| Kriegstagebuch November 1943 | |
| 8.11.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: -Seite fehlt- Gut, daß es schon dunkel wird. Aber es wird immer hitziger gekämpft. Wir feuern auf das Münungsfeuer, die Russen tun es ebenso und erzielen Treffer auf Treffer! Infanterie ist im Nahkampf verwickelt. Mittlerweile ist es dunkel geworden, daß man nicht einmal wieder den Nachbarwagen sehen kann. Ich halte unsere Gruppe eng zusammen und vergewissere mich ständig, ob sie da sind. Wir kennen uns an der bestimmten Folge von Feuerstößen aus dem MG, so behalten wir auch eine Richtung bei.-- Der Funk täuscht über die Entfernung hinweg. Rupprecht fuhr noch nie ein Nachtgefecht und er ist auch nur noch im Funk zu hören, geforderte Blinkzeichen mit der Tschenlampe kann ich auch schon nicht mehr erkennen, so weit weg muß er sein. Da gibt er 5 lange Feuerstöße aus dem MG, jetzt erst weiß ich die Richtung, wo er steht. Er hat die Orientierung verloren, hat aber glücklicherweise einen Infanteristen erwischt und weiß ungefähr, daß er in der vorderen Linie steht. Fünf Stunden dauerte das Gefecht, jetzt ist es 22 Uhr, das Infanteriefeuer ist abgeebbt, nur Artillerie und Granatwerfer schießen noch. Zwei Kilometer Gelände haben wir gewonnen, die Lücke ist geschlossen. Wir haben unseren Auftrag erfüllt und fahren zurück. Die Kommandanten führen zu Fuß ihre Kampfwagen durch Blinkzeichen dicht aufgeschlossen, ich hatte mir bei Angriffsbeginn zwei Riesenbrände als Orientierung gemerkt finde deshalb auch jetzt den Weg zum Gefechtsstand ohne weiteres. Meine Verwundung macht sich bemerkbar, ich habe starke Kopfschmerzen. Der Spieß bringt uns Glühwein zum Trinken, einen halben Liter kippe ich fast in einem Zug hinunter. Rupprecht bestellt Ablösung für mich, beim Morgengrauen trifft sie ein, ich kehre zum Troß zurück und begebe mich in ärztliche Behandlung. Die Absichten des Gegners zeichnen sich immer deutlicher ab. Artillerie- und Panzermassierungen am jesneitigen Ufer des DNjepr. |
| 9.11.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Gegen 8 Uhr setzt ein fast 2 stündiges Trommelfeuer ein, das von uns im Anschluß daran ebenso heftig und anhaltend erwidert wird. Iwan greift mit etwa 200 Panzern, 30 Sturmgeschützen und 12 Divisionen an. Unsere 15 im Einsatz stehenden Kampfwagen weichen nicht einen Schritt zurück und schießen insgesamt 106 Feindpanzer bei dri eigenen Totalausfällen ab. Im Korpsbereich werden 186 Feindpanzer vernichtet. Lt.Eichler schißt alleine dreißig ab! Die Kampfgruppe Eichler 56, Lt.Fehrmann 26, Lt.Seifert 19. |
| 10.11.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Verlegung in den Wald von Neu Barssuk, durch Bomben fällt Uffz.Wittwer. |
| 11.11.1943 | |
| 12.11.1943 | |
| 13.11.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Die Russen sind durchgebrochen, unsere Einsatzteile in alle Winde verstreut. Zu Steußloff besteht keine Verbindung, er ist durch Mittelwellen nicht zu erreichen. Der G I macht wieder Stellungswechsel, im Lager des Dinafü ziehen wir unter. |
| 14.11.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Alarmkompanie ist wieder aufgestellt mit Lt.Adler, Lt.Jahn sofort -unleserlich- Jahn greift an und verliert fast due Hälfte seiner Leute, er selbst wird verwundet. Ich erhalte Bescheid, daß mein Gesuch um Versetzung zur Heeres-Veterinär-Akademie nicht genehmigt ist. |
| 15.11.1943 | |
| 16.11.1943 | |
| 17.11.1943 | |
| 18.11.1943 | |
| 19.11.1943 | |
| 20.11.1943 | |
| 21.11.1943 | |
| 22.11.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Weiterer Rückzug bis in die Nähe von Kalinkowitschi. Ich habe Auftrag, beschädigte Panzer nach Deutschland zu verladen, was mit einigen Schwierigkeiten gelingt. |
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