| Kriegstagebuch September 1944 | |
| 4.9.1944 | KTB 9.Armee: 01.10 Uhr: Kdr.Art.Schule Beaune meldet Chef, daß er laut Befehl OKH, durch Armeegruppe G an ihn geleitet, mit seinem Stab in die Heimat abrücken soll. Sein Abschnitt sei gestern vom Oberfeldkommandanten in Beaune übernommen worden. Dieser sei vorgestern in Beaune eingetroffen. Chef erwidert, daß diese Regelung nicht im Sinne des A.O.K. sei. Der Feldkommandant in Beaune habe als solcher ganz andere Aufgaben als ein Truppenkommandeur. Es sei seitens des A.O.K. auch nicht befohlen, daß General Kohl den Abschnitt der Kampfgruppe Schmidt übernehmen solle. Der Befehl der Armeegruppe G lautet dahin, daß der Kdr. Art.Schule Beaune "nach Freiwerden" abrücken könne. Den Zeitpunkt des Freiwerdens bestimmt jedoch lediglich das A.O.K. Kdr. Art.Schule Beaune weist demgegenüber darauf hin, daß er bisher dem Befehlshaber Nordostfrankreich unterstanden und von diesem am 3.9. um 11.00 Uhr den Freigabebefehl erhalten habe. Chef entgegnet, daß A.O.K.19 am 3.9. um 6.00 Uhr die Befehlsgewalt im Abschnitt übernommen und deshalb der Befehlshaber Nordostfrankreich von dieser Zeit ab keine Befehlsbefugnisse über die in diesem Abschnitt eingesetzten Kommandeure mehr gehabt hat. Überdies sei für den Oberfeldkommandanten Beaune eine anderweitige Auftragserteilung vorgesehen. Kdr. Art.Schule könne seine ganze Schule mit Ausnahme dessen, was Sicherungsaufgaben hat, abtransportieren. Die Entscheidung über seinen eigenen Verbleib liege jedoch beim LXIV.A.K., welchem er durch das A.O.K.19 unmittelbar unterstellt worden sei. Er solle deshalb morgen wegen der Entscheidung über seine Verwendung persönlich zum LXIV.A.K. fahren. Falls von dort für ihn ein anderer Mann eingesetzt werden könne, werde er persönlich auch vom A.O.K. aus freigegeben. Hierüber erwartet Chef für morgen nähere Meldung des Kdr. Artillerie-Schule. 01.45 Uhr: Chef/A.O.K.19 bespricht mit Chef/IV.Luftw.-Feldkorps die Neugliederung der Kampfgruppe Degener. Diese werde morgen mit 4 Sicherungs-Btlen. (Gruppe Hardenberg, Gruppe Böhme und 2 Marine-Pionier-Kompanien ) nach Dijon kommen. Kampfgruppe Degener werde alles das bekommen, was die Kampfgruppe Schünemann gehabt hat. 02.33 Uhr: Ia berichtet Chef über Ergebnis seines Besuches in Beaune. Für die Kampfgruppe Brodowsky werde aus Beaune noch in der Nacht 1 Sicherungs-Btl. in Stärke von etwa 400 Mann abgezogen und in Marsch gesetzt werden . Chef weist darauf hin, daß der Einsatz des Sicherungs-Btls. nach grundsätzlichem Befehl nicht in der vorderen Linie sondern in der Rückhaltstellung zu erfolgen habe. Dies müsse der Gruppe Brodowsky mitgeteilt werden. 05.30 Uhr: Morgenmeldung LXXXV.A.K.: Gef.-Stand 338.I.D. im befohlenen Raum erlebt. Einheiten noch auf dem Marsch. Einheit Richter befohlenen Raum ohne Feindberührung erreicht. 05.30 Uhr: Kdr.Flak-Rgt.85 hat Ia AOK.19 mitgeteilt, daß durch Oberst Tyroller in Dijon 3 2 cm Flakgeschütze abgeholt werden können. Kdr. des Flak-Rgt.85 möchte wissen, ob Abholung veranlaßt. Nachfrage ergibt, daß Anruf bei Oberst Tyroller gestern nicht möglich und heute nachgeholt werden soll 05.50 Uhr: Anruf Ia LXXXV.A.K.: Post und Unterlagen für 11.Pz.-Div. um 03.00 Uhr dort abgegeben. 05.55 Uhr: Morgenmeldung IV.Luftw.-Feldkorps über Feind keine neuen Meldungen. Marschbewegungen planmäßig. 07.30 Uhr: O.B. hat befohlen, daß das von Brodowski zurückbehaltene Btl. der 16.I.D. auf Grund der dortigen Lage vorerst dort verbleibt. 09.45 Uhr: Chef IV.Lw.Feldkorps fragt beim Ia/AOK. an, wann mit dem Eintreffen der gepanzerten Gruppe zu rechnen ist und wohin sie kommen wird. Das Korps muß dies unbedingt wissen, da sonst die Brücke gesprengt wird und die Gruppe nicht herüber kann! Ia meint, dann müsse sie eben auf einem anderen Wege kommen und zwar dort, wo das LXXXV. Korps übersetze. Wann sie kommen werde, wäre noch nicht bekannt, da erst wieder mit einer halben Stunde Verbindung zu der Division besteht. Auf die Frage des Chefs/IV.Lw.Fk., wie stark die Gruppe wäre, antwortet Ia, daß es sich um eine verstärkte Komp. handele. Der Chef des IV.Lw.Feldkorps erbittet Bescheid nach Rückfrage bei der ll.Pz.Div., auf welcher Straße die gepanzerte Gruppe kommen und wann mit ihrem Eintreffen zu rechnen ist. Ia sagt Bescheid zu. 09.53 Uhr: Chef AOK. weist den A.Pi. nochmals darauf hin, daß er beschleunigt Verbindung mit Gen.Kdo. Dehner auf nehmen und ihm schnellstens Pi.Kräfte zur Sperrung des Gebietes zwischen Dole und Pontarlier zuführen müsse. Auf die Frage, wie es mit der Sprengung bei Chalon stehe, antwortet der A.Pi.Fü., daß dort alles vorbereitet sei, daß die Brücke jedoch noch für die ll.Pz.Div. offen gehalten sei. Der Chef sagt, daß Chalon in der H.K.L. einbegriffen sei und der A.Pi.Fü. soll feststellen, ob die ll.Pz.Div. die Brücke noch brauche, er möge sich dieserhalb mit dem Ia/AOK. in Verbindung setzen. Wenn die ll.Pz.Div. die Brücke nicht mehr brauche, dann solle die Brücke sofort gesprengt werden. Ferner soll der A.Pi.Fü. feststellen, was der Befh.NO.Frankreich an Pi.Kräften zur Verfügung habe, um diese gleichfalls dem Gen.Kdo. Dehner zuzuführen. Hierüber Meldung an Chef. 10.13 Uhr: Ia/AOK. ruft im Auftrage des Chefs Ia Armeegruppe G an und orientiert diesen, daß ein verstärktes Btl. der 16.I.D. mit 2 Batt., 1 Pz.Jg.Kp. und einer Flak-Kampfgruppe vom AOK. angehalten wurde, auf Grund der Luftaufklärungsergebnisse von Tonnerre. Es handelt sich hierbei um höchstens 2 Tage, da das AOK. in Augenblick keine Kräfte zur Verfügung habe. Ia Armeegruppe G weist darauf hin, daß das LXVI.Korps hiervon benachrichtigt werden müsse, daß Entscheid über weiteren Verbleib des Btls. beim AOK.19 von Armeegruppe nach Vortrag beim Chef der Armeegruppe kommen würde. Ia/Armeegruppe G fragt dann nach der Luftnachrichtenschule 4 ,die zur Bekämpfung innerer Unruhen zurückbehalten war. Ia sagt Feststellung und Bescheid zu. 10.20 Uhr: Chef fordert umgehend die Luftaufklärungsergebnisse von Flivo. 10.22 Uhr: O.Qu. AOK.19 meldet dem Chef, daß er in Dijon 80 to Kolonnenraum, zur Verfügung habe und bitte um Weisung der Verwendung. Chef sagt, daß mit diesem Raum die Sicherungs-Btlne. des LAIV.Korps zum Gen.Kdo.Dehner befördert werden sollen. Der Chef des LXIV. Korps, der sich gerade beim Chef AOK befinde, werde dem O.Qu. durchsagen, wo sich die Btlne. befinden. Sollte die Feststellung nicht möglich sein, so würde der O.Qu. Bescheid bekommen, den Kolonnenraum zum LXIV. Korps zu schicken, von welchem alsdann die Verladung erfolge. 11.54 Uhr: Chef befiehlt dem O.Qu., den zur Verfügung stehenden Kolonnenraum in Marsch zu setzen nach Decize über Beaune -Autun. Meldung in Decize beim General Täglichspeck, der die Beladung verantwortlich durchführe. Abfahrt 4.9. 19 Uhr in nicht geschlossener Kolonne, sondern in großen Abständen. O.Qu. meint, daß mit Rückkehr der Kolonnen in der Nacht vom 4./5.9. zu rechnen ist. 11.57 Uhr: Ia/LKW. A.K. fragt beim Ia/AOK. nach, wo er Oberst Dehner finden kann und wie Verbindungaufnahne dorthin möglich ist. Ia orientiert ihn daraufhin, daß Oberst Dehner in Besancon sitze. Ia/LXXXV.Korps teilt noch mit, daß von Feinddruck bisher nichts zu merken sei, daß im übrigen Aufklärung eingesetzt wurde. 12.20 Uhr: Ia AOK. 19 meldet dem Ia Armeegruppe G, daß die Luftnachrichtenschule 4 schon durch Chalon gezogen wurde, oder aber sich hart südlich davon befindet und daß sie schnellstens verladen würde. 12.50 Uhr: Funkverbindung zur ll.Pz.Div. infolge Verlegung des Gef.Standes der ll.Pz.Div. unterbrochen. 14.55 Uhr: A.Pi.Fü. meldet Ia, daß sich Pi.Kdr. 16.I.D. mit 1 Btl. (5 Kpen.) gemeldet hat. Außerdem seien 3 Brücken-Kpen. im Marsch auf Dijon, davon eine t.mot. und zwei bahnmot. A.Pi.Fü. möchte die t.mot.-Brücken-Kp. hier behalten, die beiden Eisenbahn-Kpen. als Reserve des A.O.K. nach Straßburg abschieben. Er erbittet hierfür Entscheidung des Chefs A.O.K. 15.45 Uhr: O.B. befiehlt Ia, daß Führer der SS-Panzergruppe sofort in Marsch gesetzt werden solle und sich auf Durchfahrt bei Chef /IV.Luftw.-Feldkorps zu melden habe. Marschziel Chagny, Stärke 8 Panther V. Zur Feindlage gibt O.B. Ia bekannt, daß eigene Truppen bei Fournes von 2 Kpen. ohne Panzer angegriffen worden seien. Eigene Truppe zieht sich hinhaltend kämpfend zurück. Bezüglich Aufklärung befiehlt O.B. , daß besonderer Wert auf Straße Macon nach Nordwesten nach Cluny und von dort nach Norden gelegt werden müsse. Aufklärung nach Nordwesten müsse ebenfalls geflogen werden. Auf folgende Räume sei Flivo sofort vordringlich anzusetzen: a) Gebirge Morez, b) Raum Dijon, c) Raum Macon, nichtig sei, die Spitzen aufzusuchen. 15.55 Uhr: Ia /A.O.K.19 gibt Ia / IV.Luftw.-Feldkorps folgende Luftaufklärungsergebnisse mit taktischer Zeit etwa 13.30 Uhr durch: 1.) 25 km südwestlich Pontarlier bei les Granges 10 - 15 Feindpanzer und 50 - 60 Lkw. mit Anfang bei les Granges, 2.) südlich Gex in Richtung nach St.Claude Einzelverkehr nach beiden Richtungen, 3.) auf Straße Coligny - Lons le Saunier, mit Anfang bei St.Amour, 100 Lkw. und Pkw. 4.) ostwärts davon auf Straße Montfleur nach Lons le Saunier, zwischen St.Julien - Lensier, 80 bis 100 Lkw. mit leichter Flak und 5 Panzer Richtung Norden, 5.) 10 abgestellte Lkw. 10 km ostwärts Bourg auf Straße nach Bellegarde. Aufklärungsmeldung geht durch Funk gleichzeitig an 11.Panzer-Division. 16.10 Uhr: Ia/A.O.K. unterrichtet Ia /IV.Luftw.-Feldkorps davon, daß dem Korps 8 Panzer zugeleitet werden. Anrollen gegen 19.00 Uhr. Versorgung mit Betriebsstoff und Munition müsse durch IV.Luftw.-Feldkorps erfolgen. Jeder Panzer führe 80 Granaten mit sich. Zweite Munitionsausstattung mit ebenfalls je 80 Granaten werde vom A.O.K. in den Einsatzraum, nachgeführt. Betriebsstoffbedarf jedes Panzers sei für 100 km 730 Liter. 16.40 Uhr: Ia unterrichtet Qu.l davon, daß die 8 Panzer für IV.Luftw.-Feldkorps nach Chagny in Marsch gesetzt seien und durch IV.Luftw.-Feldkorps versorgt werden würden. Die noch hier befindlichen 480 Schuß Munition müssen durch Fahrzeuge O.Qu. beschleunigt zum Einsatz gebracht werden. Qu. 1 erwidert, daß dies wegen Fahrzeugmangels nicht vor morgen durchgeführt werden könne. 16,43 Uhr: A.Pi.Fü, unterrichtet Ia vom Sonderauftrag Schneider und fragt, welche Sicherungskräfte hierfür zur Verfügung stünden. Antwort : LXIV.A.K. muß das machen. Mit diesem in Verbindung setzen. 17.10 Uhr: Ia LXVI.A.K. bittet Ia /A.O.K., 16.I.D. möglichst auf direktem Wege weiterzuleiten, um die Marschbewegungen des LXVI.A.K. nicht zu stören. Er meldet außerdem, daß in Nancy ein zusammengewürfeltes Regiment des LXVI.A.K. sei. Die vorgetriebene Aufklärung habe ergeben, daß ein Waldstück nördlich Epinal, etwa 15 km nordwestlich Charmes, unklar, offenbar feindbesetzt sei. Aus Cheaumont seien um 13.00 Uhr feindliche Panzer erschienen. Ia/A.O.K. weist darauf hin, daß Feind offenbar versuche, nach Osten zu umfassen. 17.45 Uhr: Chef / A.O.K. unterrichtet Chef der O.F.K. Besancon über Feindaufmarsch im Raum Pontarlier. Chef/O.F.K. meldet, daß das Btl.1022 auf dem Wege nach Pontarlier und wahrscheinlich inzwischen schon dort eingetroffen sei. Das Btl. habe Panzerfaust und Granatwerfer bei sich. Die vom A.O.K. in Marsch gesetzte Pi.Kp. sei hingegen noch nicht in Erscheinung getreten. Von Artres auf dem Wege nach Dole befindliche eigene Truppe sei vorübergehend eingeschlossen worden, jetzt aber auf dem Marsch nach Dole, nach Erfüllung des Auftrages in Artres. In Besancon befinde sich außer aufgefangenen Leuten keine Truppe mehr. Chef /A.O.K. erwähnt, daß Stab 11. Panzer-Division alsbald nach Besancon komme. O.B. schaltet sich in das Gespräch ein. Er betont, daß es jetzt um die Wurst gehe. Pontarlier dürfe unter keinen Umständen in Feindeshand fallen. Es sei erforderlich, dort sofort einen verantwortlichen Kommandanten einzusetzen, der den Ort mit klarem Verteidigungsauftrag bis zum Letzten zu halten hat. O.B. gibt den Befehl, sofort mit sämtlichen verfügbaren Offizieren diese Verteidigungsaufgabe zu übernehmen. Sie müsse unter allen Umständen erfüllt werden, um die notwendige Zeit für der Einsatz unserer Panzer zu gewinnen. Chef/O.F.K. meldet hierzu, daß Kdr. des Btls. 1022, 1 Oberstleutnant und durchaus geeigneter Soldat, als Kommandant von Pontarlier eingesetzt sei. O.B. betont erneut, daß Pontarlier gesperrt und die dortige Verteidigungslinie der Armee unter allen Umständen bis zum letzten kann gehalten werden müsse. Mit starkem Feindangriff aus südwestlicher Richtung mit dem Ziele auf Besancon - Belfort sei jederzeit zu rechnen. Deshalb seien, sofort anlaufend, Offiziere und Mannschaften, insbesondere auch alle Stäbe, rücksichtslos einzusetzen. Es komme heute noch Flak nach Pontarlier unter dem besonders bewährten Kdr. Oberst Tyroller. 18.15 Uhr: Chef /A.O.K. unterrichtet Chef / Armeegruppe G über die Feindlage. Er spricht die erneute Bitte um Verfügung über die 159.I.D. aus. Chef/Armeegruppe G genehmigt der Armee, über diese Division nach den Notwendigkeiten der Lage zu verfügen. Chef / Armeegruppe G genehmigt auf Bitte Chef /A.O.K.19 ferner, daß eine Flakabteilung noch für 2 Tage zur Verfügung der Armee verbleiben könne, 18.22 Uhr: Chef /IV.Luftw.-Feldkorps fragt Ia /A.O.K. ob die zur Sprengung in Aussicht genommene Brücke jetzt hochgehen könne. Antwort : Nein, hierüber müsse erst Chef gefragt werden. Ia erinnert an baldige Tagesmeldung. 18.30 Uhr: Ia fragt Ia Kampfgruppe Brodowsky, ob Sicherungs-Btl.200 dort eingetroffen sei. Antwort: Jawohl, jedoch nur Kommandeur und 1 schwerer Zug. Der Rest sei noch unterwegs, weil er auf dem Marsch Zusammenstoß mit Terroristen gehabt habe. Widerstand sei jedoch gebrochen worden Kdr. Sicherungs-Btl.200 übernimmt Gespräch mit der Meldung, daß er mit 220 Mann und 1 schweren Zug ( 1 s.M.G.-Zug, 1 Pak, 1 Fla., 2 Granatwerfer) der 13.Kp. eingetroffen sei. Der Zusammenstoß mit den Terroristen sei etwa 20 km entfernt erfolgt. Ia bemängelt scharf, daß hierüber keine rechtzeitige Meldung, und daß Eintreff en des Btls. mit so erheblicher Verspätung erfolgt sei. Er befiehlt sofortige Meldung, wenn gesamtes Btl. eingetroffen. 18.34 Uhr: Chef /LXXXV.A.K. meldet Chef /A.O.K., daß von 198.I.D. bis 4.30 Uhr alles herübergekommen sei. Im Anschluß sei die 11.Panzer-Division gefolgt. Chef/A.O.K. gibt Chef /LXXXV.A.K. neuen Einsatzabschnitt im Raum Südschleife Mesmay (linke Trennungslinie) am Fluß entlang bis nach Mouchard (ausschl.) bekannt. Andernfalls würde die linke Flanke offen sein. Chef befiehlt, in einer Stunde Absicht für den neuen Einsatzraum zu melden. Chef/LXXXV.A.K. weist darauf hin, daß an Menschen nichts mehr aufzutreiben sei. 18.50 Uhr: Chef gibt Major Hiltrop Befehl, Oberst Allert zum sofortigen Abmarsch zu veranlassen. Armee selbst würde spätestens morgen Abend folgen. 18.58 Uhr: Chef fragt Ia /LXIV.A.K., ob über 159.I.D. Neues bekannt sei. Antwort: Nein. Es bestehe seit heute früh keine Verbindung mehr. Neuer Auftrag sei durch Funk über das Korps übermittelt worden. Chef gibt bekannt, daß Armeegruppe Verwendung 159.I.D. als Armeereserve genehmigt hat. Ia/LXIV.A.K. meldet, daß Kommandierender General und Ia noch heute beim A.O.K. vorsprechen werden. 19.00 Uhr: Chef /Kampfgruppe Brodowsky meldet Ia, daß telefonische Verbindung mit Pontarlier bestehe. Von dort sei nichts Neues bekannt. Das Btl.1022 liege in der Nähe von Valderan im Kampf mit Terroristen. General Dehner fahre jetzt nach dort. |
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