| Kriegstagebuch April 1942 | |
| 1.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Alles ist überschwemmt. Die Grimka hat ihr Wasser in alle Dorfstraßen geschickt. Der Verkehr kann nur mit Schlauchbooten aufrecht gehalten werden. Über den Fluss selbst fährt eine Fähre. Ich denke oft an die Kameraden, die jetzt noch weniger zum Essen haben, klaue bei der Feldküche zwei Laib Brote und schicke es ihnen durch einen Melder. |
| 2.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Wo gibt es in Deutschland noch solche „Zustände?!“ Ein Durchstich würde genügen, um das Hochwasser zu bannen. Die Russen nehmen das mißlich Jahr um Jahr hin, geduldig, ohne daran zu denken, durch eigene Kraft die Natur zu bessern; typisch russisch. |
| 3.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Die Kameraden haben mir einen Dankbrief für die gestohlenen Brote geschickt! Sie hätten diese Laibe an einem Abend aufgefressen, (was will das bei 8 Mann heißen!) und seien wenigstens ein Mal satt geworden. Ich beschließe ihnen von meinem Teil zu schicken. Ich kann leichter Kohldampf schieben, denn ich tue ja keinen Dienst. |
| 4.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Das Hochwasser steigt immer mehr. Der Schuster hat einem sauberen Russenmädchen die Stiefel gesohlt und dafür eine Nacht bei ihr geschlafen! |
| 5.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Ich male Karten zum Muttertag; auch für die Kameraden. Und bin glücklich, dass unter den Marketenderwaren eine Schokoladetafel ist. Sofort verpackt, an Rosel geschickt. |
| 6.4.1942 | |
| 7.4.1942 | |
| 8.4.1942 | |
| 9.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Der Spieß schickt mich mit einer Meldung zum Bataillons-Geschäftszimmer. Ich melde mich vorschriftsmäßig: „Gefreiter K., Einheit Dietz ...“ Weiter komme ich nicht, der Ofw. bricht ab: „Ach, Sie sind der Mann, der in Urlaub fährt!“ „Nein!“, „Selbstverständlich, da sehen Sie!“. Er zeigt mir meinen Urlaubsschein nach Backnang. Das kann ich nicht glauben! Doch er verlangt mein Soldbuch, will den Urlaubsort wissen. Ich kann das Gefühl nicht wiedergeben, das in mir Platz greift. Das kann ich jetzt nicht glauben! Ich muss mich überzeugen, dass ich nicht träume. Vor einigen Tagen schrieb ich an Rosel: „Urlaub gibt’s, wenn der Krieg in Russland zu Ende ist.“ Das ist bestimmt die größte Überraschung in meinem Leben. |
| 10.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Bei den Kameraden, beim Chef habe ich mich abgemeldet. Dieses Glück will ich durch doppelten Einsatz lohnen. |
| 11.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. Durch knietiefen Schlamm nach Uspenskaja, Einsteigebahnhof. Ich komme fast nicht hin, so müde macht mich das Warten. Zum Schluss muss ich alle 100 m 5 Minuten ausruhen. |
| 12.4.1942 | |
| 13.4.1942 | |
| 14.4.1942 | |
| 15.4.1942 | |
| 16.4.1942 | |
| 17.4.1942 | privates Tagebuch
7./Schtz.Rgt.64. -5.5.42 Daheim! Ich sehe die Heimat, die Eltern, Rosel und zum 1. Mal meinen Buben! |
| 18.4.1942 | |
| 19.4.1942 | |
| 20.4.1942 | |
| 21.4.1942 | |
| 22.4.1942 | |
| 23.4.1942 | |
| 24.4.1942 | |
| 25.4.1942 | |
| 26.4.1942 | |
| 27.4.1942 | |
| 28.4.1942 | |
| 29.4.1942 | |
| 30.4.1942 | |
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