1.Gebirgsdivision
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Kriegstagebuch Februar 1941
1.2.1941
Tätigkeitbericht IVb Monat Februar 1941:
1.) Wesentliche Verschiebungen von Truppenteilen fanden auch für diese Berichtszeit innerhalb des Unterkunftsbereiches der Division nicht statt.
Lediglich das Feldlazarett 54 wurde von Clerval nach Belfort gezogen und ist dort seit 3.2.41 als Ortslazarett eingesetzt.
Neben der laufenden aus- und Weiterbildung der San.Dienstgrade und Krankenträger sowohl bei der Truppe wie bei den San.-Diensten wurde bei der
Geb.San.Komp. 1/54 vom 3.2.- 15.2.41 ein Fortbildungslehrgang für Unterärzte und San.Unteroffiziere (bestellte Ärzte) abgehalten.
2.) -
5.) Die San.Dienste der Division mit den Krankenkraftwagenzügen waren auch im Berichtsmonat weiterhin eingesetzt.
Orte des Einsatzes sind:
Rougemont, St.Vit, Belfort.
Die Zahnbehandlungsstellen der Division befinden sich in Rougemont, Quingey.
Zwei Zahnbehandlungsstellen sind in Besancon eingerichtet. Die grosse Beanspruchung dieser Stellen hat weiterhin angehalten. Prothesische
arbeiten werden in weitem Umfang durchgeführt.
4.) Gesundheitsbesichtigungen und Belehrungen, besonders über Geschlechtskrankheiten, wurden in der Berichtszeit bei der Gruppe und den
San.Diensten regelmässig und in kurzen Zwischenräumen abgehalten.
Die Truppe hat die Unterkünfte weiterhin verbessert und vielfach behelfsmässige Badegelegenheiten geschaffen, da die in Besancon zur Verfügung
stehenden Bäder infolge scharfer Benzinkontingentierung nicht ausreichend besucht werden Können. Durch die Einheiten beantragte Badezüge sind
noch nicht von den zuständigen Transportdienststellen genehmigt.
Erfahrungen mit Baracken, Leiten und Impfungen wurden nicht gemacht.
Der Zugang an Geschlechtskrankheiten ist gegenüber dem Vormonat annähernd gleich geblieben.
5.) Der Nachschubbedarf wurde aus dem zuständigen Armee San.-Zweig-Park gedeckt. Vorübergehende Verknappung bestimmter Mittel konnte durch Ausgabe
aus Beständen bei den San.-Diensten an die Truppe ausgeglichen werden.

Tätigkeitsbericht Feldpostamt 54.
für die Zeit 1. bis 15.2.41
Führer des FpA : FpM S e b a l d
Standort und Postumschlag unverändert.
Dienstabwicklung regelmässig.
Gesundheitsstand des Personals befriedigend.
Der FpI Otto Jacob wird am 16.2. zur Kraftfahrers.Abt.VII München in Marsch gesetzt.
Eingegangene Briefbeutel : 361
abgegangene        "       117
eingegangene Päckchenbeutel 2232
abgegangene        "         918

Tätigkeitsbericht IIa.
Die Verfg. der 1.Gebirgs-Division Az.Org./Ia Nr.190/40 geh. vom 1.2.41 kam bezüglich der Ziffer 5 nicht zur Auswirkung, da das Felders.Batl.54
im Feldzug gegen Rußland als Feldtruppe in der Front eingesetzt werden musste.
2.2.1941  
3.2.1941  
4.2.1941  
5.2.1941  
6.2.1941  
7.2.1941
Div.Gericht:
Besancon: 1 Obgfr. wegen tätl. Angriffs zu 3 Jahren Gef. u. Rangverl.
          1 Wachtm. wegen Beleidigung zu 4 Wochen Stubenarrest
8.2.1941  
9.2.1941  
10.2.1941  
11.2.1941  
12.2.1941
Div.Gericht:
Besancon: 1 Obltn. wegen Verabsäumung der Aufsichtspflicht zu 1 Jahr Gef. u. Rangverlust.
          1 Uffz. wegen Übertretung der StVO, zu 1 Woche gesch.Arrest.
13.2.1941  
14.2.1941  
15.2.1941  
16.2.1941

Tätigkeitsbericht IVa 1.Geb.Div., 16.2.41-8.3.1941:
Besancon.
Besondere Vorkomnisse hinsichtlich des Verpflegungswesens sind in der Berichtszeit nicht zu erwähnen.
Am 12.2. meldet sich ein der Division zugeteilter Kochlehrstab
Der Kochlehrstab wird zunächst vom 14. - 18.2. beim G.J.R.99 eingesetzt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Verwendung und Zubereitung
des Bratlingspulvers gewidmet. Der Kurs hat nach Mitteilung der Kommandeure und Chefs vollen Erfolg. Erfahrungsbericht liegt bei.
Dieser Kochlehrstab wird abgelöst durch einen für ständig zum Korps tretenden Kochlehrstab.
Eine wesentliche Verbesserung der Stellung der Feldköche wird durch die Schaffung einer Unteroffizierstelle für Feldköche
(AHM 41 Ausschr.163) bekanntgegeben. Damit findet endlich die stille Arbeit der Feldköche gebührende Anerkennung.
Abwohl durch zahlreiche Verfügungen wiederholt darauf hingewiesen wird, dass Einkäufe im besetzten Gebiet verboten sind, wird immer
wieder festgestellt, dass sich die Truppenteile nicht restlos an dieses Verbot halten.
Bei einer Rücksprache des Div.-Intendanten mit dem Bezirksverwaltungschef C in Dijon stellt sich heraus, dass eine SS-Division und
eine Division des Heeres neben Rindern auch Kälber und Schweine als Schlachtvieh zugeführt erhalten. Auf eine entsprechende Frage wird
erklärt, dass die Division nur Rinder angefordert hätte. Nach den Weisungen die die Division über das Korps von der Armee erhalten hatte,
durften nur Rinder angefordert werden. Die Division hat sich streng an diese Anordnung gehalten. Der Div.-Intendant bittet, auch die
1.Gebirgs-Division auch im Rahmen des Möglichen mit Schweinen und Kälbern zu beteilen, was zugesichert wird und in Zukunft dann auch
geschehen ist.
Der Armee sind zahlenmäßig die im letzten Halbjahr durchgeführten Kassenprüfungen zu melden. Bei der Division waren im genannten
Zeitabschnitt nicht sehr viele Kassenprüfungen durchgeführt worden, weil die erforderliche Zeit dazu fehlte. Kurz nach Beendigung des
Frankreich-Feldzuges wurde die Division an die Kanalküste verlegt. Die Zeit von Anfang August bis 25.10.40 war ausgefüllt durch die
Vorbereitungen für das Unternehmen "Seelöwe”.
Dann wurde das Divisionskommando mit einen Teil der Division nach Besancon zur Vorbereitung für das Unternehmen "Felix" verlegt.
Es war Mitte Dezember 40 als die Durchführung dieses Unternehmens aufgegeben wurde. Furz darauf wurde die gesamte Division wieder
zusammengezogen und Mitte Januar 41 Marschbereitschaft hergestellt und 14 Tage aufrechterhalten. Wenige durch-geführte Kassenprüfungen mögen
auf Nachlässigkeit oder schlechtem Willen seitens der Abt.IVa schliessen lassen. In Wirklichkeit war es aber unmöglich, während der
Vorbereitungszeit für die geplanten Unternehmen Kassenprüfungen durchzuführen, da infolge der damit verbundenen umfangreichen Arbeit keine
Zeit erübrigt werden kann. Die Wichtigkeit der Durchführung von Kassenprüfungen wird in vollstem Maße anerkannt, nur können sie nicht in dem
Umfang durchgeführt werden, wie dies höheren Orts gewünscht wird.
Dies gilt nicht nur für die Zeit besonderen Arbeitsumfanges z.B. bei Vorbereitungen für einen neuen Einsatz, sondern auch ganz allgemein,
da die Abt.IVa bei einer Division - es dürfte wohl auch bei allen anderen Divisionen so sein - im Gegensatz zu anderen Referaten ständig mit
Arbeit reichlich gesegnet ist und sei es in Ruhezeiten durch auftretende Schwierigkeiten in der Versorgung, durch zahlreich geforderte
Termine usw. Bei der Division sind sämtliche Zahlmeister zur strengsten Beaufsichtigung der Nebenzahlstellen verpflichtet. Im übrigen wurden
aus Anlass der oben genannten Meldung an die Armee in einem Zeitraum von 5 Wochen fast sämtliche Zahlstellen und Nebenzahlstellen durch den
Div.-Intendanten bezw. seine Mitarbeiter und Beauftragten geprüft. Das Ergebnis war gut.
17.2.1941  
18.2.1941  
19.2.1941
Div.Gericht:
Besancon: 1 Obgfr. wegen Ungehorsams u.a. zu 2 Jahren Gef. u. Rangverl.
          1 Gefr. wegen Ungehorsams zu 6 Mon. Gef.
          1 Gefr. wegen mil. Diebstahls zu 1 Mon. Gef.
          1 Obsch. wegen falscher Anschuldigung u.a. zu 6 Mon. Gef.
20.2.1941  
21.2.1941  
22.2.1941  
23.2.1941
Tätigkeitsbericht IVc 1.Geb.Div., 24.12.1940.-28.3.1941:
Am 23.2.41 fand eine Besprechung sämtlicher Korps- und Divisionsveterinäre der 1.Armee beim Armeeveterinär 1 in Nancy statt.
Besprechungspunkte:
Personallage, Ausstattung der Vet.Offz. mit Kfz., Uk-Anträge für Vet.Offz. werden nur bei V Jn entschieden, Pferdeersatzlage, Seuchenbewegung, Nachschub an Futter
unter besonderer Berücksichtigung der Ersatzfuttermittel, Nachschub an Vet.-Gerät.
24.2.1941
25.2.1941  
26.2.1941  
27.2.1941  
28.2.1941  
   
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