| Kriegstagebuch September 1944 | |
| 1.9.1944 | Fernschreiben Ob.West.Ia, Nr. 7623/44 geh.Kdos. an A.O.K.19, 3.9.44. A) Heeresgruppe B: 1.) Die engl.-canadische Kräftegruppe setzte auch am 2.9.44 mit überlegenen Panzerkräften unter einen starken Luftschirm Durchbruchsangriff nach Norden fort, sie erreichte mit starken Kräften Doullens, Arras und den Raum südlich Cambrai. Vorausabteilungen stießen nach Lille, Valenciennes und Mons. 15.Armee hat sich hinter die Somme abgesetzt und einen Abwehrriegel in der Linie Barneville - St. Pol - Houdain - Bethune - La Bassee- Salin - Auchy aufgebaut- Zwischen Douai und le Cateau wurde die Nahtgruppe General Brandenberger (A.O.K.7) eingesetzt, um einen Durchbruch des Feindes nach Nordosten zu verhindern. Bei 5.Pz.Armee stieß der Feind über Avesnes auf Maubeuge durch, die Kämpfe sind noch im Gange, der Ostflügel der 5.Pz.Armee wurde hinter die Somme zurückgenommen, nachdrängender Feind abgewiesen. 1.Armee setzte sich unter schweren Kämpfen hinter die Maas zwischen Charleville und Stenay ab und hält mit schwachen Abriegelungskräften den Chiers-Abschnitt. Im großen schloß der Feind bei 1.Armee am 2.9. auf und fühlte nur mit Panzerspitzen vor. Er wurde bei Longwy, Diedenhofen und westlich Pont a Mousson abgewiesen. Die Abwehrfront an der Mosel von Diedenhofen bis Nancy mit vorgeschobenen Stellungen bei Couflans und Domevre ist in Fertigung. Es ist zu erwarten, daß der Feind am 3.9. nach weiterem Aufschließen sowohl aus dem Raum Arras - Cambrai - Valenciennes nach Norden zum Erreichen der V 1-Basen antreten wird, als auch die amerikanische Kräftegruppe ihren Stoß nach Osten über die Linie Metz - Nancy fortzusetzen beabsichtigt. Auch die Feinderfolge des 2.9. im Raum der 15. und 5.Pz.Armee sind auf das Fehlen ausreichender Panzerabwehrwaffen jeglicher Art zurückzuführen. Die geforderten Zuführungen sind noch nicht eingetroffen und die Truppe so den feindlichen Panzern ausgeliefert, da auch Panzernahbekämpfungsmittel Mangelware sind. Im einzelnen: .... B) Armeegruppe G: 1.) LXIV.A.K.: Stand der Marschbewegungen: 16.I.D. im Raum Bourges - Montrichard. Marschgruppe Gitte im Raum Chatelleraux. Marschgruppe Täglichspeck im Raum Chateauroux - Le Blanc, Marschgruppe 149. Res.Riv. im Raum um Poitiers. Die Nordflanke wird südlich Bordeaux durch Schn.Abt.602 und 608 abgeschirrmt. Nördlich La Charite beiderseits der Loire stehen Sicherungseinheiten mit Front nach Norden. Von Gruppe Ottenbacher Teile im Raum um Digoin eingetroffen. A.O.K.19: Die Armee setzte sich weiter nach Norden ab und erreichte den Raum Macon - Belleville. 189.Res.Div. als Nachhut beiderseits Lyon. Für Nacht 2./3.9. hat die Armee die Räumung von Lyon befohlen. 11.Pz.Div. zur Sicherung der Ostflanke eingesetzt, steht in der allgemeinen Linie Bourg - Chatamont - Meximieux. Während der Feind im Süden den Absetzbewegungen nur zögernd folgt, griff er mit sich laufend verstärkenden Kräften aus den Brückenkopfstellungen nördlich Meximieux bei Chatillon, Piay und Neuville die 11.Pz.Div. an. Die Division steht zur Zeit in schweren Abwehrkämpfen. LXVI.A.K.: Nach unbestätigter Meldung Neufchateau feindbesetzt. Dagegen II./Pol.Rgt. 19 von Langres in Marsch gesetzt. III./Pol.Rgt.19 sichert beiderseits Andelto nach Nordwesten. A.A.1000 in Montigny le Roi. Sich.Rgt.1000 sichert südwestlich Chaumont.- Abschnitt Andelto - Chatillon s.S. von Gruppe Ottenbacher übernommen. Durch Überfall einer R.A.D.-Abt. bei Combeau Fontaine (nordwestlich Vesoul) 35 Gefallene, 14 Verwundete. 2.) Gefechtsstände: Armeegruppe G: Dijon. A.O.K.19: Chalon s.S. LXIV.A.K.: Nevers. LXVI.A.K. und Gruppe Ottenbacher: Langres. .... Abendmeldung Gen.-Kdo.LXIV.A.K. vom 1.9.1944.: Feindl. Aufklärungsvorstoß östlich Loire mit gepanzerten Fahrzeugen etwa 12 km nordöstlich La Charite abgewiesen. Bei Kämpfen mit Terroristen in den letzten beiden Tagen 114 Feindtote. 10,00 Uhr feindl. Panzerspähwagen in Jonchery (4 km nordwestl. Chaumont), III./Pol.Rgt.19 auf dem Marsch nach Andelot, Nach unbestätigter Meldung feindl. Panzer und Panzerspähwagen auf Straße Neufchateau - Andelot. Chaumont II./Sich.Rgt.199 (1 fdl. Flugzeug abgeschossen), Chatillon III./Sich.-Rgt.119 nach Montigny-Leroi (20 km südostw. Chaumont). Aufklärungs-Abt.(mot.) 1000 mit Auftrag: Sicherung und Aufklärung auf den nach Neufchateau - Andelot - Chaumont führendes Straßen. Gen.-Kdo.Dehner: Aktion gegen die in le Valdahon meuternden Russen (Teile 30.Waffen-SS-Gren.-Div.) im Anlauf. Oberkommando Armeegruppe G/Ia Nr. 2376/44 g.Kdos. |
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| 8.9.1944 | KTB 19.Armee: 1.06 Uhr: Hauptmnn Meier-Berge vom Sicherungsrgt.1 der Kampfgruppe Böhme meldet persönlich folgenden Bedarf an schweren Waffen: 6 m. GW., 2 Pak (nicht unter 5 cm), 4 s.MG., außerdem: 600 deutsche Gewehre, 30 000 Schuß deutsche Munition, 300 Schuß 5,2 Granatwerfer, 5 000 Schuß Pistolenmunition 7.62 russ., 12 000 Schuß russ. Gewehrmunition, (Schriftl. weitergeleitet an Id für O.Qu.) 3.30 Uhr: IV.Lw.Feldkorps, Ltn.Brumm-, meldet: Zur Abendmeldung nichts hinzuzufügen. 3.45 Uhr: Ortskommandant Belfort, (Stabsfeldw.Schmitz) meldet: Gegen 18.00 Uhr sind 3 Wagen mit l.F.F. eingetroffen.(Durchgegeben an Stoart 3.47 Uhr). 5.20 Uhr: ll.Pz.Div., Oblt.Kraft, meldet: Division auf breiter Front im Abwehrkampf. 8.10 Uhr: Ia gibt Morgenmeldung an Armeegruppe G mündlich voraus. 8.15 Uhr: Ia fragt bei Meldekopf Vesoul an, ob irgendwelche Morgermeldungen dort eingetroffen. Hauptmann Hartmann verneint! 8.50 Uhr: Meldung O 1 ll.Pz.Div. an Ia: ll.Pz.Div. steht in breiter Front in Abwehr. Schweizer Grenze gesperrt. Gegner verhält sich vorläufig noch ruhig, klärt jedoch stark mit Fliegern auf, sodaß mit baldiger Aktion zu rechnen ist. Es wird laufend weiter gemeldet. 9.45 Uhr: Ia/Armeegruppe - Ia/AOK.19: 1.) Baume les Dames noch in unserem Besitz. Feindlicher Einbruch nördlich der Stadt abgeriegelt. Am Nordufer 2 Sherman, am Südufer 3 Battr. festgestellt. Aufklärungsabteilung mußte von Südrand auf Ansouan zurückgenommen werden. Schw.Grenze gesperrt. 2.) SS-Pol.Rgt.19 soll sich auf dem Marsch von Vesoul nach Belfort befinden. AOK.19 soll Rgt. anhalten und gegebenenfalls als Eingreifreserve benutzen. 10.00 Uhr: Funkspruch (KR.Blitz) an Gen.Kdo.Dehner: "Die Straße Besancon - Belfort mit allen Mitteln sperren." 10.05 Uhr: Ia - Meldekopf Vesoul: 1.) Dem Verb.Offizier zu Gen.Kdo. Dehner folgenden Befehl AOK.19 mitgeben: "Straße Besancon -Belfort mit allen Mitteln sperren. 2.) Falls SS-Pol.Rgt.19 in Vesoul eintreffen sollte, ist es sofort zu AOK.19 in Marsch zu setzen. 10.20 Uhr: Kr.Blitz an Gen.Kdo.Dehner: "Radfahr-Brig. sofort zwischen Besancon und Baume les Dames einsetzen. Weiteres Vordringen des Gegners unter allen Umständen verhindern. Unter allen Umständen verhindern. 10.35 Uhr: Chef - Chef LXXXV.A.K.: Oberst Behle meldet, daß Gegner Linie Baume les Dames - Rougemont - Villersexal nicht überschritten. Sobald genaue Meldungen vorliegen, wird neu gemeldet. Chef gibt Befehl, Sperrverbände Gen. Degener zu unterstellen . Oberst Behle: Das ist bereits geschehen. Chef: Neuestea Nachricht, das Gegner seit heute nacht von Besancon nach Belfort marschiert. Genaue Marschstraße noch nicht festgestellt. LXXXV.A.K. soll Degener mit allen Mitteln stützen. An ll.Pz.Div. muß bei Baume les Dames Anschluß sichergestellt werden. Hinter linken Flügel ist durch Degener bei Baume les Dames eine Eingreifreserve bereitzustellen. 11.00 Uhr: Gen.Oberst Blaskowitz - O.B. Beim LXIV.A.K. alles planmäßig, es befindet sich- augenblicklich in Linie St.Georg. Vorbereitung bei Petersen läuft weiter. In Besancon sieht die Geschichte im Augenblick nicht schön aus. In Altstadt 1 Btl. und 2 Rgts.-Stäbe eingeschlossen. Gegner seit heute Nacht im Marsch auf Belfort. Gen.Kdo.Dehner soll nordostw. Besancon Strasse sperren. Bei Baume außerdem ein Sperrverband unter General Degener eingesetzt (kommt aus Belfort). Zu Sperrzwecken im Raum Baume soll alles herangezogen werden, was in Belfort zusammengerafft werden kann, Gen.Oberst B. fragt an ob SS-Pol.Rgt.19 schon eingefangen. O.B. verneint. Gen.Oberst B.: Wietersheim soll seine Panzer-Gren.Kompanien mit 1750 Fliegern auffüllen, die ihm zur- Verfügung gestellt wurden. O.B. meldet, daß schweizer Grenze bei Glay gesperrt. Frage Gen.Oberst B., wie formiert sich der rechte Flügel?" O.B.: Noch kein Bild. Gen.Oberst B.: Von Gruppe Elster noch keine Nachrichten? O.B. verneint. Gen.Oberst B.: Man wartet sehr stark auf bei Elster befindliche Spezialisten. O.B.Meldet, daß General Schmidt wieder bei seiner Einheit ist. Gen.Oberst B rät, ihn dort zu belassen, da. gut! 12.17 Uhr: Gespräch Chef / AOK 19 mit Chef / LXVI. A.K.: Chef/AOK 19: Unser rechter Flügel in der vergangenen Nacht in die Gegend etwa 25 km westnordwestl.Dijon zurückgenomen. Diese Stellung wird gehalten. Anfrage: Wo linker Flügel Siebert? Chef /LXVI.A.K.: Chatillon, Chef/AOK 19: LXIV.A.K. hat Befehl mit linken Flügel Siebert Verbindung zu halten, kann aber das Gelände zwischen Dijon und linken Flügel Siebert nur stützpunktartig schwach besetzen. Chef/LXIV.A.K.: Es besteht eine Lücke zwischen linkem Flügel und Dijon. Chef/AOK 19: Diese Lücke kann nur stützpunktartig mit schwächen Sicherungen des LXIV.A.K. besetzt werden. Anfrage: Ob Besetzung Chatillon bleibt. Chef/LXVI.AOK.: Gehen zurück auf Langres. Chef/AOK 19: Wann ? Chef/LXVI.A.K.: Richtet sich nach rechtem Flügel von LXIV.A.K. Chef/AOK 19: Also so lange wie Sicherungen LXIV.Korps westlich Dijon bleiben. Chef/LXVI.A.K.: Wie lange wird das noch dauern? Chef/AOK 19: Das hängt von dem Feinddruck im Süden ab. Solange bleiben unsere Sicherungen westlich Dijon. Es wird westlich Dijon noch gehalten. Chef/LXVI.A.K.: Bittet um Wiederholung durch Fernschreiben aus Sicherheitsgründen, da Verständigung schlecht. 12.45 Uhr: Chef /AOK 19 an Ia/11.Pz.-Division : Feindliche Kolonnen in der vergangenen Nacht von Besancon auf der Straße nach Belfort. Spitze der Kolonnen vermutlich auf der südlichen Straße über Baume les Dames. Eigene Sicherung General Degener in Linie Rougemontot - Verne. Auftrag an 11.Pz.-Division: Feindlichen Brückenkopf beseitigen und Verbindung mit linkem Flügel Degener aufnehmen. . Ia/11.Pz.-Division meldet, daß Verbindung bei Luxiol mit eigener Sicherung aufgenommen wurde und daß die Verbindung bereits besteht. Ia/AOK 19 übernimmt das Gespräch und gibt weiter durch, daß die ll,Pz.-Division noch 2 Funksprüche erhalte und daß SS-Pol.Rgt.19 bei der Durchfahrt im dortigen Bereich anzuhalten und hierüber Meldung an AOK zu machen sei, damit über diese Teile verfügt werden könne. Außerdem möchte die 11.Pz.Division eine Lageorientierung per Funk geben. Ia/11.Pz.Division meldet:- Eigene Kräfte bei Baums les Danes befinden sich in harten Abwehrkampf gegen überlegenen Gegner. Beseitigung des Brückenkopfes im Augenblick nicht möglich. 14.00 Uhr: Chef/AOK 19 an Ia/Armeegruppe G: Gegner stellt sich im Brückenkopf Besancon zum Angriff nach Norden bereit, Gen.Kdo, Dehner schätzt auf 2 Divisionen. Armee glaubt, daß es 3.amerik.Division ist. IV.Luftw.-Feldkorps in Bereitstellung. Da 11.Pz.-Division keine gepanzerte Gruppe mehr abstellen kann, beantragt Armee Zuführung und Unterstellung einer Panzer—Division oder starken gepanzerten Gruppe im Raum südwestlich Lure. Ia/LXXXV.A.K. meldet dem Ia/AOK 19, daß Luxiol und Breteniere feindfrei sei und daß in Bretoniere eigener Sperrverband sitzt. Aufklärung gegen Marchaux sei angesetzt. Ergebnis steht noch aus. 15.44 Uhr: Ia/AOK 19 gibt Befehl des O.B. an Ia/Korück durch : Korück soll sofort den Sab General Hünermann als Brigade-Stab abgeben an General Kniess/Stab LXXXV.A.K. 16.05 Uhr: Chef - Id: Chef weist Id darauf hin, daß Marschbtlne. ausreichend mit Befehlen versorgt werden müssen. Es müssen jetzt so viel wie möglich Marschbtlne. gebildet werden. Jeden Tag, wenn möglich, 1 Marschbtl. mit etwa 1 000 Mann,. 16.10 Uhr: Ia gibt L.d.Fu. folgenden Funkspruch. für LXIV.A.K. als Kr.Blitz auf: "Sofort Lage funken, eilt!" 16.20 Uhr: Chef fragt Ia, ob Ordonnanz-Offz. vom LXIV.A.K. bereits zurück sei. Nicht bekannt! Chef betont, er habe Sorge, daß LXIV.A.K. zu weit zurückgehe. Ia weist darauf hin, daß Lagemeldung angefordert ist. 16.12 Uhr: Chef fragt L.d.Fu. ob Verbindung zum LXIV.A.K. besteht, und Funkspruch abgesetzt sei. Antwort: Spruch ist bereits bei Zwischenstelle. Bestätigung wird in den nächster Minuten kommen. 16.30 Uhr: Ia fragt Meldekopf Vesoul, ob Melder vom LXIV.A:K. und ~ IV.Lw.Feldkorps zurück seien. Antwort: Vom LXIV.Korps ist Melder hin, aber noch nicht zurück. Vom IV.Lw.Feldkorps soeben ein Hauptmann als Melder angekommen, der mit seiner Meldung sofort zu Ia geschickt wird. 16.43 Uhr: Meldekopf Vesoul meldet Chef, daß die angekommene wichtige Meldung vom Gen,Kdo.Dehner, nicht vom IV.Lw.F.k. gewesen sei, sie werde sofort überbracht. 17,00 Uhr: Ia befiehlt L.d.Fu., sich zu erkundigen, ob Spruch an LXIV.a.K. quittiert sei. 17.14 Uhr: Meldekopf Vesoul meldet Ia, daß Hauptmann Werner vom LXIV.A.K. zurück sei. Er sei mit Lagemeldung zu Ia unterwegs. 17.14 Uhr: L.d.Fu. meldet Chef, daß Funkspruch an LXIV.A.K. wegen Störung nicht abgesetzt werden konnte. Die Durchgabe wird weiter versucht und der Erfolg sofort gemeldet. 17.25 Uhr L.d.N. meldet, daß eine Leitung nach Belfort und eine Leitung nach Armeegruppe G wieder klar seien. 17.32 Uhr Ic meldet Chef, daß nach Aussagen von Gefangenen aus dem Raum Dannemere NO. Fort Lamont der Einsatz des 3.alg.Schützenregiments von der 3.alg.Division festgestellt worden sei. 17.43 Uhr O.Qu. meldet Chef, daß dieAktion zur Beschaffung von Flak-Munition Erfolg gehabt habe, 600 Schuß würden mit 2 x 300 Schuß befehlsgemäß abtransportiert. 17,45 Uhr Ia gibt O 3 der Armeegruppe Vorusorientierung der Lage. Lageorientierung durch F.S. ist unterwegs. 17.55 Uhr IIa meldet Chef, daß er in Giraud Unterkunft gemacht habe. Chef erwidert, daß Termin der Belegung noch nicht feststehe. 18.00 Uhr Flivo gibt an Flivo Lore durch, daß Luftversorgung Besancon mit Munition mit Rücksicht auf die Feindlage sofort abgestoppt werden muß. 18.07 Uhr Meldekopf Vesoul, meldet Ia, daß Hptm.Ulrich vom LXIV.A.K. noch nicht zurück sei. 18,12 Uhr Ia/LXXXV.A.K. gibt Ia/AOK. folgende Lageorientierung: Verbindung bei Baume sichergestellt. Fort und westlich davon bis 12.30 Uhr kein Feindangriff. Zusätzlich folgende Orientierung für Gruppe Degener: Bei Gruppe Degener nichts Neues. 18.17 Uhr Chef weist Ia/LXXXV.A.K. darauf hin, daß an der Straße nach Rioz gutes Leitungsgeatänge sein soll, Dieses kann und müsse verwertet werden, um bald eine Drahtverbindung zum Gen.Kdo.Dehner herzustellen. 18.22 Uhr Chef fragt Bv.T.O., wann die angekündigten Züge anrollen, Antwort: Müssen auf dem Wege sein und werden in Lure ausgeladen. Chef betont, daß große Eile geboten ist und alle 2 Stunden Orientierungsmeldung zu erfolgen hat. 18.26 Uhr Ia fragt Ia/LXXXV.A.K., wieviele M.G. und s.Inf.Waffen für die 338.I.D. abgezweigt werden könnten. Es sei jetzt notwendig alles zusammenzukratzen, um den anderen zu helfen. 18.24 Uhr Chef läßt sich vom Ia die Meldung über Einsatz des 3.alg,Schützenregiments und der 36.am.Div. geben. 18.27 Uhr O.B. gibt O.B.A.Gr.G folgende Meldung: Lage bei Besancon spitzt sich erheblich zu. Angriff des IV.Lw.Feldkorps ist festgelaufen. 3.alg. und 36.am.Division neu eingesetzt. Angriff erfolgt mit Panzern. Feind strömt sehr stark in den Raum von Besancon mit Stoßrichtung nach NO. herein. Besancon sei verloren, 80 Mann etwa hätten sich herausgerettet. Die 338., 159. und 198.Div. hätten die befohlene Sperrlinie eingenommen und bei Baume Anschluß an den Sperrverband. Es sei unbedingt erforderlich,, an Panzerkräften etwas heranzubringen. Von 11.Pz.Div. könne nichts weggenommen werden. O.B.Armeegruppe G betont, daß neue Panzereinheit im Anrollen sei. Z.Zt. könne die Armeegruppe nicht helfen. O.B./AOK. erwähnt, daß die 338.I.D. z.Zt.folgende Stärke habe: 2 Regimenter zu je 350 Mann und 8 Geschützen, die 198.Div.: 3 Regimenter zu je 500 Mann und 17 Geschützen, an Panzerabwehr stünden lediglich 1 le. 2cm Pak zur Verfügung. Es könne deshalb lediglich eine Sperrlinie gebildet werden. Beim LXIV.A.K., das etwas voraus sei, sei eine Lücke. Die heutige Linie müsse jedoch gehalten werden, weil sonst das Risiko für die anderen Truppen zu groß werde. Im übrigen seien alle Vorbereitungen getroffen, wie gestern besprochen. Insbesondere sei auch mit dem LXVI.A.K. alles geregelt worden. A.O.K. hoffe, daß die Gruppe Dehner bis Einbruch der Dunkelheit. Durchschleusen beendet habe. Führer des Ganzen sei Kom.-General des IV.Lw.Feldkorps. Auch die Gruppe Dehner werde dem IV.Lw.Feldkorps unterstellt. Der Sperrverband Degener hingegen bleibe selbständig. O.B.Armeegruppe weist darauf hin, daß baldige genaue Meldung der Gliederung und Marschbewegung zur Weitermeldung an Oberste Stelle erforderlich sei. Er erwähnt noch, daß Luftaufklärung heute nicht habe geflogen werden können. 18.45 Uhr LdFu meldet Chef , dass Funkspruch bereits 16,32 Uhr beim LXIV.A.K. vorgelegen habe. Bestätigung konnte wegen Störung nicht erfolgen. 18.50 Uhr. Chef teilt Sto.-Art mit, dass O.B. über das Fertigwerden der Art. unterrichtet werden wolle. 18.52 Uhr. Ia macht Sto-Art die gleiche Mitteilung. Sto-Art meldet, dass er hoffe, dass die Art. bis heute Abend stehe. Er würde zu gegebener Zeit weitere Meldung machen. 18.57 Uhr Ia gibt LdN folgenden Kr.Blitz an Gen.Kdo.Dehner auf: "Unter allen Umständen halten, damit IV.Lw.F.K. neue Stellung am Oignon Bach aufbauen kann." AOK 19/Ia. 19.03 Uhr Ia unterrichtet Ia LXXXV.A.K., dass unbedingt Anschluss zur 11.Pz.Div. genommen werden müsse, Verbindungsaufnahme allein genüge nicht. Ia LXXXV.A.K. erwidert, dass ostw. Luxiol unmittelbar Anschluss mit 11.Pz.Div. genommen sei. 19.05 Uhr O.B. bespricht mit Kom.General LXXXV.A.K. Feindlage und eigene Truppengliederung. LXXXV.A.K. müsse alles nur mögliche an Truppen auf die Beine bringen. Die Brigade Oppen bleibt beim LXXXV.A.K., ebenso General Hünermann mit seinem ganzen Stabe. Für seine Person könne General Hünermann, falls er es wolle, der Führerreserve G zur Verfügung gestellt werden. Das gleiche gelte auch für Admiral Lindau. Kom.General LXXXV. A.K. weist daraufhin, dass Panzerabwehrwaffen vom Korps nicht mehr flüssig gemacht werden könnten. Das einzige noch vorhandene Reservoir dürfe befehlsgemäß nicht angegriffen werden. O.B. unterrichtet davon, dass das IV.Lw.F.K. bei seinem Einsatz zwar gute Anfangserfolge gehabt habe, dann aber vom Feinde zurückgeworfen worden sei. Es sei deshalb neu befohlen worden, dass das IV.Lw.F.K. unter Aufgabe von Besancon Anschluss bei der Kampfgruppe Degener suchen müsse. IV.Lw.F.K. müsse ebenfalls gestützt werden. Es gewinne jetzt Anschluss an den rechten Flügel des LXXXV.A.K. Kom.General LXXXV. meldet, dass Feind mit Panzern und aufgesessener Infanterie schon in Chaudefontaine sei. 19.15 Uhr O.B. bespricht mit Kdr. 11.Pz.Div. die Feindlage. Der Angriff des IV.Lw.F.K. sei nicht durchgeschlagen, vor allem wohl infolge des starken feindlichen Panzereinsatzes. Bei der Kampfgruppe Dehner sei z.Zt. starker feindl. Angriff mit Richtung auf Norden. In Chaudefontaine, 15 km westl. Beaume, sei Feind mit Panzern m. aufgesessener Infanterie im Vorgehen. Es sei erforderlich, eine gepanzerte Gruppe entgegenzustellen. Kdr. 11.Pz.Div. erwidert, dass er z.Zt. nicht einen Panzer frei habe. Alles sei zum Gegenstoss bei Clerval eingesetzt. Bei Baume sei 1 Btl. im Abwehrkampf. O.B. betont, dass es sich jetzt nur um die notwendige Überbrückung von 24 Stunden handele, bis die neue Panzer Div. eingetroffen sei. Kdr. 11.Pz.Div. weist demgegenüber darauf hin, dass bei Schwächung der eigenen Front Feind bei Clerval nach Norden durchstossen würde. O.B. hält diesen Punkt für mindergefährdet. Er meint, dass hier vielleicht vorübergehend durch Einsatz einiger alter Panzer geholfen werden könne. Im Raume Besancon hingegen sei Gegner mit 2 frischen Divisionen und deshalb besonders gefährlich. Kdr. 11. Pz.Div. betont demgegenüber, dass, falls Feindvorstoss auf Clerval nicht abgebremst werde, Btl. und Sperrverband umfasst werden würden, 2 feindliche Div. griffen im Raume Clerval fortgesetzt an, während vorne und hinten Terroristen stünden. O.B. betont, dass eben alles in den Kampf geworfen werden müsse und dass der Abschnitt der 11. Pz.Div. bis Baume reiche. Kdr. 11.Pz.Div. weist demgegenüber erneut daraufhin, dass er sich selbst bei Clerval voll im Kampfe befinde und heute bereits 3 Feindangriffe abgeschlagen worden seien. Es sei vollkommen unmöglich, von der z.Zt. immer noch kämpfenden und an sich schon schwachen Truppe etwas abzuziehen. Im Raume Belfort werde jedoch die zur Schanzarbeiten eingesetzt H.J. von Panzerabwehr und Flak geschützt. Vielleicht sei es möglich, aus diesem Raume vorübergehend Panzerabwehrwaffen zur Aushilfe abzuziehen. O.B. bemerkt hierzu, dass über diese Einheiten dem AOK kein Verfügungsrecht zustehe. Er müsse dieserhalb erst mit dem O.B. der Armeegruppe Rücksprache nehmen. Kdr. 11.Pz.Div. werde alsdann weiter Bescheid bekommen. 19.30 Uhr Ia 11.Pz.Div. unterrichtet Ia AOK kurz über die Feindlage. Die eigene Truppe sei stark abgekämpft. Im Augenblick versuche der Feind, bei Clerval durchzubrechen. Alle eigenen Teile seien voll zur Abwehr eingesetzt. Es fehle an Material, da verschiedentlich Panzer schon ausgefallen seien. Ein Abziehen von Teilen sei z.Zt. vollkommen unmöglich. Ia AOK erwidert, dass O.B. und Chef bei der Prüfung und Entscheidung dieser Frage seien und dass weitere Befehle hierüber folgen würden. Ia weist noch auf die Notwendigkeit laufender und pünktlicher Meldung seitens der 11.Pz.Div. hin. 19.40 Uhr Chef fragt LXXXV.A.K., ob Verbindung mit den Truppen des Ers.-Heeres bestehe. Es sei erforderlich, sofort festzustellen und zu melden, welche Panzerabwehrwaffen dort zur Verfügung stünden. Weiterhin, ob auch Panzer und Sturmgeschütze da seien. Die Angelegenheit eile ausserordentlich. Chef LXXXV. erwidert, dass alles, was an Flak dagewesen sei, zur Kampfgruppe Degener geschickt worden wäre. Es seien acht 8,8cm Flak gewesen, sonst sei nichts mehr da. 19.43 Uhr Ia Armeegruppe unterrichtet Ia davon, dass Teile der Panzerbrigade 13, nämlich 1 Aufklärungsabtlg., 2 motor. Btle. und 1 Btl. im Heranrollen seien und bis Morgen früh beim AOK eintreffen dürften. 19.46 Uhr Ia bittet Id der Armeegruppe G., dafür zu sorgen, dass die neu heranzuführenden Teile der Panzer-Brigade mit grösstmöglicher Beschleunigung herangeführt würden. Sie müssten Morgen früh unter allen Umständen Im Raume südlich Lure sein. 19.55 Uhr Kommmandeur Nachrichten-Abtlg. meldet Chef, dass das Fernsprechkommando die Verbindung mit der Gruppe Dehner aufgenommen habe. In dem vorgesehenen Raume sei jedoch kein Gestänge vorhanden, der befohlene Leitungsbau sei deshalb nicht durchzuführen. Nach Meldung des Fernsprechkommandos soll Feind 7 km nördl. von Rioz sein. 20.02.Uhr Chef fragt BvTO, was die Heranführung der Panzer mache. Antwort: Bisher noch nichts bekannt. Kurieroffizier sei deshalb nach Belfort unterwegs. 20.07 Uhr O.B. gibt O.B. Armeegruppe folgende Lageorientierung: Feind über Besancon mit Panzern und verlasteter Infanterie im Heranrollen nach NO. Z.Zt. in Chaudefontaine. Aufklärung ostw. von Rioz. Die frische 36.amer.Division greife offenbar in allgemeiner Richtung Belfort—Lure an. Panzerabwehrwaffen seien nicht mehr vorhanden. Die 11.Pz.Div. sitze bei Clerval fest. O.B. AOK fragt, ob etwas von den SS-Panzerkräften südl. von Belfort abgezogen und entweder in den Raum Lure oder zur 11. Pz.Div. zugeführt werden könne. Am zweckmässigsten würden diese Kräfte im Raume Baume eingesetzt werden. O.B. Armeegruppe verlangt zunächst festzustellen, um welche und um wieviel Panzerkräfte es sich handele. Dann will die Armeegr. hiermit zu helfen versuchen. 20.25 Uhr Kdr. 11.Pz.Div. gibt Chef AOK kurze Lageorientierung und betont, dass Abzug von Kräften der 11.Panzer Div. bei der gegenwärtigen Feindlage unmöglich sei. Zudem müsse das abzuziehende Btl. zu seinem Einsatzort dem Feind durch die Berge entgegenmarschieren. Das hätte voraussichtlich den Erfolg, dass überhaupt nichts vom Btl. am Bestimmungsort ankäme. Chef erwidert, er werde Ia 11. Pz.Div. noch endgültigen Bescheid geben. Zunächst brauche von der 11. Pz.Div. nichts gestellt werden. Nach nochmaliger Rücksprache mit O.B.AOK teilt Chef AOK Kdr.11.Pz.Div. mit, AOK verzichte auf vorgesehen Einsatz von Teilen der 11.Pz.Div., erwarte aber, dass bei Baume-les-Dames der starke Eckpfeiler unbedingt gehalten werde. Kdr. 11.Pz.Div. erwidert, es werde alles getan, was irgend möglich sei. 20.33 Uhr Ia LXXXV.A.K. meldet Chef, dass folgende Pakwaffen in Belfort festgestellt seien: 6 7,5 cm - motorisiert, mit einer Muni-Ausstattung. Chef gibt im Auftrage Armeegruppe den Befehl, diese Pak mit entspr. Infanteriebedeckung sofort nach Lure in Marsch zu setzen. Sie habe sich beim AOK zu melden. 20.40 Uhr O.B. Armeegruppe unterrichtet O.B. AOK davon, dass der Kom.General in Stuttgart (Gen. Teile) seine Hilfe zugesagt habe. Es soll im Raume Belfort auch eine Flak-Kampf Batt. sein. Diese und der wesentliche Teil der vorhandenen Pak werde dem AOK zur Verfügung gestellt. Armeegruppe habe als Einsatzort Richtung Baume-les-Dames angegeben. Die Frage des O.B.AOK nach der Befehlsbefugnis über Belfort beantwortet O.B. Armeegruppe damit, dass AOK diese Befehlsbefugnis habe. 21.25 Uhr: Ia/Korück und Ia/AOK 19: Anfrage ob für Korück Befehle vorliegen. Ia verneint. Stab General Hünermann soll ohne General zu Kniess treten. Korück befiehlt vorläufig an seinem Standort. 21.55 Uhr Chef /AOK 19 Chef/LXXXV.A.K.: Auf Grund der Lage notwendig, daß Belfort in Verteidigungszustand gesetzt wird. Chef/LXXXV.A.K, je 1 Flieger- und 1 Marine-Rgt. in Aufstellung, Menschen stehen genug zur Verfügung. Es fehlt nur an Waffen und Ausrüstung, da besonders Waffenreserve nach vorn geschickt wurde. Zur Verteidigung von Belfort wird alles nur mögliche getan. Durchgabe O 1 - Armeegruppe G teilt mit: Befehl über Belfort kann noch nicht durch Kniess übernommen werden, da Stadt zu dem Bezirk der Befestigung gehört, die dem ausschließlichen Befehl des Reichsführers SS Himmler unterstehen. Inzwischen, sollen jedoch auf jeden Fall befehlmäßige Unterlagen zur Übernahme des Befehls geschaffen werden. 22.15 Uhr Ia/LXXXV.A.K. Ia/AOK 19 : Ia/LXXXV.A.K. meldet, daß 4 Geschütze nach Lure etwa um 00.50 Uhr in Marsch gesetzt werden sollen(von welcher Einheit war nicht verständlich). 22.20 Uhr Ia/AOK 19 O 1/Armeegruppe G: Laut Befehl OKW sollen keine schriftlichen Meldungen mehr gemacht werden. Auch die Absichten dürfen nicht mehr mündlich durchgegeben werden. O.B. beantragt bei Armeegruppe G, daß Chef H Rüst u. BdE auf Grund der Lage alles in und um Belfort in erhöhte Alarmbereitschaft setzt. 22.55 Uhr Chef /LXXXV.A.K. Ia/AOK 19: Chef /LXXXV.A.K. sieht die Aufgaben des A.K. in erster Linie darin, eine Überflügelung durch den Gegner zu verhüten. Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist Heranziehung aller Kräfte nötig, sodaß für Verteidigung von Belfort nicht mehr ausreichende Kräfte vorhanden sind. Ia bejaht diese Auffassung. 23.40 Uhr Ia/AOK 19 Oberstarzt Dr. Bader: Gruppe Degener benötigt einige Sanka (etwa 5 Stück). Oberstarzt Bader sagt Gestellung nach Rougemont zu. Ia bittet IVb sich darauf einzustellen, daß sich morgen bei Gruppe Degener stärkere Kampfhandlungen ergeben werden. 23.45 Uhr Anruf Ia/AOK 19 bei Ia/LXXXV.A.K. : Oberst Hübner soll sofort veranlassen, daß,4 Pkw. oder B.-Kräder mit geeigneten Leuten zu Gruppe Degener zu Meldezwecken abgestellt werden. |
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