| Kriegstagebuch Oktober 1943 | |
| 26.10.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Abmarsch auf der Rollbahn ca. 75km nach Norden, Malischew 3km ostw.Cholniki. |
| 27.10.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Auf der großen Pflaster-Rollbahn in ein Waldstück SW Litischiny, 35km südl.Retschitza. Dort Bildung neuer Kampfgruppen, 4.u.5.Kp. Olt.Rupprecht, -unleserlich- und 8.Kp. Lt.Arius. |
| 28.10.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: Zur Kampfgruppe Rupprecht. 12 Uhr Abmarsch über -unleserlich- Prokissel. Angriff auf Lipnjaki wird gestartet, ich links, Rupprecht rechts der Straße. Mit Kluge und Schwarzenberg verläuft die Sache glänzend, die Infanterie kommt trotz ziemlich heftigem Widerstandes gut nach, die russ. Infanterie läuft uns direkt in die Garben. Aus allen Waffen feuernd brausen wir im Karacho in das Dorf, wo sich der Widerstand sponat versteift, Pak, Panzerbüchsen und Granatwerfer schießen rasend, wir nehmen dauernd Stellunsgwechsel vor, alle Luken dicht. Schwarzenbergs Funker hat den Sender laufen, der ganze Funkverkehr geht durcheinander und unser Angriff mit, weil alle Fahrer darauf reagieren, was Schwarzenberg seinem eigenen Fahrer oder Richtschützen befiehlt. Endlich habe ich Müller Jupp, der mich heute fährt, so weit, daß er den Sender Kopfhörer abnimmt und dicht an Schwarzenberg ranfährt. Aus dem Turm schauend schreie ich ihm zu, daß er den Sender abstellen lasse. Bei dieser Gelegenheit kriege ich ein paar Splitter in den Kopf, ich sause auf meinen Sitz zurück der Schädel brummt gewaltig. Zierke holt gleich das Verbandspäckchen vor, aber es blutet kaum. Der Angriff wird zu Ende gefahren, es wird ohnehin schon dunkel. Durch Leuchtzeichen unterrichte ich mich über den Standort Rupprechts und stoße zu ihm zur Versorgung. |
| 19.10.1943 | privates Tagebuch
5./Pz.Rgt.25: In der Nacht zittern wir vor Kälte, keiner kann schlafen. Wir lassen den Motor laufen und setzen uns aufs Heck, da friert man nicht gar so entsetzlich. Um 6 Uhr wieder Angriff. Meine Gruppe am linken Flügel. Angriffswetter ist günstig durch den Morgennebel. Eine halbe Kompanie Russen türmt Richtung Lipnjaki über die Straße, ich setze ihnen mit meiner Gruppe nach und stehe vor drei T 34. Gleichzeitig eröffnen wir das Feuer, doch keiner trifft bei diesem Nebel. Die beiden anderen lasse ich sichern und feuern, mit meinem Wagen veruche ich näher ranzukommen. Die Iwans bemerken dies udn setzen auch zurück. Das Spiel geht ein paar Kilometer weit, bis ich mich mitten unter einem Haufen Russen befinde, die schleunigst türmen. Aber das Gelände bietet hier keine Deckung. Einer nach dem anderen kippt, wir stehen und feuern so lange bis sich keiner mehr rührt. Dann walzen wir die vier Granatwerfer, die da stehen in den Boden.- Der Anschluß an die Gruppe Rupprecht ist bei dieser Jagd verloren gegangen, wir drehen in die Richtung ab, wo er jetzt sein muß, wenn er vorwärts gekommen ist. Unterwegs nehmen wir noch 4 sMGs unter die Ketten und stoßen an der Straße auf -unleserlich- der sich bereits mit der von Westen her angreifenden Gruppe Arius vereinigt hat. Das Angriffsziel ist erreicht. Das steht nun der ganze Haufen und "sichert". Unmöglich hier stehenzubbleiben, wenn der Nebel weggeht, haben wir den ganzen Zauber auf dem Hals. Ich schlacge vor, in Deckung zurückzuziehen oder weiter anzugreifen, bis eine günstigere -Seite fehlt- |
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