Panzerregiment 10
Kriegstagebuch    Befehle    Gliederungen    Zustandsmeldungen   Stellenbesetzungen   Ersatz/Verluste   Material/Ausrüstung


Befehle Panzerregiment 10 September 1939
13.9.1939

                                                            Korpsbefehl (I.A.K.) für die Abriegelung Warschaus nach Osten

1.) Feind: im Rückzug aus Warschau nach Südwesten.
2.) I.A.K.: riegelt Warschau nach Osten ab u.verhindert ein Ausbrechen des Feindes.
3.) Es sperren ab:
    217.Div. am Rzadza-(?) Struga-Abschnitt von der Einmpdnung in die Weichsel bis Zawody (?).
    1.Kav.Brig. anschließend bis zum Eisenbahnkreuz bei Jasieni...unleserlich..
    M.G.Btl.9 anhschließend entlang der Eisenbahn bis Ludwiniakow.
    61.Div. anschließend über Gezdziewka - Chrosla - Celinow.
    11.Div. anschließend über Glinianka - Pogorze.
    Verband Wagner anschließend über Karezew bis zur Weichsel.

4.) Trennungslinie zwischen:
    a) 217.Div. u.1.Kav.Brig.: Slopsk (K.B.) - Dabrowka (K.B.) - Radzymin (217.) - Struga (K.B.) - Straße nach Praga (217.).
    b) 1.Kav.Brig.u.M.G.Btl.9: Eisenbahnlinie Tluszez - Warschau.
    c) M.G.Btl.9 u.61.Div.: Debre (61.) - Rzadza (61.) - Wola Reczajska (M.G.9) - Ossow (61.) - Zielonka.
    d) 61.Div. u.11.Div.: Ceglow (11.) - Zamienic (61.) - Celinew (61.) - Duchnow (61.) - Zielona (61.) - Czaplowizna (11.) - zweite Straßenbrücke über die
       Weichsel in Warschau von Norden (61.).
    e) 11.Div.u.unterstellten Teilen Verband Wagner: Nach näherer Anordnung 11.Div.
5.) Erdaufklärung - in den Streifen bis zur Weichsel. Einzelne Vorstöße durch Oanzer. Es ist festzustellen, ob das Ostufer noch feindbesetzt ist.
    Luftaufklärung bis zur Weichsel sowie bis zur Linie Gora Kalwaria Siedlce.
6.) Flakschutz wie bisher.
7.) Korpsartillerie mit Bb.Abt.11 bleibt mit Masse hinter 11.Div. mit TZeilen hinter 61.Div.
8.) Korpsreserve verst.I.R.151 verbleibt Strachowka, mittlere Pz.Kp.I./Pz.Rgt.10 Lechow.
9.) Korps-N.A.41 behält ihre Aufgaben.
10.)K.Gef.St.Dobre, dorthin Befehlsempfänger u.Meldung der Stabsquartiere.
 
15.9.1939

                                                                            Korpsbefehl für den Angriff auf Praga

1.) Feind.Vortruppen wurden heute vom I.A.K. auf die ausgebaute Brückenkopfstellung bei Praga zurückgeworfen.
2.) I.A.K. greift links neben II.A.K. am 16.9. 9.00 Uhr die fdl.Brückenkopfstellung an. Angriffsziel: Das Ostufer der Weichsel.
3.) Gliederung wie bisher: 1.K.B., 61., 11.Div.
    Trennungslinie zu II.A.K.: Radzymin - Drewnica (2km nördl.Zielonka) (Orte für II.A.K.) - Straßenkreuz Zacisze - nördliche Eisenbahn- u.Straßenbrücke.
    Zwischen 1.K.B., 61.Div. u.11.Div., wie bisher.
4.) Zeitliche Regelung der Angriffvorbereitungen.
    Ab 7.30 Uhr unauffälliges Einschießen der schw.Waffen.
    8.50 bis 9.00 Uhr zusammengefaßtes Artl.Feuer mit Masse auf erkannte fdl.Verteidigungsanlagen, mit Teilen auf erkannte fdl.Batterien, mit 10cm u.15cm Feuerschläge
    ins Hintergelände.
    9.00 Uhr Beginn des Inf.Angriffs unter Zurückverlegen des Artl.Feuers u.Blenden erkannter fdl.B-Stellen sowie rückwärtiger Verteidigungsanlagen auch auf dem
    linken Weichselufer.
5.) Korpsartillerie-Regiment 501 dem II./A.R.37 von der Armee nach Stanislawow zugeführt werden soll, wird im Abschnitt der 11.Div.eingesetzt.- 1 Artl.Flieger
    steht ab 7.30 Uhr abrufbereit zur Verfügung.
6.) 1.Kav.Brig. II.A.K. ist gebeten, Fort XIII niederzuhalten. Mit 217.Div.ist Verbindung in Marki aufzunehmen u.zu halten. Für den Fall, daß 1.K.B.das Weichselufer
    früher als II.A.K. erreicht, ist die nördlichste Weichselbrücke zu besetzen u.die Sprengung durch den Feind zu verhindern.
    61.Div. besetzt nach gelungenem Angriff die 2.Weichselbrücke von Norden.
    11.Div. besetzt nach gelungenem Angriff die beiden südlichen Brücken und hilft 61.Div.notfalls durch Eindrehen rückwärtiger Teile vorwärts.
7.) Aufkl.Staff.2.(H)/Tannenberg behält Aufklärungsauftrag wie bisher u.hält ab 7.30 Uhr ein Flugzeug für Korps-Artl.Rgt.startbereit. Wichtig ist,
    das Auftreten neuer fdl.Battr´n auh auf dem Westufer festzustellen. Die Angriffbewegungen des I. u. II.A.K. sind zu überwachen. Das Gen.Kdo. ist auf
    dem Laufenden zu halten.
8.) II./Flak 11 behält den Schutz der Korps-Artl.
9.) I./Pz.Rgt.10 bleibt einsatzbereit bei Duchnow. Verb.Offz.zum Gen.Kdo.
10.) Korpsreserve, verst.I./I.R.151 verbleibt Stanislawow. Sie sichert die Nachschubstraße des I.A.K.
11.) Korps-N.A.41 behält bisherigen Auftrag.
12.) K.Gef.St.: Schule Salejowek.
 
I.A.K. an I./Pz.Rgt.10 16.9.1939 1.00 Uhr
An I./Pz.Rgt.10
Zu einem Sonderauftrag stehen am 16.9. - 5.30 Uhr 2 mittlere Kampfwagen an der Straßengabel Minsk - Praga un Lipowne(?) - Praga (1km südlich Zwir(?))
Führer meldet sich 5.30 Uhr im Korps H.Qu. Schuile Salejowek.
 
Gen.Kdo.I.A.K.                                                                                                          K.H.Qu.Sulejowek, 16.9.39
Ia            

                                                          Korpsbefehl für die Säuberung von Otwock

1.) Am 15.9. gegen 8.00 Uhr wurden einige Lkw.der 11.Division auf der Fahrt nach Jablenna nach Karczew bei der Durchfahrt durch Otwock am Bahnübergang
    aus dem Hinterhalt beschossen. Zwei Oberfeldwebel wurden getötet, ein dritter Soldat verwundet.
2.) Zur Unterbindung von Wiederholungen werden aus den in der Nähe des Tatortes gelegenen Häusern 100 männliche Personen als Geiseln festgenommen.
3.) Mit der Festnahme der Geiseln wird Major Källner beauftragt.   
     Ihm stehen dazu zur Verfügung:
      a) Radfahr-Schwadron und sonstige erforderliche und im Wechselschutz entbehrliche Teile der A.A.11.
      b) Teile der I./Pz.Rgt.10.
    Versammlung der ganzen Abteilung nach Anordnung von Major Källner.
4.) Ausführung:
    a) Der Tatort ist im Umkreis von etwa 500m abzuriegeln. Aus dem eingeschlossenen Raum sind 100 nationalpolnische Männer aller Berufe als Geiseln
       festzunehmen. Ist die Zahl 100 Geiseln nicht aufzubringen, so ist in dem nächstgelegenen Ortsteil ebenso zu verfahren, bis 100 Geiseln
       zusammengebracht sind.
    b) Von den festgenommenen Geiseln ist eine namentliche Liste anzufertigen; sie muß enthalten:
              Vor- und Zuname:
              Konfession:
              Geburtsdatum:
              Geburtsort:
              Nationalität:
              Beruf:
              Wohnort:
              Verheiratet?
    c) Ein hierfür geeignet erscheinender Mann der Geiseln ist mit folgender Weisung zum Bürgermeister von Otwock und zu den Bürgermeistern der übrigen Gemeinden
       in den Raum Karczew - Kolbiel - Eisenbahn Misnk - Warschau Weichsel zu entsenden. Er hat nachstehende Bekanntmachung den Bürgermeistern zu übergeben:

                                                                   Bekanntmachung an die Bevölkerung:

 1.) Das deutsche Heer kämpft gegen die polnische Wehrmacht, aber nicht gegen die Bevölkerung. Das Völkerrecht verbietet der Bevölkerung die Beteiligung am Kampf.
     Wo sie dagegen verstößt, wird sie die Schwere der Kriegsgesetze treffen.
 2.) Am 15.9.39 wurde in Otwock an der Kreuzung der Eisenbahn Warschau - Lublin mit der Straße Jablenna - Karczew aus dem Hinterhalt auf einige Lkw.des deutschen
    Heeres von Zivilpersonen geschossen.
 3.) Da die Schuldigen nicht sofort gefaßt werden konnten wird verfügt:
      a) Die Schuldigen sind der nächsten deutschen Militärbehörde auszuliefern.
      b) Solange die Schuldigen nicht ausgeliefert sind, bleiben alle Geiseln in Haft.
      c) Für jeden in Zukunft aus dem Hinterhalt erschossenen deutschen Soldaten werden 10 Geiseln für jeden aus dem Hinterhalt verwundeten deutschen Soldaten werden
         5 Geiseln erschossen.

                                                              Der Kommandierende General der deutschen Truppen vor Praga
                                                              Hauptquartier, den 16.9.39.
      d) Alle Geiseln sind sicher unterzubringen, zu bewachen u.zu verpflegen. Es ist Vorsorge zu treffen, daß Befreiung von innen oder außen ausgeschlossen ist.-

5.) Beendigung der Festsetzung ist dem Gen.Kdo. zu melden.
Anlage Bekanntmachung in polnischer Sprache
 
I.A.K.                                                                                                  K.Gef.St.Sulejowek, den 18.9. 23.00 Uhr
Ia

An I./Pz.Rgt.10 in Duchnow

1.) I./Pz.Rgt.10 wird Kdr.verst.I.R.23 unterstellt und steht in und um Duchnow am 19.9. 6.00 Uhr einsatzbereit.
2.) Kdr.I./Pz.Rgt.10 meldet sich 5.00 Uhr auf Rgt.Gef.St. I.R.23 an Straßengabel Zakret.
 
Gen.Kdo.I.A.K.
Ia                                                                                                             K.H.Qu.Sulejowek, den 19.9.39

An
61.Division
11.Division
Artl.Stab 501
I./Pz.Rgt.10

Aufgaben für 19. und 20.9.39

1.) Es kommt darauf an, dem Feind so viel wie irgend möglich Abbruch zu tun und den späteren Angriff auf Praga mit allen Mitteln vorzubereiten und die
    Vorbereitungen so zu fördern, daß der Angriff jederzeit befohlen werden kann.
2.) Das Zermürbungsfeuer auf die feindl.Stellungen ist planmäßig fortzusetzen. Außerdem ist am 20.9. von 9.00 bis 9.20 Uhr ein starker Feuerschlag
    aller Batterien auf die feindl.Stellung zu legen.
3.) Einzelaufgaben:
    a) Die Infanterie hat die Nacht 19./20.9. und den Feuerschlag am 20.9.vormittag zur Durchführung von Stoßtruppunternehmen, zur Einbringung von Gefangenen,
       zur Stellungsverbesserung, zur Aufklärung des genauen Verlaufs der feindlichen HKL, und zum näheren Heranschieben an diese auszunutzen.
    b) Die Artillerie hat planmäßig die feindliche Artillerie und Flak niederzukämpfen, die feindlichen Verteidigungsanlagen zu zerschlagen, den feindlichen
       Eisenbahn- u.Straßenverkehr über die Weichsell zu unterbinden und zahlreiche Wechselstellungen zu erkunden.
    c) Die Panzer haben die Verwendungsbereitschaft möglichst zahlreicher Fahrzeuge wieder herzustellen und im Abschnitt beider Divisionen Anmarschwege u.
       Einsatzmöglichkeiten zu erkunden. Dabei ist nicht allein der Einsatz geschlossener Einheiten, sondern vor allem auch der Einsatz von einzelnen Panzern
       in Verbindung mit Infanterie und Pionier-Stoßtrupps zu berücksichtigen.
    d) Die Panzerabwehrtruppen sind nicht allein rein defensiv zur Panzerabwehr sondern auch mit starken Teilen zum Niederkämpfen von Nestern, Bunkern,
       Schartenständen u.ä.einzusetzen.
    e) Die Pioniere haben das Zusammenarbeiten mit der Infanterie bei Stoßtruppunternehmen, auch mit Flammenwerfern zu üben.
    f) Alle Waffen haben für ausreichende Reserve-Munitionsvorräte für den Angriff auf Praga zu sorgen.
4.) Neue Grenze zwischen 61.u.217.Division:
    Die Eisenbahn Bialystok-Praga bis zum Bahnhof- zweite Weichselbrücke von Norden (einschl.für 61.).
 
A.O.K.3                                                                                                        A.H.Qu.Ostrow Maz., 19.9.39
Ia 126/39 geh.

                                                                         Operationsbefehl Nr.19

1.) Gegner hält noch Modlin, Nowy Dwor und Warschau mit Vorstadt Praga Warschau ist im Süden durch eigene Sicherungen in der Linie Zawady - Wilanow - Südrand
    Stadtteil Wlochy - Straßenkreuz (2km nordwestl.Wlochy) abgeschlossen.
    Im Raume südl.Modlin sind die Verhältnisse noch nicht geklärt.
2.) a) 3.Armee nimmt am 22.9. Praga, Modlin und Nowy Dwor bleiben abgeschlossen gegen Süden und Südosten wird gesichert.
    b) Bis zum 21.9. mittags sind die Vorbereitungen für den Angriff abzuschließen. Der Gegner ist durch lebhafte Feuertätigkeit aller Waffen und durch kurze
       gemeinsame Feuerüberfälle des II. und I.A.K. über den Zeitpunkt des Angriffsbeginns zu täuschen und weiter zu zermürben. Erkannte fdl.Batterien und
       Zufahrtswege sind zu bekämpfen. Durch beobachtetes Einzelfeuer sind fdl.Widerstandsnester planmäßig zu zerstören. Die lebenswichtigen Betriebe,
       Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke (siehe Stadtplan Nr.5, 6, 102, 103) sind zu zerstören. Durch Stoßtruppunternehmungen auf der ganzen Front ist die
       Stellung und deren Besetzung zu erkunden, Gefangene sind einzubringen.
3.) a) II.A.K. hält Modlin und Nowy Dwor weiter abgeschlossen, die Artilleriebekämpfung ist fortzusetzen, jede Gelegenheit, sich durch schnelles Zupacken in den
       Besitz der Festungswerke zu setzen, ist auszunutzen. Mit der Masse stellt sich II.A.K. gegen den Nordteil, I.A.K. gegen den Südteil von Praga bereit.
    b) Trennungslinie: Bahnlinie Bialystok - Warschau, Nordrand des Ostbahnhofes in Praga, 2.Weichselbrücke von Norden (für I.A.K.).
    c) Führungsstab z.b.V. sichert nach Süden und Südosten in Linie Karczew - Siedlce. Die Säuberungsaktion ist fortzusetzen.
    d) Nachschubstraßen: Bis Lochow für I.A.K. und Führungsstab z.b.V., ab Lochow Straße nach Minsk Maz.für I.A.K., die ostw.führenden Straßen für
       Führungsstab z.b.V.
4.) Gefechtsstände ab 21.9. mittags:
    A.O.K.3: Kobylka (westl.Wolomin).
    I.A.K.: Sulejowek
    II.A.K.: Stanislawow (10km südl.Zegrze).
    Führungsstab z.b.V.: Janow (5km ostw.Minsk Maz.)
5.) Kräfteverteilung:
    a) II.A.K.: verst.Pz.Div.Kempf
                228.Div.
                32.Div.
                217.Div.
                1/3 12.Div.
                Art.Kdeur.2
           schw.Artl.: Artl.Rgts.Stäbe 603, 606
                       Artl.Abteilungen 436, 601, 602, 604
                       II./A.R.38, II./A.R.47
                       B.Abt.12
   b) I.A.K.: 61.Div.
              1/3 1.Div.
              11.Div.
              Artl.Kdeur.General Herzog
          schw.Artl.: Artl.Rgts.Stäbe 501 und 511
                      Artl.Abteilungen 506, 526, 536
                      II./A.R.37, II./A.R.57, II./A.R.58,II./A.R.68
                      Mörserbatterie
                      B.Abt.1 und 11.
     Die Versärkungsartillerie wird durch A.O.K.3 zugeführt.
     Panzerkräfte:
      II.A.K.: Pz.Rgt.7
       I.A.K.: I./Pz.Rgt.10

     Pionierstoßtrupps mit Flammenwerfern sind von den Generalkommandos zu bilden, außerdem wird Oberst Medem einen Stoßtrupp aus Pi.Btl.41 bilden und dem
     I.A.K. zuführen.
     Abgabe und Zuführung der 1/3 12. und 1/3 1.Div. (je ein Inf.Rgt., eine leichte Abteilung, eine schw.Artl.Abgteilung und Pioniere- und Nachrichtenkräfte)
     ist zwischen den Korps unmittelbar zu regeln.

  c) Führungsstab z.b.V.: 2/3 1.Div.
                          2/3 12.Div.
                          1.K.B.
                          A.A.(mot)1.
     Führungsstab z.b.V. zieht 1.K.B. und A.A.(mot)1 die ihm unterstellten werden, nach Kaluszyn heran.
6.) Der Befehl über die Durchführung des Angriffs und den Angriffsbeginn folgt.
7.) Aufklärung des I.A.K. und II.A.K. im Rahmen ihres Kampfauftrages. Führungsstab z.b.V.klärt auf bis zur Linie Garwolin - Lukow - Drohiczyn.
8.) A.H.Qu.Ostrow Maz.Befehlsstand ab 21.9. mittags Kobylka.

Besondere Anweisungen zum Operationsbefehl Nr.19
1.) Dem I.A.K.werden unterstellt:
    Artl.Kdeur.z.b.V.A.O.K.3
    Artl.Rgts.Stab z.b.V.511
    II./A.R.57, II./A.R.48, II./A.R.68
    Mörserbatterie Bech
    Sie werden dem I.A.K.am 20.9.nach Minsk Maz.zugeführt, Kommandeure sind zum Korpshauptquartier nach Sulejowek vorausbestellt.
2.) Dem A.O.K.3 (Pi.Offz.) wird ab 19.9.abends Pi.41 unterstellt. Arm.Pi.Offz.stellt aus =i.41 Stoßtrupps in Zugstärke zusammen, die dem I.A.K.
    unterstellt werden. Einzelheiten regelt Arm.Pi.Offz.mit I.A.K.
3.) B.Abt.1 wird durch Führungsstab z.b.V.dem I.A.K.im Laufe des 20.9.nach Minsk Maz.zugeführt und unterstellt. Führer ist zum Korpshauptquartier nach
    Sulejowek vorausbestellt.
 
I.A.K. an I./Pz.Rgt.10 21.9.39
Für den bevorstehenden Angriff auf Praga unterstellt I./Pz 10
der 61.Div.:  2 m
             16 l Kampfwagen
der 11.Div.:  1 m
             17 l Kampfwagen
Meldung der Führer am 21.9. bis 14.00 Uhr bei den Divisionen zur Einweisung.
 
Gen.Kdo.I.A.K.                                                                                                     K.H.Qu.Sulejowek, 21.9.1939
Ia Nr.115/39 geh.

                                                                    Korpsbefehl für den Angriff auf Praga

1.) Feind hält noch Modlin, Nowy Dwor und Warschau mit Vorstadt Praga.
    Die Stadt Warschau ist im Süden durch eigene Sicherungen in Linie Zawady - Wielanow-Südrand Stadtteil Mokotow - Nordrand Stadtteil Wlochy - Straßenkreuz 2km nordwestl.
    Wlochy abgeschlossen.
2.) Die 3.Armee nimmt mit starker Feuervorbereitung mit II.u.I.A.K. Praga.
    Angriffsziel: Die Weichsel.
    Korps z.b.V. sichert Angriff nach Südosten.
    Angriffstag = Y-Tag Angriffszeit = X-Zeit
3.) Trennungslinien:
       Rechts zu II.A.K.: Bahnlinie Bialystok - Warschau - Nordrand des Ostbahnhofs in Praga - zweite Weichselbrücke von Norden (für I.A.K.).
       Links zu Korps z.b.V.: Minsk Maz.(zu I.A.K.) - Glinianka (zu I.A.K.) - Lauf des Swider.
4.) Es stellen sich zum Angriff bereit:
      Rechts: 61.Division. Ihr wurden unterstellt: I.R.43, II./A.R.68 (ohne Stab u.N.Z.u.10cm Bttr.), I./A.R.1, IV./A.R.1, 16 leichte, 2 mittl.Pz.Kampfwagen
                                                   der I./Pz.Rgt.10, Pi.Btl.1 (ohne 3.Kp.).
      Links: 11.Division.  Ihr wurden unterstellt: II./A.R.57 (ohne 10cm Bttr.), 17 leichte, 1 mittl.Pz:Kampfwagen der I./Pz.Rgt.10, 4 Pi.Stoßtrupps vom Pi.Btl.41.
      Trennungslinie: zwischen 61.u.11.Division (nach Stadtplan Warschau): bis zur vorderen Linie wie bisher, sodann: Straße Grochowska bi zur Nordostecke des
                      Teiches "Jez.Kamionkowkie" weiter am Nordrand des Teiches und der daran anschließenden Hafenanlage entlang bis zur Einmündung i.d.Weichsel.
5.) Gliederung der Korpsartillerie unter Artl.Kdr.1:
    a) Schwerpunktgruppe: Oberst Henrici mit Stab A.R.501, s.Artl.Abt.506, 526 (ohne 1 Bttr.), II./A.R.37, 536, Mörser-Bttr.Bech.
    b) Fernfeuergruppe:   Obstlt.Mühlmann mit Stab A.R.1, 15cm Bttr./526, 10cm Bttr.II./A.R.57, 10cm Bttr.II./A.R.48 mit Stab u.N.Zug, II./A.R.48, II./A.R.68.
    c) Zur Verfügung des Artl.Kdr.1: B.Abt.1 u.11 eingesetzt. Stab II./Flak 11 mit 3 (8,8cm)Bttrn., hält sich bereit, auf Anforderung zum Erdkampf herangezogen zu werden.

6.) Kampfführung:
     Am 21.9. findet zu noch bekannt-zugebender Zeit ein Artl.Feuerschlag der in Stellung befindlichen Artillerie wie am 20.9. statt. Im Laufe des Tages und in der
     Nacht vom 21./22.9.wird das Zermürbungsfeuer wie bisher fortgesetzt. Hierbei sind nach näherer Anweisung von General Herzog auch die lebenswichtigen Betriebe
     von Warschau zu zerstören.
     Am Y-Tag findet von X-1 Stunde Vorbereitungsfeuer der schweren Waffen gem.Artl.Befehl statt. Während des Vorbereitungsfeuers arbeitet sich die Angriffsinfanterie
     bis auf Sturmentfernung an die fdl.Stellung heran.
     X Uhr tritt die Infanterie zum Angriff an.
Aufträge: Die Divisionen stoßen bis zur Weichsel durch und setzen sich in den Besitz der Brücken. Etwaige Zündladungen an den Brücken sind zu entfernen,
          Minenkammern zu entladen. Brückenköpfe auf dem Westufer sind nicht zu bilden.
   61.Division schaltet durch frühzeitige Inbesitznahme der Häuser südlich der Straße Wawer - Praga eine Flankierung hier gegen die 11.Division aus.
   11.Division nimmt am 21.9.Verbindung mit verst.I.R.32 auf dem westlichen Weichselufer auf, orientiert über die Lage und Absicht des I.A.K. auf dem Ostufer
               und verhindert, daß die deutsche Artillerie vom Westufer auf Ziele auf dem Ostufer feuert.
               Eine flankierende Feuereinwirkung gegen 11.Div. vom Westufer schaltet die Division mit der ihr unterstellten Artillerie selbständig aus.
Der Angriff ist im wesentlichen Ortskampf. Es muß deshalb stoßtruppweise geführt werden. Die schweren Infanteriewaffen und einzelne Geschütze der Divisionsartillerie
müssen dicht herangehalten und rechtzeitig eingesetzt werden.
Die zugeteilten Kampfwagen sind von 61.u.11.Div. nicht als Stahlspitzen, sondern als gepanzerter Feuerschutz für die Angriffinfanterie, zum Abriegeln und zur
Beweglichmachung vorgeschobener Artl.Beobachter mit Funksprechgerät zu verwenden.
Die Führer der Pz.Kampfwagen melden sich am 21.9. bis 14.00 Uhr bei den Divisionen zur Einweisung. Heranziehung zum Kampf regeln die Divisionen selbständig.

Aufgaben für die Artillerie:
 X-1 Stunde bis X Uhr:
    Div.Artillerie: Zerstörung der inf.Feindanlagen nach näherer Anordnung der Div.
    Korps-Artillerie: Zusätzlich überlagernd und in der Tiefenzone vor den Einbruchstellen. Niederkämpfen feindl.Artillerie und Zerstörung lebenswichtiger
                      Anlagen von militärischer Bedeutung.
 X Uhr bis X+30 Min.:
    Div.Artillerie: Zerstörungsfeuer nach Weisung der Divisionen.
    Korps-Artillerie: Feuer auf Brückenkopfanlagen auf Ostufer der Weichsel.
 ab x+30 Min.:
    Div.Artillerie: Nach Weisung der Divisionen.
    Korps-Artillerie: Feuer auf Feindanlagen auf Westufer der Weichsel.

7.) II./Flak 11 übernimmt den Schutz der Korps-Artl.und steht mit den 8,8cm Bttr´n.dem Artl.Kdr.1 auf Anforderung zum Erdkampf zur Verfügung.
8.) Kdr.d.Pi.I beendet den Behelfsbrückenbau über Narew und Bug und führt die hier frei werdenden Pi.Kräfte den Div´n.bis 21.9.abends wieder zu.
    Korps-Br.Kol.401 ist nach Freiwerden nach Stanislawow in Marsch zu setzen.
9.) I./Pz.Rgt.10 führt die den Divisionen zugeteilten Kampfwagen diesen bis 21.9. abends zu. Die nicht eingesetzten Teile der Abteilung verbleiben in Duchnow.
10.) Korpsreserve, verst.I./I.R.151 wird 61.Div.unterstellt und ist am 21.9.heranzuziehen.
     1 Regiment der 61.Div. ist mit Angriffsbeginn als neue Korpsreserve auszuscheiden. Aufstellungsort ist zu melden. Rgt.Adjt.zum K.Gef.St.
     I./Pz.Rgt.10 mit nicht eingesetzten Teilen verbleibt in Duchnow zur Verfügung I.A.K. Kdr.zum K.Gef.St.
     3./Pi.Btl.1 zur Verfügung des Korps bei Wiazowna. Führer zum Gen.Kdo.I.A.K.
11.) 2.(H)/Tannenberg hält für Artl.Kdr.ab X - 1 1/2 Stunden zwei Flugzeuge abrufbereit und überwacht den Verlauf des Angriffs.
12.) N.A.41 stellt das Artl.Fernsprechnetz gemäß Sonderanweisung des Artl.Kdr.1 her und hält die bisherigen Verbindungen aufrecht.
13.) Leuchtzeichen: Weiß:     Hier sind wir!
                    Grün:     Artl.Feuer vorverlegen!
                    Rot:      Feind greift an!
14.) K.Gef.St. verbleibt in Sulejowek. Vorgeschobene Befehlsstelle auf Kirchturm Glinki ist ab X-1 Stunde besetzt.
     Qu.Abteilung verbleibt in Rembertow.
 
A.O.K.3                                                                                                   Armeehauptquartier Ostrow Maz., 23.9.1939
Ia Nr.147/39 geh.

                                                                   Operationsbefehl Nr.20

1.) Die Reste des polnischen Heeres sind in Modlin und Warschau eingeschlossen.
2.) Modlin un Warschau werden angegriffen. Praga bleibt von Osten her abgeschlossen.
3.) 3.Armee setzt das Zermürbungsfeuer auf Praga fort und verhindert feindl.Durchruchsversuche. Der Angriff auf Modlin von Osten und Norden ist vorzubereiten.
4.) a) II.A.K. führt den Angriff auf Modlin und Nowy Dwor durch.Beabsichtigte Umgruppierung und deren Durchführung sind zu melden.
    b) Die 32.Division ist durch die durch M.G.Btl.9 verstärkte 217.Division. Verst.217.Div. übernimmt den Abschnitt der Weichsel bis zur Straße Praga,
       Radzymin. 217.Division wird nach erfolgter Ablösung der 32.Division dem I.A.K. unterstellt.
    c) Unterstellte Teile der 12.Div. sind herauszuziehen und so nach Wyszkow in Marsch zu setzen, daß sie am 25.9. dort eintreffen. Sie unterstehen
       nach dem Herauslösen der 12.Division.
    d) Panzer-Rgt.7 ist zur Panzer-Division Kempf heranzuziehen.
5.) a) I.A.K. übernimmt den Befehl von der ganzen Front vor Praga. Bezügl.verst.217.Division s.Ziffer 4.b).
    b) Unterstellte Teile der 1.Division sind herauszuziehen und zur 1.Division in Marsch zu setzen.
    c) Beim I.A.K. verbleibt an Arm.Artillerie:
         Art.Kdeur.A.O.K.3
         Art.Regts.Stab z.b.V.501
         Art.Abt.506
         II./A.R.57
         II./A.R.37
         B.Abt.11
    d) Dem II.A.K.werden zum Angriff auf Modlin unterstellt:
         Art.Regts.Stab z.b.V.511
         II./A.R.48
         II./A.R.68
         Art.Abt.526
         Mörser-Batterie Beck
       Sie sind durch I.A.K.nach unmittelbarer Vereinbarung dem II.A.K. zuzuführen.
       B.Abt.1 tritt zum Führungsstab z.b.V.zurück und ist über Radzymin nach Wyszkow in Marsch zu setzen und von dort von Führungsstab z.b.V. heranzuziehen.
    e) I./Pz.Rgt.10 ist nach Ostrow Maz zur Verfügung der Armee in Marsch zu setzen. Eintreffen bis 24.9. abends.
6.) a) Führungsstab z.b.V. erreicht bis 25.9. abends mit 12.Division den Raum nordwestl.Wyszkow, mit 1.Div.den Raum nördl.Brok.
    b) 1.Kav.Brigade wird I.A.K. unterstellt und ist am 24.9.an den Südflügel des I.A.K. heranzuziehen.
    c) A.A.(mot)1, der Armee unmittelbar unterstellt, sichert durch bewegliche Gruppen die Eisenbahnlinie auf Strecke Kaluszyn - Siedlce - Sokolow gegen
       plündernde Banden. Gegen solche ist rücksichtslos von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Abfahrt der Züge erst am 25.9.möglich. Mit den
       Eisenbahnbeamten ist Verbindung aufzunehmen und zu halten.
7.) Hauptquartiere:
    A.O.K:3 ab 25.9. abends Domäne Krasne und Przasnysz.
    I.A.K.: Kobylka
    II.A.K: Gegend Nasielsk.
    Führungsstab z.b.V.: Gegend Jadow(?), Später Rozan.
    Die Generalkommandos melden den Zeitpunkt des Umzugs.

                                                                                                          Im Entwurf gez.v.Küchler
 
A.O.K.3 an I.A.K. 23.9.1939 7.00 Uhr
I./Pz.Rgt.10 erreicht bis 23.9. 23.00 Uhr (nach Möglichkeit) Ostrow-Maz. zur Verfügung A.O.K.3.
I.A.K. an I./Pz.Rgt.10 23.9.39 8.30 Uhr
I./Pz.Rgt.10, dem A.O.K.3 unmittelbar unterstellt, erreicht heute 23.9., nach Möglichkeit Ostrwo Maz.
 
A.O.K.3                                                                                                 Armeehauptquartier Ostrow Maz. 24.9.1939
Ia Nr.159/39 geh.

                                                          Operationsbefehl Nr.21!

1.) Feind nichts Neues.
2.) 8.Armee stellt sich zum Angriff auf Warschau bereit.
    XIII.A.K.im Süden und Südwesten der Stadt (Ostflügel 46.Div. bei Augustow). XI.A.K. im Norden und Nodwesten Warschaus (Ostflügel zur Zeit
    24.Div. südl.Mlociny an der Weichsel).
    XV.A.K. mit 2.lei.Div. und Teilen 29.(mot)Division schließt Modlin von Süden ab.
    Korpshauptquartier XIII.A.K. Plaseczno.
    Korpshauptquartier XI.A.K. Zaborow.
    Korpshauptquartier XV.A.K. zur Zeit Lubiec, später voraussichtlich Leszno.
3.) 8.Armee greift Warschau an mit XIII.A.K. am 26.9. von Süden, mit XI.A.K. am 27.9. von Norden. Schwerpunkt bei beiden Korps entlang der Weichsel.
4.) 3.Armee unterstützt den Angriff der 8.Armee auf Warschau:
    a) die Artillerie des I.A.K. unterstützt den Angriff des XIII. und XI.A.K. vornehmlich durch Feuer auf die Flanken am Ostufer der Weichsel und
       durch Bekämpfung wichtiger Ziele in Warschau. Die Anforderungen auf Feuerunterstützung werden durch A.O.K.8 bzw.XIII. und XI.A.K.unmittelbar
       an I.A.K. übermittelt.
    b) Sobald der Ostflügel des XIII.A.K.im angriff die gleiche Höhe erreicht hat wie der Südwestflügel des I.A.K., schließt sich I.A.K. mit dem
       linken Flügel diesem Angriff an uns stößt bis zur südlichen Weichselbrücke vor.
    c) I.A.K. hält sich bereit, überall da vorzustoßen, wo sich als Folge des Angriffs der 8.Armee auf Warschau an der Praga Front Möglichkeiten zum
       Angriff ergeben. Voraussetzung für Wahrnehmung solcher Gelegenheiten ist rege Erkundungstätigkeit auf der ganzen Front.
    d) Mit den Flügeldivisionen des XIII.u.XI.A.K. ist durch I.A.K.Fernsprechverbindung sicherzustellen.
    e) Das Zermürbungsfeuer auf Warschau und Praga ist wie bisher fortzusetzen. Der Auftrag zur Vortäuschung eines Angriffs auf Praga bleibt bestehen.
    f) Durch II.A.K.ist der Angriff der 8.Armee dadurch zu unterstützen, daß am 26. und 27.9.durch Artl.Feuer und Teilvorstöße der Infanterie ein
       Angriff auf Modlin vorgetäuscht wird.
5.) II.A.K.breitet den Angriff auf Modlin so vor, daß er spätestens am 29.9., möglischt schon früher, durchgeführt werden kann. Zeitpunkt ist zu melden.
    Zur einheitlichen Leitung des Angriffs auf Modlin hat A.O.K.3 Unterstellung der südl.Modlin eingesetzten Divisionen des XV.A.K. unter II.A.K. beantragt.
    II.A.K. nimmt mit XV.A.K. Vwerbindung auf und stellt Fernsprechverbindung mit den südl.Modlin liegenden Teilen des XV.A.K. sicher.
6.) Armeehauptquartier ab 26.9. mittags: 1.Staffel in Krasne, Rest Przasnysz.
    I.und II.A.K. werden durch Fernsprechverbindung über Rozan angeschlossen. Einzelheiten ordent Arm.Nachr.Fhr.A.O.K.3 an.
7.) Luftwaffe:
    II.A.K.setzt sich mit Fliegerverbindungsoffizier A.O.K.3 bezgl.Beteiligung der Luftwaffe zur Vorbreitung und Durchführung des Angriffs auf
    Modlin unmittelbar in Verbindung.

                                                         Zusatz zum Operationsbefehl Nr.21.

1.) a) Führungsstab z.b.V.erreicht am 26.und 27.9. mit der Masse seiner Truppen das westl.Narewufer im Abschnitt:
       Grenze rechts: Jadow, Wyszkow, Münsung des Peltabaches in den Narew, Peltabach bis Lukowo, Opinogora (Führungsstab z.b.V.).
       Grenze links:  Malkinia (ausschl.), Ostrwo Maz.(Mitte), Bahnhof Grabowo - Olzewo (westl.Ostrolenka), Willenberg (Orte zu F.St.z.b.V.).
    b) Die Narewlinie ist zu sichern.
       Nachhuten sind bis 29.9., 12.00 Uhr zu belassen in Wyszkow, Brok und Ostrow Maz.
    c) Bei Ostrolenka ist mit G.W.31 und dem Flpgel der 4.Armee Verbindung aufzunehmen Die Straße Pultusk, Wyszkow, Radzymin ist Nachschubstraße
       des I.A.K. Verkehrsregelung an den Brücken Wyszkow und Pultusk ist durch Führungsstab z.b.V.zu treffen.
2.) A.A.(mot)1 und die dem Kodeis A.O.K.3 unterstehenden Truppen behalten ihre Sicherungsaufgabe im Raum Minsk Maz.-Siedlce bis der Befehl zum
    Abmarsch vom A.O.K.3 durch Obstlt.i.G.v.Watzdorf übermittelt wird. Sie halten sich ab 28.9., 18.00 Uhr bereit, innerhalb 2 Stunden abzurücken.
3.) I./Pz.Rgt.10 erreicht zur Verfügung A.O.K.3 Gegend südlich Przasnysz. Neues K.H.Qu.Führungsstab z.b.V. ist zu melden.

                                                     Besondere Anweisung zum Operationsbefehl Nr.21

1.) Nachstehend werden die für den Bereich der 8.Armee geltenden Leuchtzeichen bekanntgegeben:
    a) weiß: hier sind wir.
       grün: wir gehen vor.
       rot:  Artillerieunterstützung.

       Vom Flugzeug aus:                                Von der Erde Antwort:
       weiß: wo vorderste Linie?                        weiße Leuchtkugel und Auslegen der Fliegertücher
       grün: ich will Meldung abwerfen.                 Auslegen des Meldeabwurfkreuzes.
       rot:  in bestimmter Richtung-:
              von dort droht Gefahr! (Panzer).

    b) 8.Armee gibt Barbarameldung ab 24.9. um 0.20, 2.30, 4.30 Uhr alle 2 Stunden im Klartext.
       Ausstrahlungsfrequenz 497 kHertz.
2.) Pi.217 wird in der Nacht vom 25./26.9. 217.Division auf Kw.einer Brückenkolonne zugeführt.
 
<< August 1939               Oktober 1939 >>