Kuban-Kosaken-Bataillon
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Kriegstagebuch September 1944
31.8.1944

KTB 19.Armee.
01.25 Uhr: Ia LXXXV.A.K. meldet Ia AOK 19, daß von dem II.Kuban-Kosaken-Btl., das am linken Flügel des LXXXV.A.K., an Loue, eingesetzt ist, eine Kp.
           geflohen sei, nachdem diese Kp. durch Terroristen, überfallen wurde und der Offz. dabei gefallen ist. Im Verlaufe des Abends ist eine weitere Kp.
           weggelaufen - Gespräch unterbrochen, da Ia AOK später anrufen will.
02.10 Uhr: Ia LXXXV.A.K. ruft an und meldet weiter, daß voraussichtlich Restteile des Kuban-Kosaken-Btl. noch am Zusammenfluß von Loue und Doubs liegen.
           Genaue Feststellung über noch vorhandene Teile des Btl. wird gemacht.
           Nach einer Meldung dieses Btl. sollen südlich des Flusses bei Mont Sous Vaudrey 14 Pz.-Späh-Wagen und auch Panzer gesehen worden sein. Ferner sollen
           bereits einige Panzer auf dem Nordufer des Loue sein und sich im Foret de Chaux mit Widerstandskräften, die sich dort verstärkt und versteift haben,
           vereinigt haben. Das Korps rechnet damit, daß in den frühen morgenstunden des 5.9. ein Angriff auf Dole erfolgen wird. Zu diesem Zwecke hat das Korps
           das Herausziehen eines Btl. aus dem linken Abschnitt zur Verlegung an den Süd- und Südostrand von Dole veranlaßt. Das Btl. wird voraussichtlich in
           den Morgenstunde des 5.9. am Bestimmungsort eintreffen.
           Die dringende Bitte des Korps geht dahin, dem Korps eine gepanzerte Gruppe, oder aber Pz.-Abwehrwaffen zur Verfügung zu stellen, da das Korps sonst
           den Panzern wehrlos gegenübersteht.
01.40 Uhr: Chef AOK 19 fragt Chef LXIV.A.K. nach dem Verbleib der 159.I.D., die gem. Befehl der Armee angehalten und in einen Raum nordostw. von Dijon zugeführt
           werden sollte.
           Chef LXIV.A.K. meldet, daß er nach Erhalt des Befehls vom Chef AOK 19, die Division anzuhalten und eine Rgt.-Gruppe in den Raum von Besancon zu
           führen, einen Funkspruch über das Generalkdo. des LXIV.A.K. an die Division gerichtet habe. Dieser Funksprach wurde vom Gen.Kdo. quittiert, ob jedoch
           von der Division, ist ihm nicht bekannt. Ihm ist ferner der Div.-Gef.-Stand und der gegenwärtige Standort der Division nicht bekannt.
           Der Chef teilt ihm mit, daß der Div.-Kdr. der 159.I.D. sich beim AOK befände und gemeldet habe, daß sich die Division etwa schon 100 km weiter
           nördlich befinde und Chef AOK 19 macht dem Chef LXIV.A.K. den Vorwurf, daß er nicht gewußt habe, wo der Div.-Gef.-Stand und die Division sich befunden
           habe und auch dieses dem Chef AOK 19 beim Befehlsempfang nicht gemeldet habe, da sonst die Armee Mittel und Wege gefunden hätte, die Division zu finden,
           anzuhalten und wie beabsichtigt, eine Rgt.-Gruppe zum Einsatz in den Raum von Besancon zu führen.
           Da nun die Division etwa einen Tagesmarsch weiter ist, kann dies nicht geschehen und die daraus entstehenden Folgen sind im Augenblick noch nicht
           abzusehen.
           Der Einwand des Chef LXIV.A.K., von der Armeegruppe G den Befehl zu haben, die Division nur in einen bestimmten Raum durchzuschleusen, wird durch Chef
           AOK 19 verwiesen, da das Korps den eindeutigen Befehl von der Armee erhalten habe, die 159.I.D. anzuhalten und sie in den Raum von Besancon zuzuführen.
           Chef LXIV.A.K. meldet, daß er diesen Befehl auch so verstanden habe und auch entsprechend seinen Funkspruch an die Division gerichtet habe. Er bitte
           den neuen Aufenthalt der Division durch den Div.-Kdr. festzustellen, da dieser dazu neige, zu übertreiben und der Chef LXIV.A.K. der Meinung ist, daß
           sich durchaus noch eine Rgt.-Gruppe von dieser Div. für den Raum Besancon abzweigen lasse.
02.00 Uhr: Chef AOK 19 befiehlt den Chef LXIV.A.K., da die 159.I.D. zu weit vorgeprellt ist, nunmehr aus den im hiesigen Raum liegenden Teilen des LXIV.Korps
           eine Rgt.-Gruppe zu bilden und Vorschlag über Durchführung umgehend zu melden.
02.40 Uhr: Ia fragt den Ia IV.Luftw.-Feldkorps, ob die nach dort in Marsch gesetzten 8 Panther bereits eingetroffen sind. Ia IV.Luftw.-Feldkorps verneint und
           Ia AOK 19 befiehlt, einen Offz. auf der Straße den Panthern entgegen in Marsch zu setzen, um sie richtig dem IV. Luftw.Feldkorps zuzuführen.
           Der Führer der Panther sei genauestens bei der Armee eingewiesen, so daß es unverständlich wäre, daß sie bisher noch nicht eingetroffen sind.
           Meldung über Eintreffen wird erbeten.
02.42 Uhr: Ia teilt Ia LXXXV.A.K. mit, daß nach Vortrag beim Chef über den zu erwartenden Eingriff bei Dole von der Armee im Augenblick keine Kräfte zur Verfügung
           gestellt werden können. Es wird darauf hingewiesen, daß noch heute Nacht und morgen Früh die 338.I.D. und Masse der 11. Pz.-Div. durch den dortigen
           Raum ziehen, so daß hierdurch genügend Schutz gegen einen evtl. Angriff auch mit Panzern, vorhanden wäre.
03.10 Uhr: Chef LXIV.A.K. meldet dem Ia, daß von der Gruppe Welzel eine Abt. (mot.) hier im Raum liege und eine andere auf Fahrrädern bei Autun. Letztere komme
           zur Bildung der Rgt.-Gruppe nicht in Frage, da sie zu weit abliege und zu unbeweglich sei.
           Ia befiehlt, daß die mot.-Abt. sofort in den Raum nach Besancon zum General-Kdo. Dehner in Marsch zu setzen sei und daß über die andere Abt. bei Autun
           noch entschieden würde, da sie möglicherweise durch Kolonnenraum transportiert werden könne. Über Transport mit Kolonnenraum muß noch mit dem O.Qu.
           gesprochen werden. Bescheid hierüber folgt. Auf jeden Fall soll die mot.-Abt. sich umgehend in Marsch setzen und bei General-Kdo. Dehner melden.
03.33 Uhr: A.Pi.-Führer meldet:
            1.) Lyon/Saone: Straßenbrücke und Brückensteg hart ostw. Vaise (1 : 80 000) nicht zerstört. Zündung versagte. Abermals entsandter Zündtrupp stieß
                am 3.9. um 23.30 Uhr auf fdl. Pz.-Späh-Wagen an der Brücke.
            2.) Brücke über L'Ayergues-R. bei Anse unvollkommen zerstört. Brückenmitte in 4 m Breite stehengeblieben. Beschränkt passierbar. Nachsprengung wegen
                Mun.-Mangel und Feindlage nicht möglich.
            3.) Brücke bei La Chapelle über den westl. Nebenbach der Saone eingestürzt bis auf 1 m Brückenbreite. Nur für Fußgänger passierbar.
7.40 Uhr: Ic meldet Chef, daß nach englischen Rundfunkmeldungen 7.amerikanische I.D. heute Nacht im Raum Belfort Fallschirmjäger abgesetzt habe, um Rückzug der
          19.Armee zu sperren.
7.55 Uhr: Platzkommandant Belfort meldet Chef A.O.K. auf Rückfrage, daß dort im Raum Belfort von Fallschirmspringern bisher nichts bekannt sei. Bekannt sei
          lediglich, daß in der Gegend südlich Montbeliard die Terroristen mit Fallschirmspringern durchsetzt seien.
          Chef verlangt sofortige Überprüfung der Rundfunkmeldung und Meldung an A.O.K. mit Ausnahmegespräch.
8.25 Uhr: Chef fragt Ia LXIV.A.K., ob dort Panne mit der 159.I.D. bekannt sei. Ia LXIV.A.K. bejaht und meldet, daß sofort die Gruppe Haeckel in Richtung Besancon
          in Marsch gesetzt qorden sei, außerdem sei ein Sich.Btl. nach Besancon unterwegs. Die Gruppe Haeckel führe 2 Schnelle Abteilungen und die 13. und 14.Kp.
          ihres Rgt. Alle diese Einheiten seien allerdings nur beh.mot, das Sich.Btl., daß aus Bourg weggekommen sei, werde im Pendelverkehr auf Fahrrädern
          befördert. A.K. sei überzeugt, daß alles klappen werde.
          Chef betont, es müsse alles getan werden, um die Schnellen Abteilungen baldigst heranzubringen. Dann sei sofort Meldung zu machen.
8.30 Uhr: Ia LXXXV.A.K. meldet Chef, daß die beiden Hauptbrücken bei Parcey und Belmont gesprengt seien. Gefechtsaufklärung sei vorgetrieben. Feind sei offenbar
          übergesetzt.
          Chef betont, daß es äußerst wichtig sei, schnell mit allen Kräften in den befohlenen Raum hineinzukommen.
8.40 Uhr: Ia fragt Ia LXIV.A.K., ob Schnelle Abteilungen weggekommen seien. Antwort: Eine Abteilung ist über Dijon hinaus, wird abgedreht. Bisher noch keine
          Meldung über ihren Verbleib. Die hintere Abteilung habe die 13. und 14. Kp. bei sich. außerdem sei ein Sich.Btl. in Richtung Besancon in Marsch gesetzt.
8.45 Uhr: Ia 11.Pz.Div. gibt Ia A.O.K. folgende Feindorientierung:
          1.) Feindartillerie schießt auf Straße westlich Besancon jetzt schweres Kaliber. Außerdem M.G.-Feuer in diesem Raum.
          2.) Ortschaft Ornans, 13 km südsüdostwärts Besancon von starkem Feind mit Pak besetzt. Dort nicht durchzukommen.
          3.) Bei Valdahon sind Teile der Kampfgruppe Degener durch Panzer aufgerieben.
          4.) In Baume(les Dames) sitzt Feind mit Spähwagen.
          5.) 11. Pz.Div. selbst ist noch nicht beieinander, insbesondere sind noch keine Panzar da.
          Ia 11.Pz.Div. fragt, was Armee zu tun gedenke. Es müsse sofort die 15.Pz.Div. hier heruntergezogen werden. Es komme jedoch auf Minuten an, sonst könnte
          alles zu spät sein. Zur Zeit liege starkes Artilleriefeuer im Raum des Gefechtsstandes der 11.Pz.Div.
8.55 Uhr: O1 LXXXV.A.K. meldet Ia, daß von der Einheit Fink bisher keine Feindberührung gemeldet sei. Stab 338.I.D. sei in Dole eingetroffen, ebenso 50% der
          Nachrichten-Abteilung und 100% der Fla-Kompanien und die Panzerjäger. Die übrigen Teile seien noch in Bewegung auf Do1e.
9.25 Uhr: Chef LXXXV.A.K. meldet Ia, daß seine Kräfte zur Zeit so seien, daß auf 4 km 100 Mann, auf 60 km 16 Rohre und 3 Pak kämen. Es könnten deshalb nur Brücken
          und Wege besetzt, jedoch keine durchlaufende H.K.L. gebildet werden.
9.35 Uhr: Kdr. 11.Pz.Div. meldet Chef, daß schweres Artilleriefeuer auf allen Straßen von Westen nach Osten im Raum Besancon liege. Ein Btl. auf der Höhe südlich
          Besancon bei Beure werde stark angegriffen. Über den Einsatz der 3.amerikanischen Division bei Ornans Befehle bisher eine genaue Meldung. Wahrscheinlich
          sperre die Division bei Etalon auf der Straße nach Molderon. Bei Baume les Dames sei sie über den Abschnitt nach Norden hinaus.
          Absicht der 11.Pz.Div. sei, in jetziger Stellung zu halten und abzusperren. Eingetroffene Panzer werden nach Baume les Dames vorstossen.
          Chef betont, es werde Aufgabe der Division sein, nördlich des Doubs bis zur Schweizer Grenze zu sperren, auf der Linie Ile - Ponteron - Schweizer Grenze.
9.45 Uhr: Ia 11.Pz.Div. meldet Ia A.O.K., daß die Flak zur Zeit SO Besancon stehe. In Baume les Dames sei Feind mit starken Panzerspähwagenkräften. Die 11.Pz.Div.
          sei mit 1 Btl. des Pz.Gren.Rgt.111 und 4 Pak hiergegen eingesetzt. 2 weitere Btl. stünden südwestlich Besancon. Dort sei die Lage zur Zeit ruhig. Mit
          Pontarlier sei die Verbindung abgerissen. Der gegebene Befehl sei jedoch noch hingekommen. Vom Btl.1022 sei 1 Ep. in Pontarlier, die anderen bei Valreon
          im Gefecht. Ia weist darauf hin, daß nach Befehl des O.B. von der 11.Pz.Div. keine weiteren Kräfte mehr ostwärts des Doubs eingesetzt werden sollen.
          Der Auftrag der 11. Pz. Div. sei jetzt, den Doubs mit Drehpunkt Montbeliard zu sperren.
9.50 Uhr: Chef LXXXV.A.K. meldet Chef A.O.K., daß der befohlene Abschnitt noch nicht in der Hand des Korps sei. Die Pi.-Einheit sei noch zersprengt und teils noch
          im Kampf mit Terroristen. Aufklärung sei angesetzt.
          Chef A.O.K. unterrichtet Chef LXXXV.A.K. über die Feindlage im Raum Besancon - Baume les Dames. Offenbar Ziele der Einsatz der 3.amerikanischen Div. auf
          Belfort. O.B. habe befohlen, daß südlich des Doubs nichts mehr hineingesteckt werde. Der Doubs sei zu sperren und zu halten. Dies müsse so schnell wie
          möglich eingeleitet und die notwendigen Brückensprengungen dabei beachtet werden.
          338.I.D. sei beschleunigt entlang des Doubs bis Besancon zu leiten. Das Korps solle sich schon jetzt darauf einstellen, daß heute Nacht vielleicht eine
          Frontverkürzung zwischen Saone und Doubs befohlen werde.
10.05 Uhr: Ia - O.Qu.:
           Ia fragt an, ob Munition für die 8 Panther bei General Petersen herangeschafft worden ist.
           Ltn.Bieneck hatte in der Nacht den Auftrag, Munition nach Mirande zuzuführen. Dort wurde jedoch niemand vorgefunden. Es stellt sich heraus, daß die
           Munition tatsächlich nach Mirande, südostwärts Dijon sollte. Dorthin wird sie nun sofort geschafft.
10.15 Uhr: Anruf Oberstleutnant Wilutzky bei Ia:
             1.) Oberstleutnant W. übermittelt Einverständnis des Chefs, daß nur eine Pi.Komp. zurückbehalten wird.
             2.) Bitte um Einsatz von Kampfflugzeugen wird weitergegeben.
             3.) Id/AOK.l9 soll Bestand aufnehmen, was von den bisher noch nicht genannten Divisionen an Resten noch vorhanden ist.
             4.) Ia/AOK.19 orientiert Oberstleutnant W. über die Lage.
10.25 Uhr: Major Bräuer teilt Chef mit, daß größere Einheiten feindl. Fallschirmjäger bei Belfort nicht beobachtet werden konnten. Es könnte sich darum handeln,
           daß zur Unterstützung der Banden englische und amerik. Fallschirmjäger abgesetzt worden sind.
           Chef weist Major Bräuer darauf hin, in Bezug auf Aufklärung sehr aktiv zu sein, es müßten unbedingt Alarmeinheiten gebildet werden. Laufende Orientierung
           des AOK. notwendig. Major Bräuer betont, daß Stab Oberst Hübner noch nicht ausreichend erscheint, es sei eine Einrichtung in Belfort notwendig, die
           kontrolliert, welche Einheiten sieh schon früher dort gesammelt hatten. Chef ist der Auffassung, daß alles (der Schwamm) möglichst rücksichtslos aus
           Belfort herausgeworfen werden muß, was nicht irgendwie noch Kampfkraft besitzt. Zu dieser Aufgabe soll der Stab General Hedrich herangezogen werden
           (Kdt.H.G.S.O.Frankreich). Major Bräuer hat General Hedrich den Befehl des AOK. zu übermitteln, aus Belfort alles an Einheiten zu entfernen, was nicht für
           Versorgung und Nachschub der kämpfenden Truppe unbedingt nötig sei. Es muß nach dem Grundsatz gehandelt werden: Heraus aus Belfort und gegen die Grenze
           drücken, da niemand über die Grenze hinüber darf!
10.40 Uhr: Kom.General IV.Lw.Feldkorps teilt mit, daß gepanzerte Gruppe nicht eingetroffen. In Chalon sollen 5 feindl. Panzer eingebrochen sein. Es besteht durchaus
           die Möglichkeit, daß es sich hierbei nur um eine Spitze handelt und noch mehr hinterher kommt.
           Chef bittet Korn.Gen. IV.Lw.Feldkorps, sich schon jetzt darauf einzurichten, daß heute nacht zurückgeklappt wird, trotzdem einige Telle noch nicht heran
           sind. Diese Maßnahme wird notwendig sein, da sich fast von allen Seiten feindlicher Druck ergibt, sogar im Rücken.
10.45 Uhr: Chef Armeegruppe G - Chef AOK.19.
           Chef Armeegruppe G hält das Zurückklappen des linken Flügels an Straße Besancon - Montbeliard für zu stark.
           Chef AOK.19 befürchtet, daß zu langes Warten leicht gefährlich werden könnte; wenn der Absprung nicht rechtzeitig gefunden würde, könnte leicht zu viel in
           dem Sack bleiben. Nochmalige Überlegung der zu treffenden Maßnahmen soll erfolgen.
           Chef AOK.19 ist der Auffassung daß für den ganzen Schwamm für den Kampf untauglicher Einheiten, der sich in Belfort befindet, ein Ventil nach Osten befunden
           werden muß.
           Chef Armeegruppe G ist damit einverstanden, daß diese Einheiten rücksichtslos über die Grenze abgeschoben werden.
           Chef Armeegruppe G teilt weiterhin mit, daß Oberst Zorn als O.Qu. zur Armeegruppe G mit dem heutigen Tage versetzt worden ist. Es kann auf ihn nicht
           verzichtet werden, da gemäß Befehl die O.Qu.-Abteilung der Armeegruppe G mit dem heutigen Tage stehen soll. Als Nachfolger für Oberst Zorn schlägt Chef
           Armeegruppe G Oberstleutnant Schulz vor, als Nachfolger für Oberstleutnant Schulz Major v. Stülpnagel.
           Chef AOK.19 gibt zu Bedenken, daß es im gegenwärtigen Augenblick nicht vertretbar sei, sowohl den O.Qu. als auch den Qu. 1 zu wechseln.
11.10 Uhr: Anruf Hauptmann Hartmann beim Ia:
           Die 8 Panther sind heute nacht 1.00 Uhr in Auxonne gewesen und von dort nach Besancon abmarschiert. Hptm. Hartmann verfolgt Spur weiter und meldet laufend.
11.15 Uhr: Gen.Oberst Blaskowitz - Chef AOK.19:
           Gen.Oberst Blaskowitz ist der Auffassung daß, wenn Zurückklappen wie von der Armee geplant schnell erfolgt, eine Menge von Spezialkräften zurückbleibt
           (Marine, Artillerie). Gen.Oberst B. ist der Meinung, daß man sich je nach dem etwa erfolgenden Druck zu entscheiden habe. Die Nordflanke mache dem AOK.
           keine Sorge. Nach Möglichkeit solle kein zu scharfes Tempo eingeschlagen werden, damit die wertvollen Spezialisten der Artillerie und Marine nicht verloren
           werden.
11.25 Uhr: Chef AOK.19/Kommandeur 11.Pz.Div.:
           Nach Rücksprache mit Gen.Oberst Blaskowitz hat Armeegruppe folgende Ansicht: Linker Flügel bei Morteau erwünscht. Wietersheim teilt mit, daß Gegner bei
           Baume ein Btl. stehen hat. Bewegungen der Division außerordentlich schwierig, da Gruppierung zu langsam fortschreitet. Chef fragt an, ob durchkommen nach
           Osten (Morteau) möglich. Wietersheim verneint und stellt fest, daß die einzige Möglichkeit nach Norden ist. Chef schlagt vor, bei Montbeliard
           herüberzudrehen und dann nach Süden abzudrehen. Wietersheim bestätigt diese Meinung und fügt hinzu, daß die Richtung Pont de Roide ist. Chef teilt mit, daß
           2 schnelle Abteilungen nach Besancon zugeführt und Wietersheim unterstellt werden sollen. Wietersheim will sich jedoch führungsmäßig nicht damit belasten.
           Daher soll Unterstellung der beiden Abteilungen unter Einheit Wehner erfolgen.
11.35 Uhr: Anruf Oberstleutnant Bahr: Chef befiehlt Weitermarsch der 159.Res.Div. in Richtung Vesoul.
11.40 Uhr: General Petersen fragt bei Chef an, was mit den 3 Btlnen. der Einheit Degener in Dijon werden solle, da befehlsmäßige Unterstellung unter IV.Lw.Feldkorps
           ungünstig.
           Chef teilt mit, daß Entscheidung noch getroffen wird, wahrscheinlich erfolgt gleich weitere Inmarschsetzung.
12.05 Uhr: Ia - Ia/ll.Pz.Div.:
           ll.Pz.Div. soll 8 Panther der SS-Div. Hohenstaufen übernehmen. Sie befinden sich seit 1.00 Uhr von Auxonne auf dem Marsch nach Besancon. Der Führer,
           Oberscharführer X, soll sofort verhaftet werden, da er gegen den schriftlichen Befehl des A.O.K. nach Osten marschiert ist.
12.25 Uhr: Ia teilt O.Qu. mit, daß 2 schnelle Abteilungen keinen Betriebsstoff bekommen hätten.
           O.Qu.-Abteilung soll an Tankstelle Anweisung geben, daß alle Einheiten, die aus Westen kommen, versorgt werden.
12.30 Uhr: Kom.Adm.franz.Südküste teilt Ia mit, daß letzte Funksprüche aus Toulon und Marseille am 29.8. aufgenommen wurden, jedoch nicht mehr zu entschlüsseln waren,
           da anscheinend unter Kampfeinwirkung gegeben.
12.40 Uhr: Anruf Chef bei Ia/Armeegrunpe G:
           AOK.19 beläßt vorgeschobene Sicherung mit örtlichen Berichtigungen z.B. beim IV.Lw.Feldkorps noch heute nacht. Einheit v.Wietersheim wird von Montbeliard
           nach Süden soweit als möglich vorgedrückt. Allgemeine Richtung Morteau. Ia/Armeegruppe G betont, daß Strafen und Eisenbahnen von Besancon nach Belfort in
           jedem Falle freigekämpft werden müssen. Chef AOK.19 teilt mit, daß 159.Res.Div. als Verstärkung in den Raum Besancon gehen soll.
           Ia/Armeegruppe G läßt wissen, daß in Belfort für die 11.Pz.Div. die Möglichkeit bestehe, Ersatzfahrzeuge zu beschaffen. Anforderung müsse bei Maior Conrad
           erfolgen.
12.50 Uhr: Ia - Ia/ll.Pz.Div.:
           Südlich Besancon dringt Gegner sehr stark gegen die Straße von Dole nach Besancon. Gegner hat sich im Dorf Avanne um 12.15 Uhr festgesetzt.
13.05 Uhr: Chef IV.Lw.Feldkorps - Ia AOK.:
           Ia teilt mit, daß Führer der gepanzerten Einheit sich nach Auxonne zur ll.Pz.Div. trotz mündlicher und schriftlicher Anweisung in Marsch gesetzt hat.
           IV.Lw.Feldkorps meldet, daß inzwischen in Chalon wesentlich mehr Panzer festgestellt worden sind. Darüherhinaus sollen sich nach Aussagen von Überläufern
           im Raum von Buxy etwa 200 Fahrzeuge befinden.
13.10 Uhr: Chef - Major Schuster LXIV.A.K.:
           159.Res.Div. soll morgen abend nach Besancon in Marsch gesetzt werden, dort wird sie Gruppe Degener unterstellt. Nach Auffassung des Chefs kommt es darauf
           an, daß sich LXIV.A.K. ohne die Division kampffähige Verbände schafft.
13.15 Uhr: Chef AOK.19 - Chef LXIV.A.K.:
           Chef LXIV.A.K. meldet, daß Wietersheim ein Btl. südl. Besancon heute abend herauszieht. Damit ist der Brückenkopf Besancon nicht zu halten. Es wäre
           mindestens notwendig, daß am Brückenkopf ein Btl. verbleibt, so lange, bis Ablösung heran ist.
           Den Kampfeindruck bezeichnet Chef LXIV.A.K. vorläufig als ruhig. Auf Straße Dole - Besancon und auf Straße Gray - Besancon liegt Artilleriefeuer. Verkehr
           muß weiter nördlich umgeleitet werden.
           Chef teilt mit, daß dem A.K. die l59.Res.Div. heute abend oder heute nacht zugeführt wird. Daneben sollen noch 2 schnelle Abteilungen kommen, doch ist mit
           ihnen nicht vor morgen früh zu rechnen. Chef AOK.19 will ll.Pz.Div. veranlassen, zunächst 1 Btl. für Brückenkopf Besancon stehen zu lassen.
           LXIV.A.K. soll Abschnitt Besancon - Baume übernehmen.
13.25 Uhr: Chef orientiert O.B., daß LXIV.A.K. durch gestrigen Tagesmarsch erhebliche Verluste durch Jabos hatte. Daher entscheidet O.B.: Marsch hat bei Nacht zu erfolgen.
           Wietersheim muß bei Brückenkopf Besancon ein Btl. so lange belassen, bis Ablösung und Verstärkung durch 2 schn.Abteilungen sowie durch 159.Res.Div. erfolgt ist.
13.30 Uhr: Ia ll.Pz.Div. bestätigt, daß Avanne feindbesetzt.
           Südwestlich Besancon ist Gegner bei Avanne über den Fluß. ll.Pz.Div. mit Teilen aus Busy herausgedrängt. Gegner verdichtet sich vor Kampfgruppe Hax. Laufend
           Aufklärung des Gegners festgestellt.
           Chef AOK.19 betont, Brückenkopf bei Besancon muß von 11.Pz.Div. auf jeden Fall besetzt bleiben, bis Ablösung heran. Für ll.Pz.Div. ergeben sich folgende
           Aufgaben:
             1.) Riegelstellung im Norden,
             2.) Brückenkopf Besancon,
             3.) Sperrung bei Baume.
           Hauptdruck des Gegners liegt im Aufgenblick bei Besancon und Baume.
           Frage Chef, ob nicht möglich, Avanne auszubügeln.
           Ia/ll.Pz.Div.: Nicht möglich, da keine Kräfte vorhanden.
13.35 Uhr: Chef LXXXV.A.K. meldet Chef A.O.K., daß Brückenkopf westl. Besancon in der Hand des Feindes sei. In Abschnitt A.K. herrscht im übrigen Ruhe.
13.45 Uhr: Ia teilt Chef IV.Luftw.-Feldkorps mit, daß die 8 für IV.Luftw.-Feldkorps bestimmten Panzer von der 11. Pz.-Div. vereinnahmt worden seien. Dies lasse sich
           jetzt schwerlich noch ändern. IV.Luftw.-Feldkorps müsse sehen, sich anderweit zu behelfen.
           Chef IV.Luftw.-Feldkorps weist daraufhin, daß Panzerabwehrwaffen fehlen.
           Ia erwidert, daß hier O.Qu. sicher helfen könne.
           Chef IV.Luftw.-Feldkorps weist daraufhin, daß die Lage ohne Einsatz der Panzer für das Korps besonders schwierig sei. In Chalon seien fdl.Panzer, in Taize
           fdl. Infanterie und 200 Feindfahrzeuge in Buxy. Der Feind greife demnach auf breiter Front an. Von Höhe 449 bis Chagny sei die eigene Front offen, da auch
           die Art.-Abt. noch nicht eingetroffen sei.
           Wegen der Position für die Nacht kann Ia dem IV.Luftw.-Feldkorps noch keinen Bescheid geben, daß hierüber noch weiterer Befehl der Armeegruppe abgewartet
           werden muß.
14.00 Uhr: Chef verständigt A.Pi.-Führer, daß General-Kdo.Dehner dringend Sprengmunition braucht. A.Pi.-Füher erwidert, daß Sprengmunition vorhanden, aber kein
           Transportraum gestellt werden kann.
           Chef betont, daß dieser von O.Qu. gestellt werden müsse.
           Frage nach Brückensprengung beantwortet A.Pi.-Führer damit, daß an der Saone alle Brücken gesprengt, am Doubs die Sprengungen im Gange seien.
           Die aufgefangene Pi.-Kp. behalte A.Pi.-Führer wegen des Sprengungseinsatzes.
14.05 Uhr: Ia bittet O 1 der Armeegruppe G, beim Chef der Armeegruppe G dahin vorstellig zu werden, daß alle Straßen im Raum Remiremont - Gerardmere - Colmar (einschl.)
           für die Armee freigehalten werden. Ia erbittet sofortige Verständigung nach Entscheidung.
14.07 Uhr: O.B. bespricht mit Ia 11.Pz.-Div. Feindlage, betont, daß die schwierigste Aufgabe z.Zt. Besancon sei. Dort dürfe Feind unter keinen Umständen durchbrechen.
           Die 159.I.D. werde zur Entlastung herangeführt. Auch die SS-Panzer seien nach Besancon unterwegs. Sie seien bereits von einem Pz.-Rgt. der Division vereinnahmt
           worden.
           Ia 11.Pz.-Div. betont, daß alles getan werden würde, was irgendwie gemacht werden könne.
14.15 Uhr: Chef - Kapt.Löffler (Kom.Adm.franz.Südküste) : Dienststelle Adm.franz.Südküste soll nach Belfort verlegen, dort alle erfaßbaren Einheiten zu Alarmeinheiten
           zusammenfassen gegen etwaige Luftlandetruppen.
15.20 Uhr: Ia /ll.Pz.Div. fragt Ia /AOK 19 was geschehen soll, wenn die Ablösung nicht kommt. Ia /AOK 19 sagt, daß alles getan wird, damit die Ablösung herankomme.
           Es handele sich um eine Schnelle Abteilung, 1 Sicherungs-Btl. und Teile der 159.Div. Sie sollen sich auf dem Gefechtsstand von Dehner melden, müssen von dort
           entsprechend eingewiesen werden. Ia/11. Pz.Div. meldet, daß sich der Feind laufend verstärkt und bereits 8 Geschütze festgestellt wurden.
           Ia/AOK 19 bittet zu klären, ob der Leutnant der die 8 Panther vereinnahmt hat, den Befehl des Oberscharführers wirklich nicht gesehen hat. Der Oberscharführer
           hatte schriftlichen Befehl von der Armee, zum IV.Luftw.Feldkorps zu marschieren. Ia/ll.Pz.Div. will das prüfen.
15.30 Uhr: Kommandierender General vom IV.Luftw.Feldkorps orientiert den Ia/AOK 19, daß der Feind in Corcelle nordwestlich von Chalon mit Infanterie und Panzern
           eingebrochen ist. Vom IV.Luftw.-Feldkorps wurde ein Gegenangriff aus westlicher Richtung angesetzt. In Chalon s.S. ist gleichfalls Gefechtslärm zu hören.
           6 Panzer sind über Kanalbrücke mit Infanterie gedrungen. Die dort vorhandenen 3 Panzerabwehrkanonen sind ausgefallen General Richter nicht auffindbar.
15.37 Uhr: Generaloberst Blaskowitz teilt dem Chef / AOK mit, daß er den Gedanken bezüglich der Brückenkopfbildung unter Führung von General Kniess für sehr gut halte.
           Der Brückenkopf solle unabhängig von der Weststellung aufgebaut werden. Beim LXIV.A.K. stehe viel Flakartillerie zur Verfügung, die auch ein gewisser Schutz
           gegen Luftlandung bilde. Sie sollen mit zur Brückenkopfbildung benutzt werden unter Heranziehung von Spezialisten.
           Die "Schmidt—Regimenter" gehören zum Arbeitsschutz der Weststellung und damit zum Reichsführer Himmler. Sie können nicht vereinnahmt werden. Der Brückenkopf
           soll militärisch vor Weststellung im Raum Belfort - Montbeliard ausgebaut werden. Genaues wird, noch Ia der Armeegruppe G durchsagen.
           Chef/AOK 19 orientiert Generaloberst Blaskowitz kurz über Lage bei Chalon s.S. und daß gegen erfolgten Einbruch bei Corcelle Gegenangriff läuft. Generaloberst
           Blaskowitz sagt, daß zur Auffrischung der Verbände der Armee die Armee an keine Kriegsgliederung gebunden ist. Sie soll ihre Einheiten auffüllen, mit den
           anfallenden, organisch nicht zu den Divisionen gehörenden Verbänden aller Wehrmachtteile.
15.50 Uhr: Ia gibt Befehl an Adjutant von Gruppe Degener, daß die Kampfgruppe Degener ab 19.30 Uhr sich in Dijon abmarschbereit halten soll. Zielangabe folgt.
           Der Ia Gruppe Degener kommt an den Apparat und teilt Ia/AOK 19 mit, daß noch 2 Btle. fehlen. Ia/AOK 19 entscheidet, daß versucht werden solle die 2 Btle.
           heranzubringen, die übrigen vorhandenen 3 Btle. müssten zu dem befohlenen Zeitpunkt abmarschbereit sein. Die 2 fehlenden Btle. würden dann evt. nachgeschleust.
15.58 Uhr: Kommandierender General / IV.Luftw.-Feldkorps fragt Ia/AOK 19, ob die neue Linie nicht direkt nach Chagny an den Fluß führen kann. Ia will dem Chef vortragen und
           dann Bescheid durchgeben.
16.30 Uhr: Ia/AOK 19 fragt Ia/LXIV.A.K.nach dem Gefechtsstand der 159.Div. Ia/LXIV.A.K. meldet, daß sich der Gefechtsstand bei St.Loup befinde und daß sich gerade ein
           Verbindungs-Offizier zu dieser Division beim Korps aufhalte. Er schickt ihn gemäß Anweisung Ia/AOK 19 sofort zum Empfang eines Befehls zur Armee.
16.42 Uhr: 0 1/11.Pz.Div. orientiert den Ia kurz über die Lage:
             Am rechten Flügel läuft die Bewegung planmäßig. Gegen Avanne wird ein Unternehmen gestartet. Gegen den Feind bei Baume les Dames wurde gleichfalls ein
             Gegenangriff unternommen. In diesem Ort sitzt das 4.tunesische Rgt. der 3.algerischen Division, wogegen das Feldersatz-Btl. mit Panzern angesetzt wurde.
             Der Gegner wehre sich heftig und es sei bereits zum Häuserkampf gekommen. Gegner sei zurückgewichen. Gefecht noch im Gange. Der Feind hatte gleichfalls die
             Höhen südlich des Ortes besetzt. Es soll mit Teilen von Hax am Südufer nachgestoßen werden Im Ort sind Teile der 11.Pz.Div. im Westen und Norden eingedrungen.
             Teile der 11.Pz.Div. haben im Norden von Besancon Rioz um 13.00 Uhr erreicht mit dem Marschziel l'Isle.
17.15 Uhr: Kommandierender General/IV. Luftw.-Feldkorps fragt Chef/AOK 19 ob die Linie des Korps nicht verkürzt werden kann, indem diese gleich von Palleau an den Fluß
           bei Chagny führe. Chef meint, das wäre eine Frage des Anschlusses.
           General Petersen weist darauf hin, daß ihn die neue Linie 1 Btl. koste. Chef sagt, daß durch die direkte Linie von Palleau nach Chagny der Bogen vom Doubs und
           Saone nicht überwacht wäre, sodaß der Feind übersetzen könne, ohne daß es bemerkt würde. Es soll die Brücke bei Verdun zerstört werden, Brückenkopf zurücknehmen
           und 1 Kp. bei Bragny belassen werden.
           General Petersen meldet noch, daß der Gegenangriff bei Corcelle an der Straße im Gange ist und daß General Richter wieder aufgetaucht wäre. General Petersen
           fragt, ob Chagny aufgegeben werden kann, um hinter den Fluß zu gehen. Chef will erst das LXIV.A.K. fragen ob deren Einheiten über Chagny marschieren.
           Ferner orientiert der Chef den Kommandierenden General, daß er sich darauf einrichten müsse, die 338. und. 198.I.D zu übernehmen.
17.25 Uhr: Chef/AOK 19 fragt Chef/LXIV. A.K. auf welcher Straße die Verbände des Korps marschieren. Chef /LXIV.A.K. meldet, daß die Verbände sich auf der Straße von Autun
           über Nolay nach Beaune bewegen.
17.45 Uhr: Ia/AOK 19 teilt Chef / IV.Luftw.-Feldkorps mit, daß dieses voraussichtlich morgen oder übermorgen 198. und 338.I.D. übernehmen müsse. Chef/ IV.Luftw.-Feldkorps
           weist darauf hin, daß das LXXXV.Korps dem IV.Luftw.-Feldkorps eine Nachrichten-Abteilung zurücklassen müsse, da sonst die Führung der beiden neuen Divisionen
           nicht möglich wäre. Das Korps hat zuviel Ausfälle an Nachrichtengerät. Ia/AOK 19 sagt, daß dieses erst mit Oberst Kutscher besprochen werden müßte.
           Ia: Wegen der Abkürzung der Linie hat der K.G. bereits mit dem Chef gesprochen und über weitere Absichten der Armee und über die Linie komme ein Armeebefehl
           heraus.
18.00 Uhr: Ia/AOK 19 gibt an Ia/LXIV.A.K. den Befehl, daß das II./221 in Marsch zu setzen ist über Dijon - Langres nach Bourbonne.
18.54 Uhr: Chef weist den Platzkommandanten von Belfort, Major Breuer, darauf hin, daß seine Leute unbedingt halten müßten und daß bereits Panzerkräfte von hier nach dort
           in Marsch gesetzt wären. In jedem Falle ist solange zu halten, bis die dort eintreffen.
19.05 Uhr: Ia/ll.Pz.Div. orientiert kurz den Ia/AOK 19:
             Baume les Dames bereinigt. Um 17.30 Uhr im Raum südostwärts von Besancon starke Angriffe im Höhengelände. Bei Avanne konnte nichts unternommen werden.
             Es wird wohl ein kleiner Vorstoß laufen um zu sehen wie stark der Gegner dort ist. Am Tage laufend Angriffe gegen die Stellung von Hax, die aber im
             wesentlichen abgeschlagen wurden.
             Gefechtsstand, macht Stellungswechsel und wird versuchen über Belfort Anschluß zur Armee zu bekommen.
             Ia/ll.Pz.Div. bittet nochmals darum, daß die ablösenden Infanterie-Teile rechtzeitig kommen. Ia/AOK 19 teilt mit, daß bereits 1 Offizier vorausgeschickt
             wurde, um das Heranbringen dieser Teile zu gewährleisten.
19.15 Uhr: Ia/Armeegruppe G gibt dem Ia/AOK 19 die Entscheidung der Armeegruppe G durch:
             Die Schnelle Abteilung ist umgehend zu 666 in Marsch zu setzen; wenn sie unterwegs ist, soll sie weitermarschieren. Die zweite Schnelle Abteilung kann die
             Armee behalten, dafür muß jedoch das II./221 sofort in Marsch gesetzt werden, Ia/AOK 19 meldet, daß sich die Schnelle Abteilung 608 bereits in Mirecourt
             befände und daß die andere Schnelle Abteilung bei der Armee gebunden sei. Das Btl. 221 hat bereits den Befehl zum Abmarsch erhalten, jedoch unter der
             Voraussetzung, daß die Armee auch die zweite Schnelle Abteilung behalten dürfe. Ia/Armeegruppe G sagt, daß das nicht in Frage komme, da diese Abteilung im
             Norden gleichfalls dringend benötigt werde.
19.20 Uhr: Ia teilt dem Chef /AOK 19 die Entscheidung der Armeegruppe G mit.
20.04 Uhr: Kom.Gen. IV.Lw.Feldkorps berichtet Ia/AOK, daß nördlich Chalon bei Farges 10 feindl. Panzer und 10 Pz.Spähwagen mit aufgesessener Inf. durchgebrochen seien.
           Die Pz.Abwehrwaffen. seien ausgefallen.
           Kommandierender Gen. fragt, ob das Korps unter diesen Umständen auf Chagny zurückweichen solle. Chagny scheine auf alle Fälle für morgen das Ziel der feindl.
           Panzer zu sein.
           Ia weist darauf hin, daß spätestens heute nacht die schn. Abteilung nach dort komme, sie habe SFL- und andere Pak bei sich. Die Abteilung müsse bereits bis
           gegen Mitternacht dort sein, sie komme von 15 km westl. Autun und sei als Nahtreserve des Korps gedacht. Wegen weiteren Absetzens des Korps komme morgen Befehl
           mit Karte.
20.58 Uhr: Ia/LXIV.A.K. meldet 0 1/AOK., daß II./221 wie befohlen nach Bourbonne zur 16.I.D. heute abend in Marsch gesetzt worden sei.
21.05 Uhr: Ia/IV.Lw.Fk. meldet Ia/AOK., daß Pi.Kp.338 hen Befehl habe, alle Saone-Brücken zu sprengen. Das ginge mit Rücksicht auf die Marschbewegungen z.Zt. jedoch
           noch nicht.
           Die Brücken bei St.Johann und bei Serre sowie die, wo die Gruppe Becker übersetzen wolle, müssen unbedingt noch erhalten bleiben.
           Ia betont demgegenüber, daß der Sprengauftrag nur für bestimmte einzelne nicht mehr benötigte Brücken gegeben worden sei. Er werde die Angelegenheit sofort
           durch Rücksprache mit A.Pi.Fü. überprüfen.
           Ia/IV.Lw.Fk. weist darauf hin, daß die Angelegenheit sehr eilig sei, weil die Sprengungen bereits um 22 Uhr erfolgen sollen.
21.55 Uhr: Chef AOK.19 will Chef Gen.Kdo.Dehner sprechen, LdN meldet jedoch, daß z.Zt. keine Verbindung dorthin bestehe, weil das Kabel durch eine von unseren Pionieren
           durchgeführte Brückensprengung zerstört sei.
22.18 Uhr: Chef gibt L.d.Fu. folgenden Funkspruch für 11.Pz.Div. auf:
            "Abendluftaufklärung zeigt starke Mot-Kolonnen von Baume les Dames bis Pontarlier. Feindschwerpunkt morgen im Baume les Dames und vielleicht Montbeliard.
            Baume les Dames unbedingt stark machen! AOK.19/Ia, takt.Zeit 22.23 Uhr. Funkspruch ist sofort als Kr.C. durchzugeben.
22.55 Uhr: Ia Armeegruppe gibt Ia AOK. folgende Feindorientierung: Es besteht derEindruck, daß 12.amerik. Panzer-Div. über Epinal in den Raum Straßburg zu stoßen
           beabsichtige.
           Ia Armeegruppe weist darauf hin, daß LXVI.A.K. sich beschwere, daß AOK.19 Teile der 16.I.D. festhalte. Es sei jetzt erforderlich, nichts mehr auseinanderzureißen.
           Die Meldung Marschverlegung ist bei der Armeegruppe eingetroffen.
           Die Frage des Ia Armeegruppe, ob Entscheidung über schn. Abteilung beim AOK. eingegangen sei, wird bejaht!
           Ia/A.O.K. weist darauf hin, daß zur Feindlage z.Zt. nichts Neues zu melden sei. Die Abendmeldung sei unterwegs.
           Baume les Dames sei bereinigt, jedoch zeichne sich bereits ein neuer Stoß des Feindes in dieser Richtung ab.
23.15 Uhr: Chef fragt Ia, ob der Funkspruch von 12.31 Uhr abgesetzt und die Feindaufklärung dem Gen.Kdo.Dehner gefunkt worden sei. Ia wird sofort das Erforderliche
           veranlassen.
23.17 Uhr: L.d.N. meldet Ia, daß z.Zt. keine Verbindung zur Gruppe Dehner bestehe.
23.40 Uhr: Ia fragt L.d.N., ob Spruch Feindaufklärung abgesetzt sei. Antwort: Wird gerade befördert. Ia befiehlt Meldung, wann Spruch abgesetzt.
23.45 Uhr: Ia gibt A.Nafü. folgenden Befehl des O.B. bekannt: A.Nafü. soll persönlich prüfen und melden, daß Funkspruch an ll.Pz.Div. und Gen.Kdo.Dehner bezüglich
           Feindaufklärung abgesetzt sei.
 
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