| Kriegstagebuch Dezember 1944 | |
| 1.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Der Komp.-Einsatz ist unverändert. Ausbau der Unterkünfte, Vorantreiben der Bunkerbauten, Boxenbau für Kfz., Bau eines Vorraumes für die Sauna und eines Schuppens für den Nissenanhänger. Wegeverbesserung. 2 Komp.-Angehörige werden mit dem Kfz.-Bewährungsabzeichen in Gold, 1 weiterer mit dem in Silber ausgezeichnet. Oberarzt Dr.Schilling mit Wirkung vom 1.9.44 zum Oberarzt befördert. |
| 2.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Im Abschnitt des Gren.Rgt.2 und 23 findet ein Angriff zur Stellungsverbesserung statt, auf dem vorgeschobenen H.V.P1. fallen in mässiger Anzahl Verwundete an, die in Tag- und Nachtarbeit versorgt werden können. Abtransport der anfallenden Schwerverwundeten mit Hf.l bis Sturi und dann auf dem mot-Wege nach Jlmaja, dann zum Fellazarett in Durben. |
| 3.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Es sind bis jetzt insgesamt 123 Verwundete und Kranke seit Angrillsbeginn ver-sorgt worden. Da die beiden Grossraum-Krkw. in Sturi durch kleinere Schäden vorübergehend ausfallen, wird ein Krkw. vom H.V.P1. Eglieni nach Sturi in Marsch gesetzt. Es gelingt, alles abzutransportieren. |
| 5.12.1944 Regen |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Weiterhin ruhig im Div.-Abschnitt, kleiner Verwundeten- und Krankenanfall. Da das Gren.Rgt.2 in den Raum Vecpils herausgezogen wird, wird die Zahnstation Eglieni nach Vecpils zur Versorgung des Rgt. gebracht. Die Ortskrankenstube wird aufgelöst und die Räumlichkeiten dem G.R.2 zur Verfügung gestellt, das sonst nicht unterkommen kann. Gleichzeitig wird von der Komp. aus der Bau einer Entlausungsanlage beim Erholungsheim der Div. in Vecpils, in das sich auch das G.R.2 legt, in Angriff genommen. |
| 7.12.1944 | Ia-Tagesmeldung vom 7.12.1944 der Gruppe Thomaschki. 1.) Bis auf lebhaftes Feindyerhelten vor linkem Abschnitt 32.I.D ruhiger Tagesverlauf. Bei geringem feindlichen Störungsfeuer rege beiderseitige Spätrupptätigkeit. Stosstrupp des l./G.R. 173 traf auf vorbereiteten Gegner und musste sich nach Ausfall der Führer kämpfend zurückziehen. Eigene Artillerie schoss laufend Störungsfeuer auf Verkehr im Raum Skuodas. Zeitweise auffallende Mot.-Geräusche vor linkem Flügel. Gefechtsausbildung vor Mitte der 32.I.D.. 4.) Gesamtes Werfer-Rgt. 70 im Raum Grobin eingetroffen, Alarmkompanie Wagner und Teile F.E.B. 11 herausgelöst und 11.I.D. zugeführt. 8.)а) 1 Feindbunker gesprengt, 1 s.Pak durch Volltreffer vernichtet. b) 1 Mann vom l./G.R. 173 bei feindl. Stosstruppunternehmen vermutlich lebend in Feindeshand gefallen. c) 2 Mann von G.R. 46 (Elsässer) sowie 1 Uffz., 1 Mann vom F.E.B. 11 zum Feind übergelaufen. Nähere Angaben werden nachgemeldet. |
| 8.12.1944 Stundenweise Frost. |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Keine Besonderheiten. Weiterhin Einbau von Fahrzeugen und Bunkerbau. |
| 9.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Auf den H.V.P1. Krusatdroga erfolgt in den Morgenstunden Artilleriestörungsfeuer von etwa 8 Schuss, die in Entfernung von 150-40 Meter um den H.V.P1. liegen. Da bekannt wird, dass die Komp. mit der Division herausgezogen wird, muss für den H.V.P1. erkundet werden, ob überhaupt eine Möglichkeit besteht, die dort stehenden 3 mot-Fahrzeuge der Kompanie mit 3 Anhängern herauszubringen. Die Möglichkeit besteht, da Zugmaschinen von der Division zugesagt werden. |
| 10.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Das Vorkommando der Kompanie geht in den neuen Raum, wird aber wieder zurückgerufen, da die Division bleiben soll. |
| 11.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Die Kompanie bleibt weiter im alten Raum, auf H.V.Pl. Krusatdroga nach wie vor Artilleriestörungsfeuer. |
| 12.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Die Division wird nun doch verlegt, das Vorkommando geht in dein neuen Raum Schrunden, Ortskrankenstube Vecpils und die Zahnstation Vecpils treten zur Komuanie zurück. Da die Division Munitionsnachschub nicht mehr über Sturi durchführt, wird der W.H.P1. Sturi nach Sudmalkrogs verlegt und übernimmt dort die durch Hf.l antransportierten Verwundeten. |
| 13.12.1944 Leichter Frost. |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Es wird bekannt, dass der H.V.P1. in Schule Eglieni durch die Korps-San.Kpmp.X.A.K. übernommen werden soll, der vorgeschobene H.V.Pl. durch die San.Komp.1/121. Die Ablösung beider Teile wird mit den beiden Truppenteilen vereinbart. Der W.H.P1. Vartaja wird mit 10 Pferden und 3 Panjefahrzeugen zum Regt.Arzt G.R.44 kommandiert. |
| 14.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 In den Morgenstunden gehen 20 Mann der Komp. als Vorkommando zur Schule Ranki, 14 km nord-ostwärts Schrunden. Am Nachmittag wird H.V. Pl. Eglieni abgelöst, beim H.V.Pl. Krusatdroga trifft ebenfalls das Vorkommando der San.Kp.1/121 ein. |
| 15.12.1944 Frost |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Auf dem H.V.Pl. Krusatdroga wurden vom 24.11. - 14.12.44 versorgt: Div.eigene Div.fremde Gesamt Verwundete 546 72 418 Kranke 124 38 162 Gesamt 470 110 580 Auf dem H.V.P1. Eglieni wurden vom 23.11. - 14.12.44 verworgt: div.eigene div.fremde Gesamt Verw. 233 59 292 Kranke 125 54 179 Gesamt 358 113 47 Das Gros der Komp. rückt um 7,30 Uhr nach Schule Ranki ab und trifft dort, nachdem durch den Frost die Wege gut passierbar geworden sind, im Landmarsch ohne Ausfälle um 11,30 Uhr ein. Der Krkw.-Zug wird ebenfalls vorübergehend in der Schule untergebracht, da keine anderen Unterbringungsmöglichkeiten bestehen. Die Unterkunft ist eng, aber die Kompanie kommt unter. |
| 16.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Der Rest der Kompanie trifft in Schule Ranki ein, nachdem die Herauslösung von Krusatdroga mit Zugmaschinen reibungslos geklappt hat. Die Komp. richtet sich ein. |
| 17.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Die Komp. ist untergekommen, jedoch besteht, solange der Krkw.-Zug noch in der Schule verbleibt, keine Möglichkeit zur Errichtung von Betten. |
| 18.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Der Krkw.-Zug zieht aus, die Komp richtet auf Befehl der Division 50 Betten für Leichtkranke ein. Die Zahnstation wird aufgemacht, die San.Mat.-Ausgabestelle untergebracht. |
| 20.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Bei der Kompanie läuft Unterricht für 5 Feldwebel zur Oberfeldwebel-Prüfung. Bei der Kompanie wird weiterhin ein Ausbildungsplan mit Ausbildungsübungen, Appell und Unterricht festgesetzt. Es findet durch Div.Arzt 11.J.D. bei der Komp. eine Truppenarztbesprechung statt, der sämtliche Truppenärzte teilnehmen. |
| 21.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Der Russe greift im Abschnitt der 132. und 225.J.D. an und erzielt einen Einbruch, sodass die in Bereitschaft liegende 11.J.D. eingesetzt wird. Es wird eine Umschlagstelle zum alten Ia-Gefechtsstand in Pinkas, 5 km südlich Zirnenieki, eiligerichtet.Erkundungen ergeben, dass keine Einsatzmöglichkeit für die Komp. im Kampfraum besteht. Es wird nach Vortrag beim Div.- und Korpsarzt vereinbart, dass schwere Fälle bei den ortsansässigen H.V.P1. in Lasupe (225.J.D.), Zirnenieki (132 J.D.) und Vecvagari (218.J.D.), sätliche Orte 8 - 12 km östlich Schrunden, versorgt werden und dass die sitzend transportfähigen Verwundeten über eine zweite Umschlagstelle neben dem vorgeschobenen Ib-Gefechtsstand mit Omnibus zur Komp. in Shule Ranki zur Versorgung gebracht werden. Beide W.H.P1. werden organisiert. |
| 22.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 In Schule Ranki wird die Leichtkrankenstation auf H.V.P1.-Betrieb umgestellt. Eine Op.-Gruppe in Stärke von 1 San.Offz., 1 Uffz. und 6 Mann mit Gerät wird zur Unterstützung des H.V.P1. in Lasupe (225.J.D.) abgestellt. |
| 23.12.1944 | Kriegstagebuch
San.Kp.11 Da keine Einsatzmöglichkeit für die gesamte Kompanie im Div.-Abschnitt besteht, bleibt die Komp. in Schule Ranki und versorgt die Leichtverwundeten der 11. und 132.J.D., die über 2 H.V.P1. antransportiert werden. Bei Stützpunkt 1 (2 km westlich Zirnenieki) wird ein W.H.P1. errichtet, auf dem die von Pinkas kommenden Verwundeten auf Omnibus umgeschlagen werden. Die San.Komp.132 transportiert mit eigenen Omnibussen und Lkw. nach Ranki ab. Es kommt zu einem Grossanfall. Innerhalb von 24 Stunden werden 263 Verwundete versorgt. Die Oberfeldwebelprüfung findet im Beisein des Div.Arztes statt. |
| 24.12.1944 Fast schneefrei. |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Der Verwundetenanfall hält bis in die Nachmittagsstunden an, dann gehen die Verwundetenzahlen sehr stark zurück. Der Komp.Chef besucht die Aussenstellen der Komp. und überbringt die Weihnachtszuwendungen. Um 14 Uhr findet der Weihnachtsappell der Komp. statt. Die Kranken und Verwundeten erhalten in den weihnachtlich ausgeschmückten Räumen ihre Weihnachtszuwendungen. Die Kompanie feiert ihre 6.Kriegsweihnachten. |
| 25.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Der Verwundetenzugang wird geringer. Dile Zahnstatio naus Apses, beim Pi.Btl.11, kommt auf Befehl des Div.Arztes sofort zurück. |
| 26.121944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Anfall weiterhin gering. Die Kurlanaschlacht ist im Div.Abschnitt etwas abgeflaut. Der Frost bricht sich. |
| 27.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Besuch des H.V.P1. durch Korpsarzt I.A.K. und Div.Arzt. |
| 29.12.1944 |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Die Kompanie stellt ein Kommando von 1 Uffz. und 9 Mann zum Bunkerbau zum W.H.P1. Pinhaci ab. Oberarzt Dr.Pittner wird zur ärztlichen Versorgung zum W.H.P1. Pinkas kommandiert. Die Zahnstation wird wieder zum Pi.Bt1.11 vorgeschoben, nachdem keine direkte Gefahr für das Gerät mehr besteht. |
| 31.12.1944 Schneefall. |
Kriegstagebuch San.Kp.11 Weiterhin geringer Verwundetenanfall. Der Jahresabschluss kann unter ruhigen Verhältenissen und Neuschnee von der Kompanie begangen werden. Seit einigen Tagen ist die Kompanie damit beschäftigt, 2 Blockhäuser als Ausweichunterkunft zu bauen. |
| << November 1944 Januar 1945 >> | |