71.Infanteriedivision
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Zustandsmeldungen

AOK 6 Ia,Nr.4110/42 gKdos. V.1.12.1942

 

 

Gefechtsstärken (Btl.)

bewegl.

Pi.Btl.

Bttr.

l.FH

s.FH

Werfer

8,8

Beute

bewegl.

m.Pak

s.Pak

 

71.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

70%

 

 

 

 

50%

7 le. 15% 2 s 15%

26

7

 

 

10

15%

5

6

z.Abw. voll geeignet

 
Meldung vom 1.August 1944                                                                             Verband: 71.Inf.Division (44)
                                                                                                    Unterstellungsverhältnis: Gen.Kdo.LI.Geb.A.K.
1.Personelle Lage am Stichtag der Meldung:

a) Personal                                      
  Soll Fehl
Offiziere 403 (70 Bea) 33 (21 Bea.)
Uffz. 2164 160
Mannsch. 10205 308
Hiwi    
Insgesamt 12772 501










b) Verluste und sonstige Abgänge
in der Berichtszeit vom 1.7. bis  31.7.44
  tot verw. verm. krank sonst.
Offiziere 2 4 - 8 31
Uffz.u.
Mannsch.
53 186 54 167 689
Insgesamt 55 190 54 175 720








c) in der Berichtszeit eingetroffener Ersatz:

Ersatz Genesene
Offiziere 22  
Uffz.u.
Mannsch.
122  

      




d) über 1 Jahr nicht beurlaubt:  
insgesamt  223 Köpfe 1,7% d.Iststärke 
davon 12-18
Monate
19-24
Monate
über 24
Monate
  223 - -
Platzkarten im Berichtsmonat
zugewiesen: -










2.Materielle Lage:

    Gepanzerte Fahrzeuge Kraftfahrzeuge
    Stu.Gesch. III IV V VI Sch.Pz.
Pz.Sp.
Art.Pz.
Pak
SF
Kräder Pkw
  Ketten mit angetr.Bwg. sonst. gel. O
Soll (Zahlen)   10 - - - - 6 - 14 36 118 129 40
einsatzbereit zahlenm. 8 - - - - 4 1   23 79 71 51
in % des Solls 80 - - - - 66     64 66 55 127
in kurzfristiger
Instandsetzung
(bis 3 Wochen)
zahlenm. 1 - - - - 1     14 39 26 23
in % des Solls 10 - - - - 16 - - 38 34 20 57

  noch Kraftfahrzeuge Waffen
   
Lkw Ketten-Fahrzeuge s.Pak Art.
Gesch.
M.G.
()
sonstige
Waffen
Maultiere gel. O Tonnage Zgkw. RSO
Soll (Zahlen)   10 91 332 973 *- **3 58 22 43 (716) -
einsatzbereit zahlenm. - 34 310 942 *6 **3 4 5 35 (385)
103 i
-
in % des Solls - 37 93 96 *- **100 8 22 81 68% -
in kurzfristiger
Instandsetzung
(bis 3 Wochen)
zahlenm. - 2 60   *2 ** 1 1 - (22)
9 i
-
in % des Solls - 2 18   *- ** 2 5 - 3% -
* Zgkw mit 1-5t ** Zgkw. mit 8-18t
() davon M.G.42

3. Pferdelage: Soll:  3979
               Ist: 3823 davon Panjepferde --

4.) Kurzes Werturteil des Kommandeurs:
    1.) Der Ausbildungsstand der Division hat sich in der Berrichtszeit infolge günstiger Kampfbedingungen gebessert. Die Ausbildung des II./G.R.194,
        der 13. und 14./G.R.191 bedarf wegen zu später Zuführung von Ersatz, Waffen und Gerät noch der Vertiefung. Der Mangel an Spezialisten (Gr.W.-
        u.s.M.G.-Bedienungen, Nachr.Leute und besonders Funker) konnte noch nicht behoben werden. Dem Ersatz aus der Heimat fehlt die gute Grundausbildung,
        bei den älteren Männern der innere Schwung und die positive Einstellung zum Krieg. Die Division ist weiter bemüht, das immer nich spürbare Fehl
        an brauchbaren Unterführern durch Lehrgänge im F.E.B. zu decken. Es wird gebeten, qauch im Monat August die Division von der Beschickung zu
        Lehrgängen außerhalb des Divisionsbereiches zu befreien, weil sonst, insbesondere der Infanterie, der letzte Stamm an Kampferfahrung genommen würde.
        Nach Übernahme der Geschütze und des Geräts von IV./A.R.305 ist auch das A.R.171 mit allen 4 Abteilungen voll einsatzbereit.
        Pferdalage: Gut, Futterzustand: gut.
        Bei längeren Märschen macht sich der Mangel an Hartfutter durch zu schnelle Erschöpfung der Pferde bemerkbar.
        Der Kampfwert der eingesetzten Teile der Division hat sich auf Grund erfolgreich durchgeführter Spähtrupptätigkeit und günstiger Einsatzbedingungen
        wesentlich verbessert.
        Stimmung der Truppe: Die Haltung ist gut und die Stimmung ist zuversichtlich. Der Gesundheitszustand ist gut.
        Schwierigkeiten:
        a) Die Abwehrkraft der Division ist durch das Fehl an schweren panzerbechenden Waffen, im Hinblick auf den bevorstehenden Einsatz der Division in
           einem nicht panzersicheren Gelände, beeinträchtigt. Beschleunigte Zuführung der fehlenden 16 sPak ist dringend erforderlich.
        b) Fehlende mot.Tonnage und der schlechte Zustand der Kfz. gefährden eine geordnete Versorgung bei größeren Kampfhanldungen sowie die Beweglichkeit
           der Truppe. Nachteilig wirkt sich die schlechte Reifenlage aus.
        c) Mangel an Zündmitteln macht sich bei den derzeitigen erweiterten Sperraufgaben bemerkbar.
        Grad der Beweglichkeit: 64% mot.- und 36% besp.-beweglich.
        Einsatzbereitschaft; Kampfwertstufe III.
        Umgliederung auf Inf.Div.44 ist bei der fechtenden Truppe abgeschlossen, bei den Nachschubtruppen entsprechend der Zuführung von mot.-Fahrzeugen im
        Austausch gegen Bespannfahrzeuge noch im Gange.

3. Kurze Stellungnahme der vorgesetzten Dienststelle:
     Ausbildungsstand und Kampfwert der Div. haben sich weiterhin gebessert. Einverstanden.
Der Kommandierende General gez.Feuerstein, General der Gebirgstruppen