geschafft werden kann.
22.45-
23.10 Uhr: 113.Pz.Brig. gehört noch dem BdE und steht vorläufig nicht zur Verfügung des AOK 19.
           Chef AOK 19: Man darf sich nichts vormachen, Front ist für unsere Kräfte zu breit, zumal bei den zusammengewürfelten Truppenteilen, sichert jedoch
           zu, dass alles nur Mögliche zur Versteifung des Widerstandes getan wird.
           Von Gruppe Elster keine Nachricht. 2 Offizierspähtrupps sind nicht zurückgekehrt. Es kann wohl nicht weiter auf das Herankommen gewartet werden,
           da bisheriges Zögern schon allerlei Opfer gekostet hat. Das Warten geht auf Kosten der guten Kampftruppe, wogegen man nur Trosse und Fahrer eintauscht.

Im Verlaufe des Nachmittags wurden folgende Befehle gegeben:
1.) fernmündlich an Gen.Petersen, IV.Luftw.-Feldkorps
       IV.Luftw.-Feldkorps setzt sich auf die Linie Fretigney -Hyet - Louhans - Avilley - Vergranne - Gondenans - L'Isle ab und hält diese.
       Nach Fretigney ist die Schnelle Abteilung zu nehmen, die dort wieder dem LXIV.A.K. unterstellt wird.
       Trennungslinie : Fretigney zu LXIV.a.K.   
       zu 11.Pz.Div.: siehe unten. Kampfgruppe Jesser wird unterstellt.
       Eine Reserve ist auszuscheiden.
2.) Funk an LXIV.A.K.:
    a) 18.40 Uhr.
        IV.Luftw.Feldkorps geht vom Feind gedrängt Nacht 9./10.9. auf Hyet - Avilley zurück. LXIV.A.K. hat Freiheit zum Zurückgehen linker Flügel Fretigney,
        dort Schnelle Abteilung wieder unterstellt. Trennungslinie Vesoul - Fretigney zu LXIV. AOK 19, Ia
    b) 20.05 Uhr.
        Beim Zurückgehen Anschluß Langres festhalten. Schnelle Abteilung muß zum eigenen Schutz sofort nach Fretigney.
           AOK 19, Ia
3.) Fernmündlich an Ia der 11.Pz.Div.:
       Der 11.Pz.Div. wird das von LXXXV.A.K. aufgestellte verst.Flieger-Rgt. nach Villedevreux zugeführt und unterstellt.
       Trennungslinie zu IV.Luftw.-Feldkorps: Fallon (11. Pz.Div.), Gondenans (IV.Lw.Feldkorps), Lomont (IV.Lw.Feldkorps).
       Verlauf der vorderen Linie: Gondenans - L’Isle. Das in Vergranne eingesetzte Btl. verbleibt dort. Rechter Flügel ist stark zu machen.
       Es gibt kein Ausweichen mehr.

Funkspruch IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19, 9.9.1944, 15.30 Uhr.
b) 13.00 Uhr unbesttätigte Einwohneraussage; Kolonnen mit Panzerfahrzeugen Besancon Pouilly.
   13.45 Uhr Einwohneraussage Besancon Stadt nachmittags amerikanische, algerische und Maquistruppenbesetzung.

Tagesmeldung vom 9.9.44 an Armeegruppe G.
Telefonisch durchgegeben durch. Oberstlt.Schultz aufgenommen durch Lt.Derllig.
Feind griff Südfront des LXIV.A.K. bei Nuits St.Georges und Cileaux an. Starke Bereitstellung bei Premeaux und Conblanchien. Durch starke Flankenstösse
gegen die Strasse Autun-Arnay-le-Duc - Dijon störte er das weitere Hineinschleusen von Kräfen des LXIV.A.K. nach Dijon.
Aus den Brückenköpfen Besancon und Clerval trat er mit starken Kräften zu dem erwarteten Angriff, der durch zahlreiche Panzer und überlegener Artillerie
unterstützt wurde, an. Der von der Armee beabsichtigte Aufbau einer Sperrstellung hinter dem Ognon-Abschnitt Marnay - Vandelans gelang nur im westlichen
Teil des Abschnitts.
Die durch die vorhergehenden Kämpfe bereits stark geschwächten, eigenen Truppen konnten trotz aktivster Führung und tapfersten Einsatzes aller Soldaten
weitere Feindeinbrüche nicht verhindern.
Beim IV.Lw.F.K. gingen nach schwerem Kampf Rioz, das zweimal den Besitzer wechselte, Traitiefontaine, Marloz und Louhans verloren. Nach diesen schweren
Kämpfen hatten die Kompanien nur noch Gefechtsstärke zwischen 10 - 30 Mann.
Bei Kampfgruppe Degener nahm der Feind gegen den eigenen Sperrverband unter Einsatz zahlreicher Panzer Fontenotte, Luxiol und Autechaux.
Aus dem Brückenkopf Clerval warf der Feind 11.Pz.Div. auf Linie Geney — L’Isle zurück. Uzelle ging verloren, ebenso Glainans, südlich des Doubs.
An der übrigen Front bis zur Schweizer Grenze wies 11.Pz.Div. mehrere Feindangriffe bis zur Kompaniestärke ab.
Eigenes Angriffsunternehmen brachte keinen Erfolg.
Starke mot.-Kolonnen auf Strasse Besancon-Baume, Besancon-Marchaux und Besancon-Moncey lassen auf Zuführung weiterer starker Kräfte schliessen.
Armee rechnet mit Fortsetzung des Angriffes am 10.9. in Richtung Belfort und Vesoul.
Bei den schwachen, eigenen Kräften muss damit gerechnet werden, dass die Sicherungslinie durchstossen wird.
Gefechtsstände wurden bereits fernschriftlich gemeldet.
General Kdo.Dehner und Kampfgruppe Degener wurden IV. Lw.FK. unterstellt.
Absicht der Armee (dabei zugleich Angabe vorderer Linie) wird fernschriftlich gemeldet.

AOK 19/Ia., 9.9.44 AOK 19/Ia, An Armeegruppe G.
Tagesmeldung vom 9.9.44 /

LXIV.A.K.:
Absetzbewegung auf die Linie Chatillon - Ste.Marie - Autheuil -Nuits St.Georges - Dole beendet.
Feindl. Aufklärungsvorstösse bei Nuits St. Georges wurden abgewiesen. Im Raume Premeaux - Conblanchien Bereitstellung feindl. Infanterie mit Panzern.
Sicherungen aus dem Raum Autun - Nolay werden über Epinac und Bligny in Auffanglinie hineingeschleust.

IV.Lw.Feldkorps:
338.I.D. hat Ognon-Abschnitt von Marney - westl. Etuz übernommen. Gruppe Dehner links anschliessend bis in Gegend Voray. Gegner hat Ognon-Abschnitt bei
Moncey,Cirey und Vandelans überschritten und hat Traitiefontaine und Morlaz genommen.
198.I.D. mit einem Batl. in der Versammlung im Raum Sorrans zum Angriff nach Osten. Ein Batl. hält nördl. Traitiefontaine. Ein Batl. im Raum Aubertans
zum Angriff auf Morlaz in der Versammlung. Starker Kolonnenverkehr auf Strasse Besancon - Baumes nach Osten festgestellt.
Gegner hat seinen Brückenkopf bei Baumes erweitert und um 15 Uhr Luxiol und Autechaux mit Unterstützung von Panzern genommen.
11.Pz.Div.:
Gegner überschritt bei Clerval und südl. Rang den Doubs und drang bis in Gegend von Soyo. Glainans ging verloren.

Fernschreiben 9.9.1944 (6.45 Uhr 10.9. eing.), IV.Lw.Feldkorps an A.O.K.19.
Abendmeldung 9.9.1944:
1) Feind beeinträchtigte Absetzen der 198.I.D., besonders am Südflügel stark. Division hatte mit letzten Teilen 9.9.(5.50 Uhr) Ognon überschritten.
   Der Absetzbewegun der 338.I.D. folgte Gegner nur zögernd.
   Den sich absetzenden Teilen des Gen.Kdos. Dehner stieß Feind scharf nach. Bis 9.9. vormittags hatten nur Teile der Infanterie, gesamte schwere Flak
   und Masse der leichten Flak den Ognonbach überschritten. Bei Gruppe Degener zunächst keine besonderen Ereignisse.
2) Während des Einrückens in den neuen Abschnitt der 198.I.D. Angriff mit Panzern und motorisierter Infanterie in der allgemeinen Linie Tratiefontaine
   - Marlez durch Feind, der über die nicht zerstörten Brücken bei Moncey, Zirey und Vandelans übergegangen war. Im Laufe des Tages starke Angriffe im
   gesamten Abschnitt von Vorey bis Mentbozen. Schwerpunkt mit Panzern bei Etuz, Buthiers, Rioz, Traitiefontaine, Marloz, Loulans. Traitiefontaine im
   Gegenangriff genommen. Südrand Rioz im Gegenstoß erreicht. Vom Generalkommando befohlener Gegenangriff durch 198.I.D. aus Linie Rioz - Marloz gegen
   Cirey und durch Gen.Kdo. Dehner aus Breurey Richtung Cirey waren ohne Erfolg. Feind verstärkte während des ganzen Tages laufend, sodaß die zum Teil
   durcheinandergeratenen und stark angeschlagenen Infanterieverbände bei dem Mangel an panzerbrechenden Waffen nicht in der Lage waren, den
   Ognon-Abschnitt zurückzugewinnen bzw. zu halten. Bei Kampfgruppe Degener gingen Luxiol, Autechaux im Laufe des Tages und Gondenans ( 5 km nordwestl.
   Clerval) am Nachmittag verloren. Lage bei Soye unklar, dort 2 gefangene Troßsoldaten der 45.amerik.I.D..
3) Eigene vordere Linie 9.9. abends:
   338.I.D. hält noch Nordufer Ognon-Bach. Gen.Kdo. Dehner mit Splittereinheiten nördl. Etuz und vermutlich im Wald südl. und südöstw. Boult.
   198.I.D. mit sehr stark dezimierten Inf.Verbänden in Linie Bioz - Traitiefontaine, Wald nördlich davon, Aubertans, Roche sur Limotte, Montbozen.
   Kampfgruppe Degeners Sicherung in Latour, la Bretiniere, Verne, Vergranne, Fontenelle, Uzelle, Südrand Wald Bois du Geney.
4) Gefechtsstärke: 338.I.D. Rgt.933 etwa 170 Mann, 198.I.D. Rgt.305 etwa 100 Mann ohne Jg., Rgt.308 z.Zt. etwa 20 Mann
   ohne I.G. und Gr.W., Rgt.326 etwa 180 Mann, Füs.Btl. etwa 100 Mann. Einsatzbereite Art.: 2s.F.H., 11. l.F.H.,unterstellte H.Art.Abt.993: 7 - 12,2 cm
   (russ.) mit 500 Schuß.
   Gen.Kdo. Dehner kann z.Zt. Stärke nicht feststellen, da Verbände durcheinander, der Stab des Gen.Kdos, selbst versprengt ist.
5) Gefechtsstand: Gen.Kdo. Vesoul, 338.I.D. Gezier, 159.I.D., vermutlich auch Gen.Kdo. Dehner Boult, Chef des Stabes und Teile des Gen.Kdos. Ardelare
   ( 6 km südwestl. V e s o u l), 198.I.D.: F i 1 a i n, Kampfgruppe Degener Rougemont.
6) Absichten für 10.9.44:
   Absetzen in Linie Recologne - Südrand Wald nördl. Fontenis -Fontaine - Quenoche - Aubertans - Roche sur Linotte - Montbozen -Avetty - Mesandans
   Fontenelle - Uzelle - Südrand Bois du Geney.
   Gen.Kdo.IV.Lw.Feldkorps Ia Nr. 62a/44 geh. v. 9.9.1944
10.9.1944

KTB 19.Armee.
04.38 Uhr: LXXXV.A.K./Oblt.Rittemeier:
           Brigade von Oppen rückte mit unterstellten LSD 726, Sicherungsbtl.960 und III.Flieger-Ausb.Rgt.90 im Laufe der Nacht in die Sicherungslinie
           westl. Belfort ein. Bewegungen sind noch nicht abgeschlossen.
05.08 Uhr: IV.Luftw.-Feldkorps / Oblt. Raddaz:
           IV.Luftw.-Feldkorps in Vesoul, 338.I.D. in Velleguindry. Linie:
           Von Recologne nach Osten 1 km nördl. Tresilley. In dieser Linie 338.I.D. eingesetzt rechts Rgt.757 und links 933 mit je einer Battr.
           Bisher noch keine Feindberührung.
           Von Dehner und 198.I.D. bisher noch keine Meldung vorliegend. Verbindungsoffizier unterwegs. Dehner selbst liegt in Andelarre und
           198. in Filain. Degener in Villersexel. Linie Degener: Avilley, Rognon - Mesandans, von dort nach Nordosten nach Fontenelle, von dort nach
           Norden nach Nans einschl., von dort nach Cubry, von dort bis Südrand des Waldes Geney. Eingesetzt rechts 634, Mitte Junge, links Jesser.
           634 Stellung bezogen, von Junge und Jesser liegt Meldung noch nicht vor.
5.10 Uhr:  O 1 11.Pz.Div. meldet:
           Gegner setzte in den Abendstunden des 9.9. die Angriffe aus südwestlicher Richtung gegen Pont de Roide erfolglos fort.
           Eigener Angriff zur Schliessung Frontlücke bei Soye blieb stecken. Uzelle feindbesetzt. Verbindung zu 2.Btl./111 abgerissen.
5.55 Uhr:  Hptm.Rönne, LXIV.A.K. meldet, dass gestrige Abendmeldung dem Kurieroffizier durch Fliegereinwirkkung verbrannt ist. Morgenmeldung durch Kurier
           unterwegs.
6.45 Uhr:  O 1 orientiert Chef über Morgenmeldung an Armeegruppe G.
8.05 Uhr:  Meldung IV.Lw.Feldkorps:
           General Degener teilt mit, dass Uzelle wieder in eigener Hand.
8.20 Uhr:  Ia LXXXV.A.K.:
           In Linie westl. Belfort liegen folgende Truppenteile: Lds.Btl.626 Sich.Btl.960, 3.Btl. Flieger-Rgt.90
           ( Genaue Aufstellung folgt durch LXXXV.A.K. )
8.25 Uhr:  O 1 11.Pz.Div. meldet:
           Alles in Ordnung. Teile von Jesser liegen zwischen Bournois und Accolans. Eigener Angriff auf Soye liegengeblieben. Von Rgt.Menke bisher
           2 Btle da. Das noch kommende 3.Btl. soll nach Accolans. Zur 2. Btl. Pz.Gren.Rgt.111 Verbindung wieder hergestellt.
8.50 Uhr:  Chef fragt Major Schuster ( LXIV.A.K.), wo schnelle Abt. steht. Ist bisher noch nicht in Fretigney eingetroffen, soll aber im Verlaufe des
           heutigen Vormittags dort sein. Major Schuster bezeichnet Lage von Fretigney als gefestigt.
           Mit Gruppe Elster Verbindung hergestellt. 1 Marschgruppe unter Oberst Bauer ( 10.000 Mann) ist durch besondere Tapferkeit eines Kosaken-Rgts.
           durch Author hindurchgeschleusst. Restliche Gruppe Elster anscheinend verloren. Chef betont gegenüber Chef IV.Lw.Feldkorps, dass bei Fretigney
           heute voraussichtlich der grösste Feinddruck zu erwarten sei. Rechter Flügel IV.Lw.Feldkorps muss sich in jedem Falle nach Nachbar im Norden
           richten. Chef gibt Befehl, dass Teile von Einheit Jesser bei der 11.Pz.Div. abgelöst werden sollen und zur Verfügung des LXXXV.A.K. stehen. Chef
           LXXXV.A.K. hält Gegend Villerexel für gefährdet und glaubt Verstärkung dort notwendig.
9.38 Uhr:  Chef AOK gibt Orientierung der Lage an Chef Armeegruppe G.:
           Das LXIV.A.K. lässt noch eine Kampfgruppe in Dijon, um etwa 10.000 Mann von der Gruppe Elster durchschleussen zu können. Das Herankommen dieser
           10.000 Mann ist möglich gemacht durch den tapferen Einsatz eines Kosaken-Rgts. Über Gruppe Elster scheint eine Meldung unterwegs zum AOK zu sein.
           Diese 10.000 Mann scheinen abgesprungene Teile der Gruppe Elster zu sein. Meldung folgt.
           Chef Armeegr.G.:
           Wenn die Kosaken sich so gut geschlagen hätten, kann das AOK sie zunächst behalten, ob am Endziel ist eine andere Frage.
           Chef AOK teilt mit, dass dies dem LXIV.A.K. bereits mitgeteilt wurde und das sich die Inder auf dem Marsch nach Remiremont befinden.
           Chef Armeegruppe sagt, dass AOK in den nächsten Tagen die Gruppe Siebert bekomme, dass es gut wäre, aus der Gruppe Schwerin mit Teilen von
           Ottenbach und Jesser eine Division zu machen. Zunächst müssen allerdings die Fehlstellen der Div. aufgefüllt werden.
           Chef AOK meldet, dass das IV.Lw.Feldkorps in die gestern angegebene Linie zurückgenommen wurde und dort heute Anschluss mit dem rechten Flügel
           des LXIV.A.K. nehme.
           In die Lücke bei der 11.Pz.Div. westl. L’Isle wird das Rgt. Menke eingesetzt, die Stellung ist schon vorhanden, da Kampfgruppe Jesser sich bis
           heute dort befände. Zunächst ist dort noch alles ruhig.
           Chef Armeegr.G. teilt noch mit, dass der nördl. Nachbar des AOK beim Zurückgehen bei Chatillon erhebliche Schwiergkeiten vermutlich durch Banden
           gehabt habe.
9.50 Uhr:  BvTO. meldet dem Ia, dass die ersten angekommenen 5 Züge beim Entladen wären und zwei weitere Züge demnächst entladen würden. Weitere Züge
           wären im Heranrollen über Mühlhausen gemeldet.
           Der Raum um Vesoul sei geräumt, damit seien aus dem Raume Chalons - Dijon - Vesoul 40 Züge herausgebracht.
10.25 Uhr: Chef IV.Lw.F.K. meldet dem Ia, dass der Feind Richtung Mesandans bei der Gruppe Degener mit 1 Btl. u. Panzern und P.-Spähwagen angreife.
           Ferner greife er mit einem Btl. in Richtung Fontanelle an. Ia AoK gibt durch, dass Jesser herausgelöst werden soll und dieses bereits befohlen sei.
10.35 Uhr: General Dehner teilt dem Chef AOK mit:
           Ein Teil der Gruppe ist in die neue Stellung eingerückt. Die Gruppe besteht noch aus etwa 2 Btlen. in Stärke von 800 Mann und 2 Rgts.Stäben,
           1 Div.-Stab und dem General-Kommando. Dieses sei überflüssig , Gen. Dehner fühle sich als Btls. Kdr. Chef teilt mit, dass es beabsichtigt sei,
           das Gen.-Kdo. herauszulösen.
10.40 Uhr: Chef AOK befiehlt Chef IV.Lw.F.K., das Gen.Kdo. Dehner herauszulösen. Die 159.Div. wird dem Korps unmittelbar unterstellt. Chef entschedet,
           dass das Generalkommando zunächst nach Belfort in Marsch zu setzen sei und dem LXXXV.A.K. ohne Verbindung anzugliedern sei und dort auf Abruf
           AOK warten soll.
           Chef IV.Lw.F.Korps meldet:
           Feind greift bei Mesandans und westl. von Fontenelle an. Ist Rgt.Menke der 11.Pz.Div. unterstellt ?
           Chef: Das Rgt. hat den Befehl erhalten, die Lücke am rechten Flügel der 11.Pz.Div. zu schliessen. Es soll Gruppe Jesser in der Stellung südlich
           Bois de Geney ablösen. Die 11.Pz.Div. muss das Rgt. Menke behalten, um diese Lücke zu schliessen. Evtl. muss das IV.Lw.F.K. von der Gruppe Jesser
           mehr Teile nach vorne nehmen, da es sich dort geschlossen, ausser 2 Kompanien ( wie befohlen) in Villersexel befinde. Chef IV.Lw.F.K. teilt mit,
           dass von der Gruppe Jesser mehr eingesetzt als vorgesehen. Chef AOK befiehlt, diese Teile sofort herauszulösen, der 11.Pz.Div. ist der Befehl
           längst gegeben, dass das Rgt. Menke diese Teile ablösen soll.
11.00 Uhr: Ia 11.Pz.Div. meldet an Chef:
           Seit 1 1/2 Stunden läuft ein Feindangriff gegen das Btl. Hax aus südostw. und westl. Richtung mit je 1 Batl., unterstützt durch Panzer. Die Lage
           sei schwierig. Bei einem Gegenstoss wurden 11 Gefangene eingebracht. Aufklärung hat ergeben, dass ostwärts Romain gleichfalls Feind sich befinde.
           Am rechten Flügel ist das Vorgehen des Rgts. Menke eingeleitet.
           Chef: Teile Jesser müssen unbedingt sofort durch Teile Menke abgelöst werden.
           Ia 11.Pz.Div. meldet:
           Mancenans feindfrei, durch die 11.Pz.Div. dagegen gedrückt. Es besteht der Eindruck, als hätte sich der Druck nach Westen verlagert.
           Bei Spurans wurden 10 Feindpanzer festgestellt, die allerdings in dem schwierigen Gelände steckenblieben. Bei Pont de Roide grabt sich der Feind
           ein. Der Chef hofft, dass sich das Batl. bei Mancenans halten werde, worauf Ia 11.Pz.Div. meine, dass es an Panzerabwehr fehle.
           Von den instandgesetzten Panzern können irgendwelche ausfallen, zumal nicht zu erfahren sei, wo Panzerersatzteile zu bekommen sind.
11.09 Uhr: Chef befiehlt im Auftrag des O.B. an Sto.-Art.:
           Auf der Strasse von Lure nach Giromagny befinden sich Teile des Trosses der 198.I.D. Der Sto.-Art soll feststellen , um welche Trosse es sich
           genau handelt und die beim Tross befindlichen und entbehrlichen Männer feststellen, damit sie anderweitig verwendet werden können.
11.10 Uhr: Ia orientiert Ia Armeegruppe G über die Lage bei Mesandans - Fontenelle .
11.15 Uhr: Ia gibt an O 1 Armeegr. G. die neue Linie des IV.Lw.F.K.durch:
           338.I.D.: Fretigney ( zu LXTV.A.K.) 1 km nördl. Tresilley, Waldrand südl. Malachere.
           Gruppe Dehner: Malachere - Westrand Quenoche
           198.I.D.: Anschliessend über Ruhans - Villes-Pater - südl. Montbozon -Süd-Rand Avilley ( ausschliesslich)
           Gruppe Degener: Avilley ( zu Gruppe Degener) — Meandans — Südrand Uzelle. Trennungslinie des Korps zur 11.Pz.Div.: Fallon - Bournois — L'Hopital
           - Lumont.
           Linie der 11.Pz.Div. wie bisher.
           Über LXIV.A.K. noch nichts näheres bekannt, wird gemeldet, sobald Meldung vorliegt.
11.46 Uhr: Ia teilt Führer Meldekopf Botsch mit, dass er verlegt wird und endgültigen Bescheid noch bekomme.
12.00 Uhr: Chef IV.Lw.F.K. an Chef AOK:
           Bei der Gruppe Degener Feindangriff an der Strasse nach Mesandans. M. ist in Feindeshand. Nördlich Romain aus südwestlicher Richtung Angriff in
           Richtung Fontenelle. F. noch in eiegener Hand. Uzelle in Feindeshand. Feindangriff gegen Teile Jesser am Südrand Bois de Genej.
           Von Avilley bis Ruhans wurde kein Feind festgestellt.
           Rgt.Hardenberg wird herausgelöst, um im Raume Rougemont eingesetzt zu werden und den Angriff in Richtung Villersexel aufzuhalten.
           Rgt.Menke hat gestern noch nicht abgelöst. Bei der 198.I.D. hat der Feind nördl. Loulans am linken Flügel angegriffen und Ormenans genommen.
           Bei 338.I.D. ruhig. Bei Gruppe Dehner wurden Panzer im Walde südl. Hyet festgestellt. Von Angriffen ist noch nichts bemerkt, sind aber wohl zu
           erwarten. Es fehlt im allgemeinen an Panzerabwehrwaffen. Chef AOK teilt mit, dass der Gruppe Jesser nach Villersexel 3 Pak zugeführt wurden.
           Chef IV.Lw.F.K. glaubt, dass von der 338.I.D. eine Batterie nach Mailley. zurückgenommen wurde, da diese keine Munition habe. Es handele sich um
           Mangelmunition Kal. 7,62 Chef AOK sagt, dass eben gesehen werden muss, durch Verschieben der Kräfte gefährdete Stellen auszubügeln
           ( Beispiel Rgt. Hardenberg), da das AOK kein Ersatz geben kann.
12.10 Uhr: Chef LXXXV.A.K. bittet Chef AOK um Pioniere für dringende Aufgaben im Vorgelende. Chef will versuchen, Pioniere zu verschaffen.
12.14 Uhr: Ia gibt Befehl an Führer Meldekopf Botsch, Meldekopf aufzulösen unter Abmeldung bei den Stäben des IV.Lw.F.K. und LXIV. Korps sowie Gruppe Dehner.
12.18 Uhr: Ia 11.Pz.Div. meldet Chef:
           Feind greift sehr stark an der Strasse von Baume-les-Dames in Richtung Villersexel an. Uzelle und Masandans sind feindbesetzt.
           Chef: IV.Lw.F.K. schiebt Kräfte vom rechten Flügel herüber, um den Angriff aufzufangen. Jesser muss sofort durch Rgt. Menke abgelöst werden.
           Ia meldet, dass die Ablösung im Gange sei.
12.24 Uhr: Chef LXIV.A.K. meldet Ia:
           Es verliefe alles planmässig und es seien noch keine beunruhigenden Nachrichten gemeldet worden. Der Ia bittet um eine Karte mit Einzeichnungen
           genauer Gliederungen sowie des Einsatzes. Chef LXIV.A.K. teilt noch mit, dass bei Fretigney von der Gruppe Schwerin bereits 1 Komp. und eine
           2cm Batterie ( Flak) sein müsse. Die Bewegungen seien durch Tieffliegerangriffe sehr erschwert, genaue Meldung sei in 1 - 2 Stunden zu erwarten.
           Im übrigen benötige das Korps dringend Betriebsstoff und Art. Munition.
12.41 Uhr: Chef IV.Lw.F.K. meldet dem AOK, dass 198.I.D. von Feindangriffen aus dem Walde SW von Montbozon in Richtung Montbozon und in Richtung NW von
           Montbozon gegen Höhe 352 berichte. In Montbozon befindet sich das Füs.Btl. mit etwa 60 Mann, dazu etwa 20 Pioniere.
           Die Lage sehr schlecht, Ersatz ist nicht mehr vorhanden. Es sei befohlen, Montbozon unbedingt zu halten. Ob dies gelingt, ist jedoch sehr fraglich.
           Chef AOK entscheidet, wenn keine andere Möglichkeit mehr besteht, muss Gruppe Jesser eingesetzt werden.
           Beim Korps soll sich noch das Heeres Pi-Btl.669 befinden. Dieses ist in keinem Falle infanteristisch einzusetzen, sondern lediglich für Sperr -
           und Sprengaufträge zu verwenden. Chef IV.Lw.F.K. soll feststellen und entsprechend anordnen.
14.17 Uhr. Ia 11.Pz. Div. meldet Ia:
           Btl. nördl. Baume.les-Dames hat sich in Zusammenarbeit mit Degener auf Gondenans abgesetzt.
           Soll das Rgt.Menke noch an den Südrand Bois de Geney vorgeschoben werden, wenn Gruppe Degener den Auftrag hat, sich bis Abbenans abzusetzen?
           Hierdurch wäre der Anschluss verloren, Ia will das klären.
           Ia 11. Pz. Div. meldet weiter, Feind greife an Mancenans vorbei in Richtung Geney an. Ferner ist er eingebrochen über Sourans bis in Gegend
           Colombier - Chatelot mit etwa 14 Panzern. Takt.Zeit 12.30 Uhr.
           Die bei Sourans eingesetzte Luftwaffe sei zurückgelaufen und werde jetzt gesammelt und der Angriff des Feindes sei« bei der Höhe SW Pont de
           Roide abgeschlagen.
           Der befohlene Sperrverband wird heute abend zusammengestellt sein mit 5 Panzern und 1 gepanzerten Pi-Komp. in Gegend Vellechevreux.
14.30 Uhr: Ia AOK Nach einer Meldung der 11. P.D. soll die Gruppe Degener die Absicht haben, sich bis an den Südrand von Abbenans abzusetzen.
           Chef IV.Lw.F.Korps: Der Befehl wurde an die Gruppe gegeben.
           Ia meint, dass hierdurch der Anschluss zur 11.Pz.Div. ( Rgt. Menke) verloren geht, da diese das Rgt. bis an den Südrand von Bois de Geney
           vorschieben will. Chef IV.Lw.F.K. meint, dass das Rgt. Menke noch gar nicht angetreten sei und wohl auch gar nicht mehr an den Südrand von
           Bois de Geney erreichen werde. Der Feind greife mit Masse von Montbozon über Cognieres mit Panzern in Richtung Villersexel an.
15.20 Uhr: O 1 LXXXV:A.K. gibt Abendmeldung: K.b.V.
15.40 Uhr: Chef IV.Lw.Feldkorps gibt Ia folgende Orientierung:
           Feind aus Montbozon mit Panzervorstoß nach Nordosten Richtung Villersexel, ferner von Fontainenois mit Panzern über den Fluß gesetzt.
           Feind aus Montbozon durch Roche hindurch im Vorgehen nach Norden. Von Montbozon nach Nordosten Richtung Villersexel starker Straßenverkehr
           mit Fahrzeugen und Panzern.
           Division geht, vom Feind gedrängt, zurück in Linie südwestlich Esprele, 2 km parallel der Straße Esprels - Vesoul weiter nach Neurey und
           Richtung Westen nach Andelarre. Große Lücke nördlich Montbozon bei Fontenois.
           Chef AOK. schaltet sich ein: Korps könne sich nicht einfach absetzen, es müsse hiergegen etwas unternommen werden.
           Chef IV.Lw.Fk. erwidert, daß andernfalls die ganze Flanke zwischen Aubertans und Dampierre offen sei. Um dieses Loch zu schließen, müsse
           Anschluß gesucht werden. Feind greifr bei Fontenois an. In Vallerois seien Teile des Regiments 308 und eine Komp. der Gruppe Jesser dagegen
           versammelt. Hauptdruckpunkt sei zwischen Montbozon, Roche, von Fontenois - Roche nach Norden. Es bestehe Gefahr, daß Gegner, bei Uzelle über
           Cubry weiter vorstoße, Gruppe Degener kläre mit Panzerwagen nach Montbozon auf.
           Dampierre sei noch in eigener Hand.
           Vordere Feindlinie: Nördl. Wald Villedieu. In Treseley sei Feind im Vorgehen mit 3 Panzern und etwa 100 Mann. Korps habe nichts mehr um 
           abzuriegeln. Aubertans und Villers Pater lägen unter starkem Artillerie- und Granatwerferfeuer. Südlich Aubertans im Walde Feindpanzer
           gesichtet. Bei Vallerois könne Korps abriegeln, aber nicht bei Dampierre.
           Chef AOK. weist darauf hin, daß Feind dann in Kürze in den Raum Vesoul - Villersexel vorstoßen könne.
           A.O.K. werde diese Lage noch mit dem LXIV.A.K. besprechen.
16.15 Uhr: Chef fragt Ia/LXIV.A.K., ob es dem Korps möglich sei, zur Unterstützung des IV.Lw.Feldkorps Truppenteile abzugeben. Dies sei sofort mit dem
           Chef LXIV.A.K. zu besprechen und alsdann AOK. Bescheid zu geben. Es bestehe sonst Gefahr, daß die eigene Linie in Richtung Vesoul
           zusammenbreche.
16.25 Uhr: Ia gibt Ia der Armeegruppe folgende Zwischenorientierung:
           LXIV.A.K. Bis 7.30 Uhr noch Absetzbewegung auf verkürzte Brückenkopfstellung durchgeführt. Starke Teile franz. Panzer von Baume 1.D. nach NW.
           abgedreht. Bei 716.1.D. wenig Feinddruck. Zur Gruppe Bauer keine Verbindung.
           IV.Lw.Feldkorps:
           Angriff in Komp.Stärke bei Aubertans abgewiesen. Um 15.30 Uhr starker Feindangfiff mit Panzern aus Montbozon in Richtung Cognieres.
           Feindangriff aus Wald NW. Montbozon auf Höhe 347. Starker Feindangriff mit Panzern in Richtung auf Dampierre. Feindangriff von Roche aus nach
           Norden. Uzelle um 12 Uhr wieder in Feindeshand. Angriffe nach Norden in Richtung Cubry. Feindangriff auch auf rechtem Flügel der 11.Pz.Div.
           Hier aus Loulans um 12.30 Uhr mit 14 Panzern angetreten. Luftwaffeneinheiten der ll.Pz.Div. bis Gegend Cognieres zurückgegangen.
           A.O.K. versuche vom LXIV.a.K. etwas für 198.I.D. abzuzweigen. Es sei der Befehl gegeben, Frontlinie unter allen Umständen zu. halten.
16.40 Uhr: Kommandeur IV.Lw.Feldkorps bespricht mit Chef AOK. die Feindlage. Chef wird OB/AOK. Vortrag halten und danach weitere Entscheidung mitteilen.
16.50 Uhr: Chef AOK. gibt Chef IV.Lw.Feldkorps bekannt, daß der O.B./AOK. mit Einnahme der Linie Andelarre - Neurey -Fallerois - Höhe Mt.Jesus - Rougemont
           einverstanden sei. Dem IV.Lw.Fk. werde ein erhebliches Stück abgenommen. Das LXIV.A.K. werde etwas vorgestaffelt auf die Linie Mailley -
           Echenoz - Filain - Dampierre. Dem LXIV.A.K. müsse dies noch bekanntgegeben werden. Wegen weiterer Pläne ergehe noch Bescheid.
18.00 Uhr: Chef AOK. gibt Chef LXIV.A.K. bekannt, daß im Rahmen der neuen Aufnahmestellung die Trennungslinie zum IV.Lw.Feldkorps erheblich zu Ungunsten
           des LXIV.A.K. verkürzt werde. Sie verlaufe folgendermaßen: Frettigney (LXIV.A.K.) - Maizieres, Filain und die Linie südostw. des Bois de
           Dampierre, entlang Bahn und Straße einschl. Bahn und Straße (IV.Lw.Fk.). Dieses setzt sich ab auf die Linie Mailley - Echenoz - Filain -
           Dampierre, Grenze Nordwestrand Filain. Neue Stellung werde heute nacht übernommen. Es sei erforderlich, sie auch links stark zu machen, weil
           Gegner bei Dampierre erheblich dränge.
           Chef LXIV.A.K. meldet, daß südlich Frettigney einzelne feindliche Panzer gesehen worden seien. Aus Dijon sei leider seit gestern nacht nichts
           mehr durchgeflossen, auch die 10 000 Mann von Oberst Bauer nicht. Die Front bei Dijon solle heute nacht zurückgenommen werden.
18.20 Uhr: Chef AOK. gibt Chef IV.Lw.Fk. den neuen Linienverlauf bekannt: Frettigney (zum LXIV.A.K. ), Maizieres, Villers, ostwärts des Bois de Dampierre
           nebst Eisenbahn und Straße - Montbozon (zum IV.Lw.Fk.). Dem IV.Lw.Feldkorps sei damit ein erheblicher Abschnitt abgenommen.
           Verbindungaufnahme dieserhalb mit LXIV.A.K.
           Chef IV.Lw.Feldkorpa erwidert, daß die befohlene Frontverkürzung nicht unbedingt notwendig sei, da Fontenois und Montbozon sich wieder in
           eigener Hand befinden. Die Höhe 547 hingegen sei noch mit Feind besetzt.
           Chef/AOK. entgegnet, daß befohlene Frontverkürzung nun nicnt mehr geändert werde. IV.Lw.Fk. müsse die verengte Front jetzt aber unter allen
           Umständen stabil halten. Die Zwischenstellung für LXIV.A.K. sei auf der Linie Mailley, Magnoray - Filain - Südrand Bois de Dampierre -Presle -
           Mt.Jesus - Wald von Bonnal - Rougemont, die Umgliederungsbewegungen vom IV.Lw.F.K. und LXIV.A.K. müssten zeitlich unbedingt so abgestimmt
           werden, daß nirgends eine Lücke eintrete.
18.50 Uhr: Chef gibt Chef Armeegruppe G folgende Orientierung:
           Nach Dijon sei ab 24 Uhr heute nacht nichts mehr hineingeflossen.
           Auch die Gruppe Bauer mit 10 000 Mann und die Kosaken - Einheiten nicht. Vielleicht komme heute nacht noch etwas.
           Gegner fühle an Dijonmüsse diese Linie heute nacht abgebaut werden.
           Beim IV.Lw.Feldkorps sei am ganzen Tag erheblich angegriffen worden. Die Höhe 547 bilde die tiefste Einbruchsstelle. Montbozon wieder in
           eigener Hand.
           Dem LXIV.A.K. werde heute nacht ein erheblicher Teil vom bisherigen Abschnitt des IV.Lw.F.K. übergeben.
           IV.Lw.F.K. spare hierdurch etwa 10 km Frontlänge ein und könne sich dementsprechend stärker zusammenschließen. Die neue Linie verlaufe im
           Raum Presle - Filoin - Magnoray - Romaine-Bach.
           Bei 11.Pz.Div. seien dort, wo Luftwaffen-Rgt. eingesetzt war, Durchbrüche erzielt worden, und zwar von Sourans nach Norden, aufgefangen
           bei Colombiers und von Goux nach Nordosten, aufgefangen bei Villars sous Ecot.
           Zur Schweizer Grenze hin sei nichts besonderes zu melden.
19.10 Uhr: Chef gibt IIa-Geschäftszimmer zur. Weiterleitung an IIa bekannt, daß General Schmidt vermißt und die 159.Div. von Gen.Ltn.Kohl übernommen
           worden sei.
19.12 Uhr: Chef IV.Lw.F.k. meldet Chef/AOK; Erkundung durch Rgts-Kommandeure habe ergeben, daß Ort Rougemont selbst ungeeignet für eine
           Verteidigungslinie sei, weil er 150 m tief im Tale liege. Die Höhen nördlich davon seien hingegen sehr geeignet. Korps beabsichtige deshalb
           Verteidigung auf der Linie Abbenans - Hohe 362 - Höhe 269 aufzubauen. Diese Linie biete sich nach Bodenform und rückw. Bewaldung besonders an.
           Chef/AOK. erklärt sein Einverständnis hiermit,
           Er betont daß die Verteidigungslinie auch mit dem Ia des LXIV.A.K. besprochen werden müsse. Seine Frage, ob die Kampfgruppe Jesser noch
           beim IV.Lw.Fk. sei, wird bejaht.
19.20 Uhr: Ia/ll.Pz.Div. meldet Chef, daß nach einem Funkspruch ein Btl, der 11.Pz.Div. bei Nans und nordwestl. davon im Kampf liege.
           Chef AOK. gibt den neuen Linienverlauf für IV.Lw.Feldkorps und LXIV.A.K. bekannt.
           11.Pz.Div. meldet ergänzend, daß auf die der 11.Pz.Div. eingegliederten Flieger kein Verlaß sei. Die Stimmung bei Mann und Offizier sei
           schlecht und geeignet, die gute Haltung der Soldaten der 11.Pz.Div. nur zu verderben.
           Es sei vorgekommen, daß die Flieger in Marschkolonnen formiert von den Amerikanern als Gefangene abgeführt, worden seien. Mangel an Verpflegung
           und Munition, der allerdings nicht rechtzeitig gemeldet worden sei, könne zu der schlechten Einstellung mit beigetragen haben. Die schlechte
           Kampfhaltung der Flieger habe die Durchbrüche des Feindes verschuldet.
21.35 Uhr: Chef IV.Luftw.-Feldkorps erkundigt sich bei Ia AOK 19 über die Grenze zwischen Kampfgruppe Degener und 11.Pz.-Div.. Die Grenze wird im
           Armeebefehl bekanntgegeben, der zum IV.Luftw.-Feldkorps unterwegs ist.
21.50 Uhr: Ia/AOK 19 - Ia LXIV.A.K.:
           LXIV.A.K. soll baldigst eine genaue Gliederung der Einheiten einreichen.
           Bis 10.9., früh, erfolgte im Abschnitt des LXIV. A.K. die Rücknahme in Linie Langres - Gray - Fretigney planmäßig. Ab 14.00 Uhr starker
           Feinddruck bei la Chapelle - Fretigney. Gegner hat im Laufe des Nachmittags la Chapelle und Fretigney genommen. Angriff des Gegners erfolgte
           bei beiden Orten mit insgesamt etwa 25 Panzern.
22.30 Uhr: Ia Heeresgruppe G und Ia AOK 19:
           Ia Heeresgruppe G teilt mit, daß die 405.I.D. in Straßburg über die vorgesehenen Vogesenstellungen Bescheid weiß. Dort Erkundigungen einziehen.
           Oberst Allert überbringt heute dem Ia des LXVI.A.K. den Armeebefehl.
22.30 Uhr: Ia 11.Pz.-Div. meldet Ia AOK 19:
           20.00 Uhr marschieren in nordostw. Richtung bei Romain etwa 6 Panzer und 300 Mann Infanterie. Starke feindliche Bereitstellungen bei Accolans
           vor Einheit Menke. Mancenans feindbesetzt. Villars ebenfalls in Feindeshand (südl. Colombier - Chatelot).
22.35 Uhr: O 1 Heeresgruppe G fragt an, wo Druckplatten zur Herstellung von Frankennoten, die an Korück (Befehlshaber Nordost) gegeben wurden, geblieben
           sind. AOK 19 wird Erkundigungen einziehen.
22.40 Uhr: Anfrage Oblt.v.Hertell bei O 1 Korück, ob Korück Druckplatten erhalten.
           Korück verneint.
23.20 Uhr: Meldung Oblt.v.Hertell an O 1 Armeegruppe G, daß LXVI.A.K. und Korück Druckplatten nicht erhalten haben.
 
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