| Kriegstagebuch Juli 1941 | |
| 28.7.1941 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Mit Lastkraftwagen (LKW) über Berditschow, Bjelaja Zerkow nach Zaskow zugeteilt zum II. Bataillon des Schützenregiments 64 der 16. Panzerdivision. Divisionskommandant: Generalmajor Hube, der „einarmige General“. Zusammensetzung der Division: 1 Panzerregiment, 2 Schützenregimenter, 1 Kradschützenbataillon, 1 Aufklärungsabteilung; außerdem Flak- und Artillerieabteilungen. Mit Fw. Wurst, Uffz. Fritz, Busch (11/420); dem feinen Kameraden Paul Seiffer, Christian Kraft, Albert Schreiber, Hermann Söll, Alois Seiff; mit Aunner und Bertsche, dem einwandfreien Wilhelm Roth der 7./64 zugeteilt. Ich selbst kam als MG-Schütze 1 in die 1. Gruppe des I. Zuges, den Lt. Becker führt. Gruppenführer Uffz. Walter. Nun bin ich in meinem Element. Der Schwung der motorischen Bewegung, das attackenmäßige der Kampfesweise, das kühne Durchstoßen und Anfassen harmoniert mit meiner sportlichen Veranlagung und ich bin schon am 1. Tag begeistert. Allerdings: Wir marschieren noch ohne Feindberührung!! Die eigentliche Bewährungszeit fängt für mich nun erst an. Seither schwere körperliche Strapazen, kaum seelische Belastung durch schwere Kämpfe. Ich bin gewiss, dass ich auch sie meistere. Nur der Gedanke an Rosel mit dem Buben und an die Eltern macht mir und wird mir zu schaffen machen. Wäre ich allein, rücksichtslosestes Draufgängertum wäre meine Devise. |
| 29.7.1941 | |
| 30.7.1941 | |
| 31.7.1941 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Der Marsch ohne Feindberührung geht weiter. Es ist schon so: Tempo, Schwung. Wir schlafen und essen, rauchen und lesen im Fahren. Ob wir wohl von den Protzen aus kämpfen? (Protzen sind unsere Gefechtsfahrzeuge). |
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