Armeeoberkommando 14
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Befehle September
A.O.K.14 an XVII.A.K. pp., 24.9.1939

Am 23.9. sind Tausende von Gefangenen in Przem-unleserlich- freigelassen worden. Unter den Gefangenen sind mehrere Hundert Ofiziere. Diese Gefangenen
bedeuten für das deutsche -unleserlich-gebiet eine Gefahr, zjmal übereinstimmend aller gefangenen -unleserlich-aussagen, dass sie den Krieg noch nicht
für verloren halten.
Selbständige Entlassung von Gefangenen, auch Ukrain-unleserlich- und Volksdeutschen, ist verboten.
Untersuchung gegen Verantwortliche in obigem Fall ist eingeleitet.
Die Korps Anordnung, dass alle Gefangenen -unleserlich- lange unter genügender Bewachung bleiben, bis sie von den Einrichtungen der Armee westl. des
San ordnungsgemäss übernommen werden.
A.O.K.14, Ic/AO.
 
-unleserlich-
                                                                     A r m e e b e f e h l  Nr. 25
                                                                     =============================

1.) Feind hat am 25.9. mit 3facher Überlegenheit und starker Kavallerie die 8.Div. bei Podklasztor und Krasnobrod angegriffen. Die 8.Div. hat sich in
    schwerem Kampf trotz ständiger Bedrohung durch fdl. Kavallerie in Flanke und Rücken den Rückmarsch erzwungen. Dank des opfervollen Einsatzes der
    Division, der selbstlosen Mithilfe der Lufttransportgruppe und der San.Einheiten konnte der größte Teil der Verwundeten aus den vorhergegangenen
    Kämpfen geborgen werden.
    8. und 27.Div. erzwangen am 26.9. nachmittags durch gemeinsamen Angriff die Übergabe des Feindes am Szum-Abschnitt ostw. und nordostw. Alexandrow.
    (41.poln.Div., Teile v. 3 Kav.Brig., 1 Armeeführer).
    Übrige Korps keine Kampfhandlungen. Die Zwischendemarkationslinie Lutowiska - Chyrow - Medyka - Oleszyce wurde reibungslos erreicht.
    7.Div. hat den Abmarsch der poln.Kav.Gruppe Anders aus dem Wald 6 km ostw. Krakowiec nach Süden festgestellt.
    Russische Kräfte haben Sambor, Sadowa Wisznia, Jaworow, Rawa Ruska, Rachanie und Zamosc besetzt.
2.) Die Armee setzt ihren Marsch hinter die Sanlinie fort. Die Kräfte auf westlichem Sanufer ruhen unter Sicherung der Sanübergänge.
3.) Hierzu befiehlt die Armee:
    a) Es gehen bis zum Abend des 27.9. zurück:
       XXII.A.K. hinter Linie Lutowiska - Kroscienko.
       VIII.A.K. hinter Linie Bircza - Nord-bezw.Westufer San von Przemysl bis Radymno einschl. (Übergabe Przemysl siehe c))
       XVII.A.K. auf das Westufer des San.
       VIII.u.VII.A.K. hinter Linie Radymno - Tarnogrod-Bilgoraj - Frampol.

    b) Die Übergabe von Przemysl südl. des San leitet verantwortlich das XVIII.A.K. Der Stadtteil durch eine Kommission den Russen
       zu übergeben. Durch deutsche Nachtruppen oder russische Voraustruppen ist Plünderung zu verhindern und der Flüchtlingsstrom
       zu unterbinden, bis die völlige Besetzung des Südteils der Stadt durch die Russen vollzogen ist.
       Die Verantwortung für taktische Sicherung und rechtzeitigen Abbau der Sanbrücke in Przemysl hat XVIII.A.K.(nicht der
       Stadtkommandant Przemysl).
    c) Abbau und Zerstörung der Sanbrücken erfolgt nach Armeebefehl Nr.24, Ziff.9.). Die zu erhaltenden Eisenbahnbrücken und die
       Straßen-Brücken Sanok und Radymno sind in Flußmitte zu sichern und zu sperren, die Straßenbrücken so, daß ein Verkehr von
       Verbindungsoffizieren oder Übergabekommandos vorerst noch stattfinden kann.
    d) Aufgaben der Sicherheitsbesatzung am westl. San-Ufer bis zur San-Mündung:
       Verhinderung jeglichen Verkehrs über den Fluß, insbesondere von Flüchtlingen aus dem von den Russen besetzten Gebiet.
       Taktische Sicherung gegen versprengte poln. Truppenteile. Die Sicherung muß so stark sein, daß die Verteidigung des Westufers
       gewährleistet ist. Bis zum Herankommen russischer Kräfte ist an den wichtigsten Stellen auch Art. in Stellung zu bringen.
    e) XXII.A.K. legt Vorschlag für Sicherung und Absperrung des Winkels zwischen Oberlauf des San und Uzoker-Paß -- Ungarische Grenze vor.
    f) Vergrößerung der Rasträume für die Divisionen nach Westen bis zur Linie:
       28.Div.: Tarnawka - Zabratowska - Wola Ratatowska -- Cierpisz - Gorny - Kraczkowa - Krzemienica einschl. 8.Div.: Bratkowice - Widelka - Ranizow - Mazury - Turza einschl..
       2.Pz.Div.: Niedzwiada - Chechly einschl.
       4.1ei.Div.: (neuer Raum) Ocieka - Borowa - Radgosz-unleserlich- Gorne - Mielec - Zagorski einschl..
4.) Voraussichtlicher Abtransport und Abmarsch:
    Eisenbahn (ohne mot.Teile)
    56.Div. Einladung ab 29.9.,08,00 Uhr Debica - Sedziszow.
    28.Div. Einladung ab 2.10.,12,00 Uhr Jaroslau - Lancut.
    8.Div. Einladung ab 4.10., 00,00 Uhr Przeworsk - Lancut.
    Kw.Rgt.
    1.Geb.Div. (ohne mot.Teile) Einladung voraussichtlich ab 30.9. in Unterkunftsnähe. Kw.Fahrt nach E-Bahnhöfen um Presov.
    7.Div. (ohne mot.Teile) Einladung im Anschluß an 1.Geb.Div., Kw.Fahrt nach Einladebahnhöfen um Presov.
    Mot.Teile-Landmarsch wird besonders befohlen. Beginn voraussichtlich 29.9.. Teile VIII.A.K. zuletzt.
5.) Nachrichtenverbindungen;
    Es halten Fe-Verbindung:
    XVIII.A.K. und XXII.A.K. ab A.V. Krosno,
    XVII.A.K. und VIII.A.K. ab A.V. Lancut.
6.) A.H.Qu.: Rzeszow.
 
Armeeoberkommando 14
Abt.Ic/AO, Nr.434/39g.                                                                                                        A.H.Qu.Rzeszow, 26?.9.1939

An
H e e r e s g r u p p e  S ü d

                                        Aussagen des Chefs des Stabes der poln.Südarmee Oberst v.Morawski

1) Oberst v.Morawski war bis 1918 deutscher Offizier und in späteren Jahren poln.Militärattache in Berlin.
2) Die poln.Südarmee (11., 24., 38.Div., Grenzschutzvrbände usw.) unter Führung des Generals Fabryci war eine Deckungsarmee gegenüber der slowakischen
   Grenze. Sie stand im Raum Jaslo - Krosno - Rzeszow.
    Die rechte Armeegrenze zur Armee Krakau verlief in der Linie Dunajec - Neu-Sandez (einschliesslich). Die Armee hatte unmittelabr an der Grenze nur
   schwache Kräfte vorgeschoben. Sie ging im Verlauf der Kämpfe, gedrängt von deutschen Truppen, über Przemysl in Richtung Lemberg zurück. In Przemysl
   übernahm den Befehl der General Sosnowski, der eigentlich eine zu bildende Heeresgruppe bestehend aus Armee KRakau und Südarmee übernehmen sollte.
3) Die Nachrichtenverbindungen des poln.Führungsnetzes versagten vom Beginn der Operationen vollkommen. Der Funkverkehr war nur beschränkt auszunützen,
   da festgestellt war, daß der poln.Nachrichtenschlüsseö der deutschen Truppe bekannt war und neue Schlüssel wegen fehlender Verbindung nicht zur
   Verfügung standen.
4) Die poln.Aufklärungsflieger haben aber die poln. Führung recht gut über alle deutschen Bewegungen ins Bild setzen können. Dadurch und durch
   abgefangene Befehle wußte die Führung der poln.Südarmee sehr genau welche Kräfte ihnen gegenüber standen und welche Absichten die deutsche Führung
   verfolgte.
5) Besondere Hochachtung hatte Oberst v.Morawski -unleserlich- deutschen 7.Div. der die Südarmee -unleserlich- auseinander zu setzen hatte.
   Die poln.Führung erkannte, daß die Gefechtskraft der ostw.des San durchgebrochenen deutschen bewegl.Truppen nicht mehr sehr stark war. Der erste
   Schrecken vor den deutschen Panzern war überwunden. (Oberst v.M. versicherte mit eigenen Augen gesehen zu haben wie ein poln. Leutnant westl.
   Lemberg 6 deutsche Tanks aus kürzester Entfernung erledigt hat). Absicht der poln.Führung war es daher -unleserlich- den frontal verfolgenden
   deutschen Inf.Div. Kräfte anzugreifen und zu vernichten. Die Durchführung dieser Absicht scheiterte mit an dem Mangel an Nachrichtenverbindungen.
6) In der poln.Armee bestand ein ausdrücklicher Befehl Kampfstoff nicht zu verwenden. Der Vorfall an der Brücke bei Jaslo ist dem Oberst v.M. unverständlich,
   da Gelbkreuzmunition nach seiner Überzeugung nirgendwo im Bereich der Südarmee zur Ausgabe gelangt ist.
   Deutsche Gefangene, die er gesehen hat und um die er sich persönlich gekümmert haben will, sind nach seinen Angaben ritterlich behandelt worden. Er
   behauptet, daß ihn ein weinender 17 Jähriger bayrischer Infanterist gefragt habe ob ihnen nun wirklich die Augen ausgestochen würden. Er hält irgendwelche
   Mißhandlungen deutscher Gefangener für ausgeschlossen und fordert in solchen Fällen strenge Bestrafung der Schuldigen.
5) Oberst v.M. ist zunächst in russische Gefangenschaft geraten. Die Russen haben den poln.Gefangenen Bewegungsfreiheit in ihrem Bezirk zugestanden.
   Oberst v.M. konnte ungehindert die Russen verlassen udn sich zu den deutschen Linien begeben.
   Anmerkung: Auf Grund dieser Behauptung erschien es möglich, daß die Behandlung poln.Gefangener bei den -unleserlich-sen von gewissen politischen
   Erwägungen bestimmt ist.
 
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