11.Infanteriedivision
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Kriegstagebuch November 1944
1.11.1944
Starke
Regenfälle
Kriegstagebuch San.Kp.11
Das Gros der Kompanie trifft in den Morgenstunden in Caurkalni ein und kommt in einigen Gehöften unter. Ab 20 Uhr hat sie einen kleinen H.V.P1. arbeitsbereit.
Der vorgeschobene H.V.P1. arbeitet nach wie vor in Palejas. Abschub erfolgt über die Umschlagstelle der 87.J.D., Bahnhof Barta una zum A.Feldlazaratt 3/572,
Grobin bzw. der Korps-San.Komp. 1/161, Jlgi, 4 km ostwärts Grobin.
3.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Der vorgeschobene H.V.P1. in Palejas zieht um nach Schloss Paplaka. Es wurden in Palejas versorgt:

            Div.eigene   Div.fremde  Gesamt
Verw.          96           18         114
Kranke         11            5          16
Gesamt        107           23         130
Das Schloss wird durch Vermittlung des Ia der Div. und des Ia der SS-Division "Niederland" der Komp. zur Verfügung gestellt. Die Räume reichen für einen H.V.P1.
gut aus. H.V.Pl. ist um 18 Uhr aufnahmbereit. Im selben Gebäude kommen die San.-Ausg.St.der Division und der Tross des Krkw.-Zuges 11 ebenfalls unter. Da Paplaka
am äussersten Flügel der Div. liegt, bereitet es Schwierigkeiten, telefonische Verbindung zu bekommen, die schliesslich über verschiedene SS-Vermittlungen klappt.
Der Abtransport wird von der Kompanie direkt zum Feldlaz.3/572, Grobin, durchgeführt, das ebenfalls die Verwundeten und Kranken sofort abschiebt. Die Abschubstrasse
ist bei dem Strassenzustand im Div.-Bereich als gut zu bezeichnen. Der Abtransport macht keine Schwierigkeiten, da vom Ib grosszügig der erforderliche Brennstoff
zur Verfügung gestellt wird.
4.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
In der Nacht fallen insgesamt 61 Verwundete und Kranke an.
5.11.1944
wie an den
Vortagen
Kriegstagebuch San.Kp.11
Der Verwundetenanfall lässt nach, da der Einbruch an der Barta abgeriegelt ist. Es fällt auf, dass verhältnismässig viel Nahschüsse bzw. Schussverletzungen der linken
Hand und des linken Unterarms angeliefert werden. Meldung an das Kriegsgericht erfolgt in jedem einzelnen Falle. Der Ib der Division besucht den H.V.Pl.
7.11.1944
wie an den
Vortagen
Kriegstagebuch San.Kp.11
Die Baracke ist vollständig zur Komp. nach Caurkalni überführt, die Ausschachtarbeiten werden stark in Angriff genommen, sodass mit dem Aufstellen der Baracke in Kürze
zu rechnen ist. Die Komp. bekommt in Caurkalni langsam etwas mehr Quartier, sodaß sie zwar eng aber gedeckt unterkommt. Wegen der Abgabe von 2 Lkw. wird mit dem
Vers.Rgt.11 Verbindung aufgenommen, die zur Meldung von 2 Lkw. und 1 Kübel führt. Am Abend wird von der Div. angefragt, ob im Schloss Paplaka die Möglichkeit zur Einrichtung
eines Erholungsheimes für die Div. besteht. Infolge der taktischen Lage und Belegung des Schlosses durch den H.V.P1. wird dieses von der Komp. abgelehnt.
Das Erholungsheim geht nach Cauri und wird sanitätsdienstlich von der Komp. betreut, ebenso der Ausbau einer Sauna und Entlausumgsmöglichkeit.
8.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Ausbildung in Panzerfaust wird beim H.V.P1. Paplaka durchgeführt, bei der Komp. findet die Gasraumprobe statt.
9.11.1944
nach wie vor
bewölkt,Regen
Kriegstagebuch San.Kp.11
Kurzer Appell für die Komp. aus Anlass des 9.November.
10.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
2 Lkw. und 1 Pkw. müssen abgegeben werden.
14.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Der Ausbau der Unterkünfte in Caurkalni geht weiter, die Baracke geht gut voran, Sauna mit Entlausungsmöglichkeit wird in Angriff genommen, Wege werden benutzbar gemacht.
In Paplaka laufend Artillerie-Störungsfeuer, das Nachbarhaus brennt ab. Der Verwundetenanfall ist massig. Die auf Lkw. eingebaute Feldküche wird abgegeben und gegen den
Feldküchenanhänger des Krkw.-Zuges ausgatauscht.
Die Zahnstation wird zum Gren.hgt.44 vorgeschoben. Unterkunft in Bunkern.
19.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Keine Besonuerheiten. Weiterer Ausbau der beiden Ausbilaung in Panzerfaust, Gasraumprobe, geringer Verwundeten- una Krankenanfall.
21.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Die Baracke in Caurkalni ist fertiggestellt, ebenso die Sauna. Um 16 Uhr wird der Komp.Chef aurch den Div.Arzt vororientiert, dass mit Ablösung der 30.J.D. durch die Div.
zu rechnen ist.
22.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Der Komp.Chef fährt in den Raum der 30.J.D. und erkundet Einsatz- und Ablösungsmöglichkeit der dortigen divisionseigenen San-Einrichtungen. Die Zahnstation wird vom G.R.44
zurückgezogen.
23.11.1944
Frostwetter.
Kriegstagebuch San.Kp.11
Das Gros der Kompanie wird um 8 Uhr nach Schule Irbites im neuen Einsatzraum verlegt und löst um 12 Uhr den H.V.P1. der San.-Komp.30 ab. Die Strassen sind sehr schlecht,
trotzdem erreicht die Komp. ohne Ausfall das Marschziel. Während der Ablösung stärkerer Verwundetenanfall, der versorgt werden kann. Abschubbasis Bahnhof Jlmaja und
Ortslazarett der Korps-San.Komp.30 in Vecpils. Gleichzeigig wird die Ortskrankenstube in Vecpils von der Komp. übernommen und mit einem Offz., einem San.Uffz. und drei
San.Dienstgraden und einem Koch besetzt. Ein Vorkommando der San.Kp.30 trifft am Abend in Paplaka ein, das Gros der Komp. löst Caurkalni ab.
Auf den Paplaka und Caurkalni wurden versorgt:
            Div.eigene Div.fremde Gesamt
Verw.         199          10       209
Kranke        190          47       237
Gesamt        389          57       446
Der H.V.P1. Irbites befindet sich in einer Kleinen, schmutzigen Schule, die Arbeitsmöglichkeit ist sehr beschränkt, die Komp. liegt ausserordentlich eng. Es wird sofort mit
dem Bunkerbau begonnen. Der Antransportweg der Verwundeten ist, ausserordentlich schwer, die Verwundeten kommen teilweise erst 12-18 Stunden nach ihrer Verwundung an, was
durch die katastrophalen Wegeverhältnisse bedingt ist.
24.11.1944
Temperaturen
ansteigend
Kriegstagebuch San.Kp.11
Der vorgeschoene H.V.P1. in Paplaka rückt um 7 Uhr ab und erreicht bei sehr schlechten Wegeverhältnissen den vorgeschobenen H.V.P1. in Krusatdroga erst um 20 Uhr. Der Weg
nach Krusatdroga ist durch Kettenfahrzeuge teilweise ausgefahren. Sämtliche, für den vorgeschobenen H.V.P1. bestimmten Kfz., müssen an mehreren Stellen im Mannschaftszug
von 20 Mann fortgezogen werden. Es werden in Krusatdroga 50 Verwundete vorgefunden, die abtransportiert werden müssen, da die Transportmittel der abzulösenden Komp. nicht
ausreichen und die Grossraum-Krkw. 12-18 Stunden unterwegs sind. Mit den beiden Grossraum-Krkw. und 2 kleinen Krkw. werden die Verwundeten abtransportiert. Abschubbasis
Bahnhof Jlmaja, Feldlazarett Gem.Verwaltung Durben. In Schule Irbites über Nacht grosser Anfall, der nach Zuteilung von Krkw. des Krkw.-Zuges auf Grund der besseren
Wegeverhältnisee geschafft werden kann. Beim vorgeschobenen H.V.Pl. in Krusatdroga rücken die Restteile der San.Komp.30 um 5 Uhr morgens ab. Es hat über Nacht weiterhin
geregnet, sodass bei jedem Krkw., der auf den Weg geschickt wird, damit gerechnet werden muss, dass er nicht mehr fortkommt. Durch den Komp.-Chef wird in Sturi, 5 km westl.
Krusatdroga, am, Ende der schlechtesten Wegstrecke ein W.H.P1. eingerichtet, an dem vorerst die kleinen Krkw. stehen, während die Grossraum-Krkw. noch durchfahren müssen,
bis sich der Transport mit Pferden bzw. Muni-Kolonnen eingestellt hat. In der Nacht fährt ein Grossraum-Krkw. mit 2 Panzern und 1 schweren Zugmaschine fest. Die Verwundeten
müssen mit Pferden nach Krusatdroga zurückgeholt werden. Über die Muni-Ausgabestellen der Div. wird erreicht, dass nunmehr alle Muni-Kolonnen der Div., die am H.V.P1. vorbei
fahren, sich melden. Ein W.H.Pl. für die Gren.Rgt. 2 und 23 wird in Vartaja, 6 km südostwärts Krusatdroga, mit 6 Pferden und Gespannen eingerichtet und mit 1 Uff. und 5 Mann
besetzt.
26.11.1944
Boden
aufgeweicht
Kriegstagebuch San.Kp.11
Weiterhin Regen. Der Transport der Hfz 1 beginnt sich einzulaufen. Es werden bis zum Nachmittag 75 Verwundete mit Hfz.l bis zum W.H.Pl. gebracht und von dort ohne Schwierigeiten
auf die Grossraum-Krkw. und kleinen Krkw. verteilt und den zuständigen San.Einrichtungen zugeführt. Infolge der schlechten Wege müssen Bauchschüsse teilweise auch auf dem H.V.P1.
Krusatcruga operiert werden.
27.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Der Transport mit Hfz.1 geht reibungslos. Für den W.H.Pl. in Vartaja, der mit Panje-Fanrzeugen durch den Schlamm kaum noch durchkommt, wird erreicht, dass die Regt. ebenfalls
sämtliche Muni-Fahrzeuge vorbeischicken. Für W.H.P1. Vartaja werden 4 neue Panjepferde in Marsch gesetzt, da die Pferde den sehr schweren Transport nicht durchhalten.
28.11.1944
Regen, diesig
Kriegstagebuch San.Kp.11
Der Komp.Chef, der bis jetzt auf dem vorgeschobenen H.V.P1. Krusatdroga die Organisation und den An- und Abtransport übernommen hat, geht im Austausch gegen Stabsarzt
Dr. Walter zum H.V.P1. Irbites. Ebenso werden der Chirurg und die Chirurgengruppe, die bis jetzt auf dem vorgeschobenen H.V.Pl. gearbeitet haben, ausgetauscht.
29.11.1944 Kriegstagebuch San.Kp.11
Der Verwundetenanfall auf beiden H.V.P1. ist gering, da infolge der Schlammwege fast kaum Kampfhandlungen stattfinden. Der einzige Diesel-Lkw. der Kompanie fällt mit
Getriebeschaden aus und bleibt bis zur Beschaffung eines neuen Getriebes sowie anderer Ersatzteile beim Feldlaz. Grobin abgestellt. Für den W.H.P1. Vartaja werden weitere
4 Panjefahrzeuge zugewiesen. Der Komp.-Chef besucht die Ortskrankenstube in Vecpils, die für die Auffassung der Komp. über eine Ortskrankenstube äusserst primitiv ist,
sodass die Belegungsziffer herabgesetzt wird und die ganze Einrichtung ausgebaut wird. Sie bleibt weiter mit einem San.Offz., San.Dienstgrad und Hilfskräften besetzt.
Ein Teil der Verwundeten und Kranken wird dem Ortslazarett der Korps-San.Komp. X.A.K., das genügend freie und anständige Unterkunftsmöglichkeit für Verwundete und Kranke
hat, überwiesen.
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