| Kriegstagebuch Februar 1944 | |
| 3.2.1944 | KTB 9.Armee. Beim XXXXI.Pz.K.. dauern die Kämpfe in unverminderter Härte an. Im Abschnitt der 36. und 253.I.D. sowie, am rechten Flügel der 134.I.D. gelingt es der mit bewundernswerter Zähigkeit kämpfenden Truppe, zah1reiche, zum größten Teil sehr heftige und von starkem Art.- und Salvengeschützfeuer unterstützte sowjetische Angriffe abzuwehren, wobei es an manchen Stellen nicht ohne erbitterte Nahkämpfe abgeht. Aus dem gestrigen Einbruchsraum nordwestlich Kobylschtschina dagegen - die Schließung der Frontlücke hat der während der Nacht sich laufend verstärkende Feind zu verhindern verstanden - tritt der Gegner in den Mittagstunden mit einer scharf zusammengefaßten Durchbruchsgruppe von 3 Divisionen auf engem Raum beiderseits Punkt 143 zum Angriff an. Unterstützt von Panzern und Schlachtfliegern vermag er bis zur Straße Gorochowischtschi - Dubrowa durchzubrechen, und nur unter Einsatz aller in diesem Raum stehenden Waffen und der schwachen Reserven der Nachbarbataillone gelingt es, ihn am weiteren Vorgehen nach Nordwesten und nach Norden in den Rücken des bei Dubrowa stehenden Flügels der 134.I.D. zu verhindern. Dieser, durch das Vordringen des Feindes auf Zerebulin von seinen rückwärtigen Verbindungen abgeschnitten, hat Befehl erhalten, sich nach Westen durchzuschlagen (Chef/Ia H.Gr., 20.15 Uhr). Im übrigen versucht das Korps, in allg. Linie Wischa einschl. - ostw. Gorochowischtschi - Korma - Prityka eine neue Verteidigungsfront herzustellen (s.Anl. IV 5). Da anzunehmen ist, daß die heute angetretenen Durchbruchsverbände in ihrer Angriffskraft noch ungebrochen sind (zu ihnen gehört neben den beiden erst vor kurzem in diesen Kampfraum verschobenen Divisionen noch eine dritte, ebenfalls frische Schtz.-Division, dis bisher vor der Front des LV.A.K. in Reserve stand), und auch die nach s.Qu. zu erwartenden Panzer sich erst zu geringen Teilen im Gefecht befinden, muß für morgen mit weiteren starken Feindangriffen gerechnet werden s. Ic-Zwischenmeldung). Der Oberbefehlshaber hat deshalb dem LVI.Pz.K. Befehl geben lassen, das D.F.B.31 bereits heute nacht aus der Front herauszulösen und dem XXXXI.Pz.K. als weitere Verstärkung zuzuführen. Als das LVI. erklärt, diese Aufgabe sei undurchführbar, wiederholt er in nachdrücklicher Form persönlich den gegebenen Befehl dem Kommandierenden General gegenüber (ОB/KG LVI. 19.35 Uhr). Bei dieser Gelegenheit kommt erneut die Frage des Kolki=Brückenkopfes zur Sprache, dessen Zurücknahme hinter die Tremlja das LVI.Pz.K. bereits mehrfach beantragt hat, da die derzeitige HKL geländemäßig so ungünstig sei, daß sie auf die Dauer nicht gehalten werden könne. Der Oberbefehlshaber hat diesen Antrag bisher immer abgelehnt, da er befürchtet, daß ein überlegener Feindangriff nach erfolgter Zurücknahme der 4.Pz.Div. auf die an sich günstige Tremlja=Stellung in das weiter rückwärts liegende Sumpfgelände zurückwerfen könnte, wо sich z.Zt. noch keine ausgebaute neue Stellung befindet; darüber hinaus muß in dem Grundsatz festgehalten werden, keinen Schritt Boden aufzugeben, ohne dem Feind möglichst hohe Verluste zugefügt zu haben. Das aber würde bei einer kampflosen Zurücknahme nicht geschehen. Trotz des nochmaligen Antrags des Kommandierenden Generals hält der Oberbefehlshaber auch heute an dieser Ablehnung fest. Durch einen inzwischen an Ort und Stelle entsandten Ord.-Offz., der die derzeitigen Stellungen der 4.Pz.Div. eingehend besichtigte, wurde bestätigt, daß diese in der Tat auf die Dauer unhaltbar sind; Die Grenadiere stehen zum größten Teil in völlig versumpftem Gelände, wo es insbesondere bei dem jetzt herrschenden Tauwetteг - meist sogar ausgeschlossen ist, irgendwelche Deckungen oder Unterschlüpfe zu bauen. Da auf Grund dieser Zustände damit gerechnet werden muß, daß die Zahl der. Erkrankungen auf der eigenen Seite, die jetzt schon höher als die der blutigen Ausfälle ist, bald derart ansteigen wird, daß sie die Anzahl der im Falle eines Feindangriffs diesen zuzufügenden Verluste übersteigen würde, hat ein Halten des Brückenkopfes keinen Sinn mehr - es würde nicht zu einer vermehrten Abnutzung der gegnerischen, sondern der eigenen Kräfte führen. Der Oberbefehlshaber hat deshalb nunmehr selbst den Antrag auf Genehmigung der freiwilligen Zurücknahme der 4. Pz.Div. an die Heeresgruppe gerichtet und diese hat ihn an OKH weitergegeben (FMOB, 20.55 Uhr; s.Anl. IV 8). Die Genehmigung zum Absetzen trifft noch im Laufe des Abends ein. In der Nacht zum 5.2. soll die Zurücknahme erfolgen (s.Anl. IV 6). Die Heeresgruppe hat mitgeteilt, daß die Ablösung der 4. Pz.Div. durch die 129.I.D. nach Beendigung der Auffrischung vom Feldmarschall endgültig befohlen worden sei. Die 4. Pz.Div. wird, um ihrerseits aufgefrischt zu werden, (Ia H.Gr./Ia, 10.50 Uhr, s.a.Anl. V 1), in den Rаum Pinsk - Luniniec verlegt werden. Im Kampf um den Brückenkopf nordwestlich Schazilki (XXXV.Pz.K.) haben heute mehrere Angriffe des Gegners, der sich während der Nacht auf etwa 2 Rgter. verstärkt hat, den eigenen Gegenangriff zur Bereinigung des Nordufers nur wenig an Boden gewinnen lassen. In einem Befehl an das XXXV.A.K., den er allen beteiligten Kommandeuren im Wortlaut bekanntzugeben anordnet, wiederholt der Oberbefehlshaber nochmsls seine Forderung, den Gegner wieder über die Beresina zurückzuwerfen. Er bezeichnet es als eine Ehrenpflicht des Korps, diese im Interesse der Gesamtlage so außerordentlich wichtige Aufgabe unter allen Umständen, zu erfüllen. (s.Anl. IV 1). |
| 20.2.1944 | KTB 9.Armee. Nachdem die Kämpfe südlich der Beresina in der Nacht nur an einigen Stellen weitergegangen sind, beginnt der Feind in den frühen Morgenstunden seine starken Angriffe mit den gleichen Schwerpunkten wie gestern von neuem. Im Verhältnis zum Vortag hat ihre Wucht allerdings nachgelassen, vor allem ist das Feuer der gegnerischen Artillerie heute weniger stark. Dem LVI.Pz.K., das wieder an beiden Flügeln angegriffen wird, gelingt es, unter Bereinigung örtlicher Einbrüche nach harten Gefechten bis zum Abend- aller Angriffe Herr zu werden. Auch das XXXXI.Pz.K. kann an seinem rechten Flügel wiederholte starke Angriffe abwehren und einen Einbruch zwischen Gorochowischtschi und Korma im Gegenangriff, der bis in die Nacht hinein fortdauert, bereinigen (s.Anl. II und III, dazu Morgenmeldung vom 21.2.44). Im Einbruchsraum Jaswin dagegen ist die Lage nach wie vor gespannt. Dort erzielt der Gegner, dessen Angriffe einzelne Panzer unterstützten, zwei neue tiefe Einbrüche, die im Gegenangriff zwar verengt, aber nicht bereinigt werden können. Zur Verstärkung der Panzerabwehr hat das XXXXI.Pz.K. die Freigabe der Pz.Jäg.Abt. der 4.Pz.Div. beantragt und genehmigt erhalten (Ia ХХХХІ/Ia, 9.15 Uhr; Ia/OB, 9.55 Uhr; Іа/Ia ХХХХІ, 9.45Uhr). Zwei Panzerabschüsse sind gemeldet. Neue starke Bereitstellungen des Gegners werden durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer bekämpft. Es hat den Anschein, als ob der Feind nach seinem gestrigen überraschenden Erfolg an den inneren Flügeln der 36. und 253.I.D. z.Zt. eine Umgruppierung seiner Kräfte und eine seiner ursprünglichen Absicht entgegenstehende Verlagerung seines Schwerpunktes gegen die Südfront des XXXXI.Pz.K. vornähme. Darauf scheint auch das dort stärker gewordene Art.Feuer hinzudeuten, obwohl - infolge fehlender Luftaufklärung - ein größerer Stellungswechsel der Schwerpunktartillerie noch nicht hat festgestellt werden können. Für morgen muß jedoch mit einer Fortsetzung der Angriffe in diesem Аbschnitt gerechnet werden, zumal dem Feind zu ihrer weiteren Nährung noch namhafte infanteristische Kräfte sowie die Masse des I.Gde.Pz.K. zur Verfügung stehen. An der Dnjepr=Front, wo die Brücken westl. Sswershen und eine neu festgestellte Brücke nordostw. Kisteni von eigener Artillerie z.T. im Fliegerschießen erfolgreich bekämpft werden und ein Stoßtrupp der 31.I.D. sogar die Brücke nördlich Schaptschizy sprengen kann, ist die Lage immer noch unklar. Einerseits weisen das Auftreten einer Stu.Pi.Brigade und der Ausbau eines Korpsgefechtsstandes (nach s. Qu.) auf die Fortsetzung der Angriffsvorbereitungen hin, ein anderer s.Qu.-Spruch, der die Einstellung von Brückenbauarbeiten befiehlt, spricht allerdings dagegen. Anzeichen für ein unmittelbares Bevorstehen des Angriffs sind jedenfalls noch nicht zu erkennen. |
| 21.2.1944 | KTB 9.Armee. Großkampf auf beiden Armeeflügeln! Unter Fortsetzung der Angriffe südlich der Beresina tritt der Feind - in Zeitpunkt and Stärke überraschend - nach zweistündigem Trommelfeuer und von starken Luftwaffenkräften unterstützt, im Abschnitt der 31.I.D. (LV.A.K.) zwischen Dnjepr=Knie und Koromka um 5.15 Uhr zum Angriff an und durchbricht im ersten Anlauf auf breiter Front die schwach besetzte HKL. Während es unter Heranziehung aller verfügbaren Reserven in erbitterten Kämpfen gelingt, im Südteil des Einbruchsraums den Gegner zum Stehen zu bringen und alle auf Madory gerichteten Rgt.-starken Angriffe unter Abschuß von 3 T 34 abzuschlagen, ist die Front nördlich Madory breit aufgerissen. Eine in Jelenowo eingeschlossene Kampfgruppe kann durch Angriff von Süden entsetzt werden, eine andere, in Borowucha, muß sich nach Verschuß aller Munition und Sprengung der Geschütze nach Nordwesten zurückkämpfen. Am Abend hat der Feind die Waldränder nordwestl. Borowucha erreicht - 7 km tief ist der Einbruch alsо schon -, beschießt Alexandrowka und Ossinowka und ist mit Teilen im Eindrehen nach Südwesten. Im Nordteil des Einbruchsraums sind wechselvolle Kämpfe westl. Korma im Gange, durch des Waldgebiet nördlich davon ist der Gegner bis Nishn.Toschtzchiza vorgedrungen. Ein Gegenangriff mit Sturmgeschützen stößt auf starken Widerstand. Weiter ostw. sind feindl. Übersetzversuche über den Dnjepr gescheitert. Vom AOK wird als erstes die Alarmierung der AWS und des Alarmbtl. Bobruisk sowie deren sofortige Inmarschsetzung zur Sicherung der Drut =Brücken Blisnezy und Konopliza befohlen (Chef/Ia, 9.15 Uhr). Mit der Führung aller im Drut-Abschnitt eingesetzten Kräfte wird der Kdr. der 4.Pz.Div. beauftragt (Chef/Ia 4.Pz.Div., 13,35 Uhr). Zur Verstärkung der Abwehr der 31.I.D., zu der das LV.A.K. die eigenen Reserven beschleunigt heranführt, kann des AOK allerdings nicht allzu viel beisteuern, da der Abwehrkampf südlich der Beresina namhafte Kräfte bindet und auch die Front des XXXV.A.K. durch zahlreiche Abgaben bereits erheblich geschwächt ist. Immerhin wird die sofortige Zuführung zweier le.Art.Art., einer s.FH= und einer Werfer=Bttr., einer Stu.Gesch.Bttr. und einer verst. Gren.Kp. vom XXXV.A.K. zum LV.A.K. befohlen (s.Anl. IV 1). Auch den Behelfspanzerzug des Korück setzt das AOK zum LV.A.K. in Marsch (Ia/Ia Korück, 14.50 Uhr). Da jedoch angesichts der massierten Kräfte des Feindes vor allem eine infanteristische Verdichtung der Abwehr notwendig ist, wird von der Heeresgruppe die Freigabe der 5.Pz.Piv. erbeten, die sich z.Zt. im Anmarsch auf Bobruisk befindet. Die Genehmigung wird erteilt (FM/OB, 11,25 Uhr); erste Teile der Division werden allerdings erst im Laufe des Abends eintreffen. Sie sollen vorerst im Raum westl. Rogatschew zur Verfügung der Armee bereitgehalten werden. Darüber hinaus, hat die Heeresgruppe die Zuführung einer s.Art.Abt., einer Stu.Gesch.Brig. und einer Flak-Kp. von der 4. Armee angeordnet, ferner die Übernahme zweier Btl.Abschnitte der 31.I.D. (s.Anl. V 1) (Der letztgenannte Befehl dürfte allerdings wohl noch eine Minderung erfahren, da die beiden Bataillone heute statt zur Ablösung zum Gegenangriff bei Nishn.Toschtschiza angesetzt werden mußten). Die entscheidende Frage, vor die sich die Armeeführung angesichts dieser Lage gestellt sieht, ist die, ob man den Versuch machen kann, durch Gegenangriff aus den Flanken des Einbruchsraums die entstandene Lücke im Rücken des Feindes zu schließen, oder ob die einzige Möglichkeit der Wiederherstellung einer, zusammenhängenden Front darin besteht, daß man sich den feindlichen Angriffsspitzen vorlegt, um den Einbruch verteidigungsweise abzuriegeln. Zu gleichzeitiger Durchführung beider Aufgaben reichen die zur Verfügung stehenden Kräfte nicht aus, d.h. mißlingt die angriffsweise Lösung, so können dem feindlichen Stoß vorerst keine nennenswerten Kräfte mehr entgegengestellt werden. Gelingt sie jedoch - und dies scheint trotz der Tatsache, daß die Stärke des durchgebrochenen Feindes auf etwa 4 Divisionen geschätzt werden muß, insofern nicht ausgeschlossen zu sein, als ein unmittelbares Nachschieben stärkerer Kräfte aus der Tiefe bisher nicht erkennbar war -, so besteht Aussicht, durch Abschneiden des Gegners von seinen rückwärtigen Verbindungen zu einem beachtlichen Erfolg zu kommen. Voraussetzung des Gegenangriffs, der von Süden mit den im Laufe der Nacht erwarteten ersten Teilen der 5.Pz.Div. und inzwischen herangeführten weiteren Einheiten des LV.A.K., von Norden im wesentlichen mit den von der 4.Armee herangeführten Verbänden zu führen wäre, ist allerdings, daß Madory als Ausgangsbasis des Südangriffs in eigener Hand bleibt. Unter dem Eindruck der erfolgreichen Abwehr der Feindangriffe auf die Ortschaft im Laufe des Vormittags hat deshalb das AOK zunächst die angriffsweise Lösung ins Auge gefaßt (s.Anl. IV 1, takt. Zeit 13.00 Uhr). Im Laufe des Tages jedoch verschärft sich die Lage bei Madory derart, daß das Gen.Kdo. LV.A.K. meldet, es erscheine höchst fraglich, ob der Ort bis zum nächsten Tag gehalten werden könne (Chef LV/Ia, 16.45 Uhr). Diese Meldung wird vom Kommandierenden General LV.A.K. dem Oberbefehlshaber gegenüber um 19.50 Uhr noch einmal wiederholt, woraufhin sich der Feldmarschall, der sich heute beim AOK befindet, mit dem Entschluß der Armee für die verteidigungsweise Lösung einverstanden erklärt (s. dazu Anl..IV 3). Der Komm. General hat gleichzeitig gemeldet, es sei jetzt auch mit einem weiteren unmittelbar bevorstehenden Angriff aus dem Dnjepr=Knie nach Südwesten zu гechnen; ein Feindspähtrupp habe bereits durch die eigene dünn besetzte HKL 4 km tief bis an die Rollbahn ostw. Rogatschew vordrinnen können und am Dnjepr seien starke Bereitstellungen zu beobachten. Er hat damit den Antrag verbunden, zwei Bataillone der 5.Pz.Div zum Einsatz auf dem Nordflügel des Brückenkopfes abdrehen zu dürfen, damit der Feind nicht durch einen Vorstoß auf die Rollbahn den noch in der Brückenkopffront stehenden eigenen Teilen den Rückweg abschneide. Diesen Antrag lehnt der Oberbefehlshaber ab, mit der Begründung, der Aufbau der Abwehrfront nördlich Rogatschev gehe jetzt allem anderen vor; notfalls müsse man sogar noch weitere Kräfte aus dem Brückenkopf abziehen, selbst auf die Gefahr hin, daß dieser dann eingedrückt werde. Scharf zusamengefaßte Artillerieschläge seien des einzige, was man z.Zt. gegen die feindlichen Bereitstellungen unternehmen könne, eine infanteristische Verstärkung komme nicht in Frage. Die vordersten Teile der 5. Pz.Piv. bleiben deshalb im Marsch nach Norden, wo die neue Front etwa in der Linie Oserischtsche - Bolschewik - Ossinowka - Nishne Toschtschiza aufgebaut werden soll. Bis die Kampftruppe heran ist, um die Verbindung zur Nordhälfte der 31.I.D. wiederherzustellen, sind die Trosse angewiesen, die in oder westl. dieser Linie gelegenen Ortschaften stützpunktartig zu verteidigen. Im zweiten Brennpunkt des Abwehrkampfes, an der Front südlich der Beresina, setzt der Feind seine heftigen Angriffe fort. Ihr Schwergewicht hat sich nunmehr eindeutig in den Einbruchsraum nördlich Jaswin verlagert, wo der Feind in die noch nicht gefestigte Abriegelungsfront mit überlegenen Kräften erneut einbricht. Erst in der von den Sicherungsbataillonen besetzten Art.=Schutzstellung westlich Poganzy kann der Stoß wieder aufgefangen werden. Gegen die inneren Flügel des LVI. und XXXXI.Pz.K. führt der Feind wiederum starke Angriffe, die jedoch unter Bereinigung örtlicher Einbrüche im wesentlichen überall abgeschlagen werden können. Auch, am rechten Flügel des LVI.Pz.K. hat der Feind seine Vorstöße wiederholt - ebenfalls ohne Erfolg (Einzelheiten des Kampfverlaufs s. Anl. II und III). Im Hinblick darauf, daß mit weiteren schweren Kämpfen, vor allem beim XXXXI.Pz.K., gerechnet werden muß, während der feindliche Druck auf den Südflügel der Armee etwas geringer zu werden scheint, hat das AOK die Verschiebung einer Pz.Abt. und eines Gren.Btl., die als Reserven weiter südlich standen, hinter den mittleren Abschnitt des XXXXI.Pz.K. befohlen. |
| 22.2.1944 | KTB 9.Armee. Der feindliche Doppelangriff, dessen gemeinsaes operatives Ziel - Bobruisk - klar ersichtlich ist, ist in vollem Gange. Beim LV.A.K. gelingt es dem Feind, die Eintruchslücke nach beiden Seiten weiter aufzureißen und damit den Aufbau der geplanten neuen Verteidigungslinie zu verhindern. Die Divisionen des Gegners - nach einer Beutekarte sind es sechs. - gehen in drei Stoßgruppen vor. Die südliche, die westlich Madory angreift (der Ort hat in der Kacht wegen drohender Umfassung aufgegeben werden müssen), nimmt Schibrin und überschreitet sogar schon die Bahnlinie in Richtung auf Blisnezy, wird allerdings im Gegenstoß wieder bis zur Bahn zurückgeworfen. Die mittlere Angriffsgruppe durchbricht die im Abschnitt Bolschewik - Ossinowka sich verteidigenden Bataillone der 5. Pz.Div., umfaßt sie und stößt über die Eisenbahn nach Westen weiter, so daß sich die eingeschlossenen Teile gegen harten Feindwiderstand zurückkämpfen müssen. Gegen Abend nimmt der Gegner Stankoff und ist im weiteren Angriff auf Konopliza. Die rechte Gruppe, die durch die noch nicht geschlossene Lücke zwischen 5.Pz.Div. und 31.I.D. nach Norden auf Toschtschiza vorgeht, steht nach letzten Meldungen etwa 2 km südl. des Bahnhofs. Reste der 31.I.D. bilden noch eine dünne Sicherungskette zwischen Toschtschiza und Nishne Toschtschiza. Weiter ostwärts über den Dnjepr gesetzte Feindteile haben im Gegenstoß bis auf geringe Reste zurückgeworfen werden können (Einzelheiten des Tagesverlaufs. Anl. II und III). Die Luftwaffe hat auf beiden Seiten in erheblichem Maße in die Kämpfe eingegriffen. Durch das Vordringen des Feindes über die Bahnlinie (-der Gen.d.T. hat inzwischen ihre Unterbrechung, leider nicht -entsprechend dem schon gestern gestellten Antrag des AOK -ihre nachhaltige Zerstörung befohlen -) ist die Fernsprechverbindung zur 31.I.D. unterbrochen. Ihre Wiederherstellung von der Rollbahn Bobruisk - Mogilew her ist infolge der Bandengefährdung in den ostwärts der Rollbahn liegenden Waldgebieten bisher noch nicht gelungen. Da auch die Versorgung der nördlich der Einbruchsstelle stehenden Teile der 31.I.D. von Süden her nur noch unter größten Schwierigkeiten würde erfolgen können (Qu 1/ Ia, 11.50 Uhr) und die Division deshalb bereits im Laufe des Tages versorgungsgemäß der 4.Armee angeschlossen worden ist, erscheint ihre auch taktische Unterstellung unter das AOK 4 zweckmäßig (OB/Chef H.Gr., 20.05 Uhr) und wird deshalb von der Heeresgruppe mit sofertiger Wirkung befohlen (FM/OВ, 20.55 Uhr: s. dazu Anl. IV 6). Als Armeegrenze wird die Linie Galynowka — 1,5 km nördlich Chomitschi - Dedowo (zu 4.) - Toschtschiza (zu 4.) - Kalinin bestimmt (s. Anl. IV 13). Im Vordergrund aller Erwägungen, die - unter dem Eindruck des Vordringens der gegnerischen Kräfte - in zahlreichen Ferngesprächen zwischen Heeresgruppe, AOK und LV.A.K. und in mehreren Besprechungen des Oberbefehlshabers mit seinen Generalstabsoffizieren behandelt werden, steht die Frage nach der Wiederherstellung einer zusammenhängenden Abwehrfront, und zwar einerseits hinsichtlich der Linienführung, andererseits hinsichtlich der beschleunigten Heranziehung ausreichender Kräfte, um diese Front zu besetzen. Beim LV.A.K. kommt im Hinblick darauf, daß die gestern geplante Linie längs der Bahn durch die Entwicklung der Lage inzwischen überholt ist, nur noch die zu großen Teilen bereits ausgebaute Drut=Stellung in Frage, und zwar, da die zunächst von der Heeresgruppe in Aussicht genommene Abschrägung zur 4.Armee über Blisnezy - Lushki - Ssinemora - 'Wyschgorod - Sselez -Toschtschiza - Krassnyj Bereg - Komaritschi (Orte z.T. Karte 1 : 100 000) nicht nrr geländemäßig äußerst ungünstig, sondern auch bereits vom Feind überschritten ist, bis hinauf nach Chomitschi, von wo aus eine einigermaßen brauchbare. Anschlußlinie über Jeswa zum Dnjepr von der 4.Armee hergestellt werden kann (s. Anl. I). Auf Antrag der AOK erteilt dann auch die Heeresgruppe die Genehmigung den Nordflügel der Armee auf die ganze Drut=Stellung zurückzunehnnen, und zwar unter Festhalten von Rogatschew und unter Bildung eines Brückenkopfs bei Chomitschi (s. Anl. V 4). Von dem rechtzeitigen Besetzen und Halten dieses Ortes, bei dem sich die in der feindlichen Nordwest=Stoßrichtung liegenden Waldwege vereinigen, wird es abhängen, ob der Anschluß zur 4. Armee in der vorgesehenen neuen Verteidigungslinie hergestellt werden kann. Für deren Aufbau aber fehlen vorläufig noch die Kräfte. Die von der Heeresgruppe heute befohlene Zuführung einer Inf.Div. (211.I.D.) vom Pz.AOK 3 und eines verstärkten Gren.Rgt. (G.R.62). von AOK 2 zur 9.Armee (s. Anl. V 3) wird sich - trotz aller Beschleunigung - erst in einigen Tagen auswirken können. Die Masse der 20.Pz.Div. wird ebenfalls erst am 25.2. zur Verfügung stehen; die ersten beiden Btlne. sollen morgen im Laufe des Tages eintreffen. Da es aber entscheidend darauf ankommt, daß der derzeitige "Wettlauf" zwischen dem Vordringen der feindlichen Angriffsdivisionen und dem Herankommen der eigenen Verstärkungen nicht zu Gunsten des Feindes, endet - ein Durchbruch des Gegners über die Drut=Stellung hinaus würde sehr schwerwiegende Folgen haben -, bleibt keine andere Möglichkeit als eine schleunige Heranziehung von Kräften aus unmittelbarer Nähe des Einbruchsraums, die nicht anders erfolgen kann als durch Zurücknahme des Doppelbrückenkopfes Shlobin - Rogatschew hinter den Dnjepr in die Bärenstellung. Ohnehin verliert dieser Brückenkopf, wenn die Front nördlich Rogatschew hinter der- Drut steht, seinen taktischen Sinn, Rogatschew und die Nord-Süd-Bahnlinie außerhalb des feindlichen Artilleriefeuerbereichs zu halten, zum erheblichen Teil; das AOK hat deshalb bei der Heeresgruppe um die Genehmigung zur Räumung des Brückenkopfs gebeten (s.Anl. V. 10). Ferner ist der Antrag gestellt worden, die im Anmarsch vom Pz.AOK 3 befindliche. 20.Pz.Div. ohne vorherige Versammlung vom AOK 4 sofort weiterleiten zu lassen und sie unverzüglich nach Chomitschi vorführen zu dürfen, was allerdings bis zur Öffnung des direkten. Weges (von der Rollbahn über Saretschje, Tschigirinka) vorerst nur südlich ausholend über Bobruisk (Dg.VII, Tichinitschi, Oserane) geschehen kann. Beide Anträge werden genehmigt (s. Anl. V 6 und V 4). Das Аbsetzen soll bereits in der kommenden Nacht stattfinden (Chef LV/Chef, 23.50 Uhr), wobei von seiten des AOK nochmals darauf hingewiesen wird, daß die Rückführung aller Waffen, allen Geräts und aller Vorräte ebenso wie die Zerstörung; aller kriegswichtigen Anlagen sichergestellt sein müsse, was das Gen.Kdo. vorbereitet bestätigt. Lediglich Rogatschew selbst wird vorläufig noch nicht geräumt werden. Hier bedarf die planmäßige Zerstörung noch einer eingehendenVorbereitung; allerdings soll auch der Ausbau der Drut=Stellung nordwestlich Rogatschew erst noch weiter gefördert werden. Die Armee behält sich daher den Räumungsbefehl für Rogatschew ausdrücklich vor (s. Anl. IV 7; IV 8; IV 4). Südlich der Beresina beschränkt sich der Feind beim LVI.Pz.V. auf schwächere Vorstöße. Auch westlich Kobylschtschina und Dubrowa hat die Wucht der feindlichen Angriffe nachgelassen, Das Schwergewicht der Kämpfe liegt wieder im Einbruchsraum Jaswin (XXXXI.Pz.K.), wo der Gegner, von sehr starkem Art. - und Gr.W.-Feuer unterstützt, unter Einsatz von Panzern mit zusammengefaßten Kräften die stark geschwächte Abwehrfront beiderseits Poganzy erneut zu durchbrechen versucht. Wieder kommt es zu harten, wechselvollen und für den Gegner z.T. sehr verlustreichen Kämpfen, bei deren Abschluß jedoch die HKL fest in eigener Hand ist. Durchgebrochene Feindteile in Stärke von etwa 150 Mann gehen ihrer Vernichtung entgegen (Kampfverlauf im einzelnen: Anl. II und III). |
| 23.2.1944 | KTB 9.Armee. Die befohlene Absetzbewegung des Südflügels des LV.A.K. in die Bärenstellung mit dem Brückenkopf Rogatschew ist planmäßig und ohne besondere Feindeinwirkung verlaufen. Gegen Mittag sind alle Dnjepr=Brücken gesprengt, woraufhin die Nachtruppen zurückgenommen werden. Nur noch Spähtrupps befinden sich auf den Ostufer des Flusses. Feindangriffe in Btl.Stärke auf die HKL hart nördl. Rogatschew werden abgewiesen; in der Stadt selbst nehmen die Zerstörungsarbeiten ihren planmäßigen Fortgang. Da das Gen.Kdo. meldet, daß die befohlenen Räumungsarbeiten noch heute zum Abschluß kommen würden (Chef LV/Ia, 19.30 Uhr), erteilt das AOK den Befehl zur Räumung der Stadt für die kommende Nacht (s. Anl. IV 5). Ostwärts des Drut sind die Kämpfe wählend der Nacht in unverminderter Heftigkeit weiter gegangen. Der Feind hat seine überlegenen Angriffe fortgesetzt, so daß sich die südlich der Durchbruchslücke stehenden Teile der 5.Pz.Div. einer drohenden Umfassung von Norden nur durch die befehlsgemäß eingeleitete Аbsetzbewegung auf den Drut entziehen können. Die Brückenköpfe Blisnezy und Konopliza werden nach Sprengung der Brücken in den Morgenstunden geräumt. Der Feind drängt rasch nach. Bereits am Vormittag treffen die ersten btl.-starken Angriffe seiner südlichen Stoßgruppe auf die neue Abwehrfront. Sie können sämtlich abgeschlagen werden; auch ein erneuter, mit stärkeren Kräften geführter Angriff bleibt im zusammengefaßten Feuer aller Waffen liegen; es befinden sich allerdings noch Feindteile auf dem Westufer des Flusses. Mit der mittleren feindlichen Angriffsgruppe, die auf Konopliza und Oserane vorgeht, kommt es außer durch Spähtrupps heute zu keiner Gefechtsberührung über den Verbleib der nördlichen Gruppe, die kurz nach Mitternacht den Bhf. Toschtschiza genommen hat, lieger z.Zt. überhaupt keine Meldungen vor. Es scheint, als ob sie - lediglich zum Flankenschutz der auf Bobruisk zielenden Hauptkräfte bestimmt - zunächst nicht weiter vorgegangen sei; von Chomitschi nach Osten vorgetriebene Aufklärung stellt gegen Mittag Dedowo feindfrei fest. Dies ist insofern als besonder erfreulich zu bezeichnen, als das Herankommen der 20.Pz.Div. sich leider außerordentlich verzögert und bis zu ihrem Eintreffen nur einige Bau-Pi.=Kompanien, Teile der AWS und ein Alarm-Btl. aus Bobruisk, unterstützt durch Pz.Spähwagen der 5.Pz.Div. und Sf=Pak, die Front von Oserane bis Chomitschi schwach besetzt halten. Auch die von der 4.Armee zur Herstellung des Anschlusses bei Chomitschi heranbefohlenen Kräfte sind erst zum geringsten Teil in den vorgesehenen Räumen eingetroffen. Für morgen wird der Hauptstoß des Feindes, dessen Divisionen bis dahin im wesentlichen aufgeschlossen haben dürften, im südlichen Drut=Abschnitt (Kolossy - Konopliza) erwartet, während weiter nördlich wohl erst später mit neuen Angriffen zu rechnen sein wird. Aus s.Qu. weiß man, daß der Feind die Absicht hat, westl. Lushki baldmöglichst eine starke Brücke über den Brut zu schlagen, um mit seinen Panzern zum weiteren Durchstoß anzusetzen. Dem LV.A.K. wird deshalb befohlen, dort vor allem auf die Verhinderung von Panzer-Übergangsmöglichkeiten bedacht zu sein und zu diesem Zweck genügend starke Kräfte dicht an den Fluß zu stellen, um die Übergangsstellen mit Inf.Waffen. beherrschen zu können. Im nördlichen Abschnitt soll, die Zeit bis zum Herankommen des Gegners dazu benutzt werden, starke Gefechtsaufklärung in das Waldgebiet ostw. des Drut vorzutreiben, Schußfeld zu schaffen und hinter der Front den Ausbau des erforderlichen taktischen Wegenetzes zu fördern (s. Anl. IV 9). Auf Grund der derzeitigen Kampflage, der Zuführung neuer Verbände zum LV.A.K. (s. Anl. IV 2, 3, 4, 7, 8) und im Hinblick auf die Zurücknahme des Dnjepr=Brückenkopfes erscheint es zweckmäßig, die seinerzeit angeordnete Unterstellung der 6.I.D. unter das Gen.Kdo. LV.A.K. nunmehr wieder rückgängig zu machen. Die Rückunterstellung der Division unter das Gen.Kdo. XXXV.A.K. wird deshalb (ab morgeen 10 Uhr) befohlen (s. Anl. IV 6). In Kampfabschnitt südlich der Beresina zeigt sich immer eindeutiger die Verlagerung des feindlichen Schwerpunktes in den Einbrüchsraum nörrdlich Jaswin. Während es an der gesamten Südostfront des LVI. und XXXXI.Pz.K. nur noch zu geringer Gefechtstätigkeit kommt, nimmt der Gegner an den inneren Flügeln der 36. und 253.I.D, seine von Panzern begleiteten Durchbruchsversuche auf breiter Front wieder auf. In erbitterten, wechselvollen Kämpfen gelingt es zwar, bis auf einen Einbruch am rechten Flügel der 253.I.D. alle Angriffe, die durch gegenüber den Vortagen wesentlich verstärktes und bis tief in das Hintergelände reichendes Art.-, Raketengeschütz- und Gr.W,-Feuer unterstützt werden, wieder einmal abzuschlagen; dennoch kann es keinem Zweifel unterliegen, daß mit einer zunehmenden Verschärfung der Lage in diesem Abschnitt auch weiterhin gerechnet werden muß: durch Luftaufklärung ist festgestellt, daß der Feind schon wieder neue Kräfte heranführt. Damit rückt die Gefahr eines Gelingens seiner Durchbruchsabsicht in immer größere Nähe, zumal die eigene Truppe durch den pausenlosen Kampf schon stark zusammengeschmolzen und erschöpft ist und ihr Verstärkungen angesichts des Großkampfs beim LV.A.K. nicht mehr zugeführt werden können. Besonders gefährdet erscheint der noch am Südufer der Beresina festgehaltene, bis Tschirkowitschi reichende Frontvorsprung der 253.I.D. (s. Anl. I). Das AOK, das schon seit längerem die Frage der Begradigung dieses Vorsprungs erwogen hat, ist deshalb mit dem Antrag an die Heeresgruppe herangetreten, die HKL hier auf eine vorbereitete Stellung zurücknehmen zu dürfen, um einer Abschnürung der 253.I.D. vorzubeugen. Da allerdings durch diese Frontzurücknahme, sofern der rechte Flügel des XXXV.A.K. in seiner bisherigen Stellung bliebe, dort eine neue lange Front auf dem linken Ufer der Bегessina entstehen würde, zu deren ausreichender Besetzung die Kräfte fehlen, hat das AOK mit diesem Antrag den Vorschlag verbunden, auch den rechten Flügel des XXXV.A.K. auf eine ausgebaute rückwärtige Stellung zurückzuklappen. Eine Entscheidung über den Antrag ist noch nicht gefallen. |
| 25.2.1944 | KTB 9.Armee. Wie erwartet, ist das gestrige Nachlassen der Feindangriffe beim LV.A.K. nur eine Folge dess Ausweichens auf die Drut=Stellung und deshalb lediglich vorübergehender Natur gewesen. Schon die nächtliche Räumung Rogatschews wird vom Gegner erheblich gestört. Die dabei entstandenen s.Pak-Verluste sind vermutlich auf Führungsfehler des Kampfkommandanten (Kdr. 707.1.D.) zurückzuführen (so daß der Oberbefehlshaber eine Untersuchung anordnet). Gegen die Drut=Front tritt der Feind heute wieder - offenbar nach nur flüchtiger Bereitstellung - mit starken Kräften zum Angriff an. Während es der 296.I.D. gelingt, alle Angriffe abzuweisen, überschreitet der Gegner ostw. Weritschew, Bol.Konopliza und Oserane (5.Pz.Div.) in breiter Front den Fluß, bricht in die HKL ein und stößt mit Teiles sogar bis in die Gegend von Tichinitschi vor. Ein wechselvolles, äußerst hartes Ringen setzt ein; die eigenen Gegenangriffe, zu denen die mit hervorragender Zähigkeit, kämpfende Truppe inner wieder ansetzt, gewinnen nur langsam Boden, erreichen aber doch, von gutliegendem Art.-Feuer und rollenden Stuka-Einsätzen wirksam unterstützt, an einigen Stellen wieder die HKL, wenn auch, angesichts der z.T. zehnfachen feindl. Übermacht, nicht überall. Die Kämpfe gehen bis in die Dunkelheit, hinein weiter und sind am Abend noch in vollem Gange. Der Oberbefehlshaber hat sich am Nachmittag noch einmal zur 5.Pz.Div. begeben, um sich wieder an Ort und Stelle in die Führung des Kampfes einsuschalten. (Zum Kampfverlauf im einzelnen s. Anl. II und III). Weiter nördlich ist der Feinddruck auch heute wieder nur schwach gewesen - erfreulicherweise, da die Front noch keineswegs ausreichend gesichert ist. Im Abschnitt der 4.Pz.Div. wird ein Angriff auf Rekta abgewiesen, am Nordflügel während der Nacht in Chomitschi eingebrochener Gegner geworfen. In das Waldgebiet ostwärts Chomitschi hat der Feind heute mit schwachen Kräften vorgefühlt, Aufklärung stellt Jedoch am Abend Jeswa noch feindfrei fest (Ia LV/Ia, 21.15 Uhr). Mit Nachdruck hat das АOK seine Maßnahmen zur Beschleunigung des Eintreffens der für den Aufbau der Abwehr am Nordflügel bestimmten Kräfte fortgesetzt. Dem G.R.62, dessen Antransport von der 2.Armee sich teils wegen der schlechten Straßen und des dadurch bedingten Ausfalls von Fahrzeugen, teils aus anderen Gründen erheblich verzögert, läßt der Oberbefehlshaber Leerzüge auf der Bahnstrecke Bobruisk - Ratmirowitschi entgegenfahren, um gegebenenfalls bei weiteren, Ausfällen von Lkw den Marsch im E-Transport ohne Aufenthalt weitergehen zu lassen. Die 20.Pz.Div. trifft heute mit der Masse ihrer Verbände ein; sie wird den bisher vom Stab der 4.Pz.Div. geführten Abschnitt übernehmen, ihre Panzer und Teile der Pz.Grenadiere allerdings sollen südlich des Waldgeländes im Raum Tichinitschi als Armee-Researve verbleiben (s. Anl. IV 1), da dort einerseits das Gelände einen wirksameren Einsatz der Panzer gestattet und andererseits der feindliche Angriffsschwerpunkt auch weiterhin im Abschnitt der 5.Pz.Div. erwartet wird. Das AOK beabsichtigt, nach Eintreffen der 211.I.D., deren an sich ja bereits am 22.2. befohlene Zuführung gestern noch einmal von der Heeresgruppe angehaten (OB/ Chef, 25.2.44, 19.45 Uhr), nunmehr aber - und hoffentlich endgültig erneut befohlen worden ist (Chef H.Gr./Chef, 18.45 Uhr; s. Anl. V 1), die 20.Pz.Div. wieder aus der Front, zu nehmen, um sie sich ganz als Armeereserve zur Verfügung zu stellen (siehe Anl. IV 1). Am linken Flügel des XXXXI.Pz.K. sind ebenfalls wieder schwere Kämpfe im Gange. Dabei scheint es, als ob zugunsten der Durchbruchskräfte im Raum nördlich Jaswin eine gewisse Auflockerung der bisher immer noch vorhandenen Artillerie-Massierung westl. Dubrova eingetreten sei (Harko und Ic in der Chefbesprechung, 18.00 Uhr). Im Einbruchsraum an den inneren Flügeln der 36. und 253.I.D. setzt der Gegner seine starken Angriffe fort und kann auch wieder einigen Geländegewinn erzielen; eine heißumkämpfte Ortschaft geht nach mehrfachem Besitzerwechsel endgültig verloren, die Bereinigung einzelner Einbrüche ist nicht gelungen. Der Feind hat erhebliche Verluste, aber auch die eigenen Ausfälle sind hoch. Erstmalig nach längerer Zeit greift die feindliche Angriffstätigkeit auch wieder auf das Nordufer der Beresina über. Mit 200 Mann gelingt es dem Gegner, nordostw. Tschirkowitschi den Fluß zu überschreiten und in des Waldgebiet auf dem rechten Flügel des ХХХV.A.K. einzudringen. Sofort einsetzende Gegenangriffe von Teilen der 45.I.D. werfen ihn, wobei er seine gesamten schweren Waffen zurücklasssen muß. Bei und südwestl. Jaschtschizy geführte stärkere Feindangriffe können unter Bereinigung örtlicher Einbrüche abgewiesen werden. Die durch das 'Übergreifen der Angriffe auf das Nordufer der Beresina noch verschärfte Lage in diesem Kampfraum drängt immer mehr zur Durchführung der beabsichtigten Frontbegradigung (Chef/ Ia H.Gr., 8.10.Uhr) Das Auftauchen neuer Feindkräfte im Einbruchsraum nördlich Jaswin (s.d. Ic=Meldungen) bestätigt die unverändert vorhandene Durchbruchsabsicht des Gegners, wobei die Angriffe beim ХХХV.A.K. entweder als Fesselungsangriffe oder als Versuch eines Herausbrechens des gesamten Frontvorsprungs beiderseits des Flusses zu werten sein dürften. Die Heeresgruppe hat inzwischen den Antrag des AOK auf Zurücknahme der inneren Flügel des XXXXI.Pz.K. und XXXV.A.K. dem OKH vorgelegt und teilt dazu mit, daß man zwar mit einer Genehmigung rechne, die Entscheidung jedoch heute wohl nicht mehr zu erwarten sei. Von seiten der beiden Korps sind alle erforderlichen Vorbereitungen bereits getroffen. Um dem XXXXI.Pz.K. die Möglichkeit zu geben, seinen Nordabschnitt, dessen Kräfte durch die anhaltenden schweren Kämpfe . erheblich zusammengeschmolzen sind, zu verstärken, ist das AOK mit der Bitte an di Heeresgruppe herangetreten, die Herauslösung eines Btl. des LVI.Pz.K. durch Verlegung der Grenze zur 2. Armee (um eine Btl.-Breite bis zum Südrand Kolki) zu ermöglichen. Da jedoch das AOK 2 erklärt hat, eine solche Abschnittsübernahme sei aus Versorgungsrücksichten%»1iter größten Schwierigkeitendurchführbar, hat die Heeresgruppe die Zuführung eines Вt1. der 2.Armee zum LVI.Pz.K. befohlen, das dem Gen.Kdo. unterstellt und am rechten Armeeflügel eingesetzt werden wird. Das LVI.Pz.K. wird daraufhin ein Btl. des dort noch eingesetzten Pz.Gren.Rgt. 33 (4.Pz.Div.) herauslösen und zum XXXXI.Pz.K. verschieben, wo später die gesamte 4. Pz.Div. nach Rückkehr ihres Div.Kdos. vom LV.A.K. wieder in einem geschlossenen Abschnitt zusamengefaßt werden soll (s. dazu Anl. IV 1 vom 25.2.44). |
| 26.2.1944 | KTB 9.Armee. Unterstützt von starken Schlachtfliegerverbänden, tritt der Feind beim LV.A.K. nach trommelfeuerartiger Art.-Vorbereitung mit weit überlegenen Kräften zwischen Lutschin und Oserane zu dem erwarteten Großangriff an. Mit Spannung verfolgt man beim AOK den Kampfverlauf, der die erste, vielleicht entscheidende Bewährungsprobe der neuen Verteidigungsfront am Drut darstellt. Der Schwerpunkt der feindlichen Angriffe liegt im Abschnitt hart nordwestlich Rogatschew, wo der Gegner auch an mehreren Stellen Einbrüche erzielen kann. Erbitterte Nahkämpfe entbrennen, in denen es jedoch gelingt, den Angreifer überall wieder zurückzuwerfen. Seine Verluste sind ungewöhnlich hoch: allein im Abschnitt zwischen Kolossy und Blisnezy liegen etwa 1600 gefallene oder schwerverwundete Sowjets im Vorfeld. In Kostjazchowo eingedrungene starke Feindkräfte werden im sofortigen Gegenstoß über die HKL zurückgetrieben. Ebenso scheitern alle Angriffe des Gegners zwischen Werischew und Ozerane, auch gegen den Brückenkopf Chomitschi gerichtete Vorstöße werden abgeschlagen. Daß dieer beachtliche Abwehrerfolg des LV.A.K. nicht ohne Auswirkungen auf die weitere Angriffsführung des Feindes sein wird, ist zwar anzunehmen, dennoch muß damit gerechnet werden, daß der Gegner seine Durchbruchsabsicht nicht aufgeben wird, zumal ihm noch weitre Verbände, deren Aufschließen er heute offenbar nicht abgewartet hat, zur Nahrung des Angriffs zur Verfügung stehen. Insbesondere ist nunmehr auch mit dem Beginn größerer Kampfhendlungen im nördlichen Drut=Abschnitt zu rechen. Dort übernimmt heute der Stab der 20.Pz.Div. den Befehl über den bisherigen Abschnitt des Div.Kdo. 4.Pz.Div. Die Heeresgruppe beabsichtigt, nachdem nunmehr auch am Südflügel der.4.Armee eine gewisse Festigung der neuen Front zwischen Drut und Dnjepr eingetreten ist, die noch beim XII.A.K. befindlichen Teile der 31.I.B. der 9.Arme wieder zuzuführen. Als Endziel der Umgruppierung ist daran gedacht, nach erfolgter Ablösung der 20.Pz.Div. durch die 211.I.D. deren Nordflügel etwa bis Jeswa zu strecken und die 31.I.D. später entweder als Reserve hinter dem LV.A.K. bereitzuhalten oder zur Herauslösung der 5.Pz.Div. zu verwenden (s. dazu Anl. V 1). Im Gegensatz zu dem erfolgreichen Abwehrkampf am linken Armeeflügel hat die Lage südlich der Beresina eine weitere, unangenehme Verschärfung erfahren. Auf dem rechten Flügel, der 253.I.D. kann der Gegner, der wieder mit scharf zusammengefaßten Kräften, von starker Artillerie unterstützt, in mehreren Wellen angreift, den Einbruchsraum Jaswin um etwa 4 km Tiefe und Breite nach Nordosten erweitern, so daß er nunmehr ganz dicht an der Straße nach Tschirkowitschi steht. Erneute Vorstöße des Gegners nördlich der Beresina haben wieder abgewehrt werden können. Angesichts der immer näher heranrückenden Gefahr einer Abschnürung des linken Flügels der 253.I.D. erwartet das AOK mit Ungeduld das Eintreffen der Genehmigung zur Zurücknahme der HKL beiderseits des Flusses. Endlich, im Laufe des Abends, trifft sie ein, woraufhin unverzüglich ein Vorbefehl an beide beteiligten Korps ergeht: Die Absetzbewegung soll bereits in der Nacht vom 26./27.2.44 begonnen werden (s. Anl. 5 а und b). Die Führungsabteilung des AOK hat heute ihren Gefechtsstand gewechselt. Das neue A.H.Qu. befindet sich im Waldlager 3 km westl. Bobruisk. |
| 27.2.1944 | KTB 9.Armee. Der Absetzbewegung am rechten Flügel des ХXXV.А.К. ist der Feind nur mit schwachen Kräften gefolgt Südlich der Beresina . hat sich die 253.I.D., deren linker Flügel ja erst heute nacht zurückgenommen werden soll, noch einmal heftiger Feindangriffe zu erwehren. Sie sind von starker Artillerie und mehreren Panzern unterstützt und richten sich vor allem gegen die HKL westl. Poganzy. Auch Rakschin und den Frontvorsprung Tschirkowitschi greift der Gegner an. Alle Angriffe werden - unter Abschuß von fünf Feindpanzern - аbgeschlagen (s. Anl. II und III). An der Drut=Front hat der neue Angriff noch nicht begonnen. Der Gegner streut wieder die HKL der 5.Pz.Div. mit. Art.- und Gr.W.-Störungsfeuer ab und schießt sich im Raum nördlich Weritschew ein. Ein Angriff von drei Kompanien auf Chomitschi kann abgewiesen werden. Seit einigen Tagen hat sich der feindliche Druck auf den nach Südwesten zurückgenommenen rechten. Flügel der 4.Pz.Armee verschärft. Zufluß neuer Feindkräfte auf das Westufer des Dnjepr läßt eine Ausdehnung der feindlichen Angriffstätigkeit auf die Fгоnt bei Chomitschi wahrscheinlich werden. Um dadurch einheitliche Kampfführung beiderseits der Armeegrenze der Gefahr eines erneuten Aufreißens der Naht zu begegnen, hat die Heeresgruppe mit Wirkung vom 28.2. mittags die Bildung einer "Nahtgruppe Chomitschi" befohlen, bestehend aus allen im Abschnitt der 31.I.D. und im nördlichen Abschnitt der 20.Pz.Div eingesetzten Truppen, unter Führung des Kdr. der 20.Pz.Div. (später des Kdr. der 211.I.D.), Die Nahtgruppe wird, da ihr weitere Verstärkungen, vor allem Artillerie und Pz.Abwehrwaffen, von der 4.Armee zugeführt werden sollen, dem AOK 4 unterstellt (s. Anl. V 1). Das LV.A.X. erhält daraufhin den Befehl, die südlich der rechten Nahtgruppengrenze stehenden Teile der 20.Pz.Div. vorerst der 5.Pz.Div. zu unterstellen. (weitere Einzelheiten, der durch die neue Grenzziehung erforderlich werdenden Umgruppierungen s..Anl. IV 1). |
| 28.2.1944 | KTB 9.Armee. Die weitere Absetzbewegung beiderseits der Beresina - das XXV.A.K. befindet sich jetzt bereits in der endgültigen Stellung .-ist wieder planmäßig verlaufen. Der Feind. ist nur zögernd und mit schwächeren Kräften gefolgt; eigene Gefechtsvorposten stehen noch vorwärts der neuen HKL. Im Einbruchsraun nördlich Jaswin verhält sich der Feind wider Erwarten ruhig. Dafür tritt er aus seinem alten Schwerpunkt vor den inneren Flügeln des LVI. und XXXXI.Pz.K. an mehreren Stellen erneut zu Angriffen an, die jedoch, ohne nennenswerte Art,Vorbereitung geführt, der Geschlossenheit entbehren und zumeist schon im Abwehrfeuer zusammen brechen. Nur beiderseits Pruschinischtsche und bei Korma kommt es zu erbitterten Nahkämpfen, in deren Verlauf es dem Gegner gelingt, einen örtlichen Einbruch zu erzielen, die allerdings unter Beteiligung von Surmgeschützen wieder bereinigt wird. Gegen Abend kommt es auch nördlich Jaswin noch einmal zu einem Feindangriff in Stärke, von 2-3 Bataillonen gegen den rechten Flügel der 4.Pz.Div. Er bleibt schon vor der HKL im zusammengefaßten Feuer aller Waffen liegen. Der linke Flügel des XXXXI.Pz.K. wird heute noch nicht zurückgenommen werden, sondern morgen, abend in der bisherigen Linie stehen bleiben, damit die endgültige Stellung, die erst in der Nacht vom 29.2./1.3. bezogen werden soll, noch einen Tag länger ungestört vom Feind ausgebaut werden kann. Im Gesamtbild der Lage südlich der Beresina scheinen sich nunmehr doch allmählich die hohen Verluste des Gegners bei seinen Tag für Tag wiederholten Angriffen bemerkbar zu machen und man darf wohl die in der letzten Zeit besonders bemerkbare Bildung nur einzelner, scharf begrenzter Schwerpunkte als ein Zeichen dafür ansehen, wie sehr seine Angriffskraft durch Verluste gelitten hat. Es muß allerdings angenommen werden, daß der Feind bald wieder Verstärkungen heranbringen und inzwischen, zu örtlicher Schwerpunktbildung nach wie vor in der Lage, noch mehrmals versuchen wird, wie heute in überraschenden Einzelaktionen den Durchbruchserfolg, der ihm bisher versagt blieb, doch noch zu erringen. Anders stellt sich das Feindbild am Nordflügel der Armee dar. Hier deuten - die Kampfpause hält auch heute noch an - das Auftreten eines vierten Schtz.Korps vor dem LV.A.K. und die durch Nachtluftaufklärung festgestellten erheblichen mot=Zuführungen aus der Tiefe auf eine zunehmende feindliche Kräftekonzentrierung hin, die einen erneuten Großangriff erwarten läßt, und zwar möglicherweise beiderseits Rogatschew bis zur linken Armeegrenze. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Feind das derzeitige unsichtige Wetter dazu benutzen wird, um überraschend zum Angriff anzutreten, deshalb läßt der Oberbefehlshaber in einem Befehl noch einmal ausdrücklich auf größte Wachsamkeit der Grabenbesatzungen und höchste Alarmbereitschaft der im Hauptkampffeld eingesetzten Waffen, insbesondere der Artillerie, hinweisen (s. Anl. IV 2.). Für die weitere Durchführung der Umgruppierungen am linken Armeeflügel hat das AOK befohlen, daß die 20.Pz.Div. nach erfolgter Ablösung durch die 211.I.D. geschlossen am Nordflügel eingesetzt bleiben soll, gleichzeitig ist die Herauslösung von noch beim LV.A.K. befindlichen Teilen des XXXV.A.K. und ihre Rückführung dorthin angeordnet werden. Dieser Befehl liegt im Zuge der Bemühungen des AOK um eine allgemeine Wiederordnung der Verbände, die allerdings angesichts der im Laufe der vergangenen Kampfhandlungen so zahlreich erfolgten Verschiebungen einzelner Teileinheiten aus nicht angegriffenen Abschnitten zu den Abwehrbrennpunkten auch weiterhin noch verhältnismäßig komplizierte Umgruppierungen erfordern wird. Die Wahrscheinlichkeit eines neuen sowjetischen Großangriffs beim LV.A.K. und die immer noch angespannte Lage südlich der Beresina läßt es dabei geraten erscheinen, mit der Rückführung dieser Einheiten zu ihren Stammdivisionen nur sehr allmählich und vorsichtig zu Werke gehen, um die Standfestigkeit der Abwehr nicht zu gefährden (s,dazu Anl. IV 1, ferner auch Anl. IV 3 und IV 10). |
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