15.9.1939
Korpsbefehl für den Angriff auf Praga
1.) Feind.Vortruppen wurden
heute vom I.A.K. auf die ausgebaute Brückenkopfstellung bei Praga
zurückgeworfen. 2.) I.A.K. greift
links neben II.A.K. am 16.9. 9.00 Uhr die fdl.Brückenkopfstellung an.
Angriffsziel: Das Ostufer der Weichsel. 3.)
Gliederung wie bisher: 1.K.B., 61.,
11.Div. Trennungslinie zu II.A.K.: Radzymin -
Drewnica (2km nördl.Zielonka) (Orte für II.A.K.) - Straßenkreuz Zacisze
- nördliche Eisenbahn- u.Straßenbrücke. Zwischen
1.K.B., 61.Div. u.11.Div., wie bisher. 4.)
Zeitliche Regelung der Angriffvorbereitungen.
Ab 7.30 Uhr unauffälliges Einschießen
der schw.Waffen. 8.50
bis 9.00 Uhr zusammengefaßtes Artl.Feuer mit Masse auf erkannte
fdl.Verteidigungsanlagen, mit Teilen auf erkannte fdl.Batterien, mit
10cm u.15cm Feuerschläge ins Hintergelände.
9.00 Uhr Beginn des Inf.Angriffs unter
Zurückverlegen des Artl.Feuers u.Blenden erkannter fdl.B-Stellen sowie
rückwärtiger Verteidigungsanlagen auch auf dem
linken Weichselufer. 5.) Korpsartillerie-Regiment
501 dem II./A.R.37 von der Armee nach Stanislawow zugeführt
werden soll, wird im Abschnitt der 11.Div.eingesetzt.- 1 Artl.Flieger
steht ab 7.30 Uhr abrufbereit zur Verfügung. 6.)
1.Kav.Brig. II.A.K. ist gebeten, Fort
XIII niederzuhalten. Mit 217.Div.ist Verbindung in Marki aufzunehmen
u.zu halten. Für den Fall, daß 1.K.B.das Weichselufer
früher als II.A.K. erreicht, ist die nördlichste Weichselbrücke zu
besetzen u.die Sprengung durch den Feind zu verhindern.
61.Div. besetzt nach gelungenem
Angriff die 2.Weichselbrücke von Norden.
11.Div. besetzt nach gelungenem
Angriff die beiden südlichen Brücken und hilft 61.Div.notfalls durch
Eindrehen rückwärtiger Teile vorwärts. 7.)
Aufkl.Staff.2.(H)/Tannenberg behält
Aufklärungsauftrag wie bisher u.hält ab 7.30 Uhr ein Flugzeug für
Korps-Artl.Rgt.startbereit. Wichtig ist, das
Auftreten neuer fdl.Battr´n auh auf dem Westufer festzustellen. Die
Angriffbewegungen des I. u. II.A.K. sind zu überwachen. Das Gen.Kdo. ist
auf dem Laufenden zu halten. 8.)
II./Flak 11 behält den Schutz der
Korps-Artl. 9.) I./Pz.Rgt.10 bleibt
einsatzbereit bei Duchnow. Verb.Offz.zum Gen.Kdo. 10.)
Korpsreserve, verst.I./I.R.151
verbleibt Stanislawow. Sie sichert die Nachschubstraße des I.A.K.
11.) Korps-N.A.41 behält bisherigen
Auftrag. 12.) K.Gef.St.: Schule
Salejowek.
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I.A.K. an I./Pz.Rgt.10 16.9.1939
1.00 Uhr An I./Pz.Rgt.10 Zu einem Sonderauftrag stehen am 16.9. -
5.30 Uhr 2 mittlere Kampfwagen an der Straßengabel Minsk - Praga un
Lipowne(?) - Praga (1km südlich Zwir(?)) Führer meldet sich 5.30 Uhr
im Korps H.Qu. Schuile Salejowek. |
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Gen.Kdo.I.A.K.
K.H.Qu.Sulejowek, 16.9.39 Ia
Korpsbefehl für die Säuberung von Otwock
1.) Am 15.9. gegen 8.00 Uhr
wurden einige Lkw.der 11.Division auf der Fahrt nach Jablenna nach
Karczew bei der Durchfahrt durch Otwock am Bahnübergang
aus dem Hinterhalt beschossen. Zwei Oberfeldwebel wurden getötet, ein
dritter Soldat verwundet. 2.) Zur
Unterbindung von Wiederholungen werden aus den in der Nähe des
Tatortes gelegenen Häusern 100 männliche Personen als
Geiseln festgenommen. 3.) Mit der
Festnahme der Geiseln wird Major Källner beauftragt.
Ihm stehen dazu zur Verfügung:
a) Radfahr-Schwadron und sonstige erforderliche und im Wechselschutz
entbehrliche Teile der A.A.11. b)
Teile der I./Pz.Rgt.10.
Versammlung der ganzen Abteilung nach Anordnung von Major Källner.
4.) Ausführung:
a) Der Tatort ist im Umkreis von etwa 500m abzuriegeln. Aus dem
eingeschlossenen Raum sind 100 nationalpolnische Männer aller Berufe als
Geiseln festzunehmen. Ist die
Zahl 100 Geiseln nicht aufzubringen, so ist in dem nächstgelegenen
Ortsteil ebenso zu verfahren, bis 100 Geiseln
zusammengebracht sind. b) Von den festgenommenen
Geiseln ist eine namentliche Liste
anzufertigen; sie muß enthalten:
Vor- und Zuname:
Konfession:
Geburtsdatum:
Geburtsort:
Nationalität:
Beruf:
Wohnort:
Verheiratet? c) Ein hierfür geeignet erscheinender
Mann der Geiseln ist mit folgender Weisung zum Bürgermeister von Otwock
und zu den Bürgermeistern der übrigen Gemeinden
in den Raum Karczew - Kolbiel - Eisenbahn Misnk - Warschau Weichsel zu
entsenden. Er hat nachstehende Bekanntmachung den Bürgermeistern zu
übergeben:
Bekanntmachung an die Bevölkerung:
1.) Das deutsche Heer kämpft gegen die polnische Wehrmacht,
aber nicht gegen die Bevölkerung. Das Völkerrecht verbietet der
Bevölkerung die Beteiligung am Kampf. Wo sie
dagegen verstößt, wird sie die Schwere der Kriegsgesetze treffen. 2.)
Am 15.9.39 wurde in Otwock an der Kreuzung der Eisenbahn Warschau -
Lublin mit der Straße Jablenna - Karczew aus dem Hinterhalt auf einige
Lkw.des deutschen Heeres von Zivilpersonen
geschossen. 3.) Da die Schuldigen nicht sofort gefaßt werden
konnten wird verfügt: a) Die
Schuldigen sind der nächsten deutschen Militärbehörde auszuliefern.
b) Solange die Schuldigen nicht ausgeliefert sind, bleiben alle Geiseln
in Haft. c) Für jeden in Zukunft aus
dem Hinterhalt erschossenen deutschen Soldaten werden 10 Geiseln für
jeden aus dem Hinterhalt verwundeten deutschen Soldaten werden
5 Geiseln erschossen.
Der Kommandierende General der deutschen Truppen vor Praga
Hauptquartier, den 16.9.39. d) Alle
Geiseln sind sicher unterzubringen, zu bewachen u.zu verpflegen. Es ist
Vorsorge zu treffen, daß Befreiung von innen oder außen ausgeschlossen
ist.-
5.) Beendigung der Festsetzung ist dem Gen.Kdo. zu melden.
Anlage Bekanntmachung in polnischer Sprache |
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I.A.K.
K.Gef.St.Sulejowek, den 18.9. 23.00 Uhr Ia
An I./Pz.Rgt.10
in Duchnow
1.)
I./Pz.Rgt.10 wird Kdr.verst.I.R.23
unterstellt und steht in und um Duchnow am 19.9. 6.00 Uhr einsatzbereit.
2.) Kdr.I./Pz.Rgt.10 meldet sich 5.00
Uhr auf Rgt.Gef.St. I.R.23 an Straßengabel Zakret. |
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Gen.Kdo.I.A.K. Ia
K.H.Qu.Sulejowek, den 19.9.39
An 61.Division 11.Division
Artl.Stab 501 I./Pz.Rgt.10
Aufgaben
für 19. und 20.9.39
1.) Es kommt darauf an, dem Feind so
viel wie irgend möglich Abbruch zu tun und den späteren Angriff auf
Praga mit allen Mitteln vorzubereiten und die
Vorbereitungen so zu fördern, daß der Angriff jederzeit befohlen werden
kann. 2.) Das Zermürbungsfeuer auf die feindl.Stellungen ist
planmäßig fortzusetzen. Außerdem ist am 20.9. von 9.00 bis 9.20 Uhr ein
starker Feuerschlag aller Batterien auf die
feindl.Stellung zu legen. 3.)
Einzelaufgaben: a)
Die Infanterie hat die Nacht 19./20.9.
und den Feuerschlag am 20.9.vormittag zur Durchführung von
Stoßtruppunternehmen, zur Einbringung von Gefangenen,
zur Stellungsverbesserung, zur Aufklärung des genauen Verlaufs der
feindlichen HKL, und zum näheren Heranschieben an diese auszunutzen.
b) Die Artillerie hat planmäßig die
feindliche Artillerie und Flak niederzukämpfen, die feindlichen
Verteidigungsanlagen zu zerschlagen, den feindlichen
Eisenbahn- u.Straßenverkehr über die Weichsell zu unterbinden und
zahlreiche Wechselstellungen zu erkunden. c) Die
Panzer haben die
Verwendungsbereitschaft möglichst zahlreicher Fahrzeuge wieder
herzustellen und im Abschnitt beider Divisionen Anmarschwege u.
Einsatzmöglichkeiten zu erkunden. Dabei ist nicht allein der Einsatz
geschlossener Einheiten, sondern vor allem
auch der Einsatz von einzelnen Panzern
in Verbindung mit Infanterie und Pionier-Stoßtrupps zu berücksichtigen.
d) Die Panzerabwehrtruppen sind nicht
allein rein defensiv zur Panzerabwehr sondern auch mit starken Teilen
zum Niederkämpfen von Nestern, Bunkern,
Schartenständen u.ä.einzusetzen. e) Die Pioniere
haben das Zusammenarbeiten mit der Infanterie bei Stoßtruppunternehmen,
auch mit Flammenwerfern zu üben. f) Alle Waffen
haben für ausreichende Reserve-Munitionsvorräte für den Angriff auf
Praga zu sorgen. 4.) Neue Grenze zwischen 61.u.217.Division:
Die Eisenbahn Bialystok-Praga bis zum Bahnhof- zweite Weichselbrücke von
Norden (einschl.für 61.). |
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A.O.K.3
A.H.Qu.Ostrow Maz., 19.9.39 Ia 126/39 geh.
Operationsbefehl Nr.19
1.)
Gegner hält noch Modlin, Nowy Dwor und Warschau mit Vorstadt Praga
Warschau ist im Süden durch eigene Sicherungen in der Linie Zawady -
Wilanow - Südrand Stadtteil Wlochy - Straßenkreuz
(2km nordwestl.Wlochy) abgeschlossen. Im Raume
südl.Modlin sind die Verhältnisse noch nicht geklärt. 2.) a) 3.Armee
nimmt am 22.9. Praga, Modlin und Nowy Dwor bleiben abgeschlossen gegen
Süden und Südosten wird gesichert. b) Bis zum
21.9. mittags sind die Vorbereitungen für den Angriff abzuschließen. Der
Gegner ist durch lebhafte Feuertätigkeit aller Waffen und durch kurze
gemeinsame Feuerüberfälle des II. und I.A.K. über den Zeitpunkt des
Angriffsbeginns zu täuschen und weiter zu zermürben. Erkannte
fdl.Batterien und Zufahrtswege
sind zu bekämpfen. Durch beobachtetes Einzelfeuer sind
fdl.Widerstandsnester planmäßig zu zerstören. Die lebenswichtigen
Betriebe, Gas-, Elektrizitäts-
und Wasserwerke (siehe Stadtplan Nr.5, 6, 102, 103) sind zu zerstören.
Durch Stoßtruppunternehmungen auf der ganzen Front ist die
Stellung und deren Besetzung zu erkunden, Gefangene sind einzubringen.
3.) a) II.A.K. hält Modlin und Nowy Dwor weiter abgeschlossen, die
Artilleriebekämpfung ist fortzusetzen, jede Gelegenheit, sich durch
schnelles Zupacken in den
Besitz der Festungswerke zu setzen, ist auszunutzen. Mit der Masse
stellt sich II.A.K. gegen den Nordteil, I.A.K. gegen den Südteil von
Praga bereit. b) Trennungslinie: Bahnlinie
Bialystok - Warschau, Nordrand des Ostbahnhofes in Praga,
2.Weichselbrücke von Norden (für I.A.K.). c)
Führungsstab z.b.V. sichert nach Süden und Südosten in Linie Karczew -
Siedlce. Die Säuberungsaktion ist fortzusetzen. d)
Nachschubstraßen: Bis Lochow für I.A.K. und Führungsstab z.b.V., ab
Lochow Straße nach Minsk Maz.für I.A.K., die ostw.führenden Straßen für
Führungsstab z.b.V. 4.)
Gefechtsstände ab 21.9. mittags:
A.O.K.3: Kobylka (westl.Wolomin).
I.A.K.: Sulejowek
II.A.K.: Stanislawow (10km südl.Zegrze).
Führungsstab z.b.V.: Janow (5km
ostw.Minsk Maz.) 5.) Kräfteverteilung:
a) II.A.K.: verst.Pz.Div.Kempf
228.Div.
32.Div.
217.Div.
1/3 12.Div.
Art.Kdeur.2
schw.Artl.: Artl.Rgts.Stäbe 603, 606
Artl.Abteilungen 436, 601, 602, 604
II./A.R.38, II./A.R.47
B.Abt.12 b) I.A.K.: 61.Div.
1/3 1.Div.
11.Div.
Artl.Kdeur.General Herzog
schw.Artl.: Artl.Rgts.Stäbe 501 und 511
Artl.Abteilungen 506, 526, 536
II./A.R.37, II./A.R.57, II./A.R.58,II./A.R.68
Mörserbatterie
B.Abt.1 und 11. Die Versärkungsartillerie
wird durch A.O.K.3 zugeführt.
Panzerkräfte:
II.A.K.: Pz.Rgt.7 I.A.K.:
I./Pz.Rgt.10
Pionierstoßtrupps mit
Flammenwerfern sind von den Generalkommandos zu bilden, außerdem wird
Oberst Medem einen Stoßtrupp aus Pi.Btl.41 bilden und dem
I.A.K. zuführen. Abgabe und Zuführung der
1/3 12. und 1/3 1.Div. (je ein Inf.Rgt., eine leichte Abteilung, eine
schw.Artl.Abgteilung und Pioniere- und Nachrichtenkräfte)
ist zwischen den Korps unmittelbar zu regeln.
c)
Führungsstab z.b.V.: 2/3 1.Div.
2/3 12.Div.
1.K.B.
A.A.(mot)1. Führungsstab z.b.V. zieht 1.K.B.
und A.A.(mot)1 die ihm unterstellten werden, nach Kaluszyn heran. 6.)
Der Befehl über die Durchführung des Angriffs und den Angriffsbeginn
folgt. 7.) Aufklärung des I.A.K. und II.A.K. im Rahmen ihres
Kampfauftrages. Führungsstab z.b.V.klärt auf bis zur Linie Garwolin -
Lukow - Drohiczyn. 8.) A.H.Qu.Ostrow Maz.Befehlsstand ab 21.9.
mittags Kobylka.
Besondere Anweisungen
zum Operationsbefehl Nr.19 1.) Dem I.A.K.werden unterstellt:
Artl.Kdeur.z.b.V.A.O.K.3 Artl.Rgts.Stab z.b.V.511
II./A.R.57, II./A.R.48, II./A.R.68 Mörserbatterie
Bech Sie werden dem I.A.K.am 20.9.nach Minsk
Maz.zugeführt, Kommandeure sind zum Korpshauptquartier nach Sulejowek
vorausbestellt. 2.) Dem A.O.K.3 (Pi.Offz.) wird ab 19.9.abends Pi.41
unterstellt. Arm.Pi.Offz.stellt aus =i.41 Stoßtrupps in Zugstärke
zusammen, die dem I.A.K. unterstellt werden.
Einzelheiten regelt Arm.Pi.Offz.mit I.A.K. 3.) B.Abt.1 wird durch
Führungsstab z.b.V.dem I.A.K.im Laufe des 20.9.nach Minsk Maz.zugeführt
und unterstellt. Führer ist zum Korpshauptquartier nach
Sulejowek vorausbestellt. |
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I.A.K.
an I./Pz.Rgt.10 21.9.39 Für den bevorstehenden Angriff auf
Praga unterstellt I./Pz 10 der 61.Div.: 2 m
16 l Kampfwagen der 11.Div.: 1 m
17 l Kampfwagen Meldung der Führer am 21.9. bis 14.00 Uhr bei den
Divisionen zur Einweisung. |
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Gen.Kdo.I.A.K.
K.H.Qu.Sulejowek, 21.9.1939 Ia Nr.115/39
geh.
Korpsbefehl für den Angriff auf Praga
1.) Feind hält noch Modlin, Nowy
Dwor und Warschau mit Vorstadt Praga. Die
Stadt Warschau ist im Süden durch
eigene Sicherungen in Linie Zawady - Wielanow-Südrand Stadtteil Mokotow
- Nordrand Stadtteil Wlochy - Straßenkreuz 2km nordwestl.
Wlochy abgeschlossen. 2.) Die 3.Armee
nimmt mit starker Feuervorbereitung mit II.u.I.A.K. Praga.
Angriffsziel: Die Weichsel.
Korps z.b.V. sichert Angriff nach Südosten.
Angriffstag = Y-Tag
Angriffszeit = X-Zeit 3.)
Trennungslinien:
Rechts zu II.A.K.: Bahnlinie Bialystok - Warschau - Nordrand des
Ostbahnhofs in Praga - zweite Weichselbrücke von Norden (für I.A.K.).
Links zu Korps z.b.V.: Minsk Maz.(zu I.A.K.) - Glinianka (zu I.A.K.) -
Lauf des Swider. 4.) Es stellen sich zum
Angriff bereit:
Rechts: 61.Division. Ihr wurden
unterstellt: I.R.43, II./A.R.68 (ohne Stab u.N.Z.u.10cm Bttr.),
I./A.R.1, IV./A.R.1, 16 leichte, 2 mittl.Pz.Kampfwagen
der I./Pz.Rgt.10, Pi.Btl.1 (ohne
3.Kp.).
Links: 11.Division. Ihr wurden unterstellt: II./A.R.57 (ohne
10cm Bttr.), 17 leichte, 1 mittl.Pz:Kampfwagen der
I./Pz.Rgt.10, 4 Pi.Stoßtrupps vom
Pi.Btl.41.
Trennungslinie: zwischen 61.u.11.Division (nach Stadtplan
Warschau): bis zur vorderen Linie wie bisher, sodann: Straße Grochowska
bi zur Nordostecke des
Teiches "Jez.Kamionkowkie" weiter am Nordrand des Teiches und der daran
anschließenden Hafenanlage entlang bis zur Einmündung i.d.Weichsel.
5.) Gliederung der Korpsartillerie unter
Artl.Kdr.1: a)
Schwerpunktgruppe: Oberst Henrici mit Stab A.R.501,
s.Artl.Abt.506, 526 (ohne 1 Bttr.), II./A.R.37, 536, Mörser-Bttr.Bech.
b) Fernfeuergruppe:
Obstlt.Mühlmann mit Stab A.R.1, 15cm Bttr./526, 10cm Bttr.II./A.R.57,
10cm Bttr.II./A.R.48 mit Stab u.N.Zug, II./A.R.48, II./A.R.68.
c) Zur Verfügung des Artl.Kdr.1:
B.Abt.1 u.11 eingesetzt. Stab II./Flak 11 mit 3 (8,8cm)Bttrn., hält sich
bereit, auf Anforderung zum Erdkampf herangezogen zu werden.
6.)
Kampfführung:
Am 21.9. findet zu noch bekannt-zugebender Zeit ein Artl.Feuerschlag der
in Stellung befindlichen Artillerie wie am 20.9. statt. Im Laufe des
Tages und in der Nacht vom 21./22.9.wird das
Zermürbungsfeuer wie bisher fortgesetzt. Hierbei sind nach näherer
Anweisung von General Herzog auch die lebenswichtigen Betriebe
von Warschau zu zerstören. Am Y-Tag findet
von X-1 Stunde Vorbereitungsfeuer der schweren Waffen gem.Artl.Befehl
statt. Während des Vorbereitungsfeuers arbeitet sich die
Angriffsinfanterie bis auf Sturmentfernung
an die fdl.Stellung heran. X Uhr tritt die
Infanterie zum Angriff an. Aufträge:
Die Divisionen stoßen bis zur Weichsel durch und setzen sich in den
Besitz der Brücken. Etwaige Zündladungen an den Brücken sind zu
entfernen,
Minenkammern zu entladen. Brückenköpfe auf dem Westufer sind nicht zu
bilden. 61.Division
schaltet durch frühzeitige Inbesitznahme der Häuser südlich der Straße
Wawer - Praga eine Flankierung hier gegen die 11.Division aus.
11.Division nimmt am 21.9.Verbindung
mit verst.I.R.32 auf dem westlichen Weichselufer auf, orientiert über
die Lage und Absicht des I.A.K. auf dem Ostufer
und verhindert, daß die deutsche Artillerie vom Westufer auf Ziele auf
dem Ostufer feuert.
Eine flankierende Feuereinwirkung gegen 11.Div. vom Westufer schaltet
die Division mit der ihr unterstellten Artillerie selbständig aus.
Der Angriff ist im wesentlichen Ortskampf. Es muß deshalb stoßtruppweise
geführt werden. Die schweren Infanteriewaffen und einzelne Geschütze der
Divisionsartillerie müssen dicht herangehalten und rechtzeitig
eingesetzt werden. Die zugeteilten
Kampfwagen sind von 61.u.11.Div. nicht als Stahlspitzen, sondern
als gepanzerter Feuerschutz für die Angriffinfanterie, zum Abriegeln und
zur Beweglichmachung vorgeschobener Artl.Beobachter mit
Funksprechgerät zu verwenden. Die Führer der Pz.Kampfwagen melden
sich am 21.9. bis 14.00 Uhr bei den Divisionen zur Einweisung.
Heranziehung zum Kampf regeln die Divisionen selbständig.
Aufgaben für die Artillerie: X-1
Stunde bis X Uhr: Div.Artillerie:
Zerstörung der inf.Feindanlagen nach näherer Anordnung der Div.
Korps-Artillerie: Zusätzlich überlagernd und in der Tiefenzone vor den
Einbruchstellen. Niederkämpfen feindl.Artillerie und Zerstörung
lebenswichtiger
Anlagen von militärischer Bedeutung. X
Uhr bis X+30 Min.:
Div.Artillerie: Zerstörungsfeuer nach
Weisung der Divisionen.
Korps-Artillerie: Feuer auf Brückenkopfanlagen auf Ostufer der
Weichsel. ab x+30 Min.:
Div.Artillerie: Nach Weisung der
Divisionen.
Korps-Artillerie: Feuer auf Feindanlagen auf Westufer der
Weichsel.
7.) II./Flak 11
übernimmt den Schutz der Korps-Artl.und steht mit den 8,8cm Bttr´n.dem
Artl.Kdr.1 auf Anforderung zum Erdkampf zur Verfügung. 8.)
Kdr.d.Pi.I beendet den
Behelfsbrückenbau über Narew und Bug und führt die hier frei werdenden
Pi.Kräfte den Div´n.bis 21.9.abends wieder zu.
Korps-Br.Kol.401 ist nach Freiwerden
nach Stanislawow in Marsch zu setzen. 9.)
I./Pz.Rgt.10 führt die den Divisionen zugeteilten Kampfwagen
diesen bis 21.9. abends zu. Die nicht eingesetzten Teile der Abteilung
verbleiben in Duchnow. 10.) Korpsreserve,
verst.I./I.R.151 wird 61.Div.unterstellt und ist am 21.9.heranzuziehen.
1 Regiment der 61.Div. ist mit
Angriffsbeginn als neue Korpsreserve auszuscheiden. Aufstellungsort ist
zu melden. Rgt.Adjt.zum K.Gef.St.
I./Pz.Rgt.10 mit nicht eingesetzten
Teilen verbleibt in Duchnow zur Verfügung I.A.K. Kdr.zum K.Gef.St.
3./Pi.Btl.1 zur Verfügung des Korps
bei Wiazowna. Führer zum Gen.Kdo.I.A.K. 11.)
2.(H)/Tannenberg hält für Artl.Kdr.ab
X - 1 1/2 Stunden zwei Flugzeuge abrufbereit und überwacht den Verlauf
des Angriffs. 12.) N.A.41 stellt
das Artl.Fernsprechnetz gemäß Sonderanweisung des Artl.Kdr.1 her und
hält die bisherigen Verbindungen aufrecht. 13.)
Leuchtzeichen: Weiß:
Hier sind wir!
Grün: Artl.Feuer vorverlegen!
Rot: Feind greift an! 14.)
K.Gef.St. verbleibt in Sulejowek.
Vorgeschobene Befehlsstelle auf Kirchturm Glinki ist ab X-1 Stunde
besetzt. Qu.Abteilung verbleibt in Rembertow. |
| |
A.O.K.3
Armeehauptquartier Ostrow Maz., 23.9.1939
Ia Nr.147/39 geh.
Operationsbefehl Nr.20
1.) Die
Reste des polnischen Heeres sind in Modlin und Warschau eingeschlossen.
2.) Modlin un Warschau werden angegriffen. Praga bleibt von Osten her
abgeschlossen. 3.) 3.Armee setzt
das Zermürbungsfeuer auf Praga fort und verhindert
feindl.Durchruchsversuche. Der Angriff auf Modlin von Osten und Norden
ist vorzubereiten. 4.) a) II.A.K. führt den Angriff auf Modlin und
Nowy Dwor durch.Beabsichtigte Umgruppierung und deren Durchführung sind
zu melden. b) Die 32.Division ist durch die durch
M.G.Btl.9 verstärkte 217.Division. Verst.217.Div. übernimmt den
Abschnitt der Weichsel bis zur Straße Praga,
Radzymin. 217.Division wird nach erfolgter Ablösung der 32.Division dem
I.A.K. unterstellt. c) Unterstellte Teile der
12.Div. sind herauszuziehen und so nach Wyszkow in Marsch zu setzen, daß
sie am 25.9. dort eintreffen. Sie unterstehen
nach dem Herauslösen der 12.Division. d)
Panzer-Rgt.7 ist zur Panzer-Division Kempf heranzuziehen. 5.) a)
I.A.K. übernimmt den Befehl von der
ganzen Front vor Praga. Bezügl.verst.217.Division s.Ziffer 4.b).
b) Unterstellte Teile der 1.Division sind herauszuziehen und zur
1.Division in Marsch zu setzen. c) Beim I.A.K.
verbleibt an Arm.Artillerie:
Art.Kdeur.A.O.K.3
Art.Regts.Stab z.b.V.501
Art.Abt.506
II./A.R.57
II./A.R.37 B.Abt.11
d) Dem II.A.K.werden zum Angriff auf Modlin unterstellt:
Art.Regts.Stab z.b.V.511
II./A.R.48
II./A.R.68
Art.Abt.526
Mörser-Batterie Beck Sie sind
durch I.A.K.nach unmittelbarer Vereinbarung dem II.A.K. zuzuführen.
B.Abt.1 tritt zum Führungsstab z.b.V.zurück und ist über Radzymin nach
Wyszkow in Marsch zu setzen und von dort von Führungsstab z.b.V.
heranzuziehen. e)
I./Pz.Rgt.10 ist nach Ostrow Maz zur Verfügung der Armee in
Marsch zu setzen. Eintreffen bis 24.9. abends. 6.) a)
Führungsstab z.b.V. erreicht bis 25.9.
abends mit 12.Division den Raum nordwestl.Wyszkow, mit 1.Div.den Raum
nördl.Brok. b)
1.Kav.Brigade wird I.A.K. unterstellt und ist am 24.9.an den
Südflügel des I.A.K. heranzuziehen. c)
A.A.(mot)1, der Armee unmittelbar
unterstellt, sichert durch bewegliche Gruppen die Eisenbahnlinie auf
Strecke Kaluszyn - Siedlce - Sokolow gegen
plündernde Banden. Gegen solche ist rücksichtslos von der Schußwaffe
Gebrauch zu machen. Abfahrt der Züge erst am 25.9.möglich. Mit den
Eisenbahnbeamten ist Verbindung aufzunehmen und zu halten. 7.)
Hauptquartiere: A.O.K:3 ab 25.9. abends Domäne
Krasne und Przasnysz. I.A.K.: Kobylka
II.A.K: Gegend Nasielsk. Führungsstab z.b.V.:
Gegend Jadow(?), Später Rozan. Die
Generalkommandos melden den Zeitpunkt des Umzugs.
Im Entwurf gez.v.Küchler |
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A.O.K.3
an I.A.K. 23.9.1939 7.00 Uhr I./Pz.Rgt.10 erreicht bis 23.9.
23.00 Uhr (nach Möglichkeit) Ostrow-Maz. zur Verfügung A.O.K.3.
I.A.K. an I./Pz.Rgt.10 23.9.39 8.30 Uhr
I./Pz.Rgt.10, dem A.O.K.3 unmittelbar unterstellt, erreicht heute 23.9.,
nach Möglichkeit Ostrwo Maz. |
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A.O.K.3
Armeehauptquartier Ostrow Maz. 24.9.1939
Ia Nr.159/39 geh.
Operationsbefehl Nr.21!
1.) Feind nichts Neues. 2.) 8.Armee stellt sich zum Angriff auf
Warschau bereit. XIII.A.K.im Süden und Südwesten
der Stadt (Ostflügel 46.Div. bei Augustow). XI.A.K. im Norden und
Nodwesten Warschaus (Ostflügel zur Zeit 24.Div.
südl.Mlociny an der Weichsel). XV.A.K. mit
2.lei.Div. und Teilen 29.(mot)Division schließt Modlin von Süden ab.
Korpshauptquartier XIII.A.K. Plaseczno.
Korpshauptquartier XI.A.K. Zaborow.
Korpshauptquartier XV.A.K. zur Zeit Lubiec, später voraussichtlich
Leszno. 3.) 8.Armee greift Warschau an mit XIII.A.K. am 26.9. von
Süden, mit XI.A.K. am 27.9. von Norden. Schwerpunkt bei beiden Korps
entlang der Weichsel. 4.) 3.Armee unterstützt den Angriff der 8.Armee
auf Warschau: a) die Artillerie des I.A.K.
unterstützt den Angriff des XIII. und XI.A.K. vornehmlich durch Feuer
auf die Flanken am Ostufer der Weichsel und
durch Bekämpfung wichtiger Ziele in Warschau. Die Anforderungen auf
Feuerunterstützung werden durch A.O.K.8 bzw.XIII. und XI.A.K.unmittelbar
an I.A.K. übermittelt. b) Sobald der Ostflügel des
XIII.A.K.im angriff die gleiche Höhe erreicht hat wie der Südwestflügel
des I.A.K., schließt sich I.A.K. mit dem
linken Flügel diesem Angriff an uns stößt bis zur südlichen
Weichselbrücke vor. c) I.A.K. hält sich bereit,
überall da vorzustoßen, wo sich als Folge des Angriffs der 8.Armee auf
Warschau an der Praga Front Möglichkeiten zum
Angriff ergeben. Voraussetzung für Wahrnehmung solcher Gelegenheiten ist
rege Erkundungstätigkeit auf der ganzen Front. d)
Mit den Flügeldivisionen des XIII.u.XI.A.K. ist durch
I.A.K.Fernsprechverbindung sicherzustellen. e) Das
Zermürbungsfeuer auf Warschau und Praga ist wie bisher fortzusetzen. Der
Auftrag zur Vortäuschung eines Angriffs auf Praga bleibt bestehen.
f) Durch II.A.K.ist der Angriff der 8.Armee dadurch zu unterstützen, daß
am 26. und 27.9.durch Artl.Feuer und Teilvorstöße der Infanterie ein
Angriff auf Modlin vorgetäuscht wird. 5.) II.A.K.breitet den Angriff
auf Modlin so vor, daß er spätestens am 29.9., möglischt schon früher,
durchgeführt werden kann. Zeitpunkt ist zu melden.
Zur einheitlichen Leitung des Angriffs auf Modlin hat A.O.K.3
Unterstellung der südl.Modlin eingesetzten Divisionen des XV.A.K. unter
II.A.K. beantragt. II.A.K. nimmt mit XV.A.K.
Vwerbindung auf und stellt Fernsprechverbindung mit den südl.Modlin
liegenden Teilen des XV.A.K. sicher. 6.) Armeehauptquartier ab 26.9.
mittags: 1.Staffel in Krasne, Rest Przasnysz.
I.und II.A.K. werden durch Fernsprechverbindung über Rozan angeschlossen.
Einzelheiten ordent Arm.Nachr.Fhr.A.O.K.3 an. 7.) Luftwaffe:
II.A.K.setzt sich mit Fliegerverbindungsoffizier A.O.K.3
bezgl.Beteiligung der Luftwaffe zur Vorbreitung und Durchführung des
Angriffs auf Modlin unmittelbar in Verbindung.
Zusatz zum Operationsbefehl Nr.21.
1.) a) Führungsstab z.b.V.erreicht am 26.und 27.9. mit der Masse
seiner Truppen das westl.Narewufer im Abschnitt:
Grenze rechts: Jadow, Wyszkow, Münsung des Peltabaches in den Narew,
Peltabach bis Lukowo, Opinogora (Führungsstab z.b.V.).
Grenze links: Malkinia (ausschl.), Ostrwo Maz.(Mitte), Bahnhof
Grabowo - Olzewo (westl.Ostrolenka), Willenberg (Orte zu F.St.z.b.V.).
b) Die Narewlinie ist zu sichern.
Nachhuten sind bis 29.9., 12.00 Uhr zu belassen in Wyszkow, Brok und
Ostrow Maz. c) Bei Ostrolenka ist mit G.W.31 und
dem Flpgel der 4.Armee Verbindung aufzunehmen Die Straße Pultusk,
Wyszkow, Radzymin ist Nachschubstraße
des I.A.K. Verkehrsregelung an den Brücken Wyszkow und Pultusk ist durch
Führungsstab z.b.V.zu treffen. 2.) A.A.(mot)1 und die dem Kodeis
A.O.K.3 unterstehenden Truppen behalten ihre Sicherungsaufgabe im Raum
Minsk Maz.-Siedlce bis der Befehl zum Abmarsch
vom A.O.K.3 durch Obstlt.i.G.v.Watzdorf übermittelt wird. Sie halten
sich ab 28.9., 18.00 Uhr bereit, innerhalb 2 Stunden abzurücken. 3.)
I./Pz.Rgt.10 erreicht zur Verfügung
A.O.K.3 Gegend südlich Przasnysz. Neues K.H.Qu.Führungsstab z.b.V. ist
zu melden.
Besondere Anweisung zum Operationsbefehl
Nr.21
1.) Nachstehend werden die für den Bereich der
8.Armee geltenden Leuchtzeichen bekanntgegeben: a)
weiß: hier sind wir. grün: wir
gehen vor. rot:
Artillerieunterstützung.
Vom Flugzeug aus:
Von der Erde Antwort:
weiß: wo vorderste Linie?
weiße Leuchtkugel und Auslegen der Fliegertücher
grün: ich will Meldung abwerfen.
Auslegen des Meldeabwurfkreuzes.
rot: in bestimmter Richtung-:
von dort droht Gefahr! (Panzer).
b) 8.Armee
gibt Barbarameldung ab 24.9. um 0.20, 2.30, 4.30 Uhr alle 2 Stunden im
Klartext. Ausstrahlungsfrequenz
497 kHertz. 2.) Pi.217 wird in der Nacht vom 25./26.9. 217.Division
auf Kw.einer Brückenkolonne zugeführt. |
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