| Kriegstagebuch September 1939 | |
| 6.9.1939 |
Bericht über Verlauf der Kämpfe vom
6.9.-25.9.39. Am 6.9.39 trat die Brigade Lötzen unter den Befehl des XXI.A.K.. Sie sollte befehlsgemäß durch Nachtmärsche um Gehlenburg (Bialla) versammelt werden. Die Versammlung der Brigade, die noch am 5.9. mit einem verstärkten Regt. um Treuburg mit dem anderen südwestl. Lyck gestanden hatte, erfolgte unter sehr schwierigen Umständen, da über den zu erreichenden Raum erst im Laufe des 6.9. Klarheit gewonnen werden konnte und der Zeitpunkt für den Abschluß der Versammlung um einen Tag vorverlegt wurde. Durch Nachtmärsche und zum Teil durch Eisenbahntransporte gelang es, die Versammlung bis 7.9. früh nördlich und nordostwärts Bialla zu vollenden. Am Spätnachmittag des 6.9. traf der Brigadestab in Gehlenburg (Bialla) ein. Hier erhielt die Brigade in einer durch den Kommandierenden General des XXI.A.K., Herrn General von Falkenhorst, persönlich geleiteten Befehlsausgabe den Auftrag, sich in ihren Versammlungsräumen so bereit zu halten, daß sie nach Durchzug der auf Bialla anrollenden 10.Pz.Div. zur Verfügung des Korps den Vormarsch über Szczuczyn auf Lomza antreten konnte. Nach erneuten Erwägungen wurde der Auftrag dahin abgeändert, daß die Brigade, ohne das Durchziehen der 10.Pz.Div. abzuwarten, in allgemein südostwärtiger Richtung über Gr.Rogallen vorgehen und dann ostwärts Szczuczyn vorbei auf der Straße Wasosz - Lawsk vorgehen sollte. Gegen 10.00 Uhr überschritten die vordersten Teile der Brigade die Reichsgrenze ostwärts Gr.Rogallen. Gesprengte Brücken bei Szczuczyn und Wasosz verzögerten den Vormarsch, der noch bis tief in die Nacht hinein fortgesetzt wurde. Nach großen Marschleistungen erreichte die Brigade noch in der Nacht mit Anfang die Gegend Przytuly. |
| 7.9.1939 |
Bericht, Der
Durchbruch durch die poln.Bunkerstellung am Bobr nordostwärts Wizna am
9.9.1939 |
| 8.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Am 8.9. wurde der Vormarsch auf Jedwabno fortgesetzt. Die Brigade erhielt den Auftrag, Teilkräfte von Jedwabno aus Richtung Zanklewo abzudrehen und durch Vorstoß über den Bobr bei Wierczisezewo den Narewübergang der 10.Pz.Div. bei Wizna zu unterstützen. Über den erfolgreichen Kampf dieser Teilkräfte (Detachement Gall) siehe besonderen Bericht: Auszug aus dem Korpsbefehl des XXI.A.K. Ia 77/39g v. 10.9.39: "Detachement Gall der Brigade Lötzen hat ostwärts Wizna mehrere Bunker genommen und die Straße Mezenin - Ossowiec erreicht und damit die 10.Pz.Div. wirkungsvoll unterstützt. Ich spreche Führung und Truppe meine volle Anerkennung aus." Bericht, Der Durchbruch durch die poln.Bunkerstellung am Bobr nordostwärts Wizna am 9.9.1939 Spat in der Nacht vom 7./8.9. wurde das Tagesziel zu kurzer Rast erreicht. Am frühen Morgen des 8. ging der Vormarsch weiter bis in die Gegend nördlich Jedwabno. Hier bezogen die einzelnen Teile der Brigade Alarmquartiere und hofften, dort bis zum nächsten Tage bleiben zu können. Aber nach kaum 2 Stunden war es für größere Teile der Brigade mit dieser Rast vorbei. Ein neuer Auftrag, der sich in der Folge als außerordentlich schwieriger Kampfauftrag erweisen sollte, wurde ihnen zuteil. Die 10.Pz.Div. hat am 7.9.versucht, Lomza im Sturm zu nehmen. Dieser Versuch wurde in der Nacht vom 7./8. aufgegeben, und die Div. sollte nunmehr Wizna den Narewübergang erzwingen. Hier war es zu heftigen Kämpfen gekommen und es stellte sich heraus, dass eine starke feindliche Bunkerstellung südlich des Narew, ungefähr 9 km. ostwärts Wizna, dem weiteren Vorgehen größte Schwierigkeiten bereite. Die ersten Angriffe blieben erfolgfos. Um ihr weiteres Vorgehen zu erleichtern, erhielt ein Detachement der Brigade in Stärke von 2 Bataillonen J.R.161, dem Pi.Bat1.161 (ohne 1.Komp.), der II./A.R.161 unter Führung von Oberstleutnant Gall folgenden Auftrag : a) Säuberung des Geländes weslich des Bobr nördlich von Wizna und Erreichen des Bobr. b) Uebergang über den Bobr bei Wierciszewo und Vorstossen längs des Knüppeldamms, der sich von dort durch die Sümpfe hinziehen sollte, bis zur Straße Zambrow - Ossowiec, um dadurch das Vorgehen der 10.Pz.Div.zu erleichtern. Dem Auftrag lag offensichtlich die Karte zugrunde, nach der das Gelände nördlich des Narew unpassierbarer Sumpf sein musste. Dass sich in diesem Gelände ständige Befestigungsanlagen befanden, war unbekannt. Das Detachement (1 Batl.Infanterie und 2 Battr.Artillerie wurden erst in der Nacht nachgeführt) sammelte sich um 14.00 Uhr bei Jedwabno und trat von dort 14.30 Uhr den Vormarsch zur Ausführu erreicht, so dass noch bei Tageslicht von diesen Höhen aus die ersten Anordnungen für die Durchführung des zweiten Teils des Auftrages gegeben werden konnten. Diesem zufolge sollten noch in den Abendstunden starke Sicherungen am Bobr in Linie von Wierciszewo und nördlich davon vorgetrieben werden. Es sollten weiter 1.Kompanie mit 1 I.G.Zug und 1 Geschütz, das in direktem Schuss zu wirken hatte, in Wierciszewo für die Erzwingung des Übergangs am 9. früh bereitgestellt werden. Zum Schutze der linken Flanke wurde die ebenfalls unterstellte Radfahrschwadron 161 nach Norden hinaus geschoben. Die gleichfalls angeordnete genaue Erkundung des Bobr blieb unwirksam, da die Nacht außerordentlich dunkel war und die Durchführung verbot. Es wurde lediglich festgestellt, daß die Seilfähre, die sich bei Wierciszewo befinden sollte, nicht vorhanden war. Wie sich später herausstellte, war sie durch die Polen versenkt. |
| 9.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Am 9.9. erhielt die Brigade den Auftrag sofort die Gegend Dobrzyjalowo zu erreichen und gegen die Festung Lomza, die am 7.9. von der 10.Pz.Div. ohne Erfolg angegriffen worden war, zu sichern, insbesondere an den von Lomza nach Norden, Nordosten und Osten führenden Hauptstraßen. Die Masse der Brigade erreichte den Raum Dobrzyjalowo vor Anbruch der Dunkelheit, 1 Batl. die Straße Lomza - Stawiski bei Kisielnica, 1 Batl. die Straße Lomza - Jedwabno bei Kownaty, die Radf.-Schwadron die Straße Lomza - Wizna südlich Wyrczyki. Die befohlene Sicherung gegen die Festung Lukza war am 9.9. abends mihin durchgeführt. Das Detachement Gall war im Laufe des 9.9. der 10.Pz.Div. unterstellt worden. Am 9.9.19.30 Uhr erhielt die Brigade den Auftrag, Lomza im Zuge der unmittelbar vor der Festung gelegenen Höhen abzuriegeln. Bericht, Der Durchbruch durch die poln.Bunkerstellung am Bobr nordostwärts Wizna am 9.9.1939 b) Da nach gleichlautenden Aussagen der Landesbewohner wochenlang weiter rückwärts geschanzt worden ist, muß alsbald nach dem Übergang mit feindlicher Gegenwirkung gerechnet werden. c) Der Knüppeldamm ist nicht vorhanden. Ein fahrbarer Weg scheint jedoch von der Brückenstelle nach Gielczyn und weiter nach Brzeziny zu führen. d) Sumpf ist keiner vorhanden. Der Übergang kann nur mit Flosssäcken, demnächst mit Fähre und schließlich auf einer Pontonbrücke erfolgen. Die Wassertiefe des Bobr beträgt 1.00 bis 1.50 m. Nach Aussagen von Landesbewohnern soll in der Mitte des Flusses Stacheldraht gespannt sein. Bei der eigenen Truppe bot sich folgendes Bild: Über den Bobr war noch nichts herüber, auch keine Spähtrupps. Hptm.Koll, der Kommandeur des Pi.Batls. war persönlich mit mehreren Pionier- Trupps zur Stelle und leitete die Vorbereitungen für das Übersetzen der ersten Leute mit Floßsäcken, dem der Bau von Fähren folgen sollte. Der Regts.Kdr. sah sich veranlasst, um die Gunst der Lage nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, bis in die Führung der Kompanien einzugreifen. Er gab den zunächst befindlichen Trupps der 1. und 2.Kompanie den Befehl, sofort durch den Bobr durchzugehen und auf der anderen Seite etwa 300 bis 400 m vom Ostufer entfernt zunächst einen Schutz zu bilden für das weitere Übersetzen. Der Befehl wurde mit einer außerordentlichen Freudigkeit und Entschlossenheit befolgt. Als erster sprang der Ordonnanz-Offz. des Regts.Leutnant Wittgen, ein Träger des E.K.I aus dem Weltkriege ins Wasser und ihm folgte sofort alles, was in der Nähe war. Darauf folgte unter Führung von Leutnant Halbhübner ein geschlossener s.M.G. Zug der 1.Komp. Leutnant Wittgen war es dann auch, der die zunächst übergegangenen Trupps ordnete, sie in die richtige Richtung brachte und den ersten Brückenkopf organisierte. Er begleitete später den Angriff der 3.Komp.noch eine ganze Weile, schickte wertvollste Meldungen und kehrte erst nach über 3 Stunden zum Rgt. zurück. Kaum war der s.M.G.-Halbzug des Lt. Halbhübner, für den das Übergehen mit den schweren Maschinengewehren wegen der in der Mitte des Flusses tatsächlich vorhandenen Stacheldrähte besonders schwierig war, auf dem Ostufer eingetroffen, als von polnischer Seite das erste Maschinengewehrfeuer einsetzte und sich an die Übergangsstelle herantastete, ohne sie jedoch völlig zu erreichen. In gleicher Weise wurde von den Polen der Bobr und die Höhen auf dem westlichen Ufer zwischen beiden Ortschaften durch M.G.-Feuer abgestreut. Lt.Halbhübner ging mit seinem s.M.G.Zug daraufhin sofort in Stellung und das unmittelbar nördlich von Wierciszewo in Feuerstellung gegangene Geschütz eröffnete ebenfalls des Feuer im direkten Schuss. Die Wirkung musste augenscheinlich gut sein, denn es wurde bald darauf beobachtet, wie 2 feindliche M.G. etwa 800 m vom Flussufer entfernt einen Stellungswechsel rückwärts machten. Es war nunmehr klar, daß das Detachement bei seinem weiteren Vorgehen mit mehr oder minder starkem Widerstand zu rechnen hatte. Der Rgts.-Kdr. gab daher folgenden Befehl: "I.Batl. ging mit 3 Kompagnien nach erfolgtem Übergehen auf Gielczyn vor, 1 Kompagnie geht an Wierciszewo über und greift ebenfalls diesen Ort an. Nach Erreichen von Gielczyn als erstes Angriffsziel ist durch das I.Batl. sofort weiter auf Brzeziny als zweites Angriffsziel vorzugehen. Weiteres Vorgehen von dort aus wird befohlen. II./A.R.161 unterstützt mit sämtlichen Batterien das Vorgehen der Infanterie. Ein Geschütz unterstützt vom Westufer des Bobr im direkten Schuß dieses Vorgehen. Ein Geschütz hält sich bereit, sobald die erste Fähre fertig, das Ostufer überzusetzen und ebenfalls in direktem Schuss den Angriff zu unterstützen. Von den beiden I.G.Zügen geht ein Zug auf dem Westufer des Bobr in Stellung zur Unterstützung des Infanterieangriffs, der 2.Zug hält sich bereit, auf der Fähre übergesetzt zu werden und unmittelbar der Infanterie zu folgen. Das III.Batl. ist an den Westrand von Wierciszewo heranzuziehen und bleibt dort zu meiner Verfügung. Die Pioniere bauen zunächst aus Floßsäcken eine Fähre und setzen Geschütze und I.G.Zug über. Sobald die Brückenkolonne herann ist, ist eine Pontonbrücke über den Bobr zu bauen." In Ausführung dieses Befehls setzte gegen 7.00 Uhr das Vorgehen beider Angriffsgruppen auf Gielczyn ein, wobei die an der nördl. Übergangsstelle eingesetzte Kompagnie ebenfalls rücksichtslos bis an die Schultern durch das Wasser ging. Die Kompagnie baute später dort einen Brückensteg, der sich für die Fortsetzung der Kampfhandlungen im Verlauf des Tages sehr günstig auswirkte. Das Vorgehen ging zunächst flott vorwärts, ohne dass sich erhebliche feindl. Gegenwirkung als immer wieder von Zeit zu Zeit auflebendes Infanteriefeuer bemerkbar machte. Als jedoch die vordersten Teile etwa 700/800 m an Gielczyn herangekommen waren, lebte das poln. Feuer auf der ganzen Front sehr heftig auf. Der Angriff kam ins Stocken. Die ersten Meldungen liefen ein, dass man einer starken feindlichen Bunkerstellung gegenüber liege und dass auch Drahthindernisse erkannt worden seien. Diese Meldungen fanden zunächst wenig Glauben, da man sich beim Rgt. nicht recht vorstellen konnte, dass eine Bunkerstellung unbekannt geblieben sei. Immerhin ergab die persönliche Beobachtung beim Rgt. und bei der Abteilung, dass an einigen Punkten vor der Angriffsfront stärkere Befestigungen sein mussten, die zunächst jedoch als Feldbefestigungen angesprochen wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt, etwa 8.30 Uhr war ein I.G.Zug und ein Geschütz übergegangen. Das 2.Geschütz erhielt Befehl, ebenfalls auf das Ostúfer überzugehen, sobald ein Wirken in direktem Schuss vom Westufer nicht mehr möglich war. Eine Nachprüfung ergab außerdem, dass in vorbildlicher Weise die Beobachter der Artillerie und der I.G. Züge den Angriff der Infanterie in vorderster Linie begleiteten und von dort aus das Feuer leiteten. Besonders hervorgehoben werden muss hierbei der Führer der 5.Battr., Oblt.Siebert, der persönlich während des ganzen Verlaufs des Angriffs das Feuer seiner Battr, aus vorderster Linie leitete. In gleicher Weise verdient besondere Anerkennung der Führer des I.G.Zuges auf dem Ostufer des Bobr, Feldw.Jablonowski. Weiter muss besonders erwähnt werden, der Lt.Hundertmark, der mit einem Geschütz auf dem Westufer in direktem Schuss wesentlich zu dem Erfolg des Tages beitrug. Das Feuer sämtlicher schweren Waffen wurde nunmehr auf die am besten sich abhebende feindliche Anlage zusammengefasst, die sich später als der mittelste der 3 mit Panzerkuppel versehenen, mit 4 s.M.G. und 1 l.M.G. bestückten außerordentlich starken poln.Bunker entpuppte. Unter dem Schutze dieses starken zusammengefassten Feuers gingen Teile der 3. und besonders der 4. Kompagnie - diese von der nördlichen Übergangsstelle aus- bis auf etwa 75 m an den Bunker heran. Das vorzüglich liegende Feuer der schweren Waffen vermochte zwar nicht dieser ungewöhnlich starken Kampfanlage materiell starken Schaden zu tun, sie zermürbte aber die Besatzung so, dass sie, zumal unter dem Eindruck der sich unaufhaltsam heranschiebenden Infanterie kurz vor dem Eindringen dieser den Bunker fluchtartig unter Zurücklassung ihrer Waffen und selbst eines Teile der Bekleidung räumte. Dank der weit vorne befindlichen Artilleriebeobachtung gelang es rechtzeitig, das Feuer der Artillerie und I.G. von dem Bunker zu verlegen und ihn zu besetzen. Durch die Einwirkung des Artilleriefeuers auf die rückwärts dieses Bunkers befindlichen Feldanlagen wurden auch diese geräumt. Nachdem somit der Einbruch in die Bunkerstellung gegen 12.00 Uhr mittags erreicht worden war, handelte es sich darum, die übrigen Bunker zu nehmen, um weiter auf Brzeziny und demnächst gegen die große Straße vorgehen zu können. Wieder war es dem vorbildlichen Zusammenarbeiten von Artillerie, Infanterie und I.G.zu danken, dass in Kürze das gesamte Feuer auf den südlich gelegenen Bunker zusammengefasst werden konnte, sodass auch dieser nach etwa 1/2 Stunden fiel. Mittlerweile hatte es sich herausgestellt, dass auch weiter nördlich noch eine starke feindliche Anlage sich befinden musste, die jedoch zunächst schwer auszumachen war. Das von dort herkommende M.G. Feuer war nach kurzem, dorthin verlegten Feuer einer Battr. zwar kurze Zeit verstummt, lebte aber alsbald wieder auf. Der Rgts.-Kdr.hatte sich daher schon während des Vorgehens der 4.Komp. auf den mittleren Bunker entschlossen, 1 Komp. des III.Batls. (12.) nach der nördl. Übergangsstelle zu verschieben und gab ihr dann den weiteren Auftrag, dort über den Bobr zu gehen, um dort zum Schutz der linken Flanke des I.Batls. den dort befindlichen Wald zu säubern und zu besetzen. Kurze Zeit darauf wurde an dieser Übergangsstelle eine zweite Komp.(11.) eingesetzt. Durch das Vorgehen der 12.Komp.ergab sich, daß in der Nordflanke ein weiterer Bunker sich befand. Die Infanterie ging hier so schnell an den Bunker heran, dass eine wirksame Unterstützung durch die Artillerie, zumal hier noch keine Beobachter in der vorderen Linie war, nicht zu Stande kam. Der 12.Komp gelang es, nicht nur an den Bunker heran, sondern auch auf das Dach des Bunkers zu kommen und sich dort 15.00 Uhr einzunisten. Es glückte ihr aber nicht, die Besatzung des Bunkers zur Übergabe zu zwingen, die immer wieder ihr M.G.-Feuer aus den seitlichen und rückwärtigen Scharten auf den zuerst genommenen Bunker und das Zwischengelände richtete und das Vorgehen in ostwärtiger Richtung vorübergehend erschwerte. Der Rgts.-Gefechtsstand war mittlerweile nach dem zunächst genommenen Bunker verlegt worden und von hier aus wurden nun die weiteren Anordnungen für die Wegnahme des Bunkers getroffen, nachdem sich die Hilfsmittel der Infanterie als ungeeignet erwiesen hatten. Da seit 12.30 Uhr die Pontonbrücke über den Bobr fertig geworden war, war das Folgen aller auf dem Westufer befindlichen Teile des Detachements sichergestellt und das Heranführen der für die Wegnahme des Bunkers erforderlichen Kampfmittel ermöglicht. Zunächst wurden hierzu 2 Paks eingesetzt, die, wie die spätere Besichtigung ergab, mit großer Treffgenauigkeit schossen, von 40 Schuss die weitaus meisten in die Scharten brachten und damit auch blutige Verluste unter der Besatzung herbeiführten. Den Bunker zur Übergabe zu zwingen, gelang ihnen infolge der Bauart dieser starken Anlage ebenso wenig wie der Infanterie mit ihren Handgranaten, geballten Ladungen und s.M.G.-Feuer in die Scharten. Es blieb naher nur noch die Möglichkeit, einen Eingang in den Bunker zu sprengen. Vorbereitungen hierzu zogen sich bis 3.00 Uhr morgens am 10.9. hin. Sie wurden geleitet von Obtl.Schneider, dem Führer der 9.Kompagnie, die in den späten Nachmittagsstunden zur Verfügung des Rgts. nach Gielczyn vorgezogen worden war. Die Sprengladung von 3 Ztr. Sprengstoff wurde an der Panzerkuppel angebracht und zur Entzündung gebracht. Sie riss ein Loch von etwa 1 m Durchmesser in die Panzerkuppel, die gesamte Wirkung schlug in das Innere des Bunkers und füllte ihn mit dichtem Rauch, die der Besatzung den Atmen erschwerte. Nun entschloss sie sich zur Übergabe. Von einer Besatzung von 10 Mann war 1 tot, 4 verwundet, 4 wurden gefangen, Mittlerweile hatte, das I.Batl. nach Wegnahme der beiden südlichen Bunker sich ohne weitere Kämpfe in den Besitz von Brzeziny gesetzt und hatte dann auf erneuten Befehl die große Straße auftragsgemäß erreicht. Von den beiden in südlicher Richtung befindlichen Brücken gelang es ihr, die nördliche, die über einen Seitenarm des Narew führt, noch in Besitz zu nehmen, als bereits ein polnisches Brandkommando dabei war, sie in Brand zu stecken. Die Polen wurden verjagt. Das bereits schwelende Feuer gelöscht. Die große Brücke über den Narew konnte nicht mehr gerettet werden. Sie brannte bereits, als das Batl. sich näherte. Der Zugang zu ihr lag außerdem unter starkem deutschen Feuer, das den ganzen Tag über mit wechselnder Stärke hier und über den Bunkeranlagen südlich der Brücke gelegen hatte. Der dort den ganzen Tag tobende Kampf war noch in vollem Gange, als das Detachement um 18.00 Uhr auftragsgemäß die große Straße und die erste Brücke erreicht hatte. Es ist daher wohl nicht mit Unrecht anzunehmen, dass die Polen unter der Einwirkung des Durchbruchs des Detachements sich veranlasst sahen, die der Panzerdivision gegenüber befindliche Bunkerstellung zu räumen. Das Detachement hatte in der Hauptsache im Laufe des Tages mit M.G.- und Schützenfeuer zu tun. Artillerie-Feuer, nicht klar erkannt ob von 2 oder 4 Geschützen, lag etwa von 9.00 Uhr vormittags bis 11.00 Uhr auf der angreifenden Truppe. Die Gesamtzahl der Verluste betrug 4 Tote, 33 Verwundete ( davon 3 Offiziere). Die Beute bestand aus 12 schweren, 3 leichten Maschinengewehren, mehreren 100 000 Schuss Infanteriemunition, Verpflegung, Ausrüstung, Uniformen usw. Die Zahl der Gefangenen in Uniform betrug nur 9. Dafür aber waren sämtliche Dörfer mit Leuten angefüllt, die erst eben die Uniform ausgezogen hatten. Sie wurden zum Teil abgeführt. Es befanden sich darunter auch, wie einwandfrei festgestellt wurde, mehrere Offiziere. Mit der erfolgreichen Durchführung des ihm gestellten Auftrages hatte das Detachement bewiesen, dass die Truppen der Brigade Lötzen als vollkampfkräftig anzusprechen sind, und dass sie in ihren Leistungen hinter keiner aktiven Truppe zurückstehen. S e haben bewiesen, dass sie auch bei einer schweren Aufgabe nicht zurückschreckten und haben vor allem den Beweis erbracht, dass in der Kürze der Zeit ein vorbildliches Zusammenarbeiten zwischen Artillerie und Infanterie geschaffen wurde. An dem Erfolg vom 9.9.sind alle Waffengattungen beteiligt: Infanterie, Artillerie, Pioniere. Sie haben damit Zeugnis abgelegt für den in der ganzen Brigade herrschenden Geist, sie haben die Bezeichnung der Brigade als "Landwehr"- Brigade zur Ehre gebracht. Die ihr, von allen Vorgesetzten zum Ausdruck gebrachte Anerkennung können die Truppen der Brigade Lötzen vollauf als berechtigt empfinden. |
| 10.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Am 10.9. Vormittag wurde die befohlene Abriegelung durchgeführt. Bei Annäherung an die Festung entspann sich ein lebhaftes Feuergefecht, das den ganzen Tag über anhielt. Der Gegner schoß mit M.G. und leichter Artl. bezw. Minenwerfern. Am 10.9. nachmittags erhielt die Brigade fernmdl. Befehl, Lomza am 11.9. anzugreifen. Starke Artilleriezuteilung (2 schw.Artl.Abtlg., eine Mörserbattr. wurden in Aussicht gestellt). Schon vorher hatte der Herr Brigadeführer angeordnet, daß durch Aufklärung mit Stoßtrupps Unterlagen für die Durchführung eines Handstreichs gegen die Festung gewonnen werden sollten. Nach persönlicher Erkundung und auf Gründ einer Meldung des Führers Lw.I.R.162 befahl der Brigadeführer am 10.9. gegen 15.30 Uhr in Jeziorko die Durchführung eines Handstreichs gegen Fort III. Der Handstreich sollte in der Abenddämmerung eingeleitet werden. Er führte zur Einnahme der Festung Lomza. Hierzu siehe Sonderbericht: Anlage 2. Die Zuteilung der in Aussicht gestellten schweren Artl. war nicht mehr nötig. Bericht IR.162 über die Einschließung und Einnahme von Lomza: Das Lw.I.R.162 war am 9.9.1939 unter starker Sicherung, besonders an den nach Lomscha führenden Straßen mit den vorderen Teilen bis auf etwa 4km an Lomscha herangekommen. Für den 10.9. erhielt das Rgt. von. der Brigade den Befehl, Lomscha nunmehr abzuriegeln und hierzu mit 2 Batl. in vorderer Linie bis zur ungefähren Linie Punkt 141 (ostw.Czarnocin) Punkt 157 (700 m südwestl. Pokrzywy) Punkt 159 (1 1/2 km nordostw. Kalinowo) vorzugehen - Anschluß links an zweites Btl. Lw.I.R.162. Es wurden vom Rgt. in vorderster Linie eingesetzt. Rechts das IV.Batl., links das I.Batl. Die I./Lw.A.R.161 hatte Befehl, das Vorgehen der Infanterie zu unterstützen. Da die Artl. bei Morgengrauen noch nicht feuerfertig war und nur schwächerer Gegner im Vorgelände lag gingen die beiden Batl. unterstützt von je 2 Zügen der 17. und 18.Komp. unter Zurückwerfung der poln. Gefechtsvorposten nach kurzem Feuergefecht bis zur befohlenen Linie vor. Danach wurde die Verteidigungsstellung festgelegt und mit dem Ausbau begonnen. Der Pole, der bis dahin aus den Forts noch nicht geschossen hatte, gab jetzt unregelmäßiges s.M.G. und 1.M.G.-Feuer ab und streute mit einer Battr. auf die im Ausbau befindliche Stellung und die wohl erkannten Batl.-Stäbe. Verluste traten nur vereinzelt auf. Die Bestückung der Forts und die Aufstellung der M.G. konnte jedoch auf diese Weise ziemlich genau festgelegt werden. Nach genauem Studium der Karte und persönlich durchgeführter Erkundung im Gelände, gab das Rgt. dem IV.Batl. noch am Vormittag fernmdl. den Befehl, durch einen Spähtrupp festzustellen, ob Czarnocin vom Feinde frei ist, wie die Annährungsmöglichkeiten gegen das Fort III durch das Dorf bezw. am Narewufer entlang sind und ob eine Besetzung am jenseitigen Narewufer erkannbar ist. Gegen 14.00 Uhr traf ich nachdem ich die beim I.Batl. für die Verteidigung getroffene Maßnahme überprüft hatte zum gleichen beim auch,lm IV. Batl. ein. Auf Grund der inzwischen durchgeführten Erkundung auf Czarnocin konnte mir der Führer des Batls. melden, daß er ein Unternehmen gegen Fort III wie ich es am Vormittag angedeutet hatte, für günstig halte. Ich gab Hptm.Pogoda nun Anweisung für dic Durchführung und Befehl zur Vorbereitung des Unternehmens. Während dieser Unterredung wurde ich durch einen Motormelder zu Herrn General Ottenbacher am Nordausgang von Jeziorko befohlen. Der Herr General eröffnete mir, dass Lomscha von der Brigade genommen werden müsse und mit einem Angriff für Morgen zu rechnen sei. Erkundungsvorstöße sollten noch am 10.9.39 durchgeführt werden. Ich konnte Herrn General melden, dass bereits von mir ein Unternehmen gegen Fort III in Aussicht genommen sei und zwar ein Handstreich, ausgeführt von einer Kompanie bei Beginn der Dämmerung ohne jegliche Feuervorbereitung um, wenn es gut geht, das Fort zu nehmen, wenn dies nicht gelingen sollte, wenigstens eine gewaltsame Aufklärung zu erreichen. Der Herr Brigadekommandeur erklärte sich einverstanden und kam gleich mit zum Gefechtsstand des IV. Batls. um bei Festlegung des Unternehmens mitzuhelfen. In seinem und des Artl.Rgts., sowie Abteilungskommandeurs Beisein gab ich dem Batls.—Kdr dem herangeholten Kompanieführer der 14. Komp, Lt.Klingenfeld folgenden Befehl: "14.Komp., der ein Pak.—Geschütz und ein Artl.Geschütz zugeführt wird, geht bei Beginn der Dämmerung mit zwei starken Stoßtrupps in vorderer Linie, Komp. dicht aufgeschlossen, vom Südostausgang von Czarnocin gegen die rechte Ecke von Fort III for, nimmt dieses Fort, stößt unter Sicherung gegen Fort II, wenn irgend möglich bis Narewbrücke vor und nimmt diese in die Hand. Zur Sicherung des Unternehmens ist 1/2 s.M.G.—Zug noch bei Helligkeit auf Höhe 103 (etwa 800m südl. Höhe 141) in Stellung zu bringen und gegen die rechte Fortecke einzurichten, um auf Anforderung durch, in weißes Leuchtzeichen einen etwaigen Gegenstoß aus dem Fort gegen die Flanke der Komp. durch Feuer abzuriegeln_ Der 2. Halbzug ist so in Stellung zu bringen, daß er die auf der Karte etwa 2 km westlich des Südausganges des Dorfes Czarnocin eingezeichnete Anlage unter Feuer nehmen kann, falls von dort aus ein Gegenstoß unternommen werden sollte. Der Handstreich wird ohne Schußabgabe durchgeführt, da ein gezieltes Feuer höchstens von s.M.G. zu erwarten ist. Keine Artl.— Feuervorbereitung. Ist das Unternehmen geglückt, so werden in längeren Pausen nacheinander drei weiße Leuchtzeichen abgegeben. Auf Anforderung durch rote Leuchtzeichen wird von der I./Lw.A.R.161 Sperrfeuer zwischen Fort III und II von etwa 30 Minuten Dauer gelegt, um einen Gegenstoß aus Fort II heraus zu zerschlagen. (Es müßten diese Leuchtzeichen vereinbart werden, weil leider der Komp. leider nicht Drahtverbindung mitgegeben werden konnte, da der Rgts.—Nachr.Zug sich verbaut hatte und auch die Nachr.Betr.Komp. der Brigade der Anforderung auf Draht nicht entsprechen konnte). Der Kommandeur des IV. Batls, führt, als zweite Welle 3 Züge der rechts eingesetzten 16.Komp. und eine ihm noch heranzuführende Komp. des durch die Brigade dem Rgt. zur Verfg. gestellten und nach Budy—Uzrneckie in Marsch gesetzten III.Bats. der 14.Komp. dicht aufgeschlossen nach. Das III.Batl. (ohne eine Komp.) wird von mir als 3. Welle eingesetzt werden, wenn der Handstreich glücken sollte." Nachdem so für das Unternehmen alle notwendigen Anordnungen getroffen waren, begab ich mich zum Gefechtsstand des I.Batls. um dieses in das geplante Unternehmen einzuweihen und Weisungen für Mitwirkung des Batls.zu geben für den Fall, daß Fort III tatsächlich durch Handstreich genommen werden sollte. Gegen 18.00 Uhr auf dem Rgts.—Gefechtsstand (bisher Batls.—Gefechtsstand) zurückgekehrt, konnte ich auch den inzwischen erschienen Kdr. des III. Batls. einweisen. Gegen 18.15 Uhr traf von dem Kdr. des IV. Batls., Hptm Pogoda, folgende Meldurg ein: " Die drei Züge der 16. Komp. nicht wo ursprünglich eingesetzt, sondern etwa 1000 m rückwärts. Heranziehen dor Züge als 2.Welle unmittelbar hinter 14.Komp. nicht möglich. Unternehmen muß verschoben werden." Ich schickte den Melder zurück mit folgendem mündlichem Befehl: " Unternehmen steigt. Die für 2.Welle bestimmte Komp. des III.Batls. ist bereits vorgeführt. Mit dieser Komp. Teile der 15. Komp. mit vornehmen." Inzwischen war die 14. Komp. in Czarnocin eingerückt. Der Pole legte auf diesen Ort Art1.—Feuer, durch das die Mitte des Dorfes in Brand geriet. Der Handstreich der Komp. schien von den Polen erkannt worden zu sein. (Wie sich später herausstellte, galt das Art1.—Feuer einem von der Komp. vorausgesandten Spähtrupp; das Vorrücken der Komp. selbst war tatsächlich von der Fortbesatzung nicht bemerkt worden.) Bei Eintritt der Dämmerung hörte man vom Fort III aus heftig einsetzendes s.M.G.und 1.M.G.—Feuer, das fraglos der 14. Komp. gelten mußte. Aber auch aus den anderen Forts wurde sehr heftig geschossen, größtenteils mit Leuchtspurmunition, sodaß man deutlich sehen konnte dass das Feuer am stärksten auf dem I.Batl. und dem linken Flügel des IV.Batls. lag, eaf diesen Teilen auch Artl.—Feuer. Nach etwa. 20 Minuten schien das vom Fort III auf den Südausgang von Czarnocin gerichtete Feuer zu erstummen, woraus ich schließen mußte, dass das Unternehmen der 14.Komp. geglückt sein könnte, zumal das Feuer auf die übrigen Teile der Front des Rgts. an Heftigkeit nicht verlor. Die mit der 14.Komp. vereinbarten Leuchtzeichen blieben jedoch aus.(Die Mutmaßung, dass die Leuchtzeichen vielleicht wegen des hinter dem Fort III in breiter Ausdehnung liegendem Feuerscheins nicht zu sehen sein könnten, fand Später ihre Bestätigung). Herrn Generalmaj. Ottenbacher wurde von mir durch Fernsprecher Meldung erstattet. Da vom IV.Batl. keine Meldung kam wurde kurz nach 20.00 Uhr der Rgts.—Adj. zum Batl. geschickt, der bald darauf mit dem Kdr. des Batls., Hptm Pogoda, zurückkehrte. Dieser meldete, daß nach wie vor aus dem Fort III starkes M.G.—Feuer auf den Südausgang von Czarnocin lege, das demnach das Unternehmen als mißlungen zu betrachten wäre und er die ihm unterstellte Komp. des III.Batls. nicht vorgeführt hätte. Meine Einwendung, daß vom Rgts.—Gefechtsstand aus doch kein Feuer mehr vom Fort III zu hören wäre, glaubte er durch die größere Entfernung vom Rgts.— Gefechtsstand zum Fort erklärlich zu finden. Kurz darauf erschienen am Rgts.—Gefechtsstand Sanitäter der 14.Komp. mit einem schwer verwundeten, die aussagten, daß die Komp. in heftiges M.G.—Feuer geraten wäre und sich nach dem Nordausgang von Czarnocin zurück. gezogen hätte. Die gleiche Meldung machten 2 Leute der Pak—Komp., die das zu dem Unternehmen befohlene Pak—Geschütz im Handzug mit vorgebracht hatten und nun weil überzählig, zurückehrten. Trotzdem glaubte ich noch immer nicht, daß das Unternehmen mißglückt sein könne und befahl dem Kdr. des IV.Batls. sofort zur Klärung 3 starke Spähtrupps der 16.Komp., die ja im Gelände genau Bescheid wissen mußte, anzusetzen und zwar: Spähtrupp 1 auf den Südausgang von Czarnocin, Spähttupp 2 auf die linke Ecke des Fort III (linke Ecke des Feuerscheins) und und einen dritten Spähtrupp auf die Mitte des Dorfes Czarnecin, der feststellten sollte, ob die Komp. sich tatsächlich nach dem Nordteile des Ortes zurückgezogen hätte. Gegen 20.30 Uhr wurde etwa aus der linken Fortecke ein rotes Leuchtzeichen beobachtet, das gegen den nicht mehr erleuchteten Teil des Himmels abgefeuert, deutlich sichtbar war. Nunmehr gab ich der Art1.—Abtlg. der. Befehl, das vereinbarte Sperrfeuer zwischen Fort III und II zu legen. Inzwischen war das ganze III. Batl. bis in die Höhe der bereits vorgezogenen und dem IV. Bati. unterstellten Komp. nachgeführt, um es zum Nachstoß bereit zu haban für den Fall, daß das Fort III genommen wäre. Da von den Spähtrupp der 16.Komp. keine Meldung eintraf, wurde gegen 21.30 Uhr dem Btl, der gleiche Auftrag erteilt. Das Bati. entsandte darauf zunächst zwei Spähtrupps den einen unter Führung von Lt. Wachtel und einen zweiten unter Lt.Traufetter. Lt. Wachtel kehrte nach verhältnismäßig kurzer Zeit, etwa gegen 22.30 Uhr, zurück. Er wollte vom Fort III Feuer und auch poln. Laute gehört haben. Danach hätte das Fort von den Polen noch besetzt sein müssen. Die Lage blieb also weiter ungeklärt. Gegen 23.30 Uhr rief der Ordonnanzoffz. des IV.Batls., Lt. Erdmann, an und meldete, daß er die 16.Komp., welche die Spähtrupps stellen sollte, nicht habe finden können. Er sei deshalb mit 2 Mann allein gegen das Fort III vorgegangen und habe im Feuerschein im Dorf Czarnocin Leute vorgehen sehen, die fraglos der 14.Komp. gehören mußten. Er sei aber dann von Fort III so stark mit Feuer belegt worden, daß er nicht hätte weiter aufklären können. Auch aus dieser Meldung waren keine klaren Schlüsse zu ziehen. Erst der Spähtrupp des Lt. Traufetter brachte kurz nach Mitternacht volle Klarheit. Er war bis an die Eingangsbunker zum Fort III gekommen und hatte dort den Lt.Schmidt von der 14.Komp. getroffen, der ihm vom Gelingen des Handstreichs Mitteilung machte. Schnell wurde das III.Batl. zur Unterstützung der 14.Komp. nach Fort III in Marsch gesetzt. Ihm konnte jetzt auch Drahtverbindung mitgegeben werden, da der Rgts.-Nachr. Zug eine inzwischen nicht mehr benötigte Leitung abgebaut hatte. Ich hatte somit dauernd Verbindung mit dem Batl. und konnte dem Führer des Batls. meine Weisungen geben. Ich unterstellte ihm alle in Fort III befindlichen Teile und gab ihm den Befehl, unter Sicherung gegen Fort II bis zur Narewbrücke durchzustoßen, falls diese gesprengt, behelfsmäßig über den Narew überzusetzen, notfalls auch durchschwimmen zu lassen und einen Brückenkopf zu bilden. |
| 11.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Am 11.9. vormittags schloß die Brigade auf Lomza-Nord auf. Das weitere Vorgehen wurde verzögert, da die Narewbrücke gesprengt war. Gegen 20.00 Uhr war eine Behelfsbrücke hergestellt. Von diesem Zeitpunkt an trat die Brigade Richtung Zambrow an und erreichte nach nächtlichem Vormarsch mit Anfang die Gegend Wygoda. Bericht Lw.IR.162 über die Einschließung und Einnahme von Lomza, Major Probst: Gegen 2.00 Uhr meldete mir der Kdr. des I.Batls., Major Ludzuweit, daß der Pole aus dem Fort II einen Gegenangriff gegen die 1.Komp. gemacht und diese zurückgeworfen habe. Ich klärte ihn über die Lage bei Fort III auf, stellte ihm die bisher als Rgts.-Reverve in Radkeno (1km nördlich seines Gefechtsstandes) zurückgehaltene 2.Komp. zur Verfg., um die Lage wieder herzustellen. Etwa eine halbe Stunde später konnte das Batl. melden, daß wieder alles in Ordnung wäre. Inzwischen hatte das Feuer von Fort II und Fort I allmählich nachgelassen. Das I.Batl. erhielt darauf Befehl, gegen Fort II mit starken Stoßtrupps vorfühlend vorzugehen, das Furt zu nehmen und darin gegen Fort I einzudrehen, falls sein linker Nachbar , das II./Lw.I.R.161, das von ihm in Kenntnis gesetzt werden sollte, nicht mit vorgegangen wäre. Auch die Radf.Komp., sowie die 15. u. 13. Komp. erhielten Befehl auf Lomscha vorzustoßen, erstere auf der Straße. Die Radf.Komp. sollte sich nach erfolgtem Einbruch dem Kdr. des III.Batls., Hptm Lange, zur Verfg. stellen, 14. u.15. Komp. unter den Befehl des Batls.-Kdrs.,Hptm.Pogoda treten der sich mit Teilen der 15.Komp. zum Fort III vorgearbeitet hatte. Der Brigadekommandeur, Herr General Ottenbacher/oder dessen Generalstabsoffizier waren von mir laufend unterrichtet worden. Gegen 4.00 Uhr traf der Brigadekommandeur auf dem Rgts.-Gefechtsstand ein; er befahl mir nach, kurzer Orientierung den Angriff von meinem bisherigen Gefechtsstand aus weiter zu leiten, da ich nur von hier aus die einzelnen Teile des Rgts. an der Strippe hatte. Er selbst eilte voraus, um den Angriff auf die Stadt Lomscha vorzutreiben. Als das I. Batl. fast ohne Feuer sich dem Fort II näherte, verlegte ich den Rgts.-Gefechtsstand an die Straße zwischen Fort II und III und gleich darauf an die Narewbrücke, als das Fort II fest in der Hand des I.Batls. war. Das erste Batl. schwenkte nun, da das II./Lw.I.R.161 noch nicht herangekommen war, befehlsgemäß gegen Fort I ein und säuberte auch dies von noch zurückgebliebenen. nur vereinzelt Widerstand leistenden poln. Kräften. Um die Verbände wieder auseinander zu bekommen, erhielt da IV.Batl. Befehl, sich zwischen Narew und Nordrand der Stadt zu sammeln, das I.Batls. im Vorort Piatnika. Das III.Batl. erhielt den Auftrag bis zum Südrand von Lomscha vorzustoßen und dazu mit der Radf.Komp. bis etwa 5 km über Lomscha hinaus aufzuklären. Gegen 9.00 Uhr konnte der Batls.—Kdr., Hptm.Lange, melden, das Lomscha vom Feinde gesäubert und fest in seiner Hand sei. Nunmehr wurde auch das IV. Batl. nach dem Südausgang von Lomscha vorgezogen und als Trennungslinie für die beiden Batle.die in Süd—südwestlicher Richtung führende Straße befohlen. Das I.Batl. verblieb in Piaknika. Die Verluste des Rgts. betrugen: tot verwundet 14. Komp. - 2 Mann IV.Batl. ohne 14.Kp. - 3 Mann III.Batl. - 1 Mann I.Batl. 1 Offz.,1Mann 1 Uffz., 3 Mann Zu Gefangenen gemacht wurden 78 noch in Uniform befindliche poln. Soldaten. Diese geringe Zahl findet darin ihre Erklärung, dass viele poln. Soldaten ihre Uniform auszogen und sich in Zivil kleideten. Dieses beweist auch die überaus hohe Zahl von im militärpflichtigen Alter stehenden Personen, die bei der Säuberung des Ortes aufgefunden und abgeführt wurden. Erbeutet wurden: 4 Fe1dgeschütze 1 Pakgeschütz, 2 Granatwerfer, 5 s.M.G., 1 Panzerabwehrgewehr, 1 Maschinenpistole, 46 Infanteriegewehre, 4 Seitengewehre 1200 Schuß Artilleriemunition, 105 Pakgranaten, 207400 Schuß Infanteriemunition, 510 Handgranaten, 4 Stahlhelme 15 Gasmasken 2 Gefechtswagen 1 s.M.G.—Fahrzeug 1 Feldküche 1 Krad 1 Fahrrad 1 s.M.G.—Schlitten mehrere Feldfernsprecher und viel eingebautes Kabelmaterial 2 Pferde 20 Ztr. Sprengstoff |
| 12.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. In den frühen Morgenstunden wurde ein verstärktes Batl.noch bis Zbrzeznica,6 km nordwestl. Zambrow torgeführt, nachdem schwacher Gegner aud Gegend Wygoda und südlich vertrieben war. In den Wäldern westl. und südwestl. Wygoda hielten sich zalreiche versprengte kleinere Truppenabteilungen des Gegners verborgen, die mehrfach Überfälle auf eigene rastende Truppen durchführten. Der weitere Vormarsch der Brigade auf Zambrow konnte nicht fortgesetzt werden, da die Brigade befehlsgemäß die Straße Lomza - Zambrow für den Durchmarsch der 2.(mot.)Div. am 12.9. frei zu machen hatte. Das Detachement Gall hatte nach erfolgreichem Abschluß der Kämpfe am Bobr inzwischen wieder über Lomza Anschluß an die Brigade gefunden. Am 12.9. schied die Brigade aus dem Verbande des XXI.A.K. Unter der unmittelbaren Führung des Generalkommandos XXI war es der Brigade vergönnt, an 2 Stellen, am Bobr und bei Lomza, Erfolge zu erringen. Trotz der zum Teil sehr großen Anstrengungen, die geforder werden mußten und geleistet worden sind, sind die Tage vom 7. - 12.9 als eine für die Brigade besonders glückliche Zeit zu bezeichnen. Am 12. abends gruppierte sich die Brigade für den Vormarsch in ostwärtiger Richtung um. |
| 13.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach nächtlicher Verschiebung stand die Brigade am 13.9. früh im Zuge der Straße Gac - Mezenin Anfang bei Rutki. Noch am 13.9. wurde Richtung Bialystok weitermarschiert und nach Einbruch der Dunkelheit mit Anfang die Straßenspinne Jezeveo erreicht. Spähtrupps erreichten noch am gleichen Tage den Narew bei Kruczewo und nordwestl. Choroszcz. Für den weiteren Ansatz der Briagde war es von entscheidender Bedeutung, möglichst rasch Klarheit darüber zu gewinnen, an welcher Stelle der Narewübergang erzwungen werden sollte. Noch in der Nacht wurden Anordnungen getroffen für Erkundungen, die mit Anbruch des 14.9. durchgeführt werden sollten. Drei Stellen kamen in Frage Waniewo - Kruczewo - Zoltki (nordwestlich Choroszcz). Kruczewo lag taktisch am günstigsten, mußte aber fallen gelassen werden, weil nach Meldung des der Brigade inzwischen unterstellten Korps-Pi.Batl.42 hier der Übergang pioniertechnisch nicht zu meistern war. Hier war es der Radf.-Schwadron und weiteren zugeteilten Kräften gelungen, auf dem Ostufer Fuß zu fassen und schwächeren Gegner zu vertreiben. Ein Übergehen mit Fahrzeugen war hier nicht möglich. Westlich Zoltki lag die Radf.-Komp. des Lw.I.R.161, unter deren Schutz die Erkundungen durchgeführt werden sollten im Feuergefecht mit Gegner, der das Ostufer besetzt hielt. Bei persönlicher Erkundung wurde hier der Brigadeführer, Herr Generalmaj.Ottenbacher, in Gegend der Straßengabel (1,5km westl. Zoltki) durch Beinschuß verwundet. Das Ergebnis der persönlichen Erkundung des Brigadeführers war der Entschluß, hier (bei Zoltki) den Übergang zu erzwingen. Durch den Generalstabsoffizier wurden im Auftrage des Brigadeführers, der das Kommando trotz seiner Verwundung zunächst nicht abgab, die ersten 41> Anordnungen getroffen. Wegen der Enge des Raumes wurde vorerst nur Lw.I.R.161 und die Masse der Artillerie auf Babino in Marsch gesetzt und Lw.I.R.162 nur bis Jezewo nachgezogen. Von hier aus bestand noch immer die Mögichkeit, es auf die Übergangsstelle Waniewo, über die noch keine Meldung vorlag, abzudrehen. Erst nach ärztlicher Untersuchung im Brigadestabsquartier Jezewo übergab Generalmaj.Ottenbacher das Kommando an den ältesten Rgts.-Führer, Obersltn.Gall. |
| 14.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nachdem noch am gleichen Tage (14.9.) die Artillerie aus Gegend Babino (4 km westl. Zoltki) in den Kampf eingeriffen hatte, gelang es, mit 1 Batl. auf dem Ostufer Fuß zu fassen und einen Brückenkopf zu bilden. Durch nächtlichen Fährbetrieb wurden diesem weitere Kräfte zugeführt. Kriegsbrückenbau wurde mit Tagesanbruch begonnen und bis 8.00 Uhr beendet. Bei Kruczewo wurde am Abend und in der Nacht ein Batl. ohne Fahrzeuge übergesetzt. Dieses sollte am 15.9. im Zuge der Straße Kruczewo -Bialystok vorgehen. |
| 15.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Am 15.9. ging die Brigade über die Kriegsbrücke weiter vor, um zunächst das Höhengelände westl. der Stadt Bialystok zu gewinnen. Schwächerer Wiederstand wurde gebrochen. Den Befehl zum Eindringen in die Stadt hatte sich der Brigadeführer und später auch Herr Generalmajor Brand ausdrücklich vorbehalten. Der beim Brigadegefechtsstand in Gegend der Brückenstelle eintreffende Kommandierende General des XXI.A.K., General v.Falkenhorst, dem die Gruppe Brand unterstellt war, ordnete an, daß die Brigade mit Masse den Raum nördlich und nordwestlich Bialystok gewinnen solle, um nach Norden und Osten gegen die Stadt zu sichern. Von der Stadt selbst sollte auf Vorschlag der Brigade durch eine kleinere mot.Abteilung (ein "Detachementchen") Besitz ergriffen werden. Das weitere Vorgehen verlief planmäßig. Schwächerer Feindwiderstand am Stadtrand — nach späteren Gefangenenaussagen ein auf breiter Front eingesetztes Batl. — brach zusammen. Das Detachement Hptm.Reinel (Pz.A.A.521, die der Brigade inzwischen unterstellt worden war, 1 mot.Pi.Komp., 1 Pz.Spähzug der 23.Div., Feldgendarmerie, Geh.Feldpolizei, Dolmetscheroffiziere, Abwehroffziere usw.) rückte gegen 16.00 Uhr in Bialystok ein und ergriff von der Stadt Besitz. Beim Einrücken wurde die Abteilung aus Häusern beschossen, blieb jedoch ohne Verluste. Am Abend des 15.9. war somit die Brigade im Besitz der Stadt Bialystok; die Masse der Brigade war nördlich und nordwestlich der Stadt versammelt, Brigadegefechtsstand im Vorort Bacieczki. Als neues Ziel wurde der Brigade die Festung Grodno gestellt. |
| 16.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Am 16.9. rückte die Brigade in Richtung Grodno vor und erreichte an diesem Tage mit Anfang 6km nordostwärts Wasilkow, am nächsten Tage (17.9.) mit Anfang das Höhenglände nordostwärts Sokolka. |
| 17.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Am 16.9. rückte die Brigade in Richtung Grodno vor und erreichte an diesem Tage mit Anfang 6km nordostwärts Wasilkow, am nächsten Tage (17.9.) mit Anfang das Höhenglände nordostwärts Sokolka. Von hier aus wurde der Vormarsch nicht weiter fortgesetzt; auf Grund der mit Rußland getrofffenen Vereinbarungen mußte die Brigade hinter die vorläufige Demarkationslinie zurück und wurde hierzu nach Westen abgedreht. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 18.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 19.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 20.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 21.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 22.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 23.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 25.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
| 25.9.1939 |
Bericht über
Verlauf der Kämpfe vom 6.9.-25.9.39. Nach mehreren Tagesmärschen über Janow, Jasionowka, Knyszyn, Osowiec, Grajewo überschritt die Brigade mit Teilen am 23., mit Rest am 25.9. die Reichsgrenze bei Prostken und erreichte den Raum Lyck — Drigelsdorf und südostwärts. |
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