227.Infanteriedivision
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Zustandsmeldungen
Meldung vom 1.1. 1945                                                                                                   Verband: 227.Inf.-Division
                                                                                                            Unterstellungsverhältnis: XXXVIII.A.K.

1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung:

a) Personal                                      
  Soll Fehl Kranke u.Verw.
innerhalb
8 Wochen
Offiziere 273 (87) 84 (22) 37
Uffz. 2106 314 263
Mannsch. 8496 2242 1031
Hiwi
Frw.
1385 338 6
Insgesamt 12260 (87) 2978 (22) 1337












b) Verluste und sonstige Abgänge 

 in der Berichtszeit vom  1.12.44  bis 31.12.44 
  tot verw. verm. krank sonst.
Offiziere 10 (1) 35 1 - 2 (2)
Uffz. 60 212 37 21 14
Mannsch. 177 809 169 79 33
Insgesamt 247 (1) 1056 207 100 49 (2)









c) in der Berichtszeit eingetroffener Ersatz:

Ersatz Genesene
Offiziere 25 4
Uffz. 40 72
Mannsch. 185 417

      






d) über 1 Jahr nicht beurlaubt:  
insgesamt  .... Köpfe .... d.Iststärke 
davon 12-18
Monate
19-24
Monate
über 24
Monate
       
Platzkarten im Berichtsmonat
zugewiesen: -










2.Materielle Lage:

    Gepanzerte Fahrzeuge Kraftfahrzeuge
    Stu.
Gesch.
III IV V VI Schtz.Pz.
Pz.Sp.
Art.Sp.Pz.
le.Pz.Fu.Wg.
Pak
SF
Kräder Pkw
  Ketten mit angetr.Bwg. sonst. gel. O
Soll (Zahlen)   - 10 - - - Berg.Pz. 1 - 21 - 134 129 30
einsatzbereit zahlenm. - 9 - - - 1 - 4 - 105 43 41
in % des Solls - 90 - - - 100 - 19 - 78 33 137
in kurzfristiger
Instandsetzung
(bis 3 Wochen)
zahlenm. - 1 - - - - - - - 24 5 8
in % des Solls - 10 - - - - - - - 18 4 27
                           

  noch Kraftfahrzeuge Waffen
   
Lkw Ketten-Fahrzeuge s.Pak Art.-
Gesch.
M.G.
()
s.  2cm
I.  Fla
G.      
Maultiere gel. O Tonnage Zgkw. RSO
Soll (Zahlen)   9 49 159 486,5 *1 **2 67 12 43 616 19   13
einsatzbereit zahlenm. 5 27 174 332 *- **1 17 7 32 279
(108)
13    6
in % des Solls 56 55 109 69 *- **50 25 58,3 74,2 45,3
(17,7)
68,4   63,4
in kurzfristiger
Instandsetzung
(bis 3 Wochen)
zahlenm. 1 3 17 24 *- **- 3 - - - -
in % des Solls 11 6 11 5 *- **- 4,5 - - - -

* Zgkw mit 1-5t ** Zgkw. mit 8-18t
() davon M.G.42

3. Pferdefehlstellen: Soll: 4014
                      Ist: 2931, davon 122 Panjepferde

4. Kurzes Werturteil des Kommandeurs:
   Haltung trotz enormer Beanspruchung an allen Brennpunkten der 3.Kurlandschlacht vortrefflich.
   Stimmung durch Abwehrerfolge in 3.Kurlandschlacht und Beginn der Westoffensive gefestigt.
   Besondere Schwierigkeiten bestehen darin, daß Division an fünf verschiedenen Stellen aufgesplittert ist. Baldige Zusammenziehung dringend erforderlich.
   Starke Ausfälle an Führern, Unterführern und Maännern sowie Spezialisten (Schießende, Nachrichtenleute, Rechner usw.) beeinträchtigen den Kampfwert.
   Zuführung von ausgebildetem Ersatz erforderlich.
   Kampfwert: Truppe bedarf einiger Zeit um Verbände wieder zusammenzuschweißen. III.

5. Kurze Stellungsnahme der vorgesetzten Dienststelle:
   Die Division ist dem Gen.Kdo. erst seit kurzer Zeit wieder und nur mit Teilen unterstellt. Auf Grund früherer Unterstellungsverhältnisse, besonders
   hochstehende Kampfmoral, Härt und Kampferfahrung sehr gut. Die durch die hohen Ausfälle der letzten Großkämpfe starke abgesunkene Kampfkraft dürfte
   durch die z.Zt. durchgeführte planmäßige Auffrischung bald wieder ihren alten Grund erreichen. Zur Zeit nur: Zur Abwehr geeignet.
 
Meldung vom 1.März 1945                                                                                                   Verband: 227.Inf.-Division
                                                                                                            Unterstellungsverhältnis: XXXXVI.Pz.Korps

1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung:

a) Personal                                      
  Soll Fehl Kranke u.Verw.
innerhalb
8 Wochen
Offiziere 261 (91) 69 (9) 52
Uffz. 1947 160 563
Mannsch. 8883 1587 2395
Hiwi
Frw.
790 201 23
Insgesamt 11972 1624 3033












b) Verluste und sonstige Abgänge 

 in der Berichtszeit vom  1.2.  bis 28.2.45 
  tot verw. verm. krank sonst.
Offiziere 21 (-) 47 (1) 3 (-) 1 (-) 2 (-)
Uffz. 96 299 42 61 42
Mannsch. 328 1248 443 188 60
Insgesamt 442 1595 488 250 104









c) in der Berichtszeit eingetroffener Ersatz:

Ersatz Genesene
Offiziere 43 1
Uffz. 110 75
Mannsch. 546 269

      






d) über 1 Jahr nicht beurlaubt:  
insgesamt  .... Köpfe .... d.Iststärke 
davon 12-18
Monate
19-24
Monate
über 24
Monate
       
Platzkarten im Berichtsmonat
zugewiesen: -










2.Materielle Lage:

    Gepanzerte Fahrzeuge Kraftfahrzeuge
    Stu.
Gesch.
III IV V VI Schtz.Pz.
Pz.Sp.
Art.Sp.Pz.
le.Pz.Fu.Wg.
Pak
SF
Kräder Pkw
  Ketten mit angetr.Bwg. sonst. gel. O
Soll (Zahlen)   14 - - - - Berg.Pz. 1 - 7 - 131 118 28
einsatzbereit zahlenm. 4 - - - - 1 - 3 - 98 39 38
in % des Solls 28 - - - - 100 - 43 - 75 33 135
in kurzfristiger
Instandsetzung
(bis 3 Wochen)
zahlenm. 2 - - - - - - 1 - 14 3 7
in % des Solls 14,3 - - - - - - 14 - 11 2,6 25
                           

  noch Kraftfahrzeuge Waffen
   
Lkw Ketten-Fahrzeuge s.Pak Art.-
Gesch.
M.G.
()
le.  Stu.
 I.  Gesch. G.      
Maultiere gel. O Tonnage Zgkw. RSO
Soll (Zahlen)   16 68 117 436,5 *1 **2 32 31 37 475 29   14
einsatzbereit zahlenm. 4 27 195 372 *- **1 12 13 37 237
(88)
19   4
in % des Solls 25 40 167 85 *- **50 37 42 100 49,8
(18,5)
65,5   28,5
in kurzfristiger
Instandsetzung
(bis 3 Wochen)
zahlenm. - 4 16 - *- **- 4 - 5 - -     2
in % des Solls - 6 14 - *- **- 13 - 13,5 - -   14,2

* Zgkw mit 1-5t ** Zgkw. mit 8-18t
() davon M.G.42

3. Pferdefehlstellen: Soll: 3614
                      Ist:  3005

4. Kurzes Werturteil des Kommandeurs:
   1.) Die schweren Verluste der letzten Wochen haben trotz beachtlicher Abwehrerfolge die Haltung der Truppe nachteilig beeinflußt. Angriffsschwung und
       Standfestigkeit ausschließlich von der vorbildlichen Haltung des alten Offizierskorps abhängig.
   2.) Stimmung ernst.
   3.) Besondere Schwierigkeiten:
       a) Ausfall der altbewährten Führer und Unterführer ohne Ersatzmöglichkeit.
       b) Verzicht auf Rückkehr von Tapferkeitsurlaubern.
       c) Abgabe von Trägern der goldenen Nahkampfspange.
   4.) Kampfwert: Zur Abwehr bedingt geeignet.

Abteilung Ib O.U. den 6.3.45

Stellungnahme zu den Zustandsberichten auf dem Versorgungsgebiet.

Gren.-Regt,328: Infolge anhaltendem Mun.-Mangels musste ein großer Teil der schw.Waffen abgegeben bzw. zurückgezogen werden. Nur gering eingesetzt werden
Gren.-Regt.366: konnten 8 cm Gr.W. und le.I.G: - s.I.G. können z.Zt. wegen Mun.-Mangels überhaupt nicht eingesetzt werden. - Völlig herausgezogen sind
Gren.-Regt.412: 12 cm Gr.W. Dadurch erhebliches Absinken der Schlagkraft.
                Verpflegung ausreichend und gut. Dringender Bedarf an Lederschuhzeug.
                Ärztliche Versorgung ausreichend. z.Zt. infolge Unterkühlung und Ernährungsfehler eine große Anzahl Magen- und Darmerkrankungen.
                Pferdersatzlage gut.
                Wegen Betriebsstoffmangels laufende Einziehung von Kfz.
                Nachschub von Feldpost schlecht.

Artl.Regt.227:  z.Zt. einsatzbereit 29 leichte und 9 schw.Rohre. Die gute Ausstattung kommt jedoch infolge Fehlens ans Art.-Mun. nicht zur Auswirkung.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Dringender BEdarf an Lederschuhzeug.
                Ärztliche Versorgung ausreichend.
                Pferdeersatzlage gut.
                Nachschub von Feldpost schlecht.
                Austattung mit Funkgeräten unzureichend.

Div.Füs.Btl.227: Durch anhaltenden Einsatz, vor allen an Brennpunkten, hohe Ausfälle an Waffen und Gerät. Abgabe der 12cm Gr.W. infolge Mun.-Mangels im
                Gange. Umstellung des le.I.G:Zuges von mot.- auf bespannten Zug.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Dringender Bedarf an Lederschuhzeug.
                Ärztliche Versorgung ausreichend. z.Zt. infolge Unterkühlung und Ernährungsfehler eine große Anzahl Magen- und Darmerkrankungen.
                Pferdeersatzlage gut.
                Nachschub an Feldpost schlecht.

Pz.Jäg.Abt.227: Einsatzbereit 6 Sturmgeschütze, Einsatzmöglichkeit stark eingeschränkt infolge Betriebsstoffmangels und öfter eintretender
                Munitionsknappheit. Umstellung der Zugmittel der 1.(Pak)-Kp. von RSO auf Allradantrieb-Lkw, wird vorbereitet, um Betriebsstoff einzusparen.
                Starker Mangel an Mun. für 7,5cm Pak, sodass Kp. häufig aus diesem Grunde nicht eingesetzt werden kannt.
                Munitionierung und Ausstattung mit Gerät der Fla-Kp. z.Zt.ausreichend.
                Nachteilig wirkt sich die weitere Entfernung zu Pz.-Werkstätten und Pz.-Ersatzteillagern aus.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Dringender Bedarf an Lederschuhzeug.
                Ärztliche Versorgung ausreichend; Gesundheitszustand allgemein gut.
                Nachschub an Feldpost schlecht.

Pi.Btl.227:     Hoher Ausfall an Waffen und Gerät infolge ständigen infanteristischen Einsatzes.
                Bei der derzeitigen Kampfführung macht sich der Mangel an Minen und Sprengmunition unangenehm bemerkbar.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Dringender Bedarf an Lederschuhzeug.
                Ärztliche Versorgung ausreichend. z.Zt. infolge Unterkühlung und Ernährungsfehler eine große Anzahl Magen- und Darmerkrankungen.
                Pferdeersatzlage gut.
                Nachschub an Feldpost schlecht.

Nachr.Abt.227:  Auf Grund der beweglichen Kampfführung starker Ausfall an Kabel.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Ärztliche Versorgung ausreichend.
                Nachschub an Feldpost schlecht.
                Infolge Betriebsstoffmangels ist der Einsatz der Nachr.Abtlg.stark beeinträchtigt. Dieser Zustand wirkt sich vor allen Dingen führungsmässig
                negativ aus.

Felders.Btl.227: Infolge restlosen Einsatzes und schwerer Kämpfe hoher Ausfall an Waffen und Gerät.
                Batl.z.Zt., da personell stark abgesunken, herausgezogen und in der Auffrischung.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Dringender Bedarf an Lederschuhzeug.
                Ärztliche Versorgung ausreichend.
                Nachschub an Feldpost schlecht.

Feldgend.Trupp 227: Infolge Betriebsstoffmangels Beeinträchtigung der Beweglichkeit des Feldgend.Trupps.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Ärztliche Versorgung ausreichend.
                Nachschub an Feldpost schlecht.
Div.Vers.Rgt.227: Div.Vers.Rgt. in der Lage, derzeitige Aufgaben in der Division zu erfüllen. Infolge Betroebsstoffmangels kommt nur ein EInsatz von
                bespannten Fahrkolonnen in Frage. Dadurch Erschwerung der Versorgungsführung und Verzögerung in der Zuführung der Versorgungsgüter.
                Durch Auskämmen der Versorgungstruppen starke zusätzliche Beanspruchung des verbliebenen deutschen Personals. Freiwillige (Letten, Litauer,
                Russen, Ungarn) durch derzeitige Kampflage nur bedingt zuverlässig.
                Kraftfahr-Kp. aus Betriebsstoffgründen völlig herausgezogen und im rückwärtigen Div.-Gebiet stillgelegt.
                Der Kräftezustand der Pferde ist infolge übermäßiger Beanspruchung der Fahrschwadron stark zurückgegangen, Pferdersatzlage jedoch z.Zt. 
                gesichert.
                Ver.Truppen z.Zt. ausreichend mit Back- und Schlachtmaterial versorgt.
                Einsatz der San.-Truppen häufig schwierig, da eine Anzahl Kr.-Kw. durch Feindeinwirkung ausgefallen sind und nur geringe Mengen an Betriebsstoff
                für den Verwundetenabschub zur Verfügung gestellt werden können.
                Kfz.-Instands.-Zug voll einsatzfähig. Mangel an Ersatzteilen und weite Entfernungen zu Groß-Werkstätten erschweren die Arbeit.
                Feldpostamt voll einsatzfähig. Infolge der angespannten TRansportlage war Postzulauf nur unregelmäßig.
                Verpflegung ausreichend und gut.
                Bedarf an Lederschuhzeug.
                Ärztliche Versorgung ausreichend.