Truppenübungsplatz Stablack
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Befehle August 1939
Üb.Armeeoberkommando 3                                                                                                            Mohrungen, den 25.8.1939
Abt.O.Qu.

                                                             Besondere Anordnungen Nr.3 für die Versorgung der 3.Armee.

1.) Nachschubbahnhof für Gruppe Brand, 206.Division und F.Regt.Königsberg: Darkehmen.
    Üb.A.O.K.3 Abt.O.Qu 2/39 g.Kdos. v.22.8.39 Abschn.B 7 ist zu berichtigen.
2.) Grenzwacht und Ersatztruppen versorgen sich mit Verpflegung in den Aufstellungsorten soweit als Laderaum frei ist.
    a.) Nach Aufbrauch der 1.Ausstattung werden angewiesen:
            Kdt.d.Bef.b.Allenstein auf A.V.L Allenstein
            Inf.Ers.Btl.2 auf A V L Osterode
            Grzw.Abschn.21: nördl.Peterswalde eingesetzte Teile auf AVL Osterode
                             südl.    -"-        -"-        "   auf AVL Thymau.
    b) Die Gen.Kdo.z.b.V. und Gruppe Brand unterstellten Grzw.Abschn. sind wirtschaftlich Div. zuzuteilen, die über eigene AVL verfügen.
    c) Gen.Kdo.z.b.V. werden für Grzw.Abschn.31 - 11 Feldküchen mit E.Trsp. bis 26.8.39 nach Bahnhof Ortelsburg zugeführt.
       Abholung regelt Gen.Kdo.z.b.V.
3.) Munition: 1., 12. u. 61.Div. werden je 1 Mun.Ausstattung zugewiesen und im Laufe des 26.8. in Grenznahe Mun.A.St. zugeführt. Näheres s. Sonderbefehl.
4.) Versorgung der Gruppe Eberhard ist durch Sonderbefehl geregelt.
5.) Gen.Kdo.z.b.V. und I.A.K. werden je 1 l.Str.Bau Btl. unterstellt mit E.Trsp. bis 27.8. zugeführt.
         l.Str.Bau Btl.z.b.V.I für I.A.K. nach Neidenburg
               -"-           II " Gen.Kdo.z.b.V. nach Willenberg.
6.) Von den auf Stapelplatz Bhf. Gutfeld, 9 km nnw. Neidenburg lagernden 19 Sätzen Stahlstraßengerät stehen Gen.Kdo.I.A.K. 10 Sätze und Gen.Kdo.z.b.V. 9 Sätze
    zur Verfügung.
    Abholung im Bedarfsfall durch Gen.Kdo.
    1 Satz = 200 Stahlschwellen und 4 hölzerne Schlegel
           = 200 m/Straße.
    Zur Beförderung werden benötigt 15 Lkw (3 t).
7.) a) Durch die Armee wird ein Gefangenendurchgangslager auf dem Truppenübungsplatz Stablack eingerichtet. Abschub dorthin veranlaßt die Armee nach Fertigstellung
       des Lagers.
    b) Durch die Armeekorps und die Gruppe Brand sind Gefangenensammelstellen einzurichten.
       Hierzu sind möglichst die Reitbahnen und Ställe umfriedeter durch Ersatzeinheiten nicht belegter Kasernen zu benutzen.
       Es stehen u.a. zu diesem Zweck zur Verfügung:
       Dem XXI.A.K. die Kaserne Marienwerder
       Dem I.A.K. Teile des Kyffhäuserlagers Hohenstein
       Dem Gen.Kdo.z.b.V. die alte Jägerkaserne Ortelsburg.
       Der Gruppe Brand die alte Kaserne Goldap (R.A.D.Lager)
e) Etwaiger Bedarf an Stacheldraht ist bei A.O.K.3 (O.Qu.) anzufordern.
d) Die eingebrachten Gefangenen sind zahlenmäßig (Offiziere besonders) an A.O.K.3 (O.Qu.) zu melden.
 
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