| Befehle August 1939 |
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-unleserlich- Korpsbefehl Nr.5 (vermutl.XV.A.K.) 1.) Durch die politische Lage sind Grenzüberfälle durch Polen nicht ausgeschlossen. 2.) Die Grenze ist gegen Grenzübertritt zu sichern. Hierzu sind die den Div.unterstellten Grz.W.Btl.mit allen unmittelbar an der Grenze einzusetzen. Die Grenze ist zu verteidigen. Über die Grenze vorgedrungener Feind ist durch die Div. hinter die Grenze zu werfen. 3.) Grenzverletzungen durch eigene Truppen sind mit allen Mitteln zu verhindern, sie können unabsehbare politische Folgen haben. 4.) Die Div.gruppieren sich in der Nacht 26./27.8. derart um, daß Raum ostw.der Ortsränder der Orte Randsdorf - Dramatal - F.Immenwald - OStwalde - Brunneck - Horneck - Kotten-unleserlich- Wüstenrode und nördl.der Ortsränder: Kellerswalde - -unleserlich-witz freigemacht wird. Bei der neuen Unterbringung ist Sorge zu tragen, daß die Truppe, soweit es die derzeitigen Verhältnisse erlauben, so bequem wie möglich untergebracht wird. Die Ausdehnung der Unterbringung nach Westen darf jedoch nur soweit erfolgen, daß die Truppe in einer Nacht ihre Ausgangsstellung an der Grenze einnehmen kann. Trennungslinie zwischen 4Div. und 2.le.Div. wie bisher von -unleserlich- ab weiter nach Westen Rodenau - Grünheide (Orte zu 4.Div.). Truppe hat sich in den Unterkünften zu tarnen. 5.) Die den Div. bisher unterstellten Teile (M.G.Btl.7, 1 Kp.Pi.Btl.SS, Flak-Abt.93) bleiben unterstellt. 6.) Korpstruppen bleiben in ihren derzeitigen Unterkünften: N.A.61, Peiskretscham, Pi.Btl.SS, Heydebreck-unleserlich- rückw.Dienste, Nesselwitz/Neumannshöhe. 7.) Die neuene Unterbringungsräume sind dem K.Kdo.IV mit Skizze zu melden. 8.) K.H.Qu. verbleibt in Peiskretscham. |
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4.Division
Div.St.Qu.Hohenlieben, den 25.8.1939 Ia Nr. 195/39 geh. 18.00 D i v i s i o n s b e f e h l für den A n g r i f f am 26.8.1939 Feind (Teile 23.poln.Div.?) beabsichtigt anscheinend sich an seinen Befestigungen in der Linie Bobrowniki - Niezdara (hier auch Artillerie) - Brynica (Fluß?) oder Nova - Wies ? zu verteidigen. Schanzarbeiten vorwärts der Befestigungen lassen darauf schliessen, daß der beabsichtigt von der Grenze ab - auch aus den Waldungen nördlich der Linie Tarnowitz - Niezdara - Vordringen deutscher Truppen Widerstand entgegen zu setzen. -unleserlichischen Grenze und Befestigungen werden vor 4.Div. Feindkräfte inn der GEsamtstärke von etwa 2500 Mann angenommen (Grenz-unleselich) 4 Kpn.I.R.11, 4 Esk.Ul.3, Pak, Flak, Artl?) An allen Straßen und Brücken und in den Wäldern muß mit zahlreichen besetzten und verminten Sperren gerechnet werden. Zahlreiche Straßen und Eisenbahnbrücken sind zur Sprengung vorbereitet -unleserlich- Feindnachrichten siehe Nachr.Blätter. -unleserlich- (4.Div., 2.le.Div., Korpstruppen bricht aus der Linie -unleserlich-chhof - Kottenlust über die Grenze vor, durchstößt das -unleserlich- zwischen Tarnowitz und Kosiecin und gwinnt im Ab-unleserlich-iercie - Poraj das Ostufer der Wartha. -unleserlich- endgültige Erledigung zersprengter Feinddteile sowie der Sch-unleserlich- Flanken und Rücken soll durch nachgeführte Reerven erfolgen. -unleserlich- Grenze im Anschluß an den Angriffsstreifen des XV.A.K. beidersteits Bauchen bleibt durch Grenzwachtkräfte, die einem Gr.Abhscnitt unterstellt sind weiterhin gesichert. -unleseerlich- I.R.103 benutzt Ostwalde den von Pi.Btl.13 hergerichteten Umgehungsweg, ohne den Verkehr der 2.le.Div. auf Straße Hubertsgrun, Ostwalde, Brunneck zu behindern. M.G.Btl.7 setzt nach Erreichen von Dramastein (26.8., 3.00 Uhr) den Marsch in seinen BEreitstellungsraum fort. Reste Beob.Abt.4, Pi.Btl.13 und Pz.Abw.Abt.4 (zugleich Reihenfolge) überschreiten das Straßenkreuz ostwärts Maiwald erst nachdem I./A.R.40 durchgezogen ist. Verantwortlich Kdr.Pz.Abw.Abt.4. A.A.4 gewinnt Bereitstellungsraum, ohne de Bewegungen des I.R.10 zu stören, nach unmittelbarer Vereinbarung mit diesem. Feldgend.Trupp 4 in Tost zur Verkehrsregelung eingesetzt. Verkehrsregelung in Ostwalde erfolgt durch 2.le.Div. Führerreserve I.R.10 erreicht bis 3.00 Uhr Adelenhof und tritt unter den Befehl des Kdrs.der Pz.Abw.Abt.4. Beförderung und Verpflegung durch Pz.Abw.Abt.4 I.R.52 erreiht bis 3.00 Uhr Hohenlieben, unterstellt Major v.d.Damerau. Beförderung und Verpflegung durch St.Qu.4.Div. I.R.103 verbleibt bei le.Inf.Kol.I.R.103. Bei übrigen Truppenteilen der Div.gemäß mündlicher Anweisung bei rückwärtigen Teilen. Auf Führerreserve darf nur mit Genehmigung der Div. zurückgegriffen werden. Führerreserve der Inf.ist auch mit einer Materialreserve mit M.G. -unleserlich- -unleserlich- sind auch mit einem Anteil an Sondermunition -unleserlich- -Weitere Seiten fehlen- |
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-unleserlich-
K.Hq.-unleserlich- -unleserlich-A.K. Nr. 8/39 An den Herrn Kommandeur der 4.Division, Herrn Generalmajor Hanssen. Die mir vorgetragenen Absichten der Div. und der unterstellten Regimenter veranlassen mich dazu, an meine Weisungen vom 22.8.1939 zu erinnern, wonach die Div.sich nicht vor Tarnowitz und den Stellungen an der Brynica festlegen darf. Z.Zt.sind einschl.M.G.Btl.7 fünf Batl.südl.und westl.Tarnowitz angesetzt. Bei der derzeitigen Feindlage und der Abwehrkraft eines verst.Inf.Rgt. erscheint mir der erste Ansatz des Angriffs im Hinblick auf das offene Gelände und der damit gegebenen starken fdl.Feuerwirkung für verlustreicher und zeitraubender als das Vorwärtskommen in einem geländemäßig schwierigen aber von fdl.Feuer ungenügend beherrschten Gelände. Infolge dessen muß die Div. in diesem Gelände den Angriff mit starken Kräften führen Weiterhin bitte ich zu beachten, daß beim Ansatz von Teilen zum Angriff auch südl.Tarnowitz die Div.zu breit wird und später in zwei durcch Tarnowitz getrennte Kampfgruppen zerfallen muß, wobei die südl.Gruppe einen Kampf zu führen hat, der für die weiteren Absichten des Korps bedeutungslos ist. Ich bitte daher, beim ersten Ansatz, die Kräfte so zu bemessen, daß die Div.auf engerem Raum den Angriff führt. Bei der Gefehchtsführung bitte ich, an dem Gedanken festzuhalten, daß es mein Wille ist, die Div.mit ihrer Masse über Georgenberg vorgehend bald zum Zusammenwirken mit der 2.le.Div. zu bringen. Aktennotiz (handgeschrieben) -unleserlich-vorgegebene Befehl für den Angriff -unleserlich-auf Grund obiger Meinungen entgegen der -unleserlich-den Herrn Komd.General am 25.8. abend -unleserlich-äusserten -unleserlich- entsprechend geäußert Die BEdenken bezogen sich auf folgende-unleserlich- 1.) Der Angriff des IR 10 durch den Nordteil und nördl.von Tarnowitz vorbei führt durch Loch, das mehrere durch hohe Bahndämme und Bahnanlage usw. umfasst und von da her beherrscht wird. Nachträglich wurd auch festgestellt, dass -unleserlich- Nordteil von Tarnowitz der BLock der Inf.Kaserne gelegen ist, ostwärts der Bahn ebenfalls zahlreiche hohe, große neue Häuser ein schnelles durchstossen erschweren. 2.) Das Zusammendrängen der Division in jenem Loch und dem schwerpassierbaren Waldgelände muss die fdl.Abwehrwirkung, anstatt sie zu zersplittern trotz ihrer vermeintlichen Schwäche -unleserlich- grosser Wirksamkeit bringen. 3.) das Vorgehen durch den Wald nördl.Tarnowitz führt durch schierigstes Gelände, kleinste-unleserlich- ABteilungen können dadurch an sich schon -unleserlich- Verzögerungen noch wirksam versärken. Die überlegene eigene Waffenwirkung der eigenen 12 Battlne, aber auch der schweren Inf.Waffen kann nicht zur Geltung gebracht werden. Nach meiner und jetzt noch bestehenden Überzeugung ist bei -unleserlich-zeitiger Herumfassen von T. bei weiterer -unleserlich- ein Zerfall in 2 getrennte Kampfgruppen -unleserlich- befürchten, wenn das Ziel: Höhen bei Naklo-unleserlich- herausgestellt wird. Der Div.Befehl für die Bereitstellung zum Angriff und der Div.Befehl für den Angriff am 26.8.39 treten außer Kraft. Die Truppe ist in den bisherigen Unterkünften des 25.8. zurückzuführen.. Sie ist bei Tage der Sicht, auch aus der Luft, möglichst zu entziehen. Eintreffen in den alten Unterkünften ist der Div. zu melden. 22.15 an Gen.Kdo.gemeldet, dass Befehl durch ist, ausser M.G.Btl.7 + 3.Flak Abt.-unleserlich- wird durch Gen.Kdo.angehalten. |
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