| Kriegstagebuch Januar 1943 | |
| 1.1.1943 | Privates Tagebuch
Stabskp./Pz.Rgt.29: ...pünktlich um 7 Uhr da. Wereista soll heute endgültig fallen. Feuerzauber nach wie vor. Großartiger Neujahrs-Panzerangroff der Kampfgruppe Lt.Stehl! Von der Kompanie fällt Uffz.Graber, 2 Mann sind verwundet. Ich führe die Kompanie und gehe am Ortseingang Wereista in Stellung. Um 14 Uhr Walddurchkämmung, bei meterhohem Schnee ein aussichtsloses Unternehmen, erbeute aber doch ein schwere Pak-Geschütz, die sogenannte Ratsch-Bumm. |
| 2.1.1943 | Privates Tagebuch
Stabskp./Pz.Rgt.29: Sicherungsstellung am Waldrand, eine Gruppe ahnungsloser Russen wird gestellt, einen erwischen wir, die anderen können ins Dickicht entkommen. Abands Marschbefehl nach Ossinowka. |
| 3.1.1943 | Privates Tagebuch
Stabskp./Pz.Rgt.29: Ein Führer bringt usn zur Stellung, die mitten im Wald verläuft. Granatwerferfeuer ohne Unterbrechung. |
| 4.1.1943 | |
| 4.1.1943 | |
| 5.1.1943 | |
| 6.1.1943 | |
| 7.1.1943 | Privates Tagebuch
Stabskp./Pz.Rgt.29: Ich übernehme auch noch die Stellungen des Fw.Seibt, 2.Zug, lasse durch 4 MGs sichern (Kubary, Kruck, Henke). |
| 8.1.1943 | Privates Tagebuch
Stabskp./Pz.Rgt.29: Linksverschiebung zur 5./25, Olt.Lauenstein, mit Gruppe Kubary aus Stützpunkt "Erika", Waldspitze. Russische Bunker auf 150m, aber nicht zu erreichen, weil sie in freiem Gelände liegen, das vermint ist. Dorf Ossinowka 500m stark besetzt und gut gesichert. |
| 9.1.1942 | |
| 10.1.1943 | |
| 11.1.1943 | Privates Tagebuch
Stabskp./Pz.Rgt.29: Umfassender Angriff auf Ossinowka, der Ort selbst ausgespart, während des Angriffs unter Artillerie-Feuer. Wir schießen mit der Pak den uns am gefährlichsten Bunker zusammen. "Sturm" startet einen Stoßtrupp, bleibt im MG-Feuer liegen. Mit ein paar Freiwilligen komme ich ihm von links zu Hilfe und vernichte das Feind-MG mit meinem eigenen aus der Flanke. Feuerwechsel mit einem von den Russen im Dorf in Stellung gebrachten MG, Jochen Dupuis springt aus der Deckung hinter dem von uns erledigten Bunker und wird durch einen Lungendurchschuß schwer verwundet. Kruck ist tot. Ich springe Jochen nach, um ihn hereinzuholen, bekomme 2 Streifschüße am Oberschenkel, einer geht ins Fernglas JOchen bringen ich mit Müh und Not hinter die Deckung zum Verbinden. Mit Tetsch will ich ihn wegbringen, nach ein paar Schritten kippt dieser um - Bauchdurchschuß. Das MG muß unter Kubary zur Sicherung dableiben, über das freie Feld will ich auch keinen schicken, es liegt wieder MG und Granatwerferfeuer drauf. Ich springe selbst durch das rasende Feuer in deckung gezwungen, kriechend versuche ich weiterzukommen. Da erwischt es mich an der Schulter, es wird war und feucht in dieser Gegend, der linke Arm will nicht mehr so recht mit, er schmerzt bei jeder Bewegung. Einarmig robbend erreiche ich das Gebüsch vor Erika, organisiere mit den Gruppenführern einen neuen Stoßtrupp und lasse diesem durch Pak und MG Feuerschutz geben. v.Schlippe holt im Akja Dubuis und Tetsch. Henke wird durch Oberschenkeldurchschuß verwundet, Krüger durch Splitter am Unterschenkel und an den Armen, ein M.G.Schütze fällt. Nach der Versorgung beim Truppenarzt Abfahrt zum HV-PLatz, Tetsch stirbt am andern mOrgen nach der Operation Am späten Abend mit dem Sanka noch zur Krankensammelstelle. |
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