26.Infanteriedivision
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Zustandsmeldungen
Panzerjäger-Abteilung 26                                                              Anlage 3 zu Stopa/AOK 4 Nr.573/44 geh.v.14.4.44
        Ia
                                                   Z u s t a n d s b e r i c h t
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Stimmung der Truppe:
Sie Stimmung der Truppe ist gut und zuversichtlich.

Gesundheitszustand:
Bei der laufenden Gesundheitsbesichtigung ergibt sieh ein guter Gesundheits- und Allgemeinzustand der Truppe. Der Läusebefall ist praktisch gleich null.
Wöchentliche Badegelegenheiten und Durchführung. Kein Auftreten ansteckender Krenkheiten und keine Geschlechtskrankheiten. Fleckfieberimpfungen werden laufend
durchgeführt.

Verpflegung:
Die Verpflegung ist gut und ausreicherd.

Bekleidung:
Die Bekleidungslage der Abt. ist zufriedenstellend. Nach wie vor besteht ein Mangel an Tuchbekleidung. Der größte Teil der Abt. ist nur mit einem Paar Schnürschuhen
ausgestattet. Dringend erforderlich wäre, wie schon im letzten Zustandsbericht erwähnt, eine Zuweisung an Handwerkszeug für Schuhmacher und Schneider.

Kfz.-Lage:
Die Abt. hat augenblicklich 20 unbesetzte Sollstellen. Von dieeen sind 3 durch kommandierte Fahrzeuge beeetzt, sodaß die Abt. 17 Fehlstellen aufweist. Das Fehl ergibt
sich grögtenteils aus der Abgabe von Kfz. an die neu aufzustellende Stu.Gesch.Kp. in Mielau..Die Abt. verfügt über l0 Geschütze und 9 RSO, von denen 2 in langfristiger
Instandsetzung sind. 3 Geschütze sind mit Maultier-Lkw. bespannt, die sich als Zugmittell im hohen Schnee und Schlamm als ungeeignet erwiesen haben.
Zur Instandsetzung befinden sich 23 Kfz. in Borissow, die im Rahmen der Werkst.Kp. durch abgestellte Mechaniker der Abteilung instandgesetzt werden und l0 Kfz. in Orscha
bei den I-Diensten der Abteilung. Ein Sd.Kfz.10/4 und 2 RSO werden bei divisionsfremden I-Diensten instandgesetzt.

Reifenlage:
Die Bereifung ist im wesentlichen in gutem Zuständ. Ein geringer Teil ist stark abgenutzt, jedoch noch gebrauchsfähig. Für die Bereifung, deren Weiterbenützung die
Instandsetzbarkeit in Frage stellen würde, wurde Ersatz angefordert, jedoch noch nicht zugewiesen.

Betriebsstofflage:
Die wöchentliche Zuweisung von l00 1 Otto-Kraftstoff ist zu gering, um daraus den laufenden Bedarf restlos decken zu können. Besonders im Hinblick auf die notwendigen
Instandeetzungsarbeiten und den damit verbundenen Überführungsfahrten wäre eine Erhöhung des Kontingents notwendig, zumal die Division bei Sonderanforderungen auf die
wöchentliche Zuweisung verweist.

Ersatzteillage:
Der Nachschub an RSO-Ersatzteilen ist ungenügend. Bein entsprechendem Nachschub würden sich die Instandsetzungszeiten wesentlich verkürzen, da ein Überführen der RSO
zu rückwärtigen I-Diensten fortfallen würde. Das Gleiche gilt, wenn auch im geringen Umfange für Zgkw. Der Naschschub an Austauschmotoren und sonstigen Ersatzteilen
ist ausreichend.

Waffen und Gerät:
Waffen und Gerät der Abt.befinden sich im guten und feldbrauchbaren Zustand. Von den vorhandenen 10 s.Pak der Abt, befinden sich 1 s.Pak zur Überholung in der
Abt.Waffenmeisterei.
Mit Gasschutzgerät ist die Abteilung vollständig ausgestattet. Zuweisungen von Waffen und Gerät erfolgt laufend. Dringender Bedarf besteht an M.G., M.Pi. und
Pistolen.
Zur BEweglichmachung des Stabes und der Kp.-Trosse werden 12 Panjefharzeuge 2-spännig benötigt.
Ersatzteile für 7,5cm Pak und Fla 38 sowie Küchengerät, Schanzzeug für Kfz. und Tarnfarbe sind erforderlich.

Pferde:
Der Futter- und Pflegezustand der Pferde ist gut. Die letzten Zuweisungen an Rauhfutter waren knapp. Im allgemeinen ist die Futterlage zufriedenstellen.

Werturteil:
Der Ausbildungszustand ist gut. Die Ausbildung der Pz.Jagdkommandos wird weiterhin durchgeführt. Ferner werden neu zuversetzte Ersatz, die Reservezüge und Trosse,
wie bisher laufend ausgebildet.
Die Stimmung der Truppe ist zuversichtlich, besonders günstig wirkt sich dabei der regelmässige Ablauf des Urlaubs nach 6-monatiger Wartezeit aus.
Von den 10 Geschützen der 1.Kp. sind 3 nur bedingt einseatzbereit da sie nur durch Maultiere beweglich gehalten werden mpssen. Außerdem fehlen bei der Gef.Kp.
der 1.Kp. 5 Mun.-Kfz. (10to Laderaum).
Besonders ungünstig wirkt sich auf die Beweglichkeit der Abteilung die hohe Zahl an Kfz.-Fehlstellen aus, hiervon fallen allein 6 auf den Stab mit 8 to Lkw-Laderaum.
Insgesamt fehlen der Abteilung 21 to Lkw-Laderaum.