| Befehle, Meldungen etc. September 1944 |
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Oberkommando der Armeegruppe G
la Nr. 2386/44 g.Kdos. Weisung für die Kampfführung ab 3.9.44. 1.) Feind hat in der Nordflanke der Armeegruppe Neufchateau besetzt, weiter nördlich die Maas erreicht, teilweise überschritten. Gegen 19.Armee drückt er frontal nach; mit stärkeren Kräften greift er nordostw. Lyon die Ostflanke der Armee an. Lage am Genfer-See nach wie vor ungeklärt. 2.) Hauptaufgabe der Armeegruppe ist die Sicherung der Nordflanke, um unter deren Schutz die zurückkommenden Teile nach Osten durchzuschleusen. 3.) Der 19.Armee werden mit dem 3.9., 06.00 Uhr, Gen.Kdo.LXIV.A.K. und Gen.Kdo.Dehner unterstellt. Armee-Oberkommando von diesem Zeitpunkt ab in Dijon. 4.) Gen.Kdo.LXVI.A.K. deckt die Nordflanke der Armeegruppe. 553.Inf.Div. wird nicht Armeegruppe, sondern der 1.Armee zugeführt, die die Division an ihrem Südflügel in der Linie Pont a Mousson - Nancy einsetzen wird. Dem Gen.Kdo.LXVI.A.K. ist durch 19.Armee (LXIV.A.K.) so schnell als möglich die 16.Division zuzuführen. Mit ihr wie der Gruppe Ottenbacher ist durch LXVI.A.K. eine Sicherungs- und Sperrlinie herzustellen, die bei Nancy Anschluß an den Südflügel der 1.Armee findet. 5.) Trennungslinie zwischen LXVI.A.K. und 19.Armee: Recey (35 km westsüdwestl.Langres) - Chatillon s.Seine (LXVI.A.K.) -Laignes. Hiermit tritt die Gruppe Brodowsky (Gef.Std.Poiseul la Ville (3 km südl.Baigneux les Juifs )), bisher Gen.Kdo.LXVI.A.K. unterstellt, unter 19.Armee. Gen.Kdo.LXVI.A.K. hat die in Gegend Montbard eingesetzten Teile der 16.Division heranzuziehen. 6.) Der 19.Armee obliegt neben der Zurücknahme der ihr bisher unterstellten Teile das Durchschleusen des LXIV.A,K. Dieses ist zur äußerster Beschleunigung seiner Marschbewegung angehalten. Armee meldet baldigst, wann mit dem Herüberbringen der letzten Teile des LXIV.Korps über die Bourgogne zu rechnen, ist. Dem Korps ist befohlen, neben der jetzt belegten Straße über Dezice auch die direkte Straße Nevers - Autun freizukämpfen und auszunutzen. Die Armee bringt ihre eigene Absetzbewegung mit dem Durchschleusen des LXIV.A.K. in Einklang. Es kommt hierbei darauf an, daß die großen Verbände der Armee in zunächst allgemeiner Richtung Vesul durchgezogen werden. 7.) 11.Pz.Div., z.Zt. mit dem Schutz der OstfLanke der 19.Armee beauftragt ist später so bereitzuhalten, daß sie - wenn die Feindlage es erfordert - auch Richtung Epinal verwendet werden kann (vergl.Ziff.8.) 8.) 19.Armee führt die erste greifbare Division, möglichst 159.Div. in den Raum um Remiremont. 16.Div. kommt hierfür, da dem LXVI.A.K. unterstellt, nicht in Frage. Verstärkung dieser Kräftegruppe um Remiremont durch weitere zufließende Verbände der Armee ist anzustreben, um sich notfalls nach Nordosten Luft zu schaffen. 9.) Der Befehl, daß Gen.Kdo.LXIV.A.K. frühzeitig nach Dijon zwecks Einsatz in Langres zu führen, ist durch Funk-Befehl v.1.9.abends aufgehoben. Das Gen.Kdo. hat zunächst die einzige Aufgabe, die Marschbewegung des Korps zu beschleunigen. Wichtig ist baldigste Zuführung des Div.-Stabes l6.Div. zum LXVI.A.K. Stabsgruppe Brodowsky bleibt stattdessen der 19.Armee zur Verfügung. 10.) Dem der 19.Armee unterstellten Gen.Kdo.Dehner obliegt der Schutz der Südwest-Flanke. Verstärkung durch mit der Armee herankommende Marsch-Btle. oder dergl. ist notwendig. 11.) Freiw,Stamm-Div. (St.Qu. Vesul) mit im Bereich unterstellten Verbänden wird 19.Armee unterstellt. Aufgabe der Div. ist es, die zurückkommenden Ost-Btle. aufzufangen und zu reorganisieren. Über einsatzfähige Verbände verfügt AOK 19. Div.Stab mit unzuverlässigen Verbänden ist nach Lothringen abzuschieben. 12.) Nach Freiwerden des Stabes General Schmidt (Beaune) ist General Schmidt mit den der Artl.-Schule angehörigen Offizieren, Uffz. u. Mannschaften entsprechend OKH-Befehl in die Heimat zu verlegen. Das Gerät steht AOK 19 zur Auffrischung 338.I.D. zur Verfügung. 13.) Oberkommando Armeegruppe verlegt 3.9. nach Gerardmer. |
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