| Kriegstagebuch August 1943 | |
| 1.8.1943 |
Rundbrief, Gren.Rgt.253: In der Nacht 31.7./1.8.43 wird im Zuge der nunmehr befohlenen planmässigen Räumung des Orelbogens die Oka-Stellung aufgegeben. Der Feind hat mit massierten Kräften von Infanterie und Panzern gegen unseren Abschnitt einen direkten Schwerpunkt gebildet, verlagerte aber am 1.August seinen Schwerpunkt nach Norden und üden, um gegen Karatschew zangenmässig seine Hauptkräfte vorzustossen. |
| 5.8.1943 |
Rundbrief, Gren.Rgt.253: Lt.Behrens, 8.Kp., gefallen. |
| 7.8.1943 |
Rundbrief, Gren.Rgt.253: Seit dem 7.8. führt der Feind konzentrische Panzerangriffe gegen die Stadt Orel, die am Morgen des 6.August geräumt wird. |
| 10.8.1943 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Löw als Nachhut zurück, es ist uns schon allen klar, dass wir von denen keinen oder wenigstens nicht mehr alle wiedersehen, schade es sind so gute Kameraden dabei. Uffz.Brunk? E.K.I. Ich kann schlecht laufen. |
| 11.8.1943 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Um 3.00 Uhr haben wir wieder unsere neue Stellung erreicht, wir graben uns schnll ein, wir sind noch nicht ganz fertig, da kommen schon die Pioniere, die die Brücken sprengen sollten zurück und sagen, der Russe sei schon wieder da. Morgens 10 Uhr kommt Lt.Berg mit 1 Uffz. und 3 Mann von der Nacchut zurück, sie sind so noch zwischen den Russen durchgkommen, wo bleiben die anderen? Von denen hat keiner was gesehen, wir habens ja geahnt. Habe heute das E.K.II verliehen bekommen, der Chef war noch nicht ganz mit der Verleihung fertig, da war der Russe schon wieder da, ohne Ansprache mussten wir wieder abziehen. Da bekanntlich Auszeichnungeen verpflichten musste ich direkt auf Gefechtsvorposten. Nachmittags kommen die anderen Nachhuten von gestern abend auch zurück - Schwein gehabt. Gfr.Franz Schriefner wurd heute schwer verwundet. Ich kann sehr schlecht laufen. Werde nachts gefahren. |
| 12.8.1943 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Um 2.00 Uhr empfangen wir Essen, wir sind an der Rollbahn nach Karatschew, etwa noch 6km von der Stadt ab. Heinz kam heute vom Urlaub zurück, der hat ja vielleicht gestaunt. Ich will heute mit meinem Bein zum Rgt. Uffz.Werninghaus ist diese Nacht auf Nachhut gefallen. Der 12.8.1943 ist für uns ein schrecklicher Tag geworden. Ich wurde morgens 9.30 Uhr schwer verwundet, der Russe griff mit starken Kräften an, auf dem Wege zum Komp.Gef.Std. erhielt ich einen Streifschuss am rechten Oberschenkel, einen Hodenschuss und einen Durchschuss durch den linken Oberschenkel. Nach einer Weile bekam ich noch einen Schuss in die linke Hand, zwischen Daumen und Zeigefinger. Uffz.Brecht der Kompanie-Sani schleifte mich zum nächsten Strohhaufen dort verband er mich notdürftig, inzwischen kam mein Zugführer Lt.Berg gekrochen, er hatte einen Bauchschuss und ein Explosivgeschoß im Unterarm. Brecht ging mit dem Bemerken eine Tragbahre für uns zu holen weg, inzwischen waren die Russen bei uns und so geriet ich in Gefangenschaft, die ersten Russen schenkten uns gar kein Beachten. Gegen Mittag kam ein russ. Offizier, er nahm uns sämtliche Wertsachen ab, Uhr, Ringe, Brieftasche usw. Er gab mir meine Pfeife und ein Stückchen Tabak zurück, Nachmittags sollten wir erschossen werden, Lt.Berg machte mich darauf aufmerksam, ich sah einen Russen anlegen und schießen. Lt.Berg bekam noch einen Oberschenkeldurchschuss mir drangen noch vier Schüsse in die Bauchgegend durch die Kleidung. Daraufhin stellten wir uns tot, es waren fürchterliche Stunden für uns, große Hitze, Durst und Schmerzen fast nicht zum aushalten. Nachmittags griffen die Russen wieder an -unleserlich- war die Hoffnung auf Befreiung aus-unleserlich- Abends schoss unsere Pak -unleserlich- unsere Komp. griff wieder mit mehreren Sturmgeschützen an, so wurden wir wieder befreit, es war allerhöchste Zeit für mich, für Lt.Berg war es zu spät, er ist an den Folgen seiner schweren Verwundung abends auf dem Truppenverbandplatz gestorben, Meine Befreier waren Uffz.Löw, Ogfr.Müller, Gfr.Hörig Fritz. Rundbrief, Gren.Rgt.253: Mit dem 12.8. beginnend, versucht der Feind unter Einssatz erheblicher Panzerkräfte und Schlachtfliegerverbände Karatschew mit Gewalt zu nehmen. Lt.Wahrendorf Gottfried, Stab II./GR.253, gefallen Gr.Spl.Schläfe, 11 Uhr bei Keratschew Lt.Husser, 6.Kp., gefallen Gora Grjas, Gr.Spl.Kopf; |
| 13.8.1943 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Am 13.8. lag ich in Brjanks im Lazarett ich bin dieese Nacht auf dem H.V.Pl. operiert worden. -weiter 16.8.- |
| 16.8.1943 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Bin mit einem behelfsmässigen Lazarettzug bis Klinzik gekommen. -weiter 27.8.43- Rundbrief, Gren.Rgt.253: In der Nacht 15./16.8. wird das Regiment aus dieser Front herausgelösst und nach Brjanks in March gesetzt, um in Richtung Poltawa mit Bahntransport verladen zu werden. |
| 24.8.1943 |
Rundbrief, Gren.Rgt.253: Der neue Auftrag war daher, Poltawa gegen den im Norden durchgebrochenen Feind abzuschirmen. Hierzu hatte die Division den Auftrag von Süden her eine bestehende Lücke zu schliessen, in die das Regiment entsprechend eingesetzt wird. Am 24.8. wird bei einem eigenen Angriff die Stadt Tarasiwka genommen. |
| 26.8.1943 |
Rundbrief, Gren.Rgt.253: Der 26.August soll die endgültigee Schliessung der Lücke zwischen Teschen-Abschnitt und Strasse Tarasiwka - Udowitschenki erreichen. Hier tösst das Regiment in den feindlichen Aufmarsch gegen die Stadt Sinkiw hinein. Der Feind erleidet schwere blutige Verluste, zahlreiche Beute wird eingebracht. |
| 27.8.1943 |
priv.Tagebuch 5./Gren.Rgt.253: Inzwischen bin ich in -unleserlich- (Ostpr.) gelandet.-weiter 22.9.43- Rundbrief, Gren.Rgt.253: Seit dem 27.8.greift der Feind täglich in Stärke bis zu zwei Batillonen, meist durch Panzer unterstützt an. Doch wer wird überall zurückgewiesen. Lt.Sdobik, 7.Kp. gefallen; |
| 31.8.1943 |
Rundbrief, Gren.Rgt.253: Der Feind nimmt Udowitschenki Feindliche Schlachtfliegerverbände greifen in den Kmpf ein. Trotz der überaus schweren Angriffe gelang es em Feind nicht, einen Einbruch in unsere Abwehrfront zu erzwingen.. |
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